Beiträge von kallegerd

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    Zur Menge Loctite: wenn es oben raus quillt, ist das vermutlich ein wenig zu viel Loctite. Das ist für die Verbindung an sich nicht übermäßig schlimm, kann aber woanders zu Problemen führen.

    Stimmt 100%. Ist aber sowieso nur Loctite mittelfest.
    Ursache ist hier: Die Premium-Madenschrauben aus dem Baumarkt waren dermaßen schlecht maßhaltig, dass ich sie sogar Radial abschleifen musste, damit sie überhaupt in das geschnittene Gewinde passen. Deswegen war keine "Luft" mehr im geschnittenen Gewinde für das Loctite. An den Gewindeschneidern liegts sicher nicht, denn die sind kein Baumarktmist. :mrgreen:
    Wird noch getauscht. :D

    Falls das Ritzel mal getauscht werden muss, dann geht die Demontage sowieso nur mit nem Abzieher. Hatte das Ritzel mit Loctite 638 oder Loctite 648 verklebt. Weiß nicht mehr genau welches ich benutzt hatte. Vielleicht hab ichs irgendwo aufgeschrieben.
    Loctite 638: Lückenfüllung von 0.15 mm - 0.25 mm
    Loctite 648: Lückenfüllung bis 0.15 mm
    Hatte die Verbindung nicht extra noch mal gelöst, da ich das mit einem zweiten Sicherungsblech hinterlegte Ritzel sowieso so eingepasst hatte, dass es super press am vorderen Sicherungsblech liegt. Die Sicherung muss man ganz zart mit einem Durchschlag radial in Position klopfen - Spiel war da also keines mehr und die Ausrichtung 100% korrekt.

    Übrigens war der Tip mit den Billo-M42-Bohrern von Amazon gut.
    Hab noch eine Ritzelsicherung für ne Suzuki gemacht und insgesamt für 5 Löcher 2 Bohrer gebraucht. Hatte den Kram in der Ständerbohrmaschine gebohrt. Mit ständigem an- und absetzen und gleichzeitiger Kühlung mit Druckluft und Öl gings einigermaßen gut, aber die Ritzel sind schon brutal hart. Wahrscheinlich hätten die Bohrer mit weniger Druck, also noch langsamer gebohrt, noch länger gehalten.

    Das Ritzel hatte ich so abgeschliffen:
    Zähne mit der Flex abschneiden. Ritzel in Flex einspannen, Flex wiederum einspannen, langsam laufen lassen und mit zweiter Flex und Schruppscheibe dann das Ritzel zart abschleifen.
    Nicht zur Nachahmung empfohlen, hat aber 1A funktioniert. :lol:

    Hi,

    nachdem ich mein Ritzel bereits von hinten mit einer 2. Sicherung hinterlegt und auf der Welle verklebt hatte, habe die Sicherung auch mal nachgebaut, allerdings auch nur Schraubensicherung mittelfest benutzt.
    Bisher habe ich noch nicht mal irgendeine Schraubensicherung an den Ritzeln genutzt, aber locker wurde noch keins ...
    Vielleicht mache ich die Schrauben noch mal raus. Mal sehen.
    Eine längere Madenschraube wäre jedenfalls nicht verkehrt, damit man diese noch kontern kann.


    Grüße
    Sven

    Moin,
    hab mein Ritzel gestern mit Loctite 638 verklebt. Das Zeug ist mittelviskos und lies sich wie eine Paste verstreichen.
    Zentrierung mittels Kupferdrähten habe ich mir gespart, da ich das Ritzel vorher schon mit einem 2. Sicherungdblech geklemmt hatte, sodass das Sicherungsblech mit zarten Schlägen auf einen Durchschlag in Position gebracht werden muss.
    Seitliches Spiel sollte domit ausgeschlossen sein und Höhenschlag auch, da das Ritzel einfach top passt.
    Ich lass die Masse noch bis morgen aushärten und fahre dann mal ne Runde.


    MOS2-Paste wird sicherlich helfen, aber wenn ein Problem mit der Wellenhärtung vorliegt, wovon ich ausgehe, dann wird allein das in Kombination mit dem "Festsetzen des Ritzels" im Falle einer schlechten Welle wohl nicht ausreichen, da immer noch eine gewisse Wechselbelastung auf die Zahnflanken ausgeübt wird.
    Passungsrost kann man mit MOS2 engegewirken, aber nicht dem verbleibenden radialen Spiel.

    Durch die Verklebung sollte dieses Spiel eliminiert werden können und der Klebstoff beugt auch Passungsrost vor.

    Das Problem ist:
    Ohne eine Auswahl an Wellen verschiedener Fertigungschargen und einer Auswahl von Ritzeln wird niemand eine 100%ige Ursachenanalyse durchführen können.

    Aber Du hast schon recht... Infos aus 1. Hand (von Honda) wären Gold wert.

    Lies bitte noch mal.
    Ich habe genau das nicht geschrieben...

    Das sind Aussagen anderer Leute, die immer wieder rumschwirren

    "Für mich hat das was von den Mythen der "unzerstörbaren" alten Enduros, die bei genauerem Hinsehen alles andere sind als unzerstörbar."

    Und genau das meinte ich damit:
    "Viele erinnern sich nur falsch daran und blenden die unendliche Schrauberarbeit an den alten Kamellen gerne aus." (Zitiert aus deinem Text.)
    Vergangenheitsverklärung... Mich regt es nur immer mal wieder etwas auf, wenn Leute aufgrund eben dieser anderen Leuten Empfehlungen für 30 Jahre alte, meist durchgerutschte, Kisten geben und das ganze dann mal wieder in Schrauberarien endet...
    Wir sehen die Sache also genau gleich.
    Ein Bisschen kommt es mir eben auch bei der Beta ALP 4.0 vor. ;)
    (Mit meiner alten XT600 hatte ich übrigens kein einziges Problem, aber da war die auch noch nicht so alt wie heute und hatte erst 2 Vorbesitzer. Motoren waren auch meist bei 40-50k fällig für nenn neuen Kolben...)

    -----

    Zum Thema wollt ich noch sagen, dass ich das Ritzel an der CRF300L am Wochenende verkleben werde.

    Nockenwellenprobleme bei den 690/701 sind - eigentlich - ab Euro 4 behoben:
    Neuer Zylinderkopf, andere Konstruktion.
    Kupplungsnehmerzylinder waren bei Euro 4 ein Thema, ab 2021 behoben.
    Ölverbrauch ist ab Euro 4 auch ok.
    Plasteteile? Keine Ahnung. Wirken flexibel und sind durchgefärbt. Beta Alp 4.0 hat beispielsweise lackiertes Hartplastik...

    "Ich könnte dem entgegen, dass mein erstes Moped, eine damals 8 Jahre alte DR 350, deutlich mehr Probleme gemacht hat, als meine beiden CRFs."
    Und das glaube ich direkt! Das meinte ich ja mit diesem Mythos der unzerstörbaren Altmopeds, die "jeder Dorfschmied reparieren kann". Letzteres war halt auch einfach nötig.

    " Unter "Endurowandern" verstehe ich nicht den Feldweg mit 30 km/h, soviel nur dazu."
    :D Du nicht, aber viele andere schon, wenn ich mal so ins Beta-Forum schaue. Auch mein Kollege mit der quasi ungefahrenen ALP 4.0 hat mich schon drüber aufgeklärt, dass nicht das Moped das Problem wäre, sondern wie ich damit fahre. ;) Nungut.

    " Aber das alles ist auch wieder gut für ein eigenes Thema."
    Ja, damit könnte man wieder 20 Seiten füllen. :mrgreen:

    Und wir hatten ALLE Probleme die es gibt an 2 Mopeds (BJ2008/BJ2019) und das auf nicht gerade vielen km.
    - Gerissener Hauptrahmen
    - Gerissener Heckrahmen
    - Gerissene Heckrahmenhalteschraube oben (Heck klappt weg)
    - Ständig lockere Heckrahmenhalteschrauben (seitlich), weil unterdimensioniert
    -Wasser im Tank nach Regen (an beiden Mopeds). Problem ungelöst von 2004-2019
    - Bremse hinten ständig fest (an beiden Mopeds) wegen gammliger Bremspumpe (auch bei einem Fahrzeug mit 4000km auf der Uhr).
    - Kein Fett am ganzen Moped, noch nicht in den Gleitstücken der Bremsen.
    - Federbein hinten ist wirklich nicht gut. Unbrauchbar hart.
    - Gabel klappert bei BJ2008, Problem wurde erst mit Euro 4 gelöst
    - Umlenkung Gasgriff defekt (bei beiden Mopeds). Ersatzteil bei Beta gibts nicht (nur komplett). MZ Baghira hatte was im Angebot.
    - tausend Kleinigkeiten.


    Die Erklärung ist meiner Meinung nach ganz einfach:
    Sobald man die ALP 4.0 so nutzt wie es die Optik verspricht, also Enduroreisen, dann bricht das Ding einfach zusammen.
    Es wird in den Foren immer was von "Endurowandern" erzählt, aber das ist in der Definition der meisten wohl sowas wie einen top Feldweg mit maximal 30 km/h zu fahren.
    Die allermeisten haben das Ding mehr als Beiboot am Wohnmobil dran, oder eiern ein Bisschen über geteerte Feldwege. Kilometer werden auch kaum abgerissen.
    Wenn man dann mal etwas tiefer schaut, dann kommen beispielsweise gerissene Heckrahmen regelmäßig vor. Ein Reisender, weiß die Webseite gerade nicht mehr, hat seinen glaube ich 6x wieder zusammenbraten müssen.
    Das Motorrad ist vom Konzept her super und fährt auch gut, abesehen von dem übertrieben brettharten Federbein, aber es hat sich bei uns einfach nicht bewährt. Positiv zu erwähnen sind die moderaten Ersatzteilpreise bei Beta (und auch bei Suzuki).
    Für mich hat das was von den Mythen der "unzerstörbaren" alten Enduros, die bei genauerem Hinsehen alles andere sind als unzerstörbar.
    Eine DR350 ist beispielsweise stabiler als die ALP 4.0, aber mittlerweile halt meist durchgenudelt und steinalt. Wird also höchstwahrscheinlich zum Groschengrab.
    Ein Freund von mir hat auch eine ALP 4.0, aber das ganz alte Modell. Laut ihm das allerbeste Moped... nur ist er in knappen 10 Jahren gefühlte 1000km damit gefahren. ;)

    Versteh mich bitte nicht falsch - ist ja ok wenn viele Leute zufrieden mit dem Moped sind (denn ich will niemandem sein Moped schlechtreden!), aber wir waren es nicht. Es war wirklich ständig irgendwas. Der Motor ist allerdings nach wie vor echt Spitze. DR350 eben.
    Meine 701 Enduro bin ich jetzt in einem Jahr 11000km gefahren und habe keine Schraube gedreht, abgesehen von Ventilspielkontrolle und Ölwechseln. Dem Teil macht es aber auch nichts aus, wenn man mal mit 100 km/h irgendwo auf Schotter über Schlaglöcher drüberfegt. Wie haltbar das Ding letztlich ist, wird sich zeigen. Die Alp 4.0 hat jedenfalls nicht 50% davon mitgemacht...
    Die mit dem gerissenen Hauptrahmen schweißen wir wieder für einen Freund von mir zusammen, der sie fahren möchte. Der ist aber, gerade abseits des Asphalts, ein eher zurückhaltender Fahrer. Das könnte also passen.

    Ja, das stimmt auch wieder.
    Influencer geben auch noch ihren Senf dazu und fertig ist der toxische Cocktail.
    Ehrlich gesagt denke ich genau über den Aspekt so oft nach.
    Heute wird jedes Modell in allen Kleinigkeiten mit Modell XY verglichen. Plötzlich ist was "altes" totaler "Schrott" mit dem "kein Mensch mehr fahren kann", obwohl es keine Probleme gibt.
    Umgekehrt kann ich die hier gezeigte Fehlerhäufigkeit (bei so wenigen CRF300L auf der Straße) auch nicht ganz unter den Tisch kehren.
    "Früher" (und sooo lange ist das jetzt auch noch nicht her. Erst knappe 20 Jahre. ;)) hab ich mich einfach auf jedes Moped gesetzt und bin gefahren. Das wars auch schon.

    Ich bin ganz ehrlich: Die CRF300L war die "2. Wahl" nach der Beta Alp 4.0, mit welcher ich aber dauernd Probleme hatte und ständig am Schrauben war, als ich sie noch fuhr. Hatte sie dann meiner Freundin gegeben, um damit mal einen Feldweg zu fahren, oder einfach für auf der Straße. 1. Ausflug in die Alpen, am 3. Tag: Hauptrahmenriss (Serienfehler). Öl auf dem Hinterrad. Das wäre am nächsten Morgen ggf. tödlich ausgegangen.
    Nach der Aktion hatte ich einfach keine Lust mehr auf das Teil und hab die Honda gekauft, da ich dachte, dass 2024 (bzw. Mod 2021) die Probleme von "anno dazumal" endlich behoben sein sollten.
    Hab auch hier schon grad keine Lust mehr und würd den Hobel am Liebsten grad weiterverhökern.
    8500km auf der Uhr und ich mach mir Gedanken, ob die Getriebeausgangswelle durchhält. Das ist doch lächerlich.

    Was mir persönlich mittlerweile bitter aufstößt: Zu Zeiten, als ich mir die billigsten Rummeln geholt hab und damit einfach gefahren bin, da war alles egal, es ging kaum was kaputt und selbst wenn ein Motor hochgegangen wäre (was nie passiert ist), wär es absolut verschmerzlich gewesen. Um von "dem alten Kram" mit tausend kleineren Wehwehchen wegzukommen, hab ich dann (aus meiner Sicht zu viel) Geld ausgegeben, um mal wenigstens 2 Mopeds auf einen aktuelleren Stand zu bekommen.
    Ergebnis: 2x billige Kleinigkeiten gegen teurer Reparaturoptionen getauscht.
    :evil:

    Verweis hierauf:

    https://forenarchiv.transalp.de/beitraege/tech…mit-spiel-pd10/

    Zitat von ManfredK:

    "Der Fehler ist ja schon von der AT bekannt..... also ein uralter Hut.

    Achja.. Made in Japan... noch Fragen....?

    Bei der AT liegt es definitiv nicht an einer unzureichend gehärteten Welle, sondern an einer falschen Winkelstellung zwischen Ritzel und Welle.
    In der Verzahnung berührt das neue Ritzel nicht auf der gesamten Fläche sondern nur am oberen Ende linienförmig.
    Damit entstehen natürlich viel zu hohe Flächenpressungen die zur Zerstörung der Welle führen.

    Schadensursache ist nicht die Welle, sondern das Ritzel das nicht passt. (Bei der AT übrigens auch mit dem Originalritzel der Fall, hatte bei mindestens 10 AT innerhalb der ersten 20000km die Abgangswelle erneuern dürfen (alle auf Garantie)


    Die Fehlstellung des Winkels habe ich bei ca.10 Fahrzeugen RD04 (mit anschließendem Austausch) der Ausgangswelle Honda gegenüber (und deren zuständigen japanischen Kollegen aus dem Bereich Qualitätssicherung) längst nachgewiesen (und zwar in Verbindung mit dem Originalritzel). Je nach Laufzeit (damals so 10.000 - 25.000km) beginnt der Schaden an der Spitze der Zahnflanke und breitet sich dann langsam in Richtung Wellenmittelpunkt aus. Damals hatten wir auch die Härte der Welle gemessen und mit anderen Ausgangswellen anderer Hondas verglichen - kein erkennbarer Unterschied. Die Härte des damaligen Originalritzels lag aber über der Härte der Welle.

    Wenn bei diesen Fahrzeugen ein neues Originalritzel auf einen ungenutzten Bereich der Welle montiert wird, ließ sich die Fehlstellung des Winkels auch wunderbar optisch feststellen, da die Abweichung deutlich war.

    Die mögliche Fehlstellung kannst du nur feststellen, wenn du eine unbeschädigte Welle bzw. Wellenteil und ein unbeschädigtes Neuteil hast.
    Ritzel auf die Welle und prüfen ob die schrägen Flächen von Welle und Ritzel parallel verlaufen. (Lichtspalt)

    Wenn es neu passt, bedarf es keiner weiteren Kontrolle."

    ---

    Nutzer "Rominator" empfiehlt das Verkleben mit Loctite, Typ je nach Spiel, gerade bei vorgeschädigten Wellen, siehe Seite 2.

    ---

    Zum Verkleben noch hierzu:

    https://www.africatwin.de/phpbb_x/viewto…rkleben&start=0

    Generell wird eher Loctite 638 empfohlen, bei stärker verschlissenen Wellen das 660.
    Scheint zu funktionieren.
    Es gibt wohl auch eine Anleitung, aber ich konnte mich in diesem Forum nicht registrieren. Kam irgendein Fehler.

    Also ich habe kein Spiel mehr:

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    Das einzige was sich im Video bewegt ist das Motorrad beim Wackeln am Ritzel.


    Und @kellegerd: was heißt richtige Messung? Original Zustand kann ich ja nicht mehr herstellen. Ich kann zwar schauen das es nicht zu stramm ist aber kettenspiel auf dem Seitenständer wie im Handbuch kann man so nicht einstellen. Muss sich also einen anderen wert suchen der nicht zu zur strammer kette führt. Demontieren muss man das Federbein eh bei der 250er. Sonst kann man die Vorspannung eh nicht einstellen

    Du stellst erst mal den Negativfederweg des Federbeins korrekt ein. Üblicherweise ca. 1/3 des Gesamtfederwegs, wenn du drauf sitzt. Da du die Federhärte vorher schon geändert hast, gehen wir einfach mal davon aus, dass der statische Durchhang passt, wenn Das Motorrad mit dir als Fahrer auf dem Motorrad 1/3 einsackt. Falls nicht, bräuchtest Du eine andere Feder.

    Sobald du das also eingetellt hast, löst Du unten das Federbein und die hintere Schraube der Umlenkungsanlenkung (die 2 Streben), sodass die Schwinge komplett frei bewegt werden kann.
    Anschließend bringst Du Ritze-Schwingenlager-Radachse auf eine Linie. Das ist der Punkt, an dem die Kette am längsten gespannt ist.
    In diesem Zustand stellst Du jetzt die Kettenspannung ein und zwar so, dass sie auch in diesem Punkt schön geschmeidig locker sitzt.
    Dann: Federbein und Umlenkungsanlenkung wieder einbauen. Jetzt kannst Du Dir, so wie im Handbuch beschrieben, den Wert der Kettenspannung rausmessen, der für dein Motorrad passt und zwar:
    a) aufgebockt, mit freiem Hinterrad
    b) auf dem Seitenständer

    (a) Wird durch die Einstellerei der Federvorspannung natürlich nicht beeinflusst - das Federbein ist ganz ausgefedert.
    (b) Ist relevant für eine kurze Prüfung unterwegs und hängt von der Federvorspannung ab.

    So hast Du genaue Werte, die exakt auf dein Fahrzeug in deiner Konfiguration passen.

    Noch was zum Thema:

    Bei den großen CRF gibt es das Thema ja auch seit 40 Jahren und immer noch:

    https://trueadventure.de/forum/thread/4…%B6r/?pageNo=13

    Ab Post #126 kommen gute Überlegungen.

    Härte JT Ritzel #143


    Härte Originalritzel #159


    Die Ritzel sind also ungefähr gleich hart.
    Das würde den immer wiederkehrenden Mythos von "zu harten Zubehörritzeln" entkräften.
    Auch gibt es "gefühlt" genauso viele Fälle, bei welchen Leute immer mit Originalritzeln oder immer mit Zubehörritzeln gefahren sind.
    Die Passgenauigkeit des JT-Ritzels, zumindest bei der CRF300L, ist der des Originalritzels jedenfalls überlegen.

    Post #296:
    Hondapapst XY:
    "Aus seiner Sicht hat es 2 sich ergänzende Ursachen. Zum einen nimmt er, um dem Vorzubeugen, bei jedem Werkstattbesuch das Ritzel runter und schmiert die Passung. Bei welchen, die das Ritzel trocken montiert hatten und zum ersten Mal bei ihm im Service sind, stellt er immer starken Passrost fest, was einen korrodiven Abtrag und ein Abschleifen durch die Partikel verursacht. Dieser Effekt verstärkt sich aus seiner Sicht noch bei zu strammer Kette, da die Welle durch den Kettenzug nach hinten gezogen und somit "gebogen" wird. Somit taumelt die Welle aus Sicht der Wellenachse, weil unabhängig der Wellenposition diese immer nach hinten gezogen wird. Das Ritzel, welches leichtes Spiel aufweisst (jedes Ritzel weisst Spiel auf, ist ja keine Presspassung) wird von der Kette ebenfalls nach hinten gezogen und dabei versucht die Kette das Ritzel immer in gerader Linie zu ziehen, was in Relation zur taumelden Welle ein leichtes hin- und herwalken bewirkt und somit mindestens bei trockener Passung zu Verschleiss führt.

    Er setzt nach Möglichkeit immer Honda-OEM-Ritzel ein, greift aber bei Modellen wo das Original nicht (mehr) verfügbar ist, gerne auf JT zurück und hat damit keine negativen Erfahrungen gemacht."

    ---

    Aus meiner Sicht hat man jetzt 2 Optionen:
    1) Möglichst spielfreies Ritzel verbauen, Relativbewegung eliminieren, Verzahnung mit GN Plus Paste schmieren und Ketteneinstellung penibel beachten.

    oder

    2) Anstatt GN Plus Paste:
    Loctite 648 bei intakter Welle
    (Spaltüberbrückung bis 0,15mm)
    https://www.henkel-adhesives.com/de/de/produkt/…ctite_6480.html

    Loctite 638 bei leicht beschädigter Welle
    (Spaltüberbrückung 0,15-0,25mm)
    https://www.henkel-adhesives.com/de/de/produkt/…ctite_6380.html

    Loctite 660 bei stärker beschädigter Welle
    (Spaltüberbrücklung 0,25-0,5mm)
    https://www.henkel-adhesives.com/de/de/produkt/…ctite_6600.html

    oder

    3) wie (2), nur mit Stahleinlagen dazwischen (falls gar nichts mehr geht)


    Was meint ihr?
    Schmieren (1) oder kleben (2)?

    ---

    Als "tip top Lösung" in den Kreisen der größeren CRF gilt das "KK bikes Superpinion", oder user "Stefter" aus Frankreich (https://www.atoc-moto.com/forumm/), welcher Spezialritzel hat anfertigen lassen.

    Siehe auch hier:
    https://www.xrv.org.uk/threads/worn-o…asy-fix.143897/


    ---


    Jo, hast natürlich völlig recht was deine Argumente für spielfrei angeht. War gestern Abend eine übereilte Schlussfolgerung. Ich denke ich werde auch auf JT Ritzel wechseln, und entsprechendes Schmiermittel verwenden. Und den Schräglauf sollte die Kette besser ausgleichen können.
    „meine“ Überlegung war natürlich genau auf das KK Ritzel bezogen und wie man es mit einfachen Mitten nachbauen könnte.
    Wie präzise das würde sei mal dahingestellt, aber wenn liessen sich die Ritzel natürlich am besten bei noch verschleissfreier Welle ausrichten.
    Wenn du mit denen in Kontakt stehst und es nix gibt könntest du ja trotzdem einfach mal fragen ab welcher Stückzahl sie sich eine bezahlbare Kleinserie vorstellen könnten?
    Werde zunächst das Mögliche machen und hoffen, dass sich der Verschleiß wie bei dir in Grenzen hält!

    Man könnte auch 2 Ritzel passend abdrehen und miteinander verschweißen, um die Tragfläche weiter zu vergrößern,
    Sicherung nach "Stefter" wird wohl nicht gehen, da dafür die Welle zu schmal ist, so meine ich.
    Ritzel verschweißen geht ganz gut, zumindest hatte ich das mal für eine MZ gemacht...
    Ausrichten kann man das ja am Motorrad auf der Welle.
    Leider habe ich keine Drehbank. Um eine gute Lösung zu entwickeln, bräuchte man eine neue Welle aus TH zum Testen.


    Wenn ich das 8000km Bild von kallehard sehe frage ich mich ob das Originalritzel mit Spiel nicht vielleicht doch besser ist wenn die Kettenlinie nicht perfekt in einer Linie ist?
    Will da bestmöglich Vorsorge betreiben und hatte schon nach einem JT Ritzel gesucht, frage mich aber ob das wirklich besser ist wenn der starke Verschleiß von Reiner mit spielfreiem Ritzel entstanden ist…
    Das AT Ritzel wäre mir auf jeden Fall das Geld wert falls es was gibt.
    Habe mir da schon Gedanken gemacht, ob man nicht 2 Ritzel (beim äußeren Zähne entfernen) verschweißen kann mit Abstandhalter, beim Abstandhalter einen Teil frei lässt um geschraubt einen Halter einstecken zu können, der in die Rille der Welle passt. Axial dürfte die Belastung ja nicht sooo hoch sein? 2Streifen ca.15mm vielleicht?

    Was meinst Du damit? Ich sehe hinten in der Ecke einen kleinen Grat stehen. Gefahren wurde bis dato mit dem Originalritzel, was scheibar nicht vor Verschleiß schützt.
    Festverschraubte Ritzel (wie KTM und viele andere) haben ja jetzt nicht mehr Probleme, als wie sie hier bei der Honda sehen. Meine alte Suzuki DR650 hat übrigens die gleiche Ritzelsicherung wie die CRF300L, von Verschleiß keine Spur.

    Reiner hatte sowohl ein Originalritzel, als auch ein JT-Ritzel gefahren (so meine ich, falls ich nicht wieder verwirrt bin.
    Der Exitus kam so oder so.

    Tobi hat auch original und JT gefahren und konnte wohl keinen Unterschied im Verschleiß feststellen.

    Was ist also das Beste? Ich weiß es nicht, aber die Ritzeldiskussion wurde wohl auch so in diversen anderen Foren zu anderen Modellen geführt, letztlich konnte aber keine eindeutige Kausalität zwischen Original- und Zubehörritzel und Härte der Ritzel zur Welle hergestellt werden.

    Auch die immer wiederkehrende Aussage, dass die Ritzel in dieser Welle-Nabe-Verbindung ein "Verschleißartikel" seien, halte ich für Unsinn.
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Passverzahnung

    "Weil die Verbindung nicht statisch bestimmt ist, wird eine hohe Fertigungsgenauigkeit verlangt, damit möglichst alle Flanken (bei kleiner elastischen Verformung) an der Übertragung beteiligt sind."

    Aus meiner Sicht ist die logische Schlussfolgerung: So wenig Spiel wie möglich. Gerade radial macht Spiel keinen Sinn was soll das bringen? Dass die Zahnflanke des Ritzels ständig auf die Zahnflanke der Welle klopft, wenn man beispielsweise über Schotter fährt, oder eben bei jedem Lastwechsel?
    Radiales Spiel bedingt, bei der Ritzelbefestigung mit axialem Spiel, die Möglichkeit zum Taumeln, was mancherorten auch als "Ausgleich für nicht ideale Kettenflucht" gesehen wird. Ich halte das für weit weg von der Wahrheit. -Falls- ein Ritzel mit Spiel eine schiefe Kette ausgleichen -soll-, so würde das bedeuten: Das Ritzel steht, soweit es das Spiel erlaubt, schräg auf der Verzahnung. Somit überträgt nur ein winziger Teil des Ritzel die gesamte Kraft (stimmt nicht ganz, da sich durch Krafteinwirkung das Ritzel wieder etwas geradezieht). Man erreicht also eine Kerbwirkung außen oder innen an der Wellenverzahnung. Diese wird sich immer weiter fortsetzen, bis Ritzel und Welle sich "eingeschliffen" haben. Schlimmsterweise soweit, dass die gehärtete Schicht der Welle aufgebracht ist. Dazu kommt dann noch, dass eine Kette nicht rund läuft, sondern aufgrund der Glieder immer etwas "eckig". Das verschlimmert das Taumeln dann noch zusätzlich.

    Wenn kein Spiel vorhanden ist, geht' eben mehr auf Kette und Getriebezahnräder. Ersteres verschleißt zumindest sowieso und die Getriebe scheinen ja unauffällig zu sein.

    Warum das Hondaritzel mehr Spiel hat, als ein JT? Keine Ahnung.
    Vielleicht wird kostensparender hergestellt und mit größeren Toleranzen, oder es hat einen technischen Grund.
    Wer fragt mal bei Honda nach? ;)

    Mir ist aber wie gesagt Rost auf allen Zahnflanken in Kraftrichtung aufgefallen, welchen ich weggeschliffen habe (siehe Bild).
    Auch das JT-Ritzel war nach ca. 1 Woche schon an den entsprechenden Stellen rostig. Habe es deswegen mit massig Molykote GN nach der Reinigung wieder eingebaut.
    Ich denke, dass diese Korrosion maßgeblich für die Zerstörung der Welle ist.
    Die Wellen an meinen Suzuki DR600/650 sahen nie so rostig aus und da hab ich nie irgendwelche Spezialpasten draufgeschmiert, sondern maximal etwas Universalfett.

    Auch bei allen anderen Fällen im Netz sahen die Wellen immer wild rostig sus.

    Weitere Alternativritzel:
    https://www.esjot.com/de/kettenrad-r…ly%2babs/573140

    Bei der DR650SE hatte ich mal ein ESJOT-Ritzel (Made in Germanien) mit einem von JT verglichen und bin bei JT geblieben: Weniger Spiel und besser verarbeitet.
    Vielleicht möchte ja jemand trotzdem mal eins bestellen...

    Oder:
    AFAM
    https://shop.krueger-motoparts.com/motor-antrieb/…el-20320-14-520

    Dein Kontruktionsvorschlag ist 1:1 das, was kk-bikes hat patentieren lassen und ist meiner Meinung nach das beste, was man machen kann.
    100% der Verzahnungsfläche werden so genutzt.

    ---

    Ein Thema wird hier nie erwähnt:
    Die CRF300L hat KEINEN Ruckdämpfer im Hinterrad, im Gegensatz zu vielen der anderen Modelle (z.B.: XT600, DR650, BMW F650GS, KTM690)...

    ---

    Noch ein Punkt:
    Die Teilenummer der Welle hat sich geändert von 2021 zu 2023!

    2021
    23221KZZ901, 221,40 Pfund
    (Preis bei Bikerbits €18.85. Hier wird über die Modellsuche auch NUR diese Teilenummer angezeigt. In der Beschreibung wird verwiesen auf "CBR300R(E)-R1")

    2023
    23221K0ADB0, 276,23 Pfund

    Edit Nr. 7165235:
    2023 wurde wohl auch die komplette Baugruppe umbenannt und viele der Teilenummern unterscheiden sich zum 21er-Modell.
    Der Grund wird wohl sein: Man möchte die Kunden durch noch höhere Preise mehr vergewaltigen, als sowieso schon.

    Jedenfalls wird es nicht zu fest, wenn man es nach Handbuch einstellt, siehe weiter oben.

    Bei KTM wird mit gerade aufgestelltem Motorrad gemessen.
    "Offiziell" mit Ständer an der Schwinge, was letztlich das gleiche ist.
    Auch hier kommts ja drauf an, wie man die Federvorspannung eingestellt hat, etc.

    Hab das selbe Prozedere eben noch an der HQV 701 durchgeführt. Das Ergebnis war ähnlich.
    Die Werksvorgabe war einen Tick lockerer, als ich es eingestellt hatte.

    Die Hersteller gehen mir der Vorgabe eher Richtung "Nummer sicher" würd ich sagen