Beiträge von Herb

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    Wenn TET und Endurowandern im Vordergrund steht würde ich auch die normale 300L nehmen. Da kann ich meinem Vorredner nur zustimmen.

    Fahrwerk ist ges geschmacks- und Geldmacherei. Klar geht mit dem original Fahrwerk alles. Aber ein bisschen Investition lohnt sich da sofort.

    Ich würde auch keine neue Maschine kaufen, sondern eine gute gebrauchte mit wenig Kilometer. Werden immer wieder angeboten weil die Leute einfach sich vertan haben beim Kauf. Dann hat man auch noch Geld für Gimmicks übrig.

    Kühlerschutz muss man unterscheiden zwischen einem Schutz vor Steinschlag, also vor den Lamellen, der meiner Ansicht nach absolut nix bringt und eher noch die Zuleitung von Frischluft behindert, und einem "Sturzrahmen" für den Kühler, wie es ihn von Adventure Spec oder anderen Anbietern gibt.

    Der schützt nicht vor Steinschlag, sondern stützt den Kühler am Rahmen ab, also umgibt ihn und schützt ihn daher vor einem Sturz. Das hatte ich schon und hat mich schlappe 270 € für einen gebrauchten Kühler aus NL gekostet.

    Diese "Sturzrahmen" hab ich auch an den Sportenduros, und die sind schon sinnvoll. Zumindest bis zu einem gewissen Grad werden die Kräfte abgefangen.

    Ansonsten kann ich Alex nur zustimmen: Sturzbügel haben an einer Enduro eigentlich nix verloren, da fädelst du dich nur im Unterholz ein und dann haut's dich erst richtig hin! Bashplate ist Geschmacksache, ich hatte früher auch welche aus Alu, die sind aber sehr laut und können auch mal dröhnen. Inzwischen nehm ich immer welche von AXP, ist ein sehr beständiger Kunststoff, schön leicht, und trotzdem sehr belastbar. Und es klappert nicht ständig wenn ein Stein dagegen haut.

    Reifengröße und Eintragung: vergiss es einfach, interessiert keine Sau! Ich hab schon seit Jahre 90/90-21 drauf, hinten sogar 130/80-18, jedes Mal über den TÜV, auch schon Kontrollen gehabt. Keine Probleme! Die Kollegen von der Rennleitung gucken auf laute Krawalltröten und Knieschleifer, aber nicht auf die Stoppelhopser...

    Zur Statistik: Immer links! :lol:

    Zum Schutz: Kühlerschutz von Adventure Spec, genau wie oben geschrieben! Hab mir auch schon an der 300L den Kühler verbogen, war noch dicht, Lüfter lief auch noch. Hab mir einen gebrauchten aus NL gekauft. Hatte Angst, dass irgendwann der Flansch zum Motor hin undicht wird, der war nämlich angeklickt. Und die sind ja nur gelötet. Also neuen rein. Danach kam der Kühlerschutz dran. Seitdem lag ich nicht mehr...

    Wahnsinn, das alles ohne Motorrevision! Hut ab für die Fahrleistung!

    Aber kurze Frage: Warum machst du den Motor nicht? Ist ja bei einem Einzylinder normal nach dieser Laufleistung. Neuer Zylinder, neuer Kolben, und weiter geht die wilde Hatz. Oder willst du einfach was neues? Dann würde ich sie komplett anbieten, für jemanden der sie sich neu aufbaut...

    Nur meine Meinung.

    Die KTM 390 Enduro ist KEINE wirkliche Enduro, und noch nicht mal eine Dual-Sport.

    Die Basis ist weiterhin die 390 Adventure, mit dem gleichen Rahmen etc. Die Federwege sind begrenzt, der Auspuff liegt unten, das Gewicht ist viel zu hoch!

    Wir hatten bei der letzten Tour in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg eine 390 Adventure dabei: ging gerade so in der Wander-Gruppe. Die steht auf einer Stufe mit der 410 oder 450 Himalayan, aber kann nicht mit einer CRF 300L mithalten. Zumindest vom den offroad-Aspekten her.

    Grundsätzlich sollte man sich bei den 250/300er Modellen an eine höhertourige Fahrweise gewöhnen, zumindest wenn man von potenten Ein-oder Zweizylindern kommt. Das merkt man ja als aufmerksamer Fahrer am "Popmeter", dass der Motor eher so ab 4-5t Umdrehungen "rund" läuft. Ab 6t Touren geht es vorwärts, bis ca. 7,5 - 8t Touren.

    Das machen die kleinen Nähmaschinen auch klaglos mit, zumindest wenn sie ordentlich warm gefahren sind und Öl haben.

    Eine Erfahrung eines Kumpels, der professionell an Einzylindern schraubt (XT/TT 500/600): die meisten Motorschäden gibt es bei untertouriger Fahrweise! Da hat der Kolben im oberen Totpunkt zu wenig Geschwindigkeit und kippt eher, wodurch sich der Verschleiß drastisch erhöht. Lieber etwas mehr Umdrehungen, das ist besser für alle Lager, insbesonders für das Pleuellager. Wenn die Kette schon schlägt kommt das ja auch von einem eher ruckartigen Lastwechsel bei der Beschleunigung. Das sollte man auf Dauer absolut vermeiden und eher einen Gang runter schalten.

    Kann man alles nicht mit einem Drei- oder Vierzylinder vergleichen. Schon ein Zweizylinder läuft da "runder".

    Ich fahre inzwischen mindestens mit 4-5t Umdrehungen, drehe eher die Gänge aus, auch mal bis 8t Touren!

    Im Enduroeinsatz wechsel ich alle 2-3 t km lieber mal das Öl.

    Ich habe das Öhlins Fahrwerk komplett an der CRF 250 Rally und jetzt an der 300L und Rally verbaut. Das Federbein hatte ich an der 250 Rally mit dem Ausgleichsbehälter an der vorgesehenen Stelle am Motor montiert, mit dem Effekt, dass ich aufgrund der Verkleidung zur Verstellung kaum ran kam.

    An der 300L und Rally hab ich den Ausgleichsbehälter jetzt anstelle der Werkzeugbox verbaut. Da kommt man auch dran. Und die komische Box ist eh nur für die Füsse...

    Und ja, ich musste an der L den Seitenständer verlängern weil sie mit dem Öhlins Fahrwerk einfach höher steht.

    Ich hatte meinen IMS Tank damals bei CRFs Only in den USA bestellt. Gibts inzwischen aber auch bei Adventure Spec. Oder halt den China Klon bei Alibaba.

    Den Kennzeichträger von Adventure Spec kann ich nicht empfehlen, der ist schnell durch vibriert und gebrochen. Ich hatte dann einen von Tail Tidy dran.

    Sitzbank von Seatconcepts ist klasse! Unterfahrschutz von Adventure Spec oder AXP kann ich nur empfehlen. Und kauf bloß keinen Arrow ESD! Der wird so heiß dass das Seitenteil durchschmilzt und ist ohne Kat auch viel zu laut. Würde ich nicht mehr fahren.

    Es gibt auf YouTube jeden Abend eine kurze Zusammenfassung von Dirk von Zitzewitz: Inside Dakar 2025. Viele Hintergrundinformationen, persönliche Einschätzungen und auch Interviews von anderen Teilnehmern zB Mike Wiedemann der mit dem Motorrad in der Malle Moto Klasse fährt. Das ist die Hardcore Klasse von den Privatiers, ohne direkte Werksunterstützung. Muss alle Servicearbeiten selbst machen, pennt im Zelt. Das sind für mich die wahren Helden der Dakar! Und Mike liegt in der Malle Moto Klasse auf Platz 4 und in der Gesamtwertung auf sensationellen Platz 39!