Beiträge von Tobi

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    Sodele - im Arabischen Sandsturm war es vollbracht. Unsere nächsten zwei CRF (CRF300L) sind auch über 100000km. Wie eigentlich zu erwarten, war es genauso problemlos wie schon die zwei CRF250L zuvor.

    Da wir immer wieder zu unserem Setup und Service gefragt werden, dachte ich, dass ich das hier mal grob aufliste. Vielleicht interessiert es ja jemanden?
    Wir fahren zu 99% mit ca. +40kg Gepäck, wie auf dem Foto zu sehen. Wenn möglich und sinnvoll fahren wir offroad.

    Allgemeine Veränderungen an den Mopeds:
    - Acerbis Tank
    - Original Luftfilter + Schnorchel Vorfilter von Anfang an.
    - K-Tech Ventile und Shimstack für die Gabeln
    - Wilbers 642 Dämpfer und Wilbers Federn bis ~37000km. Danach gewechselt auf TFX Suspension Dämpfer und K-Tech Gabelfedern. Da wurde dann auch das Gabel-Öl mal getauscht.
    - Piasini Engineering ECU Tuning ebenfalls bei ~37000km.
    - Alle Lager an der Umlenkung der Schwinge wurden gleich zu Beginn mit einer ordentlichen Packung Fett versehen.
    - Das Selbe gilt für das Lenkkopf-Lager und vor allem wurde es korrekt eingestellt.

    Sonstige Umbauten, die aber für die Funktion nicht wirklich relevant sind, lasse ich mal aus.

    Service:
    - Ölwechsel immer ca. alle 7000km und i.d.R. inklusive Ölfilter. Semi-synthetisch 10W40 oder auch 10W30, 15W50 usw. - zur Not auch vollsynthetisch falls nichts anderes erhältlich ist. Ölablass-Dichtung (Alu) und Ölfilterdeckel-Dichtung habe ich weiter verwendet.
    - Tausch von Kette und Kettenblätter ca. alle 25000km. Original oder JT Kettenblätter + DID VX3 falls verfügbar. Ab 57000km habe ich die Ritzel mit dem "Zusatzblech-Mod" hier aus dem Forum zur Schonung der Ausgangswelle verbaut.
    - Luftfilter hält durch den Vorfilter locker 30000km. Die Vorfilter waschen wir nach Bedarf und Lust und Laune aus.
    - Kühlflüssigkeit habe ich mal bei 57000km vor der großen Tour gewechselt. Keine Ahnung ob das wirklich nötig war?
    - Ebenfalls habe ich vorsichtshalber bei 57000km den Kettenschleifer ausgetauscht. Der wäre allerdings noch gut gewesen.
    - Bei ca. 75000km waren durch zu viel Wasser beide hinteren Radlager durchgerostet. Eigentlich kein Wunder bei den nur einseitig gedichteten original Lagern. Jetzt sind natürlich beidseitig gedichtete Lager verbaut.
    - An beiden Mopeds habe ich zweimal die Bremsbeläge getauscht. Die halten eigentlich ewig.

    So - das war es im Grunde genommen auch schon. Mehr haben die Mopeds eigentlich nicht bekommen - es seidenn ich habe noch etwas vergessen aufzulisten, was ich nicht hoffe 😁. Wir hoffen mal, dass uns die Mopeds letztendlich auch noch problemlos nach Hause bringen.
    Grüße aus dem warmen Saudi Arabien.

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    surfall
    wir waschen die Vorfilter alle paar Wochen, es sei denn es war ein katastrophales Staubmassaker. Wir sind aber auch faul und haben keinen großen Bock uns ständig darum zu kümmern. Unterwegs gibt es kein Rockoil, daher nehmen wir einfach irgendwelches Luftfilteröl welches eben gerade verfügbar ist. Diese Filtern teilweise besser als das Rockoil, sind aber ein viel größerer Aufwand die Filter ohne Lösungsmittel wieder halbwegs sauber zu bekommen.

    Sushi
    Die Preise in Thailand sind mir schon bewusst, aber nicht jeder macht dort mal kurz eine Bestellung für einen Luftfilter. Zudem seit 2026 auch neue Zollbestimmungen gelten - es wird also teurer.
    Außerdem nützt dir das Ganze natürlich auch wenig, wenn du mit Motorschaden irgendwo in Afrika stehst.

    Meine Vermutung: Schlechtes Benzin, was den Motor schonmal grundsätzlich magerer also heißer laufen lässt. Der geöffnete Luftfilter-Kasten, Tuning Luftfilter + andere Abgasanlage lässt noch mehr Luft durch den Motor. Der open-loop Fuel Controller wurde am Prüfstand auf europäische Verhältnisse eingestellt. Dadurch wird der ECU einfach stupide dieses Mapping übergeben und sie kann kaum mehr auf Informationen der Lamda Sonde reagieren. Auf anderen Kontinenten herrschen allerdings auch andere Einflüsse z.B. schlechtes Benzin, heißeres Klima, weniger Sauerstoff durch große Höhen usw. --> das Moped läuft viel zu heiß da das europäische Mapping dafür nicht mehr passt und die ECU aufgrund des Fuel-Controllers nicht mehr reagieren kann --> Der Motor wurde gebraten.
    Daher macht man eine Änderung des Mappings auch direkt an der ECU.

    *Die beiden reagieren übrigens extrem empfindlich, wenn man einfach deren Fotos irgendwo verwenden. Du könntest also Ärger bekommen. Und Gott bewahre, falls die diesen Thread hier entdecken ;)

    Ich denke er spricht von den 2 selbsternannten CRF-"Experten", die sich offenbar frustriert zur Lebensaufgabe gemacht haben in absolut jedem Thread in jeder CRF-Facebook Gruppe zu verkünden, wie schlecht die CRF300 ist?
    Meistens kommen die Motorschäden von falscher Wartung (z.B. falsches, schlechtes, zu viel oder zu wenig Öl usw.) und Modifikationen zur Leistungssteigerung (z.B. Fuel-Controller, Luftfilter-Kasten Mods, Tuning-Luftfilter usw.) - besonders mit schlechtem Benzin und ungewöhnlichen Umwelteinflüssen (Hitze, Luftfeuchtigkeit, Höhe usw.) kann das unter Umständen fatal sein.

    Da wird ein Teil der Leistung her kommen.
    Ob es gut für die Haltbarkeit und damit Reisefreundlichkeit ist?
    Die crf hat 10,7:1 meine ich.

    Das ist in der Tat verdammt hoch. Allerdings muss die AI ja auch nicht unbedingt recht haben. Ansonsten wäre das Teil höchstens mit Low Profile Kolben und ECU Abstimmung Langstrecken tauglich.

    Das sagt AI:

    Technische Spezifikationen

    KategorieDetailsMotor:
    Neu entwickelter 450-ccm-Einzylinder-Viertakter (wassergekühlt, DOHC), basierend auf dem Rallye-Motor der Kove 450 Rally. Leistung: 35 kW (47,6 PS) bei 9.500 U/min. Drehmoment: 40 Nm bei 7.500 U/min. Kompressionsverhältnis: 14:1. Elektrischer Anlasser, Einspritzung, 6-Gang-Getriebe.

    Ölmenge:
    Ca. 1,8 Liter (mit Kühler für längere Intervallwechsel bis 3.000 Meilen).

    Chassis:
    Hochfester Stahl-Doppelschleifenrahmen mit Aluminium-Heckrahmen. Fokus auf Stabilität und Fahrerfeedback.

    Leergewicht:
    Ca. 102 kg (trocken; fahrbereit ca. 120 kg). Bodenfreiheit: 285 mm. Tankvolumen: 9,5 Liter.

    Federung:
    Voll einstellbares Fahrwerk (vorne: KYB-Gabel, hinten: Yuan-Stoßdämpfer, Factory Edition). Balanciert für MX- und Enduro-Einsatz, anpassbar per Klicker, Sag und Gabelhöhe.

    Bremsen & Räder:
    Vorne: 260-mm-Scheibe mit 2-Kolben-Bremssattel; hinten: 220-mm-Scheibe mit 1-Kolben-Bremssattel.

    Reifen:
    CST-Stollen (90/90-21 vorne, 140/80-18 hinten). Lenkwinkel: 38,5°, Lenkkopfwinkel: 28° für agile Wendigkeit.

    Ausstattung:
    Voll-LED-Beleuchtung (Scheinwerfer, Tagfahrlicht, Blinker), LCD-Display, leichte 2,3-Ah-Lithium-Ionen-Batterie. Straßenzulassung (Euro 5+), inkl. Kennzeichenhalterung und Schalldämpfer für Homologation.

    Weitere Highlights:
    Hintergrund und Entwicklung: Der Motor stammt aus einem intensiven Testprogramm im Dakar-Rallye-Kontext (Kove hatte 2023/2025 Erfolge mit der 450 Rally, inkl. Top-15-Platzierungen). Die Enduro-Version ist eine abgeleitete Variante der MX450 Motocross (die 65 PS und 98 kg trocken hat), aber mit Fokus auf Vielseitigkeit: Leichter als Rallye-Modelle (145 kg nass), aber robuster für Trails. Kove betont Leichtbaukonstruktion mit Magnesium-, Carbon- und Aluminium-Elementen.

    Fahrverhalten:
    Tests der MX-Basisversionen loben das ausbalancierte Handling – pflanzlich, aber responsiv, mit guter Suspension, die "einfach funktioniert". Die Enduro soll für anspruchsvolles Gelände optimiert sein, ohne die Intensität einer reinen Racer.

    Marktposition:
    Positioniert als günstige Alternative zu etablierten Marken wie KTM oder Honda. In den USA gibt es eine Factory Edition (mit KYB/Titan-Auspuff) für den MX, Enduro-Preis in Europa unbekannt (ähnlich Rally-Modell: ca. 9.000–10.000 € erwartet). Verfügbarkeit ab 2026, mit Fokus auf globale Expansion.

    Geiles Teil!