Tatsächlich habe ich an der CRF250L sogar verglaste Beläge hinten gehabt. Bei 12.000 km mussten die neu trotz neuwertiger Belagstärke.
Beiträge von Micha
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Was das Einfahren angeht und vielleicht auch generell das Fahren mit Einzylindern, vielleicht ein paar Überlegungen.
Beim Einfahren geht es nicht um das sklavische Einhalten einer Höchstdrehzahl. Sicher haben sich Maßtoleranzen und auch Öle in all den Jahren verbessert, aber das macht das Einfahren nicht sinnlos. Oberflächen laufen sich auch heute noch aufeinander ein. Ventilführungen und Ventilschäfte, Lager der Nockenwelle, der Kurbelwelle, Getriebe und so fort. Was auf den ersten 1000 km vermieden werden soll, sind Extrembelastungen. Und das sind neben den ganz hohen Drehzahlen besonders auch das untertourige Fahren.
Mittlere, wechselnde Drehzahlen, also quasi das ganz normale Fahren ohne den Motor zu quälen. Einzylinder mögen es generell nicht, besonders niedertourig zu fahren und dann möglichst noch "aus der Kurve zu ballern". Beim Mehrzylinder ist die Belastung gleichförmiger, der Einzylinder haut der Kurbelwelle eben auch nur einmal bei jeder zweiten Umdrehung auf den Kopp.
Die CRF ist besonders gut gebaut, sie hat einen gegenüber der Kurbelwellenmitte leicht versetzten Zylinder, damit die Kraft im Zündungstakt auf das minimal schräg stehende Pleuel trifft statt genau senkrecht. Das vermindert das Kolbenkippen, das früher schon früh eine Motorüberholung nötig machte (oval aufgeweitete Zylinder, Ölverbrauch, verringerte Kompression). Aber auch sie mag nicht gerne bei 3000 Touren im sechsten Gang dahin ruckeln. Lieber den mittleren Bereich nutzen!
Auch Bremsbeläge und Reifen sind nicht vom ersten Meter an voll belastbar. Die Bremswirkung ist erst nach einiger Zeit voll da, und wer gleich Vollbremsungen machen würde, bekommt verglaste Beläge als Dank.
Es ist also weder Aberglaube noch sinnlos, einzufahren. Aber das heißt nur, ein bisschen den Kopf einzuschalten und nicht gleich alles abzuverlangen. Ich habe bis 1000 km Drehzahlen über 6000 vermieden, also etwa 100 als Maximum gefahren. Aber eben auch nicht versucht, 50 im sechsten Gang zu fahren.
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Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie die Kolbenringe nach der Einfahrzeit gegen die Kante knallen. Kommt daher der Begriff "Kante geben"?
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Na, dann bin ich ja froh, meine selbst (mit wechselnden, aber nicht sehr niedrigen oder hohen Drehzahlen) eingefahren zu haben :?
Als nächstes kommt dann sicher "Warmfahren ist unnötig" ;)Micha mit der Motorkante
Wie ist das jetzt genau: bei mehr Drehzahl verlängert sich das Pleuel und der obere Totpunkt verschiebt sich? Erreiche ich dann erst hinterher die 286 ccm? Ich muss nachdenken.
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Hallo Frank, willkommen aus Langenhagen!
Legal darfst Du Offroad sagen oder denken, aber absolut nirgends fahren. Das geht vielleicht noch in MeckPomm oder Sachsen, aber nicht in Niedersachsen.
Deswegen: mach Kurse z.B. beim ADAC in Lüneburg oder einen Trialkurs in Celle. Beides sehr sinnvoll. -
Wenn jemand die Bestellnummer nennen kann, könnte ich am nächsten Arbeitstag (27.6.) schauen, ob ich das bestellen kann.
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1000er Inspektion bei Honda Ullmann in Wunstorf bei Hannover waren bei der CRF300L 161 Euro. 0,8 Stunden, Öl und Filter sowie 14 Euro für die Kettenpflege. Fand ich in Ordnung.
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Na ja, nicht die Hecktasche ist einen Meter hoch, sondern die CRF mit Hecktasche zusammen :x
Ich bin 1,78.und meine Freundin hat mir ihren 1,73 tatsächlich längere Beine als ich :cry:
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Auf dem Heck meiner CRF ist ein Gepäckträger und eine hohe Hecktasche. Das Auf- und Absteigen erfordert beide Hände am Lenker und eine Gewichtsverlagerung nach vorn, als wollte man das Motorrad mit Gewalt vorne in die Feder(n) drücken. Dadurch ist es (für mich) kein Problem, im Gegenzug den Fuß ohne zu schrabbeln über die mindestens ein Meter hohe Hecktasche zu heben. Und ich werde bald 61.
Was die Sitzbank angeht, sollte der Halteriemen abgenommen werden, genau da sind meine Beckenknochen. Ist das passiert, fällt mir keine echte Enduro ein (ich rede mal nicht von Africa Twin oder BMW GS), auf der man bequemer sitzt. Eine WR250R oder KLX250R ist im Vergleich ein Kantholz, auf dem Du sitzt, KTM Freeride ebenso.
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👍👍👍 genau so ist es !!!
Wenn man das Öl bis Max eingefüllt hat besteht die Chance auf Schaum .... gleich schlechtere Schmierung und KühlungJetzt driften wir endgültig ins Reich der Mythen und Legenden ab.
Der Bereich zwischen min und max ist in Ordnung, wie erklärt. Einen optimalen Olstand im Sinne von einskommadrei Millimeter oberhalb der Mitte gibt es nicht, der Motor läuft bei einem Ölstand dazwischen immer gleich gut und wird weder mehr Öl verbrauchen noch Schaum bilden. Sonst hießen die Markierungen nicht min und max, sondern zu wenig und zu viel.
Der Sinn von zwei Markierungen ist, ausgehend von max bis min einen gewissen Ölverbrauch zu erlauben, ohne dass es dem Motor schadet. Sozusagen die Aufmerksamkeitsspanne, innerhalb derer man den abgesunkenen Stand bemerken und wieder auf max auffüllen soll.
Wenn ich jetzt versuche, stattdessen immer nur bis zur gedachten Mitte aufzufüllen , dann halbiere ich die Reserven des Motors und halbiere die Zeit, in der mir auffallen muss, dass der Motor Öl verbraucht hat. Kann man machen, ist aber... nachteilig. Erst Recht bei so geringen Füllmengen.
Ich arbeite übrigens in der Serviceannahme vom Motorradhändler und bin da schon ganz gut im Thema.
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Ich habe bisher auf jeder CRF die Verbreitung am Seitenständer verbaut, die den Ständer ja länger macht. Gerade steht die CRF auf dem Seitenständer im Sturm vor der Tür -bombenfest. Ich würde das Original nehmen, erst die Platte verbauen und dann den Ständer fachgerecht kürzen und schweißen lassen. Eine brechende Schweißnaht ist auch nix.
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Ladet ihr euer Handy eigentlich auch immer auf 50%? ;)
Gerade bei einem Motor, der so wenig Öl hat, muss man nicht noch absichtlich weniger einfüllen. Das heißt Max, weil man das auch einfüllen sollte, eben um nicht beim geringsten Ölverbrauch zu wenig drin zu haben. Optimal ist Max, nicht die Mitte.
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Ja das klingt logisch. Besten Dank!
Und wie ist das bei einer Trockensumpfschmierung?Dessen Ölvorrat befindet sich grundsätzlich in einem Tank. Grundsätzlich deshalb, weil es zwischen Öltank und Motor ein Rückschlagventil gibt, das verhindert, dass der gesamte Ölvorrat bei stehendem Motor nach unten läuft. Wenn das kaputt geht, sackt alles Öl ab.
Überhaupt läuft allmählich bei stehendem Motor mehr Öl nach unten. Gemessen wird darum kurz nach dem Abstellen. Wenn man lange parkt und dann misst, fehlt scheinbar etwas und wer dann das Öl bis Max auffüllt, hat so viel Öl im Motor, dass auch hier der Motorschaden droht. Das überschüssige Öl kann dann schlicht nicht mehr raus aus dem Motor.
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Könntest du erklären, was passiert bei zu viel Öl? Vor allem, wieviel ist zu viel und was passiert dann? Würde mich sehr interessieren.Wenn bei einem Motor mit "Nasssumpfschmierung" (Ölwanne unter dem Motor) zu viel Öl ist, taucht die Kurbelwelle bei jeder Umdrehung ins Öl und schlägt es schaumig wie ein Küchenmixer. Dann saugt die Ölpumpe Schaum statt Öl an und der Motor geht fest.
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Ich sage es mal ganz vorsichtig aus der Erfahrung der letzten Jahre seit Markteinführung der CRF250L in 2013:
Fahr das Ding erstmal.
Die Anzahl der CRFs in den Kleinanzeigen mit den wildesten Umbauten und ein paar hundert Kilometern auf dem Tacho ist in den Jahren schon spannend gewesen. Meistens genau solche Fälle. Jemand hat vorher eine BMW GS, KTM oder so etwas gehabt. In seiner Vorstellung ist die CRF genau so ein heißer Feger, nur eben 100 Kilo leichter. Und genau das ist sie nicht.
Auch in ihrer bisher letzten Evolutionsstufe als 300er ist sie noch ein leichtes, aber eben nicht bärenstarkes Motorrad. Wenn man das bewusst nicht nur akzeptiert sondern will, kann man mit ihr sehr glücklich werden. Andere stellen sich mit viel (eigentlich wünschenswerter) Phantasie vor, wie sie sein könnte, was man daraus machen möchte und wie sie dann fahren würde. Und wenn sie dann die vielen Konjunktive nicht mit Leben füllt, geht sie halt wieder in die Kleinanzeigen.
Also mach eine Probefahrt, guck, ob sie ist wie erwartet, und wenn ja, mach Dein Ding. Aber jetzt schon über zu ändernde Reifengrößen zu.philosophieren, ohne einen Meter gefahren zu sein, halte ich für sinnlos.
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Tatsächlich ist eine der Eigenschaften von Ethanol (als Bestandteil von E5/E10), die Vermischung von Benzin und Wasser zu ermöglichen. Der unvermeidliche Wasseranteil im Sprit wird dadurch, laienhaft gesagt, "mit verbrannt". Früher haben manche Leute zum gleichen Zweck Spiritus beigemischt. Das Negative ist allerdings, dass Ethanol auch hygroskopisch ist und aus der Umgebungsluft Wasser aufnimmt. Bei langen Standzeiten steigt dadurch der Wassergehalt im Benzin.
Wie soll ein "Filter" aussehen, der aus schon getanktem Benzin, ob hierzulande mit Ethanol oder anderswo ohne, das Wasser "filtert"? Das sind ja keine kleinen Klümpchen. Eher schon macht es Sinn, den Filter z.B. Rostpartikel herausfiltern zu lassen.
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Hatte ich auch aber The International Freight Company DHL Express braucht die Erklärung auf Sächsisch. DHL ohne Express macht keine Probleme.
Meinen Tank dagegen hatte ich mit Thailand Post schicken lassen (waren immer noch 70 Euro Frachtkosten) und bekam dann eine Nachricht, ich müsse ihn "persönlich" bei der Post abholen. Dort angekommen, ging es nur darum, den Zoll zu bezahlen, nichts mit "persönlich".
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Bei DHL Express wird die Ware in Leipzig verzollt. Die Mitarbeiter dort haben von mir eine Zollinhaltserklärung auf Deutsch gefordert, weil sie Worte wie Oil Filter auf der perfekten Zollinhaltserklärung auf Englisch nicht zuordnen konnten. Ansonsten würden sie zum Stundensatz von 70 Euro pro Person mit mehreren Personen mein Paket öffnen und selbst nachsehen. Als ich ihnen schriftlich, so will es das Gesetz, dargelegt habe, dass ein Oil Filter ein Ölfilter ist, war den Leipzigern die Bearbeitung möglich.
DHL Express verzollt die Ware in Leipzig und berechnet prozentual Gebühren für das "Verauslagen". Mindestens aber knapp 15 Euro. All das kostet so viel Zeit, Nerven und Geld, dass ich nur dringend davon abraten kann.
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Fährst Du viel Kurzstrecke?
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Wenn Du die Stifte abfeilst, verdrehen sich die Schaltereinheiten auf dem Lenker. Dann kannst Du sie nie wieder vernünftig befestigen.
Löcher bohren ist die einzig vernünftige Lösung.