Beiträge von michi

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    Habe mal nach 15.000 km in die Gabel reingeschaut und gecheckt, was die POM-Hülsen dort so machen. Die Reduzier- und Vorspannhülsen sehen noch so aus wie beim Einbau. Habe bei dieser Gelegenheit das Gabelöl auch gewechselt. Normaler Metallabrieb ist vorhanden, aber es gab keine POM-Späne. Die Lösung werden wir so weiter fahren :)

    Ich habe die Schaulandsitzbank nun 8000 km lang erprobt und für gut befunden. :)

    Die Form orientiert sich an der Comfort XL Sitzbank von Seat Concepts.
    In der Schaulandsitzbank habe ich Federkerne installieren lassen. Jetzt kann man mit der CRF locker über acht Stunden fahren, ohne dass der Arsch sich groß beschwert (das Problem hatte ich leider mit der SC Sitzbank).

    Die Kommunikation mit Schauland war problemlos und die Bank war nach sechs Wochen fertig.

    Habe leider kein detaillierteres Bild, hier sieht man aber wie das Ganze aussieht ;)

    Servus zusammen,

    bei meiner aktuellen Moped-Durchsicht (ca. 15.000 km) hat sich rausgestellt, dass der Schwingenschleifer bereits bis auf die Schwinge durch ist.
    Ersatz bekommt man in Thailand für 80 Euro (ohne Versand/Zoll) und hier kostets ca. 110 Euro.
    Ich finde den Preis für das bisschen Plastik etwas viel.
    Hat denn jemand bereits Alternativen gefunden, die passen könnten? Ich habe leider nichts sinnvolles finden können :)

    VG Michi

    Hi zusammen,

    bei unserer Süd-Ost-Europa Tour bin ich aufm Rückweg in Albanien etwas zu sportlich die Berge runtergefahren (schwerer Fahrer mit 40 kg Gepäck). Die vordere Bremsscheibe hatte danach einen richtigen Seitenschlag. Ich vermute, dass sich bei den schnellen Bergabfahrpassagen das Teil verzogen hat. Mich überrascht das, da ich in den Alpen dieselbe Fahrweise hatte (und auch vor den Kurven gut in die Eisen gegangen bin) und dort nix passiert ist.
    Das Moped hat jetzt knapp 14.000 km drauf. Die Verschleißgrenze von solchen Teilen liegt ja weitaus höher, so war jedenfalls meine Erfahrung bisher ;)

    Daheim angekommen bin ich nun auf der Suche nach einer (evtl. höherwertigeren) Bremsscheibe vorne.
    Die Einzige, die ich bisher für die 300er Rally gefunden habe (mit 296 mm Durchmesser) ist die EBC MD6409C für knapp 100 Euro.
    Bikerzbits möchte für die Originalscheibe 160 € + Versand haben.

    Hat jemand eventuell bereits Alternativen gefunden oder ist die EBC tatsächlich die einzige Aftermarket-Scheibe auf dem Markt, die man nicht bei Ali Express bestellen muss?

    VG Michi


    Was ist bei der Federkenvariante anders?

    Die soll wohl komfortabler sein und der Druck vom Hintern wird angeblich besser verteilt. Ich habe bisher nur keine Erfahrungen von Leuten gelesen, die die Federkernbank auf einer Enduro gefahren sind.
    Klingt aber soweit vielversprechend!


    Moin,

    da ich aus Kiel bin, kann ich bei Fragen oder Problemen gerne anbieten, dass ich den Kontakt vor Ort übernehme. Bei Bedarf einfach eine PN.

    Danke fürs Angebot, ich nehme es ggfs. wahr, falls es die Schauland-Bank wird :)

    Hallo zusammen,

    nach ca. 5000 km mit meiner Seat Concepts Comfort XL Sitzbank möchte ich gerne meine Erfahrungen mit euch teilen.
    Nach den vielen positiven Reaktionen auf die Bank habe ich sie auch mal bestellt und nach zwei Monaten Wartezeit im Mai erhalten.
    Habe die Sitzbank extra auf mein Gewicht anpassen lassen und denen die Information "i like it very comfortable" mitgegeben. Leider ist die Sitzbank genau das Gegenteil von komfortabel geworden.

    Pro: ich sitze nicht mehr so schnell durch wie auf der Originalsitzbank und mein Po hat tatsächlich komplett Platz auf der breiten Fläche.
    Contra: leider schmerzt mein Hintern nach bereits 50 km ziemlich extrem (ähnlich wie bei der Originalsitzbank). Auf dem TET Polen habe ich ab Tag 2 nicht mehr sitzen können - stehen auch nicht, da ich noch keine Bosley Pegs verbaut hatte :D
    Nach zwei Tagen Pause hat sich der Schmerz gelegt, ist aber nach 50 km wieder aufgekommen, als ob ich auf einer Hardenduro fahren würde :D
    So eine Erfahrung habe ich mit Sitzbänken noch nie gemacht...
    Ich dachte, dass die Bank nach ein paar Einfahrkilometern etwas nachgibt. Das war leider nicht der Fall.
    Natürlich ist das alles Typsache, habe aber für 460€ (inkl. Versand und Zoll) mehr erwartet.

    Die Originalbank kann ich leider nicht verwenden, da sie für mich deutlich zu schmal für Fernreisen ist.

    Bin jetzt auf der Suche nach Alternativen, die hier schon angesprochen worden sind (Schauland, Jungbluth etc.).
    Mal schauen, was daraus wird :)
    Vielleicht hat hier ja jemand noch einen Tipp ;)

    Seat Concepts sagt nur dazu, dass ich deren Sitzbank beim lokalen Sattler umpolstern lassen soll. Danke dafür.

    VG Michi

    Hi Thomas,

    hast du denn die Federkernvariante genommen oder nur rein Schaumstoff?
    Bin gerade im Kontakt mit Schauland und kann mich nicht ganz entschieden, was Sinn macht.

    Generell bin ich auf der Suche nach einer Alternative zu meinem Seat Concepts XL Comfort Sitz, mit welchem ich mich nach 5000 km nicht anfreunden konnte.

    VG Michi


    Hoffentlich gibt es bis dahin keine weiteren Sperrungen und noch mehr Militär. Scheiß Krieg! Wegen ein paar Arschlöchern mit verworrenen politischen Zielen sterben da Menschen, obwohl keiner wirklich was davon hat, außer evtl. der Ami, aber lassen wir des lieber.

    Wir dachten auch zuerst, dass es am Krieg liegt, aber tatsächlich ist das Militär (noch immer) da, weil ja letztes Jahr der weißrussische Diktator da paar Flüchtlinge rüberschleusen wollte. Daher wird der Zaun gebaut, das hat tatsächlich nichts mit der aktuellen Situation zu tun. Lt. Grenzpolizei soll die Sperrzone Ende Juli aufgehoben werden (Stand Mai), dann hätte man wieder freie Fahrt.


    Ihr seit ja insgesamt 4500 km gefahren und für An- und Abreise waren es dann ca. 1500 km? Also ist der TET ohne die Anschlüsse ca. 3000 km lang? Des wären dann also 12 Fahrtage auf dem TET. Ich bin den andalusischen TET in verschiedenen Versionen schon gefahren, den Rest von Spanien zu Hälfte, als auch ein 1/3 Portugal und a weng Südfrankreich. Immer wenn meine Fahrpartnerin dabei war, gabs ärger mit Bergen, weil sie extrem Höhenangst hat. Ist es richtig, dass es überwiegend flach in Polen dahin ging? Waren von den 50 % Offroad tatsächlich rund die Hälfte Sand, oder ist des mehr gefühlt, weil so antrengend? 800 km Sand, da sterb ich wohl unterwegs :oops: , wenn ich viel Glück habe, dann verlier ich auch 20 kg :lol: .

    Es waren ca. 1200 km An- und Abreise und paar Kilometer, um die Ostsee zu erkunden. Die 3000 km TET (ohne Zubringer) kommen schon gut hin.
    Berge gibt's in Polen nur im äußersten Süden, da geht der TET (leider noch) nicht lang :)
    Wir hatten lediglich am ersten Tag etwas Hügel. Als Berge würde ich das nicht bezeichnen. Die restlichen Tage waren überwiegend flach ;) Höhenangst sollte dort niemand bekommen.
    Ich kann's nicht mehr verbindlich sagen, wie viel Sand nun genau dabei war. Zeitlich wars gefühlt definitiv mehr als streckentechnisch. Der tiefe Sand kam nicht so oft vor (aber wenn, dann richtig, v.a. im Westen). Ansonsten sind's eher Sandpisten mit einer 10 cm losen Schicht und drunter wars relativ fest oder klassische Schotterstrecken mit genügend Schlaglöchern :)
    Habe trotz Bierkonsum auf der Runde auch abgenommen, das ist schon okay so :D

    Wünsche euch auf jeden fall schon mal viel Spaß!


    Auf jeden Fall Glückwunsch zur vollendeten Runde! Die meisten reden drüber, aber Ihr macht . Habt Ihr Euch schon ein neues Ziel ausgesucht?

    Merci! Wir wollten im September eigentlich nach Marokko, aber die Fähren sind uns gerade viel zu teuer. Wir sind daher gerade noch auf Reisezielsuche für'n Spätsommer, bevor es dann nächstes Jahr hoffentlich auf große Reise geht :)

    Ich hatte (bzw. habe noch) eine R1150GS vor der CRF, mit der habe ich aufgrund des Gewichts Sand gemieden. Daher habe ich davor keine Sanderfahrung machen können/wollen.
    Es hat fast täglich geschauert. Die schnellere Fahrt haben wir dann auf den feuchten/nassen Sand-Abschnitten gemacht. Da konnten wir gegen Ende hin eben überraschenderweise relativ schnell durchgurken.

    Zur Furt: Grund hierfür sind die Bug- und Heckwellen, die durch die großen Seitentaschen nochmal verstärkt werden. Zusätzlich kommt das Vollgas geben noch dazu, da neigt sich das Moped ein bisschen nach hinten ;) Dann blubberts halt.
    Das Wasser ging über die vordere Radnabe, daher meine Schätzung von ca. 40-50 cm.

    Servus zusammen,

    wir waren im Mai/Juni auf dem TET Polen unterwegs. Da sich schon einige gefragt haben, wie es dort auf der gesamten Runde aussieht, wollte ich hier mal meinen Senf dazugeben ;)

    Hard facts
    - 4500 km (inkl. Anreise), davon geschätzt 1200 km nicht befestigte Straßen.
    - 17 Tage
    - ca. 250 km TET/Tag
    - Die Nordost- (Litauen), Südost- (Ukraine) und West-Zufahrten (Deutschland) haben wir ausgelassen.

    Route

    Tag 1 und 2
    Gestartet sind wir direkt nach Feierabend in München und haben Jelenia Góra in Polen angepeilt. Mit einer Übernachtung auf dem Stadtcampingplatz in Prag sind wir am nächsten Tag auch in Polen angekommen. Da das Navi irgendwelche Sperrungen beachtet hat, sind wir dann etwas weiter nördlicher in Lubomierz rausgekommen. Das war nicht weiter schlimm, weil hier die Sektionen 3b und 4 aufeinandertreffen und man sich direkt ins Vergnügen stürzen konnte.

    Wetterbedingt haben wir uns hier entschieden erst Richtung Osten zu fahren, was sich hinterher als richtige Entscheidung herausgestellt hat - später dazu mehr :)

    Der TET hat am ersten Tag uns (und die Mopeds) wunderbar für die Tour aufwärmen lassen. Anfangs führten uns Sträßchen mit einer schönen Aussicht auf das Riesengebirge vorbei. Es folgten Acker- Verbindungswege und Traktorwege aufeinander, man fuhr ständig zwischen den Äckern lang, was dann abends aber langsam langweilig wurde. Übernachtet haben wir wild im Zelt am Südufer des Zbiornik Mietkowski.

    Foto: Acker-/Schotterstraße im Süden Polens



    Tag 3
    Am nächsten Tag ging's ähnlich weiter, bis der Track dann auf dem Hochwasserdamm der Oder langführte. Das sorgte für etwas Abwechslung zu den Ackersträßchen, die dann zum Tagesende wieder häufiger wurden. Das Nachtlager haben wir am Jezioro Swierklaniec aufgeschlagen. Hier finden sich an der Ostseite schöne Plätze für Zelte. Zum Sonnenuntergang gab's ein Bad im See, kühles Bier und überraschenderweise keine Mücken.

    Foto: Weitere Ackerstraße, aber ganz schick 😉


    Tag 4
    Tag 4 startete mit der Erkenntnis, dass die 6 Tage alte SW Motech Halterung bereits an Schrauben verloren hat (trotz deren Schraubensicherung). Uncool, aber glücklicherweise war ein Baumarkt nicht weit weg - das Zumo XT soll ja länger am Moped verbleiben.

    Etwas später als geplant sind wir dann losgedüst. Nach ein paar Kilometern haben wir dann auch den ersten tiefen Sand erleben dürfen. Ohne Erfahrung, wie man darauf fährt, galt für mich: Augen zu und durch. Nur ca. 30 m später wurde ich dann aber schlauer. Ich habe mich doch etwas überschätzt und bin viel zu schnell losgefahren und viel zu schnell langsamer geworden, die Konsequenz: Vorderrad eingesunken und ich habe mit meiner Schulter einen Burggraben für eine potenzielle Sandburg gebaut. Den einen Kilometer langen Abschnitt sind wir dann im Schritttempo langgegangen. Man muss sich ja irgendwie rantasten.

    Etwas geschafft von der kleinen Wanderung, erholten wir uns auf dem darauffolgenden Asphaltabschnitt, bis wir östlich aus Olsztyn (in Schlesien) rausgefahren sind. Nun standen wir, inmitten einer schönen Landschaft, vor einem riesigen Sandkasten, auf den wir beide zum Zeitpunkt wenig Lust hatten. Hier ging's kilometerlang durch die Hügel und Wälder in tiefem Sand. Mit jedem Meter mehr wurde die Fahrt aber sicherer und kontrollierter. Als der Dreh raus war, hatten wir sogar ziemlich Spaß :D

    Etwas weiter bergauf gab's dann auf einem kleinen Abschnitt Lehm. Zum Glück war es zu diesem Zeitpunkt trocken, denn die Fahrrillen waren ca. 30-50 cm tief. Am Anfang der Straße stand tatsächlich auch ein Fahrverbotsschild für Quads und ATVs. Das würde erklären, wieso die da nicht mehr fahren dürfen :D

    Da es dann schon spät wurde, haben wir uns nahe des TETs für einen Campingplatz in Suchedniow entschieden.

    Foto: Erste Berührungspunkte mit dem Sand


    Tag 5
    Ab dem jetzigen Zeitpunkt sollte der Sand uns nie wieder in Ruhe lassen.
    Trotzdem wechselten sich schöne Asphaltphasen (viele Alleen) mit Schotter und Kopfsteinpflaster sowie flache und tiefe Sandpassagen ab.

    Wir waren auf der Suche nach einem Campingplatz, da uns das braune Wasser der Wisla nicht auf einen wilden Stellplatz eingeladen hat. Ende Mai ist in Polen allerdings noch Nebensaison und gefühlt 80% der Campingplätze sind geschlossen. So landeten wir heute mal in einem Bed & Breakfast nördlich von Pulawy.

    Tag 6
    Die weißrussische Grenze war nicht mehr weit. Wir haben sie mit Spannung erwartet, da es heißt, hier ist die Natur noch ziemlich ursprünglich. Tatsächlich stellten wir fest, dass die Industriegebäude schwanden und immer mehr Natur Einzug hielt. Zu unserer Freunde wurden wir wieder mit dem Mix aus Schotter, Sand und Asphalt gefordert.

    Als wir uns dem Grenzbereich näherten, waren nur noch gepanzerte Militärfahrzeuge, richtig viel Polizei und keine Leute mehr unterwegs. Im weiteren Verlauf fuhren wir auf Schotterautobahnen an der Grenze entlang und stellen fest, dass hier ein 5 m hoher Grenzzaun gebaut wird. Alle 50 m waren Soldaten stationiert und haben die Baustelle bewacht. Etwas überrascht haben die schon geschaut, als wir da gefahren sind. Zwischendrin haben wir immer Pausen gemacht, was getrunken und fotografiert, was niemanden der anwesenden Staatsleute störte. Wir haben uns daher aber nichts weiter gedacht und die Schotterstraßen dort genossen.

    Wir wollten kurz vom TET abzweigen und den Nationalpark Bialowieza mitnehmen. Kurz vor der Zufahrt des Parks stand eine Polizeistreife am Straßenrand mit einem aufgestellten Stopschild. Ich habe kurz angehalten und keinen Polizisten gesehen (evtl. Pinkelpause?). Daraufhin sind wir einfach weitergefahren, da wir dort auf einem Campingplatz schlafen wollte. Die Eigentümerin der Platzes war dann sehr verwundert, wie wir da reingekommen sind, denn das Gebiet ist seit September 2021 Sperrgebiet, in das keine Touristen oder andere Zivilisten einreisen dürfen. Upsi.

    Leider musste uns die nette Dame ablehnen, obwohl der Platz echt gemütlich aussah. Was uns aufgefallen ist: das Städchen war, obwohl seit fast einem Jahr von der Außenwelt abgeschnitten und 100 Prozent von Touris abhängig, noch immer sehr gepflegt.

    Der nächste Campingplatz sah leider nicht schön aus und wir entschieden uns daher für einen weiter weg gelegenen Campingplatz am Jezioro Siemianowskie (der TET führt quasi direkt vorbei). Direkt an einem See gelegen und, in der Hauptsaison, mit kostenlosen heißen Duschen, Toiletten und Stromanschluss. Kaum zu glauben, aber der Platz ist immer for free. Leider war halt noch Nebensaison. Egal, war trotzdem schön. :)

    Foto: Einmal weißrussische Grenze bitte!


    Tag 7
    Der TET sollte heute wieder an einem Stück Grenze verlaufen. Dieses Teilstück soll eins der schönsten auf der gesamten Polenrunde sein. Also probierten wir es wieder. Es wechselten sich wieder Schotter mit Sand und Ackersträßchen ab. Uns wurde dort nicht langweilig!

    Kurz bevor der spannende Teil begann, sahen wir eine rote Kelle aus den Bäumen winkend erscheinen. Grenzpolizei. Zum selben Zeitpunkt kam ein polnischer CRF 300 L-Fahrer aus der anderen Richtung. Die recht unfreundlichen Beamten haben uns drei letztendlich vom Gebiet verwiesen. Der polnische Fahrer meinte, dass er heute schon mal angehalten worden ist, aber beim zweiten Mal hat er nun doch nachgegeben. Denn die Polizisten drohten ihm ein Bußgeld von 500 PLN (ca. 125 Euro) an, uns haben sie aber lediglich gesagt, dass wir abhauen sollen.

    Ok, gesagt getan. Die Stimmung war nun etwas betrübt, da wir das Stück zwischen Dublany und Krynki nicht fahren konnten. Als wir dann östlich von Bialystok wieder auf dem TET waren, gabs nur noch etwas Ackerstraße und relativ viel Asphalt. Schade. Ein wenig später führte uns der Track auf Asphalt und Schotter durch den Nationalpark Biebrza. Die Landschaft war tatsächlich ziemlich cool und heiterte uns wieder auf. Kurz vor Schluss haben wir dann entlang eines Kanals eine Schlammparty gefeiert, der IRC Reifen hat sich okay geschlagen, war aber doch ziemlich schmierig.

    Wir sind dann bis Augustow durchgefahren und haben dort an einem der vielen masurischen Seen einen geöffneten Campingplatz gefunden.

    Tag 8
    Der heutige Tag war ziemlich asphaltlastig. In den Masuren gibt es wohl wenige Offroad-Strecken, die sich legal sinnvoll befahren lassen. Perfekt, um ein paar Kilometer zu machen und etwas Sightseeing mitzumachen. Die gewonnene Zeit haben wir auf der Wolfsschanze verbracht, ehe wir weiter Richtung Westen aufbrachen.
    Wieder suchten wir uns einen Campingplatz am See. Diesmal in Kikity.

    Tag 9 - 11
    Wenn wir schon im Norden sind (das passiert als Münchner nicht so oft), dann sollte man sich die Ostsee schon mal genauer anschauen. Daher bogen wir in Orneta vom TET Richtung Norden ab und fuhren ans Meer. Die nächsten Tage besichtigten wir Danzig und nahmen die Halbinsel Hel noch mit.

    Tag 12
    Zurück auf dem TET (südlich von Danzig) sollte der Sand unsere Haupt-Fahrunterlage werden. Wir sind durch unzählige Wälder mit tiefstem Sand gefahren, aber das war kein Problem mehr für uns. Ab und zu tauchte ein "Verbot für alle Fahrzeuge"-Schild auf, mit der Zusatzinfo "Lesna droga", was so viel heißt wie Waldstrasse. Diese Schilder sahen sehr neu aus und sollten auch befolgt werden, da hier die Waldpolizei 125 Euro/Moped kassiert. Wir drehten um und sind dieses Teilstück auf Asphalt umgangen. Weiter ging's dann wieder im Sand, bis wir dann Nahe des TETs einen Campingplatz in Borsk aufsuchten. Der Campingplatzbetreiber meinte, dass sich hier selten ausländische Touris verirren. Schade, denn die Gegend ist richtig schön zum Kajak- und eben auch zum Endurofahren!

    Foto: Straße bei Bak, mit dem Hinweis auf eine unebene Fahrbahn


    Tag 13
    Wieder mal Sand. Im Wechsel mit Asphalt und Schotter.

    Auch heute tauchte ein neu aufgestelltes Schild mit dem Durchfahrtsverbot auf. Es scheint, dass im Norden nun ein paar Abschnitte dicht gemacht werden (immer so auf 5 Kilometer Länge). Ich denke aber, dass es genügend Alternativen gibt, die wir allerdings aus Zeitgründen nicht gesucht haben.

    Die Sektion 2 liefert paar POIs mit. Die haben wir natürlich angeschaut. Zu besichtigen gab's an diesem Tag verlassene Atomsprengkopf-Lagerbunker und Bunker jeglicher Art. Da dies kein erschlossenes Museum o.ä. ist, sollte eine Stirnlampe beim Rundgang nicht fehlen. Vor Ort war auch keine Menschenseele, man kann also in Ruhe die Gebäude erkunden.

    Geschlafen haben wir, zusammen mit 2 Milliarden Mücken, bei Tuczno auf einem Campingplatz am See, der Betreiber war nicht vor Ort und meldete sich nicht am Telefon. Der Platz ist trotzdem zugänglich und die Toiletten sowie Münz-Duschen offen.

    Foto: CRFs im Atomraketenabschussbunker


    Tag 14
    Heute stand wieder ein Sektionswechsel an. Da wir die Abstecher zu den Nachbarländern nicht machen, sind wir Richtung Süden abgebogen. Der TET wurde nun tatsächlich etwas anspruchsvoller. Auf der neuen Sektion gab es nun sogar Single Trails durch Wald und Wiese, die aber einfach zu fahren sind, da es sich hier meist um flache Abschnitte mit Erdboden oder Schotter handelt. Paar Hindernisse, wie umgefallene Baumstämme gilt es hier um- oder überzufahren. Zu zweit ist das easy machbar, allein hätte ich mit dem vollbepackten Motorrad wahrscheinlich Probleme gehabt.

    Auch der Sand meldete sich wieder und lies uns nicht im Stich.

    Das Zelt wurde auf einem Campingplatz in Przelazy aufgestellt.

    Foto: Single Trail


    Tag 15
    Der letzte Tag auf dem TET Polen! Wir hätten nie gedacht, dass wir so schnell einmal durch Polen kommen und das zur Hälfte auf unbefestigten Wegen.

    Wieder war Sand das Hauptthema heute. Ohne Probleme schwimmen wir inzwischen mit dem 5ten oder 6ten Gang auf dem Sand. Am Anfang der Reise war dies noch undenkbar. Allerdings haben wir hier auch den Reifendruck etwas reduziert.

    Der Tag war ziemlich spannend. Zuerst konnte man auf einer alten Militärlandebahn die Leistung der CRF in einem drag race rausfinden, bei ca. 20 kg Gewichtsunterschied (nicht die Mopeds, sondern wir selber haha) sollte das wohl was ausmachen - hat's aber nicht. Die Landebahn ist öffentlich befahrbar und wird nebenbei als Fahrschulübungsplatz und Schießstand benutzt. So beeindruckt waren die Leute nicht, als wir da mit 127 km/h lt. Tacho ankamen, für mehr Speed war die Länge der Bahn einfach nicht ausreichend. Aber wir sind ja nicht zum Rasen hier :D

    Ziemlich kurz danach gab's eine Wasserdurchfahrt durch ca. 40-50 cm tiefes Wasser. Beim Durchfahren hat der Auspuff schon geblubbert. Ich hätte vorher zu Fuß durchwaten sollen – das haben wir auf Island aber auch eher selten gemacht. Auf dem TET Polen haben wir mit mehr Furten gerechnet, aber es blieb tatsächlich nur bei der einen.
    Kurz vor Ende führt der TET nochmal auf einen Sandhügel eines ehemaligen Tagebaubetriebs, welcher an Sommerwochenenden zum Wildcamping und Festivalort mutiert. Wir wären hiergeblieben, das Festival und die jungen Leute haben gute Stimmung gemacht, allerdings wollten wir uns das Riesengebirge von Nahem ansehen, falls man eh schon mal da ist. Daher haben wir kurz darauf unsere TET Runde am Anfangsort in Lubomierz abgeschlossen, und sind dann weiter Richtung Süden nach Szklasrska Poreba gefahren.

    Foto: Sandkasten pur


    Tag 16 und 17
    Rückreise über Tschechien. Das Zumo XT hat das Adventurous Routing erstaunlich gut hinbekommen und uns dort von den großen Straßen weggehalten, allerdings war kein Schotter mehr dabei, dafür aber Kurven :)
    Wir verbrachten danach noch einen Tag in Österreich, bevor es nach München ging.

    Fazit
    Es ist eine super Tour für Offroad/Enduro-Anfänger, also perfekt für uns! Glücklicherweise starteten wir am Anfang Richtung Osten und nicht nach Norden. Sonst wären wir ziemlich sicher schnell überfordert gewesen. Mit unserer Route konnten wir gut in den Sand reinschnuppern (das ist nicht nur wörtlich gemeint...). Der westliche Teil des TETs ist im Vergleich am anspruchsvollsten.

    Gefühlt hatte der TET Polen einen Anteil von 50% Offroad, davon 55% Sand, 35% Schotter und 5% Kopfsteinpflaster (es kann aber sein, dass es mehr Schotter und weniger Sand war) :D
    Die 250 km am Tag waren gut gewählt, manchmal hat man mehr geschafft, manchmal weniger. Das hing natürlich vom Sandanteil ab. Mit Pausen waren wir ungefähr 8 Stunden auf den Mopeds unterwegs.
    Die Stürze hielten sich in Grenzen, bin etwa 5 mal "umgekippt" und die Freundin war 6 mal am Boden. Die Rallys (und wir) haben das super weggesteckt, da das meiste die Seitentaschen abgefangen haben.

    Ich hoffe, dass ich euch einen kleinen Überblick über den TET Polen verschaffen konnte und wünsche euch viel Spaß, falls ihr mal dort hinfahren solltet. Es lohnt sich! 😉

    VG Michi


    Du solltest das Set als "Wilbers-Entpfuschungs-Kit" öffentlich vertreiben und reich werdenj :lol:

    Dann schmeiß ich meinen aktuellen Job hin und drehe die nächsten 40 Jahre nur Hülsen, sollte für die Rente auch reichen! :D

    Spaß beiseite, die Nachfrage zu den Hülsen war tatsächlich unerwartet groß. Hätte ich stärkere Nerven, dann würde ich mich auch mit Wilbers rumschlagen... Dafür fehlt mir aber die Lust und v.a. die Zeit, die demnächst mehr aufm Moped als in der Werkstatt verbracht werden soll :D

    Wir würden heute das restliche POM-Material abdrehen. Da kommen noch paar Hülsen raus. Wenn jemand noch Interesse hat, dann bitte gerne bis heute Abend bei mir per PN melden (mit der Info, ob's für die 300er L oder Rally sein soll). Gegen eine kleine Kostenbeteiligung am Material und Drehmeisters Bier schicke ich euch die Hülsen per Post dann zu.

    Danke an Alle für das Feedback!


    Saubere Arbeit! Das muss ich auch noch angehen. Falls du das an die Wilbers A-Geigen schickst, solltest du eine Provision bekommen.
    Dein Drehmeister will sich nicht noch zufällig etwas Bier verdienen?

    Ich schick dir mal eine PM, dann quatsch ma mal. :)


    Nur...habt ihr oben daran gedacht, die Bohrungen im Kolben frei zu lassen?

    Wir haben beschlossen keine Bohrungen zu machen (bzw. die vorhandenen nicht freizulassen), da außen am Kolben genügend Platz ist, sodass das Öl da entspannt durchströmen kann. Der Durchmesser der Wilbersfeder ist dazu noch etwas kleiner als der von der Originalfeder. Die Gabel ist durch den Einbau auch nicht härter geworden, das Öl fließt ungehindert seinen Weg :)

    Als kleinen Nachtrag:
    Wir haben dasselbe System in der Tieferlegung verbaut. Bei unserem Prototypen Nr. 1 hat die Feder allerdings ordentlich gequietscht, aber nicht geklappert. Daher hat auch dort die Lösung der zwei Vorspannhülsen super funktioniert. Auf der Dämpferseite haben wir die Wilbershülse installiert. Da funktioniert sie einwandfrei - ein Wunder!
    Die Konstruktion an der Topoutfeder wurde von uns ähnlich durchgeführt: Die Hülse sitzt passgenau zentriert auf der Mutter des Kolbens und an der Kolbenstange. So sollen Geräusche minimiert werden, und das klappt :) Auch hier haben wir, aus demselben Grund wie oben beschrieben, die Bohrungen nicht freigelassen.

    Gestern haben wir meine Gabel nochmal aufgemacht, um das Klappern zu eliminieren (bin in der Zwischenzeit insgesamt 300 m gefahren und hab ein paar mal Ein- und Ausgefedert). Und siehe da, die Wilbers Vorspannhülse ist so toll gefertigt, sodass sie im Gabelöl eine größere Anzahl von Spänen hinterlässt. Die Feder kratzt in der Vorspannhülse rum, da passt gar nichts. Das Bild zeigt die Kratzstellen in der Hülse....


    Daraufhin haben uns gestern mit Hilfe von etwas Bier Hülsen drehen lassen, die besser auf die Feder draufpassen. Die Idee war, eine Führung der Feder und einen guten Sitz auf dem Kolben zu gewährleisten. Der erste Prototyp sah dann so aus:


    Das Klappern war nun weg, allerdings hat die Feder noch paar Quietschgeräusche produziert. Daraufhin kam die Idee, dass man die Vorspannhülse jeweils unten und oben in die Feder mit einer Führung einsetzt. Bei der unteren Hülse gibt's dann eine Führung für die Feder und die originale Hülse. Somit soll die Biegung der Feder verringert werden.


    Tatsächlich hat das Ganze ziemlich gut funktioniert und wir belassen es jetzt dabei. Schade, dass Wilbers sich da gar keine Gedanken gemacht hat und sowas ausliefert...

    Schreiben wir uns mal per PM zusammen, ich habe da eventuell Bezugsquellen im Umfeld. Die Kunststoffhülsen werden dort aus POM Vollstäben gedreht. Wir können dann gerne alles abstimmen.

    Mich wundert's, dass Wilbers nicht auf deine Tatsachen entsprechend reagiert hat. Soll ich denen auch mal schreiben? Eventuell kommen die mal in die Gänge, wenn sich doch mehrere Leute beschweren...

    Wir haben die 25 mm und 30 mm von Voigt. Und die passen auch sehr gut. Bei beiden mussten wir die Kabelbäume und den Kupplungszug lösen und neu befestigen - keine große Sache. Die ABE wird uns wohl zugeschickt, sobald die da ist.

    Ich habe heute das Fahrwerk erstmal bei meiner Rally eingebaut (ohne Tieferlegung), die gute Nachricht vorweg: das Federbein ist echt super - ein Riesenunterschied!


    Wieso macht man eine Hülse in ähnlichem Innendurchmesser, wie schon der Außendurchmesser des Kolbens und der Feder? Das klappert doch völlig bescheuert im Tauchrohr hin und her. Zudem - wenn die Vorspannhülse frei überhalb der Feder eingebaut werden soll, bin ich nicht mal sicher, ob die sich mit diesen Maßen theoretisch nicht sogar um 90° drehen könnte.

    Nun zur nicht so tollen Nachricht. Wie (von Tobi) schon bemerkt klappert die Vorspannhülse beim Ein- und Ausfedern herum. Das Knacken setzt sich spürbar bis in den Lenker fort. Das nervt ziemlich. Wir werden uns nun ebenfalls Vorspannhülsen aus Kunststoff drehen lassen müssen und die dann unten in die Gabel einsetzen.
    Bei der -30 mm-Version werden wir noch sehen, was wir machen...

    Finde das für den Preis von Wilbers auch nicht so genial gelöst, bin gespannt wie sich das noch weiterentwickelt.