550 Performance hat seine Modifikationen mal so erklärt, dass er bei der 250er gesehen hat, dass diese schon stock, also unmodifiziert, zu viel nachregeln muss, also die gespeicherten Werte zu oft/zu weit daneben liegen. Diese Nachregelung unterliegt einer gewissen Verzögerung, wodurch es zu unangenehmen Effekten kommen kann.
Das hat er angepasst und alleine dadurch die Fahreigenschaften verbessert.
Zum anderen bietet er eine Software, die auf höhere Oktanzahlen optimert ist (für 91AKI/95ROZ, Zündzeitpunkt vermutlich hauptsächlich) und mehr Leistung generiert.
Modifiziert man dann noch am Motorrad Ansaugung oder Abgasstrang, schafft die Regelung es evtl. nicht mehr das auszugleichen. Dafür hat er dann auch wieder eigene Software.
Zum Teil hat die ECU ja auch Lernwerte, ermittelt also kontinuierlich Korrekturfaktoren gegenüber den statischen Tabellen, damit nicht alles über die Lambdaregelung ausgeglichen werden muss. Ich gehe aber davon aus, dass hier nicht für jeden Wert des Kennfelds korrigiert wird (dann bräuchte es den Tuner nicht, bzw. wäre das etwa die Funktion eines Powercommander Steuergeräts mit Autotune) sondern nur gundsätzlich Faktoren auf z.B. die Einspritzdauer angewendet werden.
Denn die Lambdaregelung gleicht hier ja am Ende auch z.B. Abweichungen in der Durchflussmenge der Einspritzdüse aus (Verschleiß, Verschmutzung, Fertigungstoleranzen).
Zum anderen optimieren die Hersteller ja auch immer auf Homologationskriterien, wollen minimalen CO2 Ausstoß/Verbrauch, bei den normierten Abnahmezyklen. Da kann die Fahrbarkeit im Alltag schon mal leiden. Der Tuner hat dann wieder mehr die Fahrbarkeit im Blick, für die Abgasuntersuchung im Rahmen der Hauptuntersuchung spielt das meist keine Rolle.