Beiträge von Wildduck

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    Stollenreifen sind halt schwammiger, aber da gewöhnt man sich dran. Dafür merkt man sehr gut wo der Grenzbereich ist, zumindest beim IRC Reifen. Den bin ich immer bei den empfohlenen 1,5 gefahren, mehr Luftdruck brachte keine Vorteile, weniger auch nicht. Off-road kann man aber auch mal auf 1,3 runter, es zerren ja keine 70 PS am Reifen.

    Thema Bremsweg: Der Bremsweg ist mit dem jetzt montierten Avon Trailrider deutlich kürzer als mit dem Serien-IRC, egal aus welchem Tempo. Aber die CRF ist halt auch sehr leicht und sollte - bei gleichem Reifen - eigentlich etwas besser bremsen (abgesehen von den etwas schwachen Seienbremsbelägen) als eine schwereres Motorrad. Final sind aber eher wohl Reifengrip und Schwerpunkt entscheidend: meine Street Triple RS mit Brembo M50 und warmem Bridgestone S22 konnte man brutal verzögern, das Limit war immer nur das abhebende Hinterrad und die schwindende Physis des Fahrers (echt anstrengend).

    Meine CRF 300 L ist mittlerweile auf dem Niveau wo ich sie haben wollte. Aber die kleine braucht einiges an Feinschliff um ihr volles Potential zu entfalten.

    • Ein Fahrwerksupgrade ist für jede Art von engagierter Fahrweise m.E.n. Pflicht. Insbesondere das Serien-Ferderbein ist total unterdämpft und eher auf 60kg Jockeys ausgelegt, was dazu führt, dass die Karre schon in milder Schräglage hinten wegsackt und auf Bodenwellen und Wellblechpisten im schlimmsten Fall auskeilt. Maßnahme: Federbein und Gabelupdate von Wilbers. Das bringt auch ca. 2cm mehr Bodenfreiheit mit aufsitzendem Fahrer.
    • Die Ergonomie war mir etwas zu passiv, ein Cockpitupgrade (Lenker etwas höher und wenig Kröpfung) steigert die Agilität spürbar. Maßnahmen: Magura SX Lenker, 2,5 cm höher, verstellbare 3-Finger Hebel, PivotPegz Fußrasten(ca. 1 cm tiefer, 2cm weiter hinten und 1,5 cm breiter, insb. Off-road ist das ein Segen).
    • Die Sitzbank ist eigentlich ganz gut, allerdings sitzt sie sich nach spätestens 1 - 2 Stunden durch und ist auch etwas zu schmal. Maßnahme: SeatConcepts XL Comfort Sitzbank.
    • Der Motor ist spürbar Euro 5 kastriert, man merkt das das Bike nach Luft ringt. Maßnahmen: Arrow Full-Exhaust, DNA Luftfilter und Sportluftfilter Deckel, keine ECU Modifikation. Das Bike hat jetzt unten und in der Mitte spürbar mehr Wumms und dreht jetzt linear bis zum Begrenzer aus (Topspeed +5 km/h).
    • Dies und das. Maßnahmen: leichtere Batterie, Sintermetall Bremsbeläge, Gepäckträger, Griffheizung usw.


    Ein hübscher kleiner Windschild fehlt mir noch.

    Auf der Straße macht alles im Tempobereich zwischen 1 und 111 km/h richtig Laune. Ab 120 km/h wird es dann etwas zäher, bei 140 km/h lt. Tacho ist Schluß (echte 132 km/h). Auf Schotter und Single Trails ist man eh der König, da kann meine Tenere 700 nicht mithalten, außer es geht nur geradeaus.

    Die CRF 300 ist eh extrem beherrschbar. Das ist sowohl für Einsteiger toll, aber auch für erfahrenere Fahrer sehr unterhaltsam: Spitzkehren andriften, egal ob auf der Straße oder im Gelände, kein Problem. Kurven swingen bis die Raste schrappt, das geht selbst mit den knobbeligen Serienreifen. Wheelies üben oder das Vorderrad über Baumstämme oder Boardsteine lupfen, easy (allerdings eher nur mit Hilfe der Kupplung). Off-road setzen eigentlich nur die Reifen das Limit, Leistung ist m.E.n hier nicht das Problem. Selbst kleine Sprünge verträgt das Bike klaglos. Trailartiges Rumgeeiere, kein Problem. Fullspeed über (holländische) Sandpisten, aber gerne. Eine Enduro ist sie natürlich nicht.

    Gestern habe ich straßenlastige Reifen montiert (Avon Trailrider), für eine anstehende längere Tour auf der Straße und Spaß auf der Kartbahn. Damit läuft die kleine CRF erstaunlich spurtreu und zielgenau. Noch vor dem Sommer kommt wohl wieder etwas offroadlastigeres drauf. Die IRC Serien-Reifen sind nicht schlecht, aber - wie immer - ein Kompromiss und somit weder Fisch noch Fleisch.


    Meine Tenere brauche ich nicht mehr…

    Bin jetzt mal die ersten paar Meter gefahren (Stadt und BAB). Ich kann die Eindrücke von Steirer nur bestätigen.

    Der Reifen liegt - mangels Stollen - sehr ruhig der Straße und läuft schnurgerade aus. Im Gegensatz zum IRC, selbst bei hohen Geschwindigkeiten absolut bockstabil (bin max. 130 km/h gefahren). Da eiert nix, da muss man auch nichts korrigieren - für lange Fahrten insb. mit Gepäck ist das sicherlich ermüdungsfreier.

    Auf feinem Schotter (auf einem Parkplatz getestet) liegt er grip-technisch minimal unter dem Niveau des IRC - eigentlich erstaunlich, da der Reifen doch recht straßenfokussiert aussieht. Das hatte ich schlechter erwartet.

    Die mögliche Schräglage habe ich natürlich noch nicht ausgelotet, aber er zieht durch die Kurven wie auf Schienen - zumindest im Vergleich zum IRC, der doch immer wieder mal kleine Korrekturen benötigt. Auch geht er ganz gleichmäßig in die Schräglage, wo man beim IRC ja jede Stollenreihe deutlich spürt.

    Nachtrag: Der Bremsweg ist auch deutlich kürzer. Zusammen mit den neu verbauten Lukas Sintermetall-Belägen kann man deutlich später auf die Bremse gehen und auch zielgenauer in die Kurve hineinbremsen - und dabei ist der Reifen noch nichts einmal richtig eingefahren.

    Bei nächster Gelegenheit scheuche ich den Reifen mal in die Eifel (kurven Surfen) und auch auf den TET in NL (Sand surfen), mal sehen was da geht. Bei letzerem vermutlich nicht so viel.

    MoppedDennis wollte noch ein paar Bilder von der Seite...


    .


    Könnte das irgendwelche negativen Konsequenzen haben?


    Wenn Du einen Unfall mit hohem Sach- oder Personenschaden hast, dann könnte es passieren, dass das Motorrad konfisziert wird und überprüft wird (eher extrem selten). Wenn sich dann das überbrückte ABS als verursachend für den Unfall herausstellt - im Zweifel gilt bei so etwas die umgekehrte Beweislast, soll heißen, DU musst nachweisen dass das nicht so war - dann hast Du unter Umständen ein Problem.

    Für alles andere interessiert das m.E.n. niemanden. Auf die Garantie sollte das keinen Einfluss haben. Wenn z.B. die ABS-Sicherung durchgeschmort ist und somit keine ABS bereitsteht, dann sollte das keinen Einfluss auf die Garantie haben. Aber auch hier gilt: im Zweifel kann der Hersteller bei Modifikationen (ein Schalter) Garantieleistungen ablehnen (z.B. wenn das ABS System kaputt ist).

    Ein vollkommen risikofreie Lösung mit Schalter gibt es wohl leider nicht. Der Wechsel zwischen einer kaputten und einer ganzen ABS-Sicherung dürfte jedoch risikolos sein.

    Noch ne Idee. Oder mach den ABS Sensor vorne mal “dreckig”. Dazu ist Metall erforderlich, eine dünne Alu- oder Kupferfolie sollte zur Abschirmung des Sensors möglicherweise reichen. Schau ob das ABS dann aus ist. Natürlich auf eigene (Unfall-)Gefahr.

    Das ABS System muss unabhängig vom Bremssystem und sonstigen Systemen sein, Soll heißen, ein defektes ABS darf die Bremse nicht außer Kraft setzen oder negativ beeinflussen. Ebenso muss die Bremse unabhängig von der Elektronik funktionieren (außer Bremskraftverstärker, falls vorhanden >>> 🚘). Das Steuergerät wird das ABS lediglich abfragen ob es funktionsfähig ist. Wenn nicht, dann wird die ABS Leuchte blinken. Vermutlich wird das im Fehlerprotokoll (mit EURO 5 ist das samt Norm-Stecker ja vorgeschrieben) entsprechend protokolliert.

    Ich habe festgestellt, dass man mit vorne ABS und hinten keins, durchaus flott im Gelände bzw. auf Schotter unterwegs sein kann. Man verliert zwar auf Schotter ein paar Meter gegenüber einer perfekten Vollbremsung ohne ABS, aber man kann halt immer voll reinhalten ohne sich voll konzentrieren zu müssen. Leider regelt das ABS der Honda recht grob. Hinten habe ich das ABS fast immer aus, auch für reine Straßenfahrten - das macht mehr Spaß.

    Das sollte kein Problem sein, da das ABS ein separates und autonomes System ist, das die Brems Im AdvRider Forum haben einige einfach die Sicherung gezogen, andere haben sich einen Schalter gebaut.

    Aber warum willst Du das machen? Zum langsamen „Trailen“ braucht man das ABS eh nicht abschalten, denn unter 10 km/h ist es eh nicht aktiv (300er).

    Hab den Trailrider heute Nachmittag montiert. Gefahren bin ich ihn aber noch nicht.

    Die Karkasse und der gesamte Reifen ist spürbar stabiler / steifer als der Serien IRC, oder z.B. ein Michelin Anakee Adventure, den ich zuletzt auf meiner Tenere montiert hatte. Aber auch nicht so steif wie z.B. ein Bridgestone. Die Montage war dadurch etwas mühsamer, aber mit der Reifenmaschine geht das ganz gut. Den unterwegs zu de-/montieren, insb. wenn man alleine ist, könnte recht stressig werden.

    Bemerkenswert, der Avon Trailrider war der erste Reifen, den ich je montiert habe, der nicht gewuchtet werden musste. Auf meiner Wuchtmaschine zeigt das Ventil vorne und hinten exakt nach unten. Woow! Das kann natürlich Zufall sein, aber auch der Höhenschlag ist auch gleich Null. Gleichmäßige Reifen können sie also bei Avon.

    Ich hab dazu auch Avon Schläuche montiert, die sind geschätzt 1/4 schwerer = dicker = robuster als die IRC Serien Schläuche.
    .

    Die Lösung von R&G ist kompatibel mit den meisten Skidplates:

    https://www.rg-racing.com/browsebike/Hon…BL/#prettyPhoto

    Das sind zwar keine Bügel, aber zusammen mit einer robusten Skidplate schützen sie bei Umfallern und Lowsidern eigentlich auch recht gut. Auch sind die so gebaut, dass sie verbiegen anstatt starr zu bleiben. Alles was starr ist verbiegt Dir im schlechtesten Fall den Rahmen. Bsp.: Bike rutscht und bleibt mit dem Schutz oder Bügel an einem Stein oder am Bordstein hängen. Ansonsten sind SW-Motech Stutzbügel die besten die ich bisher gesehen habe, habe die (ähnliche Bauform) auch an meiner Tenere.

    Die R&G Teile hab ich mir mal bestellt, weil schön dezent (hoffe ich), sie sind aber noch nicht da.

    Die 300er ist zwar im ersten Gang wunderbar kurz übersetzt, sodass man auch kniffeligste Stellen im Gelände sehr einfach meistern kann. Aber im Stadtverkehr und auch sonst, insbesondere bei ebener oder abschüssiger Straße, erwische ich mich beim Ampelstart immer häufiger dabei, dass ich im 2. Gang losfahre. Der 1. Gang ist ja schon nach wenigen Metern ausgedreht (nicht im Sinne von hoher Drehzahl, sondern von gewünschtem Schaltpunkt)

    Einerseits mache ich das, weil ich schaltfaul bin, andererseits weil ich den Eindruck habe, dass ich so materialschonender, sanfter und bei Bedarf sogar auch schneller vom Fleck komme. Da der 2. Gang der CRF ja immer noch sehr kurz übersetzt ist, dürfte das die Kupplung auch nicht sonderlich stressen.

    Wie macht Ihr das? Anfahren im 1. oder auch schon mal im 2. Gang?


    Sollen sich die Leute doch ein Mopped kaufen, dass ihren Ansprüchen genügt, anstatt eine kleine CRF zu tunen.....


    Das unterstellt, dass Deine Sicht auf die Dinge und die Ansprüche Anderer die richtige bzw. wahrhaftige ist. Ich denke da sollte man etwas großmütiger sein. Jeder sollte mit seiner CRF - und überhaupt mit allen Gegenständen - das machen können, was er/sie will.

    Die Welt ist bunt, und das finde ich gut!

    Außerdem, was heißt denn Tunen. für mich heißt das „Modifikation des Motors“ oder „Eingriff in die Motorsteuerung“. Und da würde ich mal sagen, dass das vermutlich die allerwenigsten hier im Forum je gemacht haben. Einen anderer Auspuff unterscheidet sich kaum von einer Lenkererhöhung oder einem Gepäckträger - Anbauteile halt.

    Dem Micha gebe ich allerdings auch recht: Der Sweetspot der CRF liegt zwischen 1 und 100 km/h. Kurvige und gerne auch schlechte Landstraßen, Schotter, Wege und Singletrails - ein perfektes Überall- und Abenteuer-Motorrad. Allerdings verträgt die 300er auch klaglos Autobahn und 120 km/h Dauertempo.


    Wenn die aufgezogen sind wäre ich Dir sehr dankbar wenn Du Fotos hier einstellen würdest.


    Hier gibt‘s ein paar Bilder auf einer Rally: https://www.onthrottle.co.nz/post/tyre-test…rider-av53-av54

    …auch als Video:

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    Hier nochmals ein Video vom Kurs aus der Fahrerperspektive:

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    Das Video habe ich 2016 aufgenommen, damals mit meiner KTM 690 Duke R. Allerdings ist mein Fahrstil nicht repräsentativ für das Training (ich war damals in der schnellen Gruppe und wollte mein HangingOff verbessern), da geht es normalerweise wesentlich gesitteter = normaler zu. Ich möchte niemanden verschrecken ;)

    Wer hat Lust auf ein Kurventraining auf einer Kartbahn. Das macht riesig viel Spaß und ist überaus lehrreich um Brems- und Kurventechnik sowie Linienwahl zu optimieren.

    Link: https://www.mototeam.bike/oberbergischer-kartring

    Ich habe mich für das Kurventraining light am Dienstag, den 3. Mai 2022 angemeldet*. Da hat man genug Zeit für die Anreise (Start 9:30) und Abreise (Ende 15:00) am selben Tag. Geplant sind 4x Turns a 20 Minuten. Ein “normales” Training bietet zwar für nur 50€ mehr sogar 7x Turns, aber die schafft man in der Regel körperlich/mental kaum. Ich bin die letzten beiden Male nach 6x Turns freiwillig ausgestiegen und war platt wie ein Eimer.

    Das Training ist für jedermann geeignet, egal ob Anfänger oder Profi, egal welches Motorrad und welche Reifen (da ist alles vertreten) - man wird in Gruppen zu 4-6 Leuten eingeteilt und hat einen sehr erfahrenen Instruktor. Die meisten Motorräder sind zwar deutlich leistungsstärker als unsere CRF 250/300, aber das macht auf dem engen Kurs eher nur wenig aus. Im Vergleich zu ADAC Trainings steht hier das Fahren stark im Vordergrund. Echte Heizer melden sich zu so etwas übrigens nicht an, das wäre denen zu profan…

    Wer also Bock hat, einfach anmelden…


    *…und für ein weiteres Training, das aber schon ausgebucht ist. Ich würde auch sogar nochmals den Termin am 3. September mitmachen, wenn jemand mag.

    Hier ein extremes Beispiel von Ritzel-Tuning (CRF 300 L) :lol: :lol: :lol: :

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