Servus Together,
was für ein Irrsinn: Heute bei einem Freund gewesen, der KFZ-Meister ist und in seiner Werksatt allen Schnick-Schnack hat, den man heute so in einer Profi-Werkstatt hat.
Nach Prüfung der beiden Steuergeräte (OEM und Vortex) kam schon mal ein unterschiedliche Kurve beim Oszilloskop raus ... Die OEM-ECU hat das Einspritzventil sauber takten lassen, aber der Motor ist nicht gelaufen. Das Vortex hat nur einmal eingespritzt und wollte dann nicht mehr, warum auch immer (die CRF450L hat keinen Nockenwellensensor, nur so als Info vorweg).
Der Zündfunken war schön, Pumpe ist gelaufen und Kurbelwellensensor hat auch saubere Werte gebracht!
Mein Kumpel hat dann gesagt: "Sprit kommt, funken tut sie und Luft hat sie auch, sie läuft aber nicht, lass uns die Kompression prüfen!". Ich: Hä, der Fehler ist doch eindeutig elektrisch ...
Tja, das Moped hatte keine Kompression -> Ventildeckel runter und :shock: :shock: :shock:
Die Nockenwelle ist soweit nach links zur Steuerkettte gewandert, dass die Nockenwelle schräg hing :!: :!: :!:
Der Motor hat sauber gedreht und nichts hat geknirscht, ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass da was mechanischen ned passt :oops: . :oops:
Des geht doch garnicht, aber es war so. Offensichtlich ist die Nochenwelle aus den Lagern gelaufen, obwohl sie da eigentlich von zwei halben Passringen gehalten wird, also die Lager werden gehalten und die Nockenwelle kann kanpp 2 mm nach rechts, links und sonst nirgenswo hin, eigentlich :roll: .
Ich hab vor rund 500 km zwei Schims gewechselt und hatte da die Nockenwelle draußen. Der Motor lief super mit den neuen Shims und ich war auch der Überzeugung, alles wieder ordnungsgemäß zusammen gebaut zu haben und des zu 100 % ! (Hängt ja das Leben vom Motor davon ab und da bin ich schon gewissenhaft, aber hab offensichtlich trotzdem was falsch gemacht :? )
Ich kann es wirklich nicht verstehen, aber die Nockenwelle hing schräg und hat die rechten Kipphebel überhaupt nicht mehr erreicht. Alles zerlegt und wieder zusammen gebaut, Motor gestartet und ein schreckliches klappern :shock: .
Ventildeckel wieder runter - ein Shim hat gefehlt. Ach du Scheiße, der ist bestimmt den Steuerkettenschacht runter :roll: , aber nein, er "klebte" im Ventildeckel - des gibts doch garnicht :lol: :P 8-) .
Also Nockenwelle wieder raus, Kipphelbel hoch, Shim rein und alles wieder zusammen geschraubt. Motor gestartet -> läuft sauber :!: :P :P :P
Ich kann es nicht glauben! Der Sebastian, seines Zeichens KFZ-Meister sagte nur: "Du hast mehr Glück als Verstand!" Nach kurzer geistiger Abspulung aller Ereignisse, musste ich ihm beipflichten :P :lol: .
Warum die Vortex das Einlassventil nicht angesteuert hat und die OEM-ECU schon, wird wohl ihr Geheimnis bleiben. Wie schon erwähnt, hat das Moped keinen Nockenwellensensor, also konnte die Vortex ja auch nicht wissen, dass da was nicht passt und sie nicht den Befehl zum Einspritzen geben darf :roll: . Scheißegal, hauptsache läuft wieder :lol: .
Ich schraub jetzt schon etwas über 35 Jahren an Mopeds rum, aber gelernt ist gelernt, des hat mir heute mein Kumpel Sebastian eindrucksvoll bewiesen und der ist erst vor ein paar Tagen 32 geworden und auch noch mehrfacher BMW-Fahrer, also neben den Autos, darunter ein 202Turbo :o , zwei BMW-Zweiräder :roll: .
Von der elektronischen Seite her war der RallyMichl und ich zu 99% sicher, dass es das Einlassventil sein muss, hätten wir ein Oszilloskop gehabt, wören wir wohl trotzdem nicht auf die Nockenwelle gekommen :lol: .
Scheiße bin ich froh, der Bock läuft wieder. Morgen wird er wieder ganz zusammen gebaut und dann ner harten Testfahrt unterzugen. Hält er, dann gehts nächste Woche endlich wieder auf den TET - Polen oder Frankreich, scheißegal, hauptsache weg, mir fällt hier nämlich gleich die Decke auf den Kopf :roll: .
Was soll ich noch sagen, zwischen Leid und Freud liegt manchmal nur ein scheiß Passring :roll: .