Beiträge von Micha

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    Moin,

    auch wenn es immer wieder propagiert wird, für einen Krümmer gibt es keine ABE/BE/Gutachten, denn es braucht keine.

    Die Krümmerführung ist frei, lediglich der ESD braucht eine ABE/BE/ Gutachten.

    Nur sofern der/ein Kat im Krümmer steckt, dann muss der im Nachrüstteil auch enthalten sein.


    Wobei der Krümmer der CRF ab 2017 zwar nicht den Kat, aber die Lambdasonde enthält (bis 2016 saß die im Auslasstrakt des Zylinderkopfes).

    Ich erinnere mich, dass so genannte Leistungskrümmer mit deutlich größerem Durchmesser (wie z.B. von EGU für die XT500) damals ausdrücklich ohne Zulassung angeboten wurden. Die genaue Bestimmung dazu kenne ich nicht, aber damals wurde wohl die Aussage gemacht, dass nur vergleichbare Krümmer keine ABE/Gutachten bräuchten -vielleicht wegen der sich sonst ändernden Leistungs- und Geräuschwerte?

    Meine 11/2017er hat nach rund 6000 km keinen Rost, allerdings habe ich sie nach den wenigen Regenfahrten auch sofort geputzt (und den Topf mit WD40 abgerieben). Die gesamte Auspuffanlage samt Krümmer ist noch im Neuzustand,

    Aber Streusalz und zwei Wochen Standzeit ...klar, was das mit einem lackierten Topf macht. Beim PKW ist es auch nicht anders.
    Die Auspuffanlage meiner XL185S war in den Achtzigern komplett weggerostet, die meiner Suzuki DR650R habe ich damals flammspritzen lassen. Bei geplantem Schlechtwetterbetrieb würde ich das noch heute empfehlen.


    Gibts hier keinen Spezialisten, der die PLZs in eine Karte eintragen kann?

    Es mangelt weniger an Spezialisten als an einer Karte. Wie per PN erklärt, gibt es kein Userkarten-Plugin mehr für phpBB in der aktuellen Version. Vermutlich hängt das mit den Lizenzkosten zusammen.

    Der dünnwandige Lenker der CRF verbiegt sich schnell und ist fast immer für ein "komisches" Lenkgefühl zuständig. Dass sich die Gabel verdreht, habe ich selten erlebt; wenn sie tatsächlich verdreht war, war sie zusätzlich auch verbogen (und musste das zwangsläufig ausgleichen, daher die Verdrehung). Und die Gabel der CRF ist schon sehr massiv. Wenn sich etwas verbiegen sollte, ist das aber schnell gefunden: Vorderrad und Schutzblech raus, beide Holme ausbauen und ein Stahllineal an Standrohr (das obere, dicke) und Tauchrohr (das untere, dünne) anlegen. Jeweils längs und viermal um 90° versetzt. Nicht täuschen lassen, bei der Upsidedown-Gabel ist auch das Tauchrohr das untere. Da ist Verzug schnell feststellbar und das ist professionell vermessen.

    Am Rahmen einmal die bei der CRF sehr filigranen Lenkanschläge auf Beschädigung checken und den Bereich der Fußrastenlagerung auf Dellen. Bevor der Rahmen an sich sich sonst verzieht, gibt es Schäden an diesen Teilen.

    Hallo Heiko,

    danke für die schöne Vorstellung und ich freue mich, dass Du hier bist!

    Apropos Nieselregen: ich bin richtig froh, ABS an der kleinen CRF zu haben. Das springt so oft an am Hinterrad, dass ich manchmal denke, ich bremse zu unsensibel. Aber tatsächlich sorgt die Radlastverschiebung beim Bremsen für eine ordentliche Entlastung des Hinterrades.

    Ein Motorrad wie die CRF hat ein komplettes Mapping aus Zünd- und Einspritzkurven hinterlegt, abhängig von einer reichlichen Handvoll Sensoren. Die Abstimmung ist viel feiner als es mit Vergasern möglich war und berücksichtigt alle möglichen Werte. Da muss man ja nicht mit sechs Prozent CO hantieren wie beim alten VW Käfer (der aus viel Benzin wenig Leistung holte).

    Ich bin vorsichtig, wenn da jemand ein ganz einfaches Tuning anbietet, das seine Paar-Mann-Klitsche gefunden hat, während der Weltmarktführer dazu nicht in der Lage war. Oder gar irgendein Pickupfahrer aus den Südstaaten mit der Milwaukee-Bohrmaschine. Das erinnert mich immer an die Dire Straits (Industrial Disease):
    "Two men say they are Jesus...one of them must be wrong" :lol:

    Die meisten Hondas, an denen ich schraube, sind ja ältere Semester, und ich kenne noch die ganz alten Honda-Seitenständer mit dem Gummiklotz unten dran. Killschalter gibt es jetzt sicher ein halbes Jahrhundert. An einer CB500 war einmal der Seitenständerschalter defekt, das passiert schon mal. Aber Zündsteuergeräte hat der gute Mann sicher nicht zu hunderten getauscht...und wenn doch: arme Kunden.

    Früher gab es (für Vierräder) KFZ-Mechaniker, heute heißen sie Mechatroniker. Im Motorradbereich ist die Entwicklung ähnlich. Aber ich kenne ausgebildete Mechaniker, die sehr sehr gerne irgendwelche schwarzen Kästchen tauschen, wenn sie keinen Fehler finden können. Getreu dem Motto "außen finde ich nichts, und drinnen sind lauter Teile, die ich nicht verstehe, also muss der Fehler da drin sein".

    Wenn ich überlege, wie oft ich defekte Motorräder für kleines Geld gekauft habe, die zuvor erfolglos in der Werkstatt waren! "Die haben schon alles versucht" höre ich dann, schaue auf Rechnungen über tausende Euro für getauschte Teile, die allesamt nicht ursächlich waren. Schon normale Zündspulen werden nicht wegen eines Defektes getauscht, sondern weil sich der Mechaniker nichts anderes mehr vorstellen konnte...

    Da passiert es schon mal, dass ein Mechaniker ganz vorsichtig ausdrückt, dass er eben Mechaniker und nicht Elektroniker ist...und sich dann zu solchen Tipps hinreißen lässt. Gib nichts drauf... ;)

    Ich kenne ein paar Motorräder, die dank eines nie benutzten Killschalters an dessen Kontakten oxydiert sind. Der Erfolg ist, dass bei dessen leisester Berührung der Motor aussetzte. Sehr unschön! Deswegen mache ich jedes Motorrad ab und zu über den Killschalter aus. Defektquote null. Bei der CRF mache ich auch sehr häufig den Motor über den Seitenständer aus. Defektquote auch null.

    Übrigens ist das einzige Honda-Modell, von dem ich jemals von defekten Steuergeräten weiß, die Transalp. Bei der scheuerte die Bank an den Steckkontakten. Ich hatte schon Motorräder mit Hochwasservergangenheit (Moselhochwasser, die Sitzbank war vollgesogen mit Wasser) und es gab nie auch nur den leisesten Ärger damit. Rein technisch "klaut" der Killschalter der Zündung die Masse...ich glaube, Steuergeräte können da mehr ab als Dein Werkstattmann vermutet. Ansonsten würde das Ausschalten der Zündung das Gleiche bewirken. :lol:

    An der CRF habe ich das Mittel noch nicht gewechselt, aber an sicher mehr als 50 anderen Maschinen. Ich halte das auch nicht für überflüssig (und wenn ich sehe, was da drin ist, schon gar nicht).

    Vielleicht hängt es mit der Konstruktion der Wasserpumpe zusammen, deren Feststoffdichtung sich ja bekanntlich erst einlaufen muss. Deren Material sollte aber Keramik, nicht Aluminium sein. Jedenfalls würde dann beim ersten (und nur diesem) Wechsel der Flüssigkeit ein gewisser Abrieb, der dem Einlaufprozess entstammt, entstehen.

    Hallo Martin,

    eben wegen der Passform habe ich den Chinaträger wieder verkauft. Für 30 gesparte Euro ruiniere ich mir nicht die Gewinde im Rahmen. Der SW-Motech-Träger passte sofort und ohne Nachbiegen, Du musst nur die Reihenfolge der Anbauanleitung beachten.

    Ich habe seit Jahren einen Trailer für zwei Maschinen mit 100 km/h-Zulassung.
    Auf der Deichsel ist eine Box mit Gurten, Werkzeug, Spritkanister und Kompressor, der Trailer hat eine komplette Werkstatt im Kleinformat dabei. Für einen Urlaub im Jahr leih Dir einen Trailer, alles andere wäre Blödsinn. Aber ich fahre tausende Kilometer jährlich, ob zum Trial, zum Übungsplatz oder für meine Motorradkäufe. Ich schätze mal, sicher 6000 km Minimum pro Jahr. Ohne wäre ich nicht mehr lebensfähig :lol:


    In den Urlaub fahre ich aber lieber auf eigener Achse, solange es nicht 1000 km Anfahrt sind. Gerne über wirklich kleine Straßen.

    Wenn Du Herzrasen und Schmerzen in der Brust hast, gehst Du zum Arzt und trinkst nicht eine Flasche Doppelherz und versuchst, Dich mit einem Marathonlauf mal wieder so richtig frei zu rennen, oder?
    Ich würde meine Fahrzeuge da ähnlich behandeln. Zaubertrank und Vollgas bei einem erkennbar defekten Fahrzeug können den Todesstoß für den Motor bedeuten.