Die Alternative zur neuen 300er?

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xralfx
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Re: Die Alternative zur neuen 300er?

Beitrag von xralfx » Dienstag 7. Februar 2023, 17:03

Schön deine ausführliche Erklärung, aber was bringt das dem Leser?
Ich kaufe ein Motorrad was zulassungsfähig ist und gefällt, und fahre damit.
Egal ob Euro 4 oder 8, es entspricht den Stand der Technik.

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rallyMichl
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Re: Die Alternative zur neuen 300er?

Beitrag von rallyMichl » Dienstag 7. Februar 2023, 17:45

Es soll dir klar machen, dass die Chinesen nicht weniger strenge oder sogar strengere Abgasnormen haben als wir Europäer und deshalb bwm's Annahme, dass chinesische Hersteller hier bei der Zulassung in Europa Schwierigkeiten haben könnten, wahrscheinlich nicht zutrifft.

C21
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Re: Die Alternative zur neuen 300er?

Beitrag von C21 » Dienstag 7. Februar 2023, 19:43

@xralfx

Es geht darum , daß eine mögliche Alternative (450er eines chinesischen Herstellers) nicht kastriert auf den deutschen Markt kommt, wie es bspw. mit der CRF 450 L geschehen ist.
Da die CCC sehr artverwandt mit der ECE ist und der Chinese seine 450er für den chinesischen Markt homologieren muss, um diese dort zulassen zu können, bedeutet dies im Umkehrschluß, das eine Kastrierung auf 25PS (oder was auch immer) auf Grund der ECE EU5 / CCC 6a eher nicht zu befürchten ist.
Sieht man bpsw. auch an der FANTIC 500 , die ebenfalls einen ChinaMotor (selber Grundmotor wie die oben angesprochene 450er) besitzt und mit 40PS nach Euro5 zulassungsfähig ist. Dieser Motor fährt sich übrigens sehr harmonisch mit schönem Druck untenheraus (habe eine FANTIC Händler im Ort und konnte diese mal fahren)

ich würde lieber ein Motorrad fahren das dem Stand der Technik , also zur Zeit Euro5, entspricht und LEGAL mit 45-50PS bewegt werden kann, als eines was auf 25PS kastriert wird, scheiße läuft und ich mich beim Entdrosseln strafbar mache, damit das Motorrad so läuft wie es konzipiert wurde....

Und eigentlich war die Erklärung die du mit "was bringt das dem Leser" kommentierst , auf diese Aussage begründet:
"Dass die sich damals irgendwann mal an der ECE orientiert haben heißt nix. Was hiesige Motorräder beschneidet sind vor allem die neuen Abgasnormen Euro 4 und 5 usw. Und da bin ich mir mittelmäßig sicher, dass die ihre Normen nicht entsprechend mit aktualisieren."
-> Veto! Siehe vorheriger Beitrag.

Ansonsten reicht auch die Aussage von rallymichl, wenn es nicht so ausführlich sein soll :mrgreen:

LaLü
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Re: Die Alternative zur neuen 300er?

Beitrag von LaLü » Dienstag 7. Februar 2023, 21:29

Btw. Solange Du die passende Fahrerlaubnis hast, machst Du Dich beim Entdrosseln eines gedrosselten Motorrades nicht strafbar.

Ordnungswidrigkeiten lasse ich gelten 😉

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Re: Die Alternative zur neuen 300er?

Beitrag von bwm » Dienstag 7. Februar 2023, 22:28

Zählt das nicht bereits unter Versicherungsbetrug? Das Töff ist ja mit mehr Leistung teurer in der Versicherung. Wobei das ein sehr theoretischer Fall ist.
Bei PKW wäre auch noch der (auch wieder theoretische) Fall Steuerhinterziehung möglich, falls sich durch die Tuningmaßnahme der CO2-Ausstoß verändert. Bei Krads trifft das freilich nicht zu

Ansonsten wusste ich nicht, dass die chinesischen Vorschriften so ähnlich wie die europäischen sind. Meine Anekdote habe ich ja erzählt, daher war das eine begründete Annahme. Ich glaube auch, dass die Chinesen erst in den letzten Jahren so richtig aufgewacht sind und nachgezogen haben, oder?

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rallyMichl
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Re: Die Alternative zur neuen 300er?

Beitrag von rallyMichl » Mittwoch 8. Februar 2023, 10:02

Das Online-Antragsformular meiner Versicherung hat damals, nach der Auswahl des Fahrzeugs über den Typschlüssel und damit auch bekannter Serienleistung, zusätzlich abgefragt, ob eine abweichende Motorleistung vorliegt.

Meines Wissens nach kann das durchaus zu Problemen im Falle eines Unfalls führen, wenn das, in den Augen der Versicherung, durch eine Leistungssteigerung erhöhte Risiko mit dem Unfall in Verbindung gebracht werden kann.

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Re: Die Alternative zur neuen 300er?

Beitrag von LaLü » Mittwoch 8. Februar 2023, 10:57

Ich bestreite gar nicht, dass es im Falle eines Falles Stress mit der Versicherung geben könnte.

Die Rede war ausschließlich von Straftatbeständen ☝🏻

Der Tatbestand des Betruges ist durch eine Leistungsänderung i.d.R. nicht erfüllt.

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Re: Die Alternative zur neuen 300er?

Beitrag von Kutter » Mittwoch 8. Februar 2023, 12:09

Servus Together,

die meisten Mopeds in den letzten 30 Jahren hab ich auf meine Bedürfnisse angepasst. Wobei die meisten Mopeds eigentlich schon stark untertrieben ist :lol: . Ich hab mich immer bemüht alles regelkonform zu gestalten, was natürlich nicht immer möglich war, bzw. der Aufwand hierfür in keinem Verhältnis stand :roll: .

Was ich aber durch engagierte Mitglieder dieses Forums lernen durfte, die Folgen eines solchen illegalen Handelns sind nicht ganz so Folgeschwer, wie man meinen könnte, bzw. ich immer der Annahme war. Klar, viel Ärger zieht wohl ein jeder Unfall nach sich und erst recht, wenn ein Personenschaden vorliegt. Da es nur extrem schwer möglich ist, mit einem zu 100 % legalem Fahrzeug unterwegs zu sein, fährt eine gewisse Angst auch immer mit, was zumindest mich ärgert, weil man, um es unverblühmt zu sagen, dazu gezwungen wird :cry: .

Wie beschissen es laufen kann, oder wieviel Glück man im Unglück hat, des steht ja meist nicht in der eigenen Macht und zum Glück bin ich bisher von größeren Komplikationen verschont geblieben.

Ich würde sagen, um diesen Ast in diesem Fred hier abzuschneiden, des muss doch jeder für sich selber entscheiden.

Zurück zu den Alternativen. 200 Kove 450 Rally sind in USA vorbestellbar und sollen im Juni/Juli ausgeliefert werden, jedoch nicht zulassungsfähig :shock: !

Wie lange dauert denn so eine "Abnahme", eine Homologation eines Motorrades in der EU/USA/Kanada/Australien?

Ich dachte immer, viele Hersteller scheuen eine Typengehmigung für die EU zu erwirken, weil es wegen den eigenartigen Abgas- und Geräuschvorschriften sehr kompliziert sei. Mir wurde mal erklärt, dass ein Motorrad in Australien nicht mehr "Abgas" raushauen darf, wie in der EU, aber dort wird "realer" gemessen wird ...

Kennt sich da jemand zufällig a weng aus, evtl. auch in einem anderen Fred, weil der Ast streift die Birne ja nur noch ganz knapp? Die Kove beschäftigt einen doch sehr. Ich hoffe, dass das Ding bald kommt und zumindest 35 PS hat und mit 5k Ölwechselintervall könnte ich gut leben.

Weiter oben wird ja behauptet, dass die Kove vermutlich ohne Leistungsbeschneidung kommen soll, ich bin sehr gespannt. Der Preis für die beiden Versionen in den USA (bei der Vorbestllung): 8.999 USD und 12.999 für die mit dem guten Fahrwerk, den zwei extra Pferden und dem zweiten Tank. Sicher wird man wohl an beiden Fahrwerken was machen müssen, da hilft auch kein FDH :lol: .
Nothing for ungood und viele Grüße aus der Häringsmühle
Kutter
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Re: Die Alternative zur neuen 300er?

Beitrag von LaLü » Donnerstag 9. Februar 2023, 06:57

Ich behaupte einfach mal, dass es bei den Regularien bezüglich Änderungen an Fahrzeugen ein deutliches Nord-Süd Gefälle zu beobachten gibt.

Was hier oben vielleicht noch durchgeht, treibt dem Schutzmann z.B. in Hessen Schweißperlen auf die Stirn.

Aber zurück zum Thema:

Ich habe in den US Foren gelesen, dass es bereits einen 300er DOHC Motor von Zongshen gibt, der sich bewährt hat. Die 250er/450er laufen ja bereits als Zuliefermotor in div. Modellen uns sind inzwischen ausgereift. Die Leistung bewegt sich auch EU konform in vernünftigen Regionen, bei der Fantic Caballero um die 40 PS.

Vermutlich wird weniger die Homologation für den EU Markt das Problem sein, eher problematisch dürfte es sich darstellen einen ausreichend aufgestelltes Händler- und Werkstättennetz aufzubauen oder zu finden. Gerade hier in D ist man ja wenig experimentierfreudig.

Ich würde mir wünschen, dass Kove es hier schafft, die 450er und die 800er halte ich für sehr interessante Modelle mit Potential.
Wer die "China Keule" rausholt, sollte sich bei der nächsten Bestellung bei AliExpress, Amazon, eBay, etc. einmal überlegen, woher das Bestellte kommt 😉 Nicht das ich die Verhältnisse in China gutheiße, aber wir kommen nicht mehr daran vorbei 🤷🏻‍♂️

Btw. In der AJP PR7 ist ein alter Husqvarna Motor verbaut, der auch in der SWM 650 (Themenstarter ☝🏻) zum Einsatz kam/kommt. Meines Wissens nach war weder bei der 610/630 Husqvarna, noch bei der SWM ein Steuerkettenwechsel nach 25.000 km vorgesehen?

Zum Thema Service, mir ist aufgefallen, dass die Motorräder aus China relativ kurze Serviceintervalle, im Verhältnis zu anderen Mopeds haben. Mir scheint es so, als ob man da (noch?) auf Nr. sicher gehen will, obwohl es technisch gesehen bereits anders machbar wäre.

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Re: Die Alternative zur neuen 300er?

Beitrag von rallyMichl » Donnerstag 9. Februar 2023, 08:21

Der Steuerkettenwechsel inkl. Gleitschienen, Kettenspanner und wahrscheinlich Nockenwellenrädern steht bei der AJP tatsächlich bei 20000km im Wartungsplan laut offizieller Betriebsanleitung https://ajpnordic.eu/en/support-2/

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