Beiträge von Micha

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    Gestern bin ich mit der CRF buchstäblich "aus heiterem Himmel" in einen Platzregen samt Gewitter gekommen. Ich sah die Wand regelrecht auf mich zukommen und bin fast schon überstürzt in die Ausfahrt der Schnellstraße eingebogen, wissend, dass dort eine Tankstelle ist. Übrigens haben das tatsächlich auch alle Motorradfahrer im Umkreis getan, weil es völlig unmöglich war, weiter zu fahren.

    Ich habe allerdings große Augen bekommen, weil trotz eher sanfter Bremsung das ABS am Hinterrad ansprang. Ich habe keine Ahnung, ob das nur am Wasser lag oder da eine Ölspur im Beginn der Kurve war. Jedenfalls hätte ich normalerweise nicht mit einem blockierenden Rad gerechnet und war heilfroh, dass das ABS wacher war als ich. Ohne ABS hätte ich wohl zumindest einen sehr unangenehmen Moment gehabt -mit etwas Pech auch mehr.

    Dankeschön an mein ABS, ich bin froh, dass es an Bord ist. Übrigens war das Ansprechen zwar noch fühlbar, aber weit vom groben Regeln meiner früheren BMW K100 (mit dem ersten Serien-ABS) entfernt. So habe ich das Anspringen zwar bemerkt, mich aber nicht erschrocken. Braucht man selten -aber better to be safe than sorry, wie der Engländer sagt...

    Okay, ich hätte Dich jetzt eher auf 180 plus X geschätzt :)
    Niedrig ist die Rocket ja, dafür um so breiter.

    Ich kenne dieses Grinsen nur zu gut. Ich habe ja auch größere Motorräder und zugegeben, es hat was, auf der Drehmomentwoge zu reiten. Andererseits ist die CRF einfach ein Schweizer Taschenmesser. Man muss sich darauf einlassen können, dass die Messerklinge nur 8 cm lang ist, aber man hat auch gleich noch Korkenzieher, Säge und Dorn dabei :)

    Es gibt in Thailand einen Fahrer namens "kendo", der mit der CRF voll auf Material fährt. Er ist leider nicht hier bei uns vertreten, aber ich kenne ihn aus dem Dominatorforum. So, wie er fährt, wäre auch jede Hardenduro schnell durchgereicht. Dass sie das durchhält, sagt mir, dass sie bei meiner Fahrweise wohl das ewige Leben haben wird :D
    Bin nicht ganz sicher, ob er das in diesem Video ist, aber es würde passen:

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    Na ja, Tacho, Drehzahlmesser, Uhr usw. wären ohne Funktion, wenn Du die Sicherung abziehst.
    Möglicherweise wäre es ja eine Option, eine Glühlampe mit durchgebranntem Fernlichtfaden einzusetzen und per Fernlichtschalter das Licht ein- und auszuschalten. Ich weiß, das Rücklicht brennt dann immer noch, aber ob das auffällt?
    Und klar, Du hast in Kambodscha dann kein Fernlicht mehr, aber dafür auch kein Elektrikgefrickel.

    Höhere Laufleistungen haben hier nur wenige auf ihrer CRF. Es sind aber schon einige damit auf Weltreise gegangen. Steph Jeavons fuhr über 100.000 km, Cate Canaveral hat jetzt wohl Handlungsbedarf am Motor, aber auch sie hat bis dahin der CRF nichts geschenkt.

    Ich würde Dir empfehlen, das Haynes-Manual für die CRF/CBR zu kaufen. Es ist für etwa 25 EUR u.a. in England zu bekommen und hat Schaltpläne sowohl der MD38 als auch MD44 in sämtlichen Versionen. Scheinwerfer und Rücklicht sind über eigene 10A-Sicherungen abgesichert; an der Sicherung des Rücklichts hängt aber auch die Instrumentenkonsole.
    Zumindest die europäische Version der MD44 hat ja auch die vorderen Blinker als Positionslampen geschaltet, ist das in Thailand auch so?

    Hallo und herzlich willkommen hier bei uns!
    Da Du ja auch Rocket III fährst und daher vermutlich nicht so ganz klein bist: die aktuell in Thailand verkaufte CRF hat wohl eine Tieferlegung ab Werk bekommen. Ich bin nicht sicher, ob es dort optional auch die Exportversion mit langen Federwegen zu kaufen gibt. Den Beitrag hier kennst Du sicherlich?

    Liebe Leute,

    wahrscheinlich habt ihr schon bemerkt, dass wir inzwischen fast täglich neue Spameinträge bekommen. Blaue Pillen, russische Bräute, Onlinepoker und garantiert echte chinesische Nike-Turnschuhe.

    Keine Sorge, ich bin eigentlich täglich mehrfach im Forum und es bedarf nur weniger Mausklicks, um den Spamuser mitsamt seiner Einträge im virtuellen Mülleimer zu versenken. Gleichzeitig sperre ich jedes Mal den entsprechenden IP-Adressenblock, so dass über den selben Provider keine neue Registrierung möglich ist. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis unser neuer Freund alle ihm möglichen Logins benutzt hat. Die Mühe muss es ihm schon wert sein, täglich eine Stunde bei uns Onlinewerbung zu schalten. Wenn er schon sonst nix gelernt hat... :lol:

    Also: alles gut, einfach nicht draufklicken und schon mal das weiße Taschentuch zum Abschied schwenken ;)

    Hi,

    die Fragen habe ich schon gelesen, bin da aber leider der falsche Ansprechpartner. Ich habe zwar auch ein paar Änderungen an der CRF vorgenommen, aber nicht am Antrieb oder der Übersetzung. Die Amis sind ja schwer begeistert davon, das Motorrad zu kaufen und sofort Luftfilter, Auspuff und Übersetzung umzubauen. Als Trialfahrer weiß ich, wie viel Dreck ein Luftfilter im Gelände absorbieren muss und würde/werde meinen Luftfilter darum lassen, wie er ist.

    Bedenke bei der Übersetzung, dass die Tachogenauigkeit mit der Übersetzung zusammen hängt, weil der Sensor im Getriebe und nicht am Rad sitzt.

    Gestern Abend bin ich von meiner (eher spontanen) Sauerland-Tour zurück gekehrt. Spontan, weil ich es auch dieses Jahr wieder nicht packe, die Tour in die Berge zu machen. Spontan auch, weil ich drei Tage nach Rügen wollte und exakt an diesen drei Tagen dort Sauwetter herrschte. Und wenn man eh nur drei Tage Zeit hat und die dann auch noch im kalten Nieselregen fahren soll, ist das blöd.

    Also Sauerland. Ich habe dort schon ein paar Mal Touren gemacht und es nie bereut. Mein Lieblingsort Lennestadt ist rund 250 km "kürzeste Strecke" entfernt von mir. Aber "kürzeste Strecke" ist genau das, was ich nicht wollte. Sowieso nicht, aber nachdem ich mich dann nach etwas Überlegung entschied, die CRF zu nehmen (ich hätte auch noch die beiden Hornets nehmen können), erst recht.

    Die CRF ist nicht mein Lastesel. Für die 900er Hornet habe ich z.B. ein 55-Liter-Topcase. Das schluckt auch Haustiere und Motorroller. Für die CRF muss eine Hecktasche mit vielleicht 15 Litern reichen. Also bleiben Stereoanlage, Kühlschrank und Kleiderschrank zu Hause. So wie früher, als Du auch nicht fünf Hosen und drei Pullover brauchtest. Das macht es irgendwie besser, finde ich. Minimalismus und Motorrad passen gut zusammen.

    Also kleines Gepäck und eine an die CRF angepasste Strecke ohne große Bundesstraßen. Ich navigiere mit kurviger.de, da kann man im Netz planen und den Kurzlink auf das Handy übertragen. Die Kurviger Pro-App für das Handy kostet etwa 3 Euro, glaube ich, und hat ihren Job weitestgehend gut gemacht.


    "Kahler Asten", 842m ü. NN

    Meine App-Bewertung:

    Zitat

    Ich habe meine ersten Touren mit kurviger Pro hinter mir und bin sehr zufrieden. Navigation klappt prima, es war auch problemlos möglich, Abstecher zu machen und dann zur Route zurück zu kehren. Eine Navigationshilfe zur Route gibt es aber nicht, biegt man einmal falsch ab oder ist noch nicht auf dem Track, wird lapidar "Route verpasst" angesagt und man ist für die Rückkehr zur Strecke auf sich selbst gestellt. Ich habe aber gleich mehrfach auf einer Rundtour durch das Sauerland falsche Ansagen bekommen. Die Route wird korrekt angezeigt, also z.B. das Abbiegen nach rechts auf die Nachrechtsstraße. Dazu kommt die Ansage "Biegen Sie links ab in die Nachlinksstraße". Den Tipp, man könne zum Stromsparen den Bildschirm abschalten und nach Ansage fahren, würde ich darum keinesfalls teilen. Dazu sind die Ansagen über Bluetooth teils merkwürdig. In zwei Kilometern kommt eine Abzweigung. Erste Ansage: "Scharf rechts abbiegen auf die K181st!" Man erschrickt. Zweite Ansage: "In einskommafünf Kilometern abbiegen auf die K181st!" Dritte Ansage: "...biegen auf die K181st!" Denkt man beim ersten Mal noch, man müsste JETZT abbiegen, relativiert kurviger das erst bei der der zweiten Ansage. Offenbar schluckt Bluetooth manchmal die ersten Silben des Satzes. Warum an Zahlen "st" angehängt wird, also Autobahn siebenst und Bundesstraße achtzehntst, weiß ich nicht. Aber ich wusste, was gemeint war -und ide paar Euro für die App gingen in Ordnung

    Zurück zur Tour und der CRF.


    Irgendwo im Nirgendwo im Sauerland

    Ich bin von der Wedemark (nordöstlich von Hannover) über den Deister, das Weserbergland und den Solling zum Rothaargebirge und weiter ins Sauerland gefahren. Nur kurz ging es mal auf Bundesstraßen, den Rest über Land- und Kreisstraßen (oft üblen Zustands). Auch kurze Schotterstücke waren dabei. Die Anfahrt war rund 300 km lang und dauerte gut sechs Stunden.


    Lennestadt-Milchenbach ist ein typisches kleines Dörfchen im Sauerland, eingebettet in sanfte Hügel

    Im Sauerland selbst hatte ich in Lennestadt-Milchenbach ein schönes Zimmer für ganze 33,50 inklusive Frühstück als Ausgangsbasis. Eine himmlische Ruhe und echt gemütlich!

    Am zweiten Tag bin ich auf Rundtour gegangen, mit dem Biggesee als westlichem und Winterberg als östlichem Ende.
    https://www.sauerland.com/Media/Touren/B…t-in-Winterberg


    Gut Kalberschnacke


    Matjessaison!


    Biggesee

    Die Tour habe ich ausgedehnt und dabei den Biggesee komplett umrundet. Tipp: das Gut Kalberschnacke direkt am See bietet einen urgemütlichen Biergarten und leckeres Essen.
    Mit An- und Abfahrt zur Tour war ich wieder rund 300 km unterwegs.


    Treffpunkt am Biggesee


    Listertalsperre bei Attendorn

    Der dritte Tag war für die Abreise vorgesehen, ich habe aber einen Teil der Tour des Vortages noch einmal gefahren und bin erst dann nach Hause. Der Rückweg mit einem Stopp auf dem Treffpunkt Köterberg und einer weiteren Weserberglandrunde nahm fast 400 km ein und dauerte wieder neun Stunden.

    Insgesamt war ich an drei Tagen 1000 km unterwegs.

    Die CRF mit ihren 25 PS und ihrer Endurobank wird von manchen nicht recht ernst genommen, wenn es um solche Touren geht. Ich denke anders darüber und war froh, mit der CRF da gewesen zu sein. Es fängt damit an, dass ich gerne mal Straßen ausprobiere -je schmaler, desto besser. Manchmal endet so eine Straße aber irgendwo oder wird immer schmaler. Möchtet ihr dann die Sechszentner-Adventure GS Rally Tenere wenden? Ich nicht.


    Strecke zum Panoramapark

    Auch die Bank ist kein Komfortsofa, erledigt ihren Job aber kaum schlechter als eine Durchschnittssitzbank am Straßenmotorrad. Vom Nicht-Komfort einer Hard-Enduro ist sie jedenfalls weit entfernt. Mit ein paar Positionswechsel waren die vielen Stunden im Sattel gut zu bewältigen.

    Und die Leistung?

    Die CRF fährt Tacho 140 Spitze. Das würde auch mal für Autobahnen reichen, aber vor allem ist es mehr als genug auf kleinen Straßen. Klar, wenn es es steil bergauf geht wie auf der langen Steigung zum Rhein-Weser-Turm bei Lennestadt, bollert man nicht im sechsten Gang da hoch. Hier fehlt schon mal Hubraum, um etwas Durchzug zu verschaffen. Was solls; entweder dreht man die Gänge dann aus oder akzeptiert eben mal, dass im Fünften bei 65 Schluss ist. Mich hat keiner gehetzt; auch Autos kommen da ins Schnaufen. :P


    CRF-Land!

    Viel interessanter: das Wechselspiel Gas auf, Gas zu, Kurve, Gas auf und so fort. Das klappt super mit der CRF. Serpentinen, die es auch im Sauerland häufig gibt, lassen viel Vertrauen in die CRF entstehen. Die Serienreifen von IRC hatten genug Grip und wenn man erst mal verinnerlicht, dass man auf der CRF schon viel früher wieder herausbeschleunigen kann und muss als mit dem Sportler, wird man auch zunehmend schnell unterwegs sein. Strecken wie die abgebildete (wiederum bei Lennestadt zum Panoramapark führend) kann man sehr flüssig fahren, selbst bei buckliger Piste. Die beim Kauf mit 420 km noch sehr zögerlich agierenden Bremsen haben im Laufe der Kilometer an Biss zugelegt und sind nun "bergtauglich".


    Selbst Wirtschaftswege haben landschaftlich viel zu bieten

    Verbrauch

    Die CRF ist eh schon ein Sparschwein. Drei Liter verspricht Honda, die schaffe ich auch. Erstaunlicherweise lag ich auf der Tour (mit wenig Kaltstarts und eher langen Strecken) trotz mehr abgeforderter Leistung bei nur noch 2,9 Litern. Phänomenal! Eher schon doof: durch meine Streckenwahl bin ich oft zwischen zwei Tankstellen 100 km und mehr unterwegs gewesen. Hier treibt der kleine Tank mir dann doch den Schweiß auf die Stirn. Warum blendet kurviger.de eigentlich keine Tankstellen als POI ein? Beim nächsten Mal nehme ich definitiv den "Fuel Friend" mit!

    Mein Fazit:

    Die CRF als Tourenmotorrad? Ja, sicher! Auch und gerade in den Bergen. Wichtig ist, sich bewusst für die "Kleine" zu entscheiden und Fahrten um sie herum zu planen. Je kleiner und trampeliger die Strecke, desto besser. Es gibt unendlich viel zu entdecken, woran man mit dem Boliden im Eilzugtempo vorbei rauscht. Wer nicht "Strecke machen" will, findet auch in der 250er einen tollen Partner. Obwohl...1000 km in drei Tagen sind nicht schlecht. Und ich bin nicht wie gerädert vom Bock gefallen. Nur zu zweit würde ich das nicht wollen. Ich brauche die Bank für mich alleine und möchte auch die 25 PS mit niemandem teilen, von Kurzstrecken mal abgesehen.


    Zum Abschluss traf ich auf dem Köterberg (am Schnittpunkt Niedersachsen, NRW und Hessen) übrigens Gerd mit seiner XT250. Beim Vergleich "alt gegen neu" waren wir uns in einem Punkt schnell einig: es muss nicht immer das große Motorrad sein :D

    Jeder der sechs Balken (MD44) steht für einen Liter Sprit. Danach blinkt der letzte Balken und zeigt an, dass nun noch 1,8 Liter drin sind (also für rund 50 km). Danach ist Ende. Rot ist der Hintergrund des LCD-Displays unterhalb des letzten Balkens, so dass es dann sozusagen rot-schwarz blinkt. "Weniger" als Blinken geht also nicht, wenn auch diese 1,8 Liter weg sind, blinkt es immer noch.