Beiträge von bwm

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    Also bei mir hat der Magura die Ligurien Tour unbeschadet überstanden, obwohl viele andere Teile merklich Spuren davon getragen haben. Der Lenker ist nicht nur mit einem größeren Durchmesser unten sondern außerdem mit unterschiedlicher Wandstärke ausgestattet, je nach Belastung. Ich denke schon, dass der merklich länger hält. An der 250er hab ich mir ständig die Lenker krumm gebogen, selbst bei eher trivialen Stürzen.

    Aber da Magura scheinbar aus dem Geschäft aussteigen will weiß ich nicht, wie gut da die Nachschub-Situation in ein paar Jahren sein wird.

    Das Bild zeigt aber einen Stutzen, bei dem Heli Coil auch nicht mehr weiterhelfen würde. Und das Problem war hier sicher nicht eine zu kurze Schraube, sondern ein zu hohes Drehmoment.
    Und außerdem ist das ein Argument für mich. Die hinteren, "frei schwebenden" Gewindegänge tragen so gut wie nichts, da sich beim anziehen nicht nur die Gewindegänge elastisch verformen, sondern auch der ganze Stutzen, in dem sie eingeschraubt sind. Es kommt (da noch mehr als bei einem Vollgewinde) nur auf die ersten Gänge an. Dann ist es egal, ob deine Schraube 5, 8 oder 58 Gewindegänge hat. Die Last tragen nur die ersten.

    Im übrigen habe ich auch in der Anleitung darauf hingewiesen, dass ich weniger Drehmoment verwende (18Nm) und ich habe ja auch noch eine andere Ablassschraube mit Magnet verlinkt, die hat ein Gewinde bis unten hin.

    Die M12x1,5 Schraube von Louis hat - wenn ich das auf dem Bild richtig erkennen kann - 5 Gewindegänge. Bei 5 Gewindegängen tragen die ersten 3 68% der Last. Bei 8 Gewindegängen tragen die ersten 3 65% der Last. Sofern man nicht nur 2 oder 3 Gewindegänge im Gewinde hat, ist das ziemlich egal. Erst beim abreißen ergibt sich durch plastische (also dauerhafte) Verformung eine andere Kraftverteilung.
    Ansonsten sind die ersten 3 Gewindegänge maßgeblich dafür, ob es hält oder nicht.
    https://www.ing-hanke.de/know-how/lastv…-von-schrauben/

    Nach Norm darf eine M12x1,5 Schraube in Alu (man kann etwa Festigkeitsklasse 5.6 als Vergleich nehmen) ein Drehmoment von 42,5Nm bekommen. Honda fordert für die Ölablasschraube ganze 24,5Nm. Weit unter dem, was die Schraube könnte.
    https://www.schrauben-normen.de/anziehmomente.html

    Sofern man sich nicht völlig glatt anstellt und das doppelte des erlaubten Drehmoments auf die Schraube gibt, passiert da - egal ob mit der Louis oder der Honda Schraube - gar nix

    Dass du das nicht siehst heißt aber nicht, dass es nicht da ist. Und "kein Verschleiß" gibt es an bewegten Teilen niemals, nirgendwo. Kann es nicht geben. An meiner F650GS war ab Werk eine magnetische Ablassschraube und da war auch immer ein bisschen was dran. Bei den Hondas habe ich noch keine Ölwechsel selbst gemacht, seit ich die Schrauben drin hab.

    Schaden kann der Magnet jedenfalls nicht

    Die Markierungen sind eine optische Einstellhilfe für die Kettenspannung bei originaler Übersetzung. Bzw eher ein Erkennungsmaß für den Kettenverschleiß. Wenn du die Übersetzung änderst, muss das zwangsläufig nicht mehr passen. Für sich genommen ist das kein Problem aber wenn der TÜVer das sieht, dann denkt er sich "warte mal.. Kette verschlissen? Die ist doch in Ordnung? Hat der die Übersetzung geändert?" und kommt dann auf die geänderte Übersetzung. Polizist in einer Kontrolle vermutlich das gleiche.

    Geänderte Übersetzung eintragen ist weitestgehend unmöglich. Es wabert eine 8% Grenze durch den Äther aber das hängt sehr stark vom jeweiligen Prüfer ab. Ich hatte mal bei der Dekra angefragt, um an meiner damaligen F650GS vorne statt einem 16er Ritzel ein 15er zu montieren. Der wollte von mir zwar keine Höchstgeschwindigkeitsmessung haben (da sich die Geschwindigkeit verringert) und keine Abgasmessung (da Änderung unter 8%) aber eine Fahrgeräuschmessung und er hätte überprüft, ob der Tacho noch ausreichend vorgeht
    Und das alles nur unter der Bedingung, dass man ein Gutachten über die Festigkeit des Ritzels vorlegt.

    Fazit ist etwas schwierig. Summa summarum war es endgeil. Ich bin Sachen gefahren, die es nirgendwo sonst gibt und die ich auch in einem anderen Kontext nie gefahren wäre. Hätte ich zu viel schiss vor gehabt. Ich habe extrem viel gelernt und extrem viel erlebt.

    Die großen Abers sind Können, Kosten und Materialmord.

    Können hatte ich ja schon mal angedeutet: man sollte schon ziemlich erfahren abseits von befestigten Wegen sein. Das ist definitiv keine Tour für Anfänger. Man muss ein paar Fahrtechniken (Vorderrad Lupfen, bergab mit Motorbremse und Hinterradbremse, bergauf mit GAAAAAAAAAS! etc.) können und sollte auch in "Wegfindung" schon ein wenig was erlebt haben (also auf der Strecke dann die kurzfristigen Entscheidungen fahre ich links über den Stein oder rechts in die Fahrrinne rein). Kondition ist auch so ein Thema. Ich bin mit knapp 100kg auf 1.75m klar übergewichtig, mache aber regelmäßig Sport (2 mal die Woche schwimmen) also ein bisschen Kondition hab ich schon. Das war gerade so ausreichend.
    Gefahren wurden an 3,5 Tagen ca 400km, davon mehr als die Hälfte wirklich "Offroad"

    Kosten sind nicht unerheblich
    Gerundete Beträge:
    1.000€ Kursgebühr inkl. Hotel (Halbpension)
    125€ Einzelzimmer Aufschlag
    90€ für 4*Mittagessen
    35€ Getränke zum Abendessen (da war ich sehr sparsam)
    30€ Sprit Motorrad
    80€ Maut Schweiz (je 40 für Auto und Anhänger)
    120€ Maut Italien
    Und der Sprit auf der Anreise. Das ist höchst individuell. Aber wir hatten ab Löffingen (südlichstes BaWü) 600km one way. Macht also 1200km * 10L/100km * 2€/Liter Diesel = 240€
    Zusätzlich hatte ich von Berlin nach Löffingen 800km one way also 1600km * 9L/100km * 2,20€/l Super Plus = 320€
    Und zusätzlich noch je 60€ für Hotel in Löffingen.
    (55€ für 5 Liter vom Guide selbst gemachtes Olivenöl)

    Also rechnet je nach Anreisekosten mit minimum 1700€. Für 3,5 Fahrtage. Wenn man sich die Anreise zu zweit teilt bleiben trotzdem 1.500€ pro Person als Untergrenze.
    Nicht falsch verstehen: ich finde den Preis für das gebotene Fair. Aber billig ist es trotzdem nicht.

    Und dann noch der letzte Punkt : der Materialmord.
    Geht davon aus, dass was kaputt geht. Grobe Stollenreifen (á là Six days extreme) sind absolute Pflicht. Die Reifen sind nach so einer Tour ca halb runter gefahren. Vorne ist die Profiltiefe noch gerade so okay aber an allen Blöcken sind Ausbrüche, teils erheblich (>50% weg gebrochen). Hinten ist die übrig gebliebene Profiltiefe geradezu lächerlich und die äußeren Zähne haben unterschiedlich starke Ausbrüche. In meinem Fall zusätzlich:
    - Fußbremshebel wurde mehrfach nach hinten umgebogen (und manuell wieder zurück nach vorne)
    Rahmen Unterzüge haben auf beiden Seiten Dellen und Kratzer
    - durch den Kopfstand: Alu Gepäckträger ist komplett krumm und schief, Blinkerhalter hinten links gebrochen und Cockpit-Halter ist leicht verbogen
    Reifen vorne

    Reifen hinten

    Gepäckträger


    Würde ich es nochmal machen? Ja, aber nicht mit der CRF300L. Zu wenig Bodenfreiheit und viel zu schwer für sowas. Und nicht jedes Jahr weil ~2.200€ für 3 Tage fahren einfach echt ein bisschen viel sind.

    Bin jetzt wieder zu Hause, daher jetzt mal mein Bericht von Tag 3 und 4 und Fazit

    Tag 3 war richtig geil. Wir sind bis auf einen 1200m hohen Berg gefahren und danach noch ein ganzes Ende durch einen wunderschönen Laubwald. Schwierigkeitsgrad an dem Tag war Mittel. Aber auf dem Weg zum Mittag hat einer aus der anderen Gruppe sein Motorrad ziemlich böse abgelegt. Er weiß auch nicht genau, was passiert ist. Single Trail am Hang, auf einmal macht das Hinterrad einen Satz zur Seite und das ganze Mopped fällt vom Hang. Ca 45 Grad Böschung für etwa 5-6m, danach senkrechter Drop von etwas über 1m. Das Motorrad ist zum Glück unmittelbar vor dem senkrechten Drop liegen geblieben, er ist noch runter gefallen. Schutzkleidung hat ganze Arbeit geleistet (Helm war wohl ziemlich ramponiert) aber er hat sich das Handgelenk verknackst. Ist auf ca doppelte dicke angeschwollen. Am Mopped (80kg Montesa Trial Maschine) war nix.
    Nach dem Mittag sind wir noch über einen Bergkamm lang, die "Treppe" vom Vortag in die andere Richtung (runter) gefahren und einen MTB Track runter. Ging trotz langsam schwindender Kräfte ganz gut von der Hand.
    Am Donnerstag dann wollten meine Arme von Anfang an nicht mehr. Wir sind den MTB Track vom Vortag wieder hoch, weil einer seine Handschuhe dort verloren hatte. Auf Weg einen anderen Track wieder runter ist mir dann ein Malheur passiert. Rechtskurve zu weit gefahren, auf Steine rauf gekommen, Kontrolle verloren und einen ca 60cm Vorsprung runter gefallen. Ich bin frontal auf eine glatte Steinplatte drauf, da haben die Protektoren ganze Arbeit geleistet. Mein Motorrad hat sich auf den Kopf gestellt und lag dann entgegen der Fahrtrichtung.


    Danach hab ich dann für den Tag abgebrochen und bin nur noch über Straße zurück. Bevor noch was schlimmeres passiert.

    Fazit kommt in nem separaten Beitrag

    Genau. Die ABE gilt nur für Lenker + Halterung zusammen. Eintragung anhand mehrerer ABE sollte zwar kein Problem sein, aber ist halt doch wieder eine Einzelabnahme

    Im Prinzip ist das egal, schmieren tun alle Öle. Aber man darf (aus sinnvollen Gründen) nur biologisch abbaubare Öle verwenden. Daher ist Kettensägenöl tatsächlich sinnvoll, das darf nämlich seit vielen Jahren schon nur biologisch abbaubar sein

    Gestern Abend habe ich noch daran gezweifelt, ob meine Teilnahme hier eine gute Idee war. Heute ist das scheinbar bei Herb der Fall.

    Also insgesamt: Das Fahrlevel ist knackig und die CRF300L ist nicht nur mit großem Abstand die schwerste, sondern gleichzeitig außerdem die Stärkste (nach Papieren) und schwächste (in echt) Maschine hier im Fahrerfeld. Und die mit der geringsten Bodenfreiheit.
    Also alle anderen Teilnehmer sind mit irgendeiner Sportenduro oder Sporttrial Maschine da. KTM EXC und KTM Freeride sind besonders häufig vertreten. Dann noch ein paar Betas und eine Montesa. Meine ist die einzige Honda. Übliches Gewicht der Maschinen ist 80-110kg fahrfertig. Leistung bei den meisten ab 40PS aufwärts.

    Diese technischen Nachteile machen sich deutlich bemerkbar. Meine Arme sind blanker Pudding jetzt nach 2 Fahrtagen mit jeweils ca 100km und ich habe mir heute mehrmals den Fußbremshebel umgebogen.
    Aber - sie schafft das alles auch. Es geht nur nicht so leicht von der Hand.
    Und das Wetter ist echt gut. Ca 20-23 Grad, kein Regen, aber die Sonne brennt auch nicht unerbittlich.

    Zur Gegend: hier ist ein echt umfangreiches Netz an Schotterwegen. Einige Single Trails, einige "strada bianca" (weiße Straße, bezogen auf die farbliche Darstellung in einer Karte), manche wenige auch mit kleinen Geländewagen befahrbar, die allermeisten aber nur mit Motorrad oder bergab eventuell noch mit MTB. Der Untergrund ist im allgemeinen hart. Sehr felsig und schotterig. Aber sehr grober Schotter. Größe der Steine von Schokoriegel bis Kopf. Es schauen auch mal Felsen aus dem Boden, die einfach massiv sind. Teilweise sind Fahrrinnen ausgearbeitet, teilweise fährt man auch einfach drüber und am anderen Ende wieder runter.
    Es gibt unglaublich viele befahrbar Wege. Viele Hindernisse, die man nehmen kann - oder eben nicht. Dafür muss man sich dann aber in der Gegend hier sehr gut auskennen. Deshalb würde ich diese Hinterwege wirklich nur mit Guide empfehlen.

    Zur Tour: es gibt 3 Gruppen mit je einem italienischen Guide und jeweils 6 Teilnehmern, wobei mindestens 1 der Teilnehmer vom Anbieter (Stehlin) ist und als Lumpensammler hinterher fährt.

    Herb und ich sind beide in der langsamen Runde. Unser Guide hat uns schon liebevoll "Grupa Vacancia Ligurie", "Grupa pensionare" und "Grupa touristica" genannt. Aber der Guide untertreibt gerne bei dem, was so kommt. Er sagt immer sowas wie "strada bianca Grande, solo Un po' di Enduro, strada bianca E Hotel. No Problemo." und dann kommt sowas wie auf den Bildern gerade.

    Gestern Vormittag sind wir direkt am Morgen eine Treppe und eine ca 50cm Felsstufe hoch. Wahrscheinlich um zu evaluieren, was wir so können. Danach einen etwas breiteren Single Trail den Berg hoch und dann einen wirklich schmalen Ziegenpfad am Berg entlang. Dann einen breiteren Single Trail wieder runter und zur Frühstückspause eingekehrt. Zwischen Frühstück und Mittag dann noch eine Runde auf der Hausstreckr gedreht.

    Nach dem Mittag dann wieder ein paar single trails und eine richtig harte Sektion. Steil Bergauf mit Serpentinen und mehreren Fels- und Wurzelstufen zwischen 10 und 30 cm würde ich sagen. Fahrstrecke kaum breiter als der Lenker. Und das bei Dauergas (steil bergauf) und herausfordernder Linienführung (Serpentine). Da hat's mich 2 mal gelegt. Danach war ich komplett fertig. Und dann kam der Abstieg auf der anderen Seite. Fahrspur kaum breiter als der Reifen, tief ausgefahren sodass ich regelmäßig mit den Fußrasten aufgesetzt habe. Kopfgroße Felsen in der Fahrrinne. Und das ganze bei ähnlichem Gefälle, auch mit mehreren Stufen gespickt und auch mit ein paar Serpentinen. Da hab ich mich noch 2 mal gelegt und daran gezweifelt, ob ich überhaupt noch weiter fahre.

    Heute früh ging es meinen Armen aber wieder besser also Tag 2 gestartet mit dem Gedanken, nach dem Mittag abzubrechen. Am Morgen ging es direkt zu dem Aussichtspunkt, den Herb geteilt hat und auf den single trail am Berg lang. Da haben wir uns beide mehrfach gelegt. Meine Maschine lag auch einmal neben der Strecke, ca 1m den Hang runter. Zum Glück nur. Mein Problem war: alles, was ich bisher gesehen habe, waren Hügel. Ich kenne Offroad in den Bergen nicht. Dort ging es halt rechts steil bergab, dadurch bin ich unterbewusst immer am linken Rand gefahren. Wenn da aber mal die Fußraste hängen bleibt oder der Reifen vom Hang abrutscht, macht das Mopped direkt einen Satz in Richtung Abgrund. Nach diesem Abschnitt, der zwar echt schön aber gefährlich und durch die Stürze auch anstrengend war, wollten wir eigentlich beide abbrechen. Haben es dann aber doch nicht getan. Wir haben danach wieder eine Frühstückspause eingelegt. Da habe ich nur weiter gemacht, weil ich mit der Gruppe Mittag essen wollte. Also weiter. Der Abschnitt zum Mittag war dann wieder herrlich. Überwiegend der, den wir am Montag zwischen den beiden Pausen gefahren sind. "gemütliche" Single Trails wo man auch mal etwas schneller wird (so bis 50/60 hoch) mit ein paar Serpentinen und Steilkurven, die aber inzwischen kein Problem mehr sind. Der lief so gut, dass ich nach dem Mittag doch weiter machen wollte. Außerdem war der Mittagsort Offroad über den Kamm nur ca 1,5h vom Hotel weg. Auf Straße hätte man außen rum fahren müssen. Also wieder weiter.

    Direkt ein Abschnitt mit 2 ziemlich harten Steigungen. Auf der ersten hat sich mein Vordermann mir in den Weg gelegt, dann musste ich stehen bleiben und rückwärts wieder runter. Hatte viel zu viel Zeit, darüber nachzudenken, hab Angst bekommen und wollte nicht mehr. Aber wohin also los und tatsächlich ohne größere Probleme in einem Zug durch getreckert. Oben auf dem Plateau angekommen war dann Stau. Stefan lag auf dem 2. steilen Abschnitt. Auf einer Kante hat sein Motorrad ihn abgeworfen und er ist im Salto nach hinten und das Motorrad ist liegen geblieben. Der Guide kam dann und hat ihm runter geholfen und sein Motorrad hoch gefahren. Ich wieder viel zu viel Zeit zum drüber nachdenken gehabt, schon der Panik nahe. Rückwärts ging nicht weil starkes Gefälle mit 90 Grad Kurve am Ende. Vorwärts geht nicht weil der Abschnitt zu schwer ist. Durchgeatmet, los gefahren und... In einem Zug oben angekommen. War gar nicht so schlimm. Das hat mir dann einen extremen Selbstbewusstseinsboost gegeben. Dann ging es eine Weile auf dem Bergkamm lang, noch eine "Treppe" hoch (ca 15cm Stufenhöhe und zwischen 50 und 100cm Stufentiefe, ca 30 Stufen), weiter auf dem Bergkamm lang, wieder einen krass engen Single Trail lang wo ich ständig mit den Fußrasten an Felsen hängen geblieben bin und hinten wieder runter. Die Abfahrt hatte es in sich. Schweres Geröll, diverse Drops zwischen 20 und 50cm (meist nicht ganz vertikal sondern mit etwas Gefälle, sodass man runter fahren kann aber dabei sehr schnell wird), viele Felsen, die man Fußrastenfreunlich navigieren musste. Aber mein Selbstbewusstsein war wieder hergestellt und damit war auch die Kraft wieder da. Das hat richtig Spaß gemacht.

    Gestern Abend hab ich noch überlegt, abzubrechen. Jetzt freu ich mich auf morgen.

    Krasse Tour, die einiges an Fahrkönnen abverlangt aber auch einiges an Übung und Aussicht zurück gibt.
    Es macht tierisch Bock. Nur die Anreise hier runter ist halt hart. Für mich waren es 800km bis ins südliche BaWü und dann nochmal 600km mit Mitfahrgelegenheit bis hier hin.

    Wir sind jetzt bei der ersten Mittagspause. Junge junge junge ist das eine Gegend hier. Sehr feste Böden, ziemlich staubig und felsig. Der Guide schiebt gut voran und wir versuchen irgendwie, dran zu bleiben.

    Aussichten haben wir ein paar beeindruckende


    Da, wo es fahrerisch spannend ist, kann man naturgemäß keine Bilder machen

    Wenn die Platine fertig gebrutzelt und die Software aufgespielt ist, ist in Sachen Elektronik nix mehr zu basteln. Das ist dann rein mechanischer Einbau und elektrische Anbindung. Und auch die Elektrik kann ziemlich simpel sein. Wirklich brauchen tut der Öler nur 2 Kabel bei GPS und 3 bei Tachosignal. Plus, Minus und Tachosignal. Die 2 Kabel für den Taster und die 2 für die LED sind optional.

    Am Ende die Einrichtung ist - sofern du das Bluetooth Modul hast - mit der App auch echt simpel. Im Lernmodus die Anzahl der Tachoimpulse pro Umdrehung ermitteln, Anzahl Pumpstöße und Entfernung eingeben und das war's.
    Das schwierigste ist noch 4 Kabel durchs Mopped ziehen für Taster und LED und, das Öl dann tatsächlich vom Tank zur Pumpe und von der Pumpe ans Kettenrad zu bringen. Und zumindest beim letzten bin ich keine große Hilfe. Ich habe dafür Restteile von meinen Scottoiler Experimenten genommen.

    Ich muss leider wieder zurück. Ärgert mich selbst total. Muss am Montag wieder auf Arbeit sein und habe 2 Tage Abreise.

    Ich vermute aber eigentlich, dass die LGKS Bestandteil der Tour ist oder?

    Jaa nee angst hab ich keine aber Respekt. Und Vorfreude :)


    Den Scott-Oiler ist wohl sehr verbreitet. Wenn der nicht elektrisch ist, wie soll denn der funktionieren, da tropft er doch im Stand???

    Der funktioniert mit Unterdruck. Muss entweder an einen vorhandenen Unterdruck-Anschluss angeschlossen werden oder man muss sich einen kleinen Nippel in den Ansaugtrakt setzen. Es gibt aber von Scottoiler sowohl ein Unterdruck- als auch ein elektrisches System

    Ich habe an meiner Affentwin den Rehoiler. Geiles Ding aber Einbau war sehr aufwändig und man muss einen Hang zum basteln haben. Schlussendlich bekommt man eine Einkaufsliste, lötet sich die Platinen selbst zusammen und schreibt dann selbst die Software auf den Chip. Dabei unterstützt einen Dete aber auch bzw er macht das für einen, wenn nötig. Der Einbau am Motorrad ist dann auch "Privatvergnügen". Also da muss man sich selbst was überlegen und anbauen.
    Dafür Funktionsumfang wie kein zweiter. Je nach Wunsch GPS - gestützt oder am Tachosignal mit dran. Status LED im Cockpit und ein Schalter im Cockpit zur Umstellung von normal- auf Regen- auf Offroad-Modus und wieder zurück auf normal. Und das ganze für die Hälfte von dem, was man für ein fertiges System bezahlt. Einstellung per Handyapp sehr genau möglich.
    Schalter und LED sind auch optional. Also man kann sich den so zusammenbauen, wie man ihn gern hätte. Aber eben Hang zum Basteln zwingend erforderlich.

    Scottoiler Unterdruck habe ich eher durchwachsene Erfahrungen mit. Einstellung war nie so richtig genau möglich und der hat immer ein bisschen geleckt. Nachträglich gekaufter dual oiler war sehr teuer und komplett unbrauchbar. Die Schläuche sind damit immer leer gelaufen (Ölfleck auf dem Boden). Nach nicht mal 1 Jahr ist das Gehäuse aufgeplatzt und hat das Öl überall hin verteilt, nur nicht mehr auf die Kette. Getestet an 2 unterschiedlichen Ölern (Rehoiler und Scottoiler), bei beiden exakt das selbe Fehlerbild.

    Cobrra sind mein Bruder und ein Kumpel beide zufrieden mit. Beim Tanken immer ein paar clicks weiter und fertig. Aber für das, was es ist, viel zu teuer und sehr kleiner Ölvorrat