Hi Micha,
vielen Dank für deine Einschätzung! Das bestätigt meinen Verdacht, dass das Ding wirklich nicht unbedingt notwendig ist.
Hier kommt jetzt ein riesen Roman, der sicherlich nicht 100% in diese Forumskategorie passt, aber einmal grob alles zusammenfassen soll:
Unsere Hondas haben jetzt ca. 7500km gelaufen und so viele werden bis Ende Juni auch nicht mehr dazukommen. Vor der Abfahrt machen wir noch einen Ölwechsel und montieren je einen Satz Heidenau K60 mit Enduroschläuchen. Die ersten min. 10000km werden wir ohnehin in Kanada und USA verbringen, wo die Ersatzteilbeschaffung sicherlich kein Problem darstellen sollte. Deshalb haben wir auch beschlossen, keinen neuen Kettensatz zu montieren, sondern den originalen runterzufahren (nochmal 7500km sollten drin sein oder?). Evtl. machen wir aber die Schwingenschleifer noch neu. Das Hyperpro Federbein haben wir auf Fahrten mit Gepäck konfigurieren lassen und die Kette anfangs eher zu locker gespannt (bei der XT war der Kettendurchhang im Belasteten Zustand zu prüfen, bei der Honda im unbelasteten…), was dazu führte, das die Schwingenschleifer schon ordentliche Furchen aufweisen.
Eine Idee wäre es, evtl. die 24000er Inspektion noch in den USA machen zu lassen. Die Ventilspielkontrolle sollte zwar für uns kein Problem darstellen, aber toll wäre es dennoch einem „Profi“ dabei über die Schulter zu schauen ;)
Luftfilter haben wir gegen K&N getauscht (gibt’s glaub ich immer noch bei Polo im Angebot). Dem Steuerkettenspanner vertrauen wir einfach mal, genau wie den Gabeldichtringen.
Ansonsten die von dir geschilderten Ersatzteile inkl. Zündkerzen und Schläuchen sowie alles was zum Reifenflicken benötigt wird. Zudem wie von dir Erwähnt die üblichen Mc Guyver Utensilien. Z.B. hab ich mal einen löchrigen Ansaugstutzen mit einem Kondom wieder dicht bekommen und zwei Dosen Guinness kombiniert mit zwei Schlauchschellen haben den abgerissenen VW Bus Auspuff für die Rückfahrt aus Schottland gekittet und sogar den TÜV überstanden :D
Übrigens absolut zu empfehlen, auch für kleinere Reisen, ist das „Handbuch für Motorradreisen“ bzw. „Einfach losfahren“ von Klaus Demel. Hier ist alles Mögliche zur Reiseplanung und Durchführung beschrieben und insbesondere der Technikteil ist sehr ausführlich. Unter anderem z.B. wie notfalls ein Loch im Kurbelgehäuse geflickt werden, eine Batterie zerlegt und gereinigt werden oder auch ein eine gerissene Reifenkarkasse noch gerettet werden kann. Das Buch ist zwar schon über 15 Jahre alt und noch aus Zeiten von Analogfotografie und Vergasertechnik, aber in vielen Punkten doch sehr hilfreich!
https://www.rebuy.de/i,1822943/buec…sen-klaus-demel
Als Kettenöler experimentieren wir gerade mit einer China Kopie vom Cobbra Nemo Öler. Leider bisher noch nicht so ganz erfolgreich.
Wärmstens zu empfehlen sind übrigens Displayschutzfolien für die Tachoeinheit. Da sind allein vom Staubabwischen schon dermaßen viele Kratzer drin, dass wir uns ärgern das nicht gleich draufgeklebt zu haben! Das gleiche gilt für die Rahmenzüge senkrecht zu den Fußrasten. Hier ist der Lack beim Fahren im Stehen schnell ab und wird bei uns durch durchsichtige Klebefolie geschützt.
Ansonsten planen wir noch einen Schalter um den Frontscheinwerfer abschalten zu können. Schont die Batterie und ermöglicht unauffälligeres Fahren z.B. bei der Zeltplatzsuche.
Der Twin Air Filter ist fest eingeplant. Wir haben ja die Acerbis Tanks und dafür gibt es den. Das mit dem Eintragen sieht übrigens ganz gut aus. Bald mehr dazu ;)