Das ist alles richtig, aber ich kann da aus der Husqvarna Red Zeit zu beitragen...
Gilt nur für existierende Hersteller. Damals verschwand Husqvarna Varese einfach so vom Markt, war weg, gab es nicht mehr und Pierer hat sich lange dagegen gesträubt, dass seine Husqvarnas die legitime Nachfolge (mit allen Konsequenzen) davon sein sollten. Man konnte die Pierer Group schließlich davon überzeugen (keine Ahnung was da genau gelaufen ist), dass auch Husqvarna Austria die ET Versorgung übernehmen muss. Das Ganze hat aber ca. 3 Jahre gedauert und bis dahin war das Lager von Zupin leer. Die folgende Versorgung des ungeliebten Kindes verlief, freundlich ausgedrückt, auch eher schleppend. (Btw. Seid Jahresende 23 auch Geschichte, denn da waren 10 Jahre nach dem Tod von Husqvarna Varese um).
Ich glaube genau aus diesem Grunde wechseln die Namen (und angeblich Hersteller) chinesischer Zweiradproduzenten in kurzer Folge. Angeblich gibt es den Hersteller dann nicht mehr, obwohl Yamasukawa dann als Kawasuyama im selben Werk zusammengeschraubt wird. Ich glaube die Aussicht auf mögliche EU-Strafen entlocken den Menschen in China nur ein müdes und höfliches Lächeln.
Wer kann sich denn noch an die ganzen verblassten, chinesischen Herstellernamen erinnern, die kurz auf dem Markt aufflackerten und dann sang- und klanglos verschwanden und die wenigen Käufer das Teil nie wieder los wurden?
Ach ja, zum Thema BMW/Husqvarna: Der 650er Eintopf von Loncin lebt ja in einer Voge 650 DSX weiter, ein übergewichtiger Reisedampfer mit Endurolook. Das Teil sollte, laut Liste, im Jahr 2021 ca. 7.300,- € kosten. Inzwischen versucht man Neufahrzeuge für ca. 5.400,- € los zu werden und eine gebrauchte Voge 650 DSX aus 21 wird mit ca. 7.000 km für 3.900,- €, eine andere aus 23 mit ca. 4.000 km für 4.450,- € angeboten. Weitere Angebote aus 22/23 werden in 100er Schritten teurer(Kleinanzeigen). Die sind alles keine Erfolgsannoncen und stehen z.T. schon lange zum Verkauf. Ich denke, wenn man sich ein Moped aus dem Land des Lächelns kauft, dann muss man entweder hohen Wertverlust (sogar gegenüber dem geringen Kaufpreis) oder eben Fahren bis zum Exitus einkalkulieren.