Beiträge von Tobi

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    Da sich mir jetzt schon das dritte Garmin Zumo aufgelöst hat - die Gummierung zerbröckelt irgendwann aufgrund der Wettereinflüsse, bin ich mittlerweile auch am überlegen eventuell mal ein Smartphone zu versuchen. Allerdings bin ich mir wegen der Ladung noch nicht so sicher.
    Man liest des Öfteren, dass die Halterungen mit Wireless Charging Funktion dann dauerhaft doch nicht laden, oder sogar die Ladegeschwindigkeit geringer ist, als der Batterieverbrauch usw.
    Kann da jemand Erfahrungen teilen? Also auch im absoluten Sauwetter über lange Zeit und vielleicht keine Halterung für 120€?
    Es gibt ja auch so kleine magnetische USB-Adapter, um das Ladekabel am Standard USB-Anschluss magnetisch anzuschließen. Allerdings sehen die auch nicht 100%ig wasserdicht aus und werden auch nicht als solche beworben. Mit z.B. etwas Silikon könnte man da aber vermutlich nachhelfen?


    Wie siehst Du denn das Thema Zelt vs. Hängematte?

    Das kommt natürlich darauf an wo du unterwegs bist. In Kasachstan hat es z.B. für ca. 2500km praktisch keinen Baum. Dann sieht es mit Hängematte schlecht aus ;)

    In Nord Skandinavien oder Patagonien bei über 100km/h Wind wöllte ich jetzt auch nicht in einer Hängematte übernachten. Auch nicht unbedingt bei einem Sandsturm in der Westsahara.

    Auch beim Zelt ist die Auswahl nicht einfach. Wir verwenden hauptsächlich selbststehende Zelte - also keine Tunnel. Sobald man in wärmeren Gefilden ist kann der Boden extrem hart werden oder das Wetter ist so gut, dass man das Zelt problemlos ohne Heringe oder sogar nur das Innenzelt aufstellen kann. Außerdem kann man es auch einfacher auf Betonboden z.B. in einem verlassenen Gebäude oder unter einem Dach aufstellen. Mit zwei Mopeds geht das zwar auch mit einem Tunnelzelt, angenehmer ist es aber trotzdem. Wir verwenden übrigens nur noch Zimmermanns Nägel als Heringe. Die sind zwar schwer, aber bekommt man problemlos in die meisten Böden und sind nicht ständig krumm geschlagen. Außerdem extrem günstig.
    Die Tunnelzelte sind i.d.R. auch eher für nordische Gefilde gedacht. Das bedeutet, dass das Außenzelt weiter herunterreicht oder sogar ganz bis zum Boden geht. Das ist zwar schön wenn es kalt, schneit und windig ist, aber nicht mehr so toll bei 40°C.
    Silikonisierte Zelte sind leichter und haltbarer, aber haben auch den Nachteil, dass sich das Material bei Nässe sehr dehnt. Man muss es daher unter Umständen zwischendurch nachspannen. Außerdem kann man technisch bedingt nicht die Nähte tapen. Diese muss man daher ab und an mit Nahtdichter behandeln. Letztendlich ist es immer ein Kompromiss.
    Für alle Zelte gilt - UV Licht ist der größte Feind. Also am besten nicht unbedingt in der Sonne stehen lassen.

    Die MSR Pumpe ist nicht super stabil. D.h. da kann durchaus mal was abbrechen, aber nie so, dass sie gar nicht mehr funktioniert. Früher war sie noch deutlich fragiler. Mittlerweile müsste man sich schon sehr anstrengen das Teil völlig funktionslos zu bekommen d.h. das Gehäuse bricht nicht, aber z.B. bei den kleinen Kunststoff-Haltenasen, die den Kolben im Zylinder halten, kann das passieren. Pumpen könnte man dann aber immer noch. Bei der neuen MSR Pumpe ist mir das allerdings noch nicht passiert.
    Zudem kommt es bei Kochern mit "Prall"-Blech z.B. Primus, Optimus oder auch der MSR XGK usw. vor, dass sich bei weniger Sauerstoff in höheren Gefilden die Flamme selber erstickt/ausbläst. Das resultiert in einem Affentheater überhaupt irgendetwas heiß zu bekommen. Wir hatten das ab so ca. 3500m. Daher ist das i.d.R. für die Meisten egal.

    Das von mir gezeigte Trangia Set ist nur ein Topfset und nicht der Sturmkocher. Den würde ich jetzt auch nicht auf große Tour mitnehmen. Spiritus ist schlecht bei großer Kälte und außerdem im internationalen Ausland schwer bis gar nicht zu bekommen.

    Dazu ein spezielles Topfset von Trangia (Tundra III-D) - nämlich aus Duossal. Das ist ein Verbund aus Aluminium und Edelstahl. Innen Edelstahl und außen Aluminium. Man hat also die Leichtigkeit und Wärmeleitfähigkeit von Aluminium und die Lebensmittelverträglichkeit, kein Verkratzen, übles Einbrennen und einfaches Reinigen von Edelstahl. Die Pfanne ist allerdings leider nicht Duossal und gibt es auch nicht für das Set.

    [Blockierte Grafik: https://trangia.se/wp-content/uploads/2021/07/402253-1-1536x759.jpg]

    Wir benutzen seit Jahren einen MSR Whisperlite und immer mit normalem Moped Sprit. Das Teil ist quasi unzerstörbar, wird seit Jahrzehnten so produziert und funktioniert immer - auch bei extremer Kälte und in großer Höhe. Mit dem Whisperlite Universal könnte man auch Gas benutzen. Aber wer will das schon, wenn man eh mit dem Moped unterwegs ist. Zudem könnte man am Universal auch eine andere Pumpe (Primus, Optimus, Edelrid usw.) benutzen, falls man der Originalen nicht traut.

    [Blockierte Grafik: https://www.msrgear.com/on/demandware.static/-/Sites-msr-master-catalog/default/dwc0b54560/images/large/06633_msr_whisperlite_international.jpg]

    Der Benzinkocher ist schick. Wir haben allerdings festgestellt, dass Benzinkocher mit Prall-Blech ab 3000m anfangen zu zicken. Das sollte allerdings für die Wenigsten relevant sein.

    Mach einfach einen Camping Zubehör Thread auf bevor wir hier alles zumüllen. Am besten wahrscheinlich in "Allgemeine Motorradthemen"?

    Beim Einkaufen bleibt normalerweise einer von uns draußen bei den Mopeds. Wir benutzen Bumot Seitentaschen mit Schnellverschluss. Die wären auch in ein paar Sekunden abgenommen, aber in der Regel nehmen wir sie nie ab.
    Sobald man Europa verlässt, wird alles etwas komplizierter. Man benötigt z.B. zusätzlich Benzin, Wasser, Ersatzteile, sämtliche Werkzeuge, Campingzeugs von -10 bis +50°C usw. und dann noch das ganze Bier :D . 40 kg sind da schnell zusammen und das geht eben nur noch mit Heckträger.
    Aber auch in Europa muss man sich entscheiden, ob man selbst repariert oder eben die Gefahr eingeht auf Hilfe angewiesen zu sein. Man liest ja regelmäßig in den TET Foren oder Horizon Unlimited, dass Leute wieder irgendwo liegengeblieben sind und Hilfe benötigen. Teilweise - weil sie nicht mal Material zur Reifenreparatur dabei haben. Allein das Werkzeug und ein paar wenige Ersatzteile ergeben ziemlich schnell auch schon ordentlich Gewicht. Es macht auch einen Unterschied, ob man in Hotels unterkommt oder eben ausschließlich campen geht.

    Man gewöhnt sich daran mit viel Gewicht am Moped unterwegs zu sein. Die magere Abstimmung der CRF300 macht sich dadurch allerdings manchmal besonders stark bemerkbar.

    Deinen Wohnort kann ich leider nicht sehen ;)

    kallegerd
    Als hart würde ich z.B. TET Portugal bezeichnen.
    Klar könnte man die Kupplung ziehen, aber wieso diese unnötig abschleifen, wenn das eigentliche Problem nur eine zu magere Abstimmung ist?

    Wir sind i.d.R. immer auf großer Tour. Eine Kupplung habe ich da nicht dabei und kaufen kann man da normalerweise auch keine. Meiner Frau habe verboten die Kupplung unnötig schleifen zu lassen und angedroht sie gegen ein Baby Kamel einzutauschen, falls sie die Kupplung irgendwo im Niemandsland runterschleift.
    Hat bisher gut gewirkt...😂

    Nur weil die 690 im harten Gelände noch miserabler ist, ist das ja für das Geruckel der CRF300 kein Argument. Die CRF250 war butterweich und das lag nicht an den 40cm³ weniger Hubraum. Wem das nicht auffällt, der kann sich glücklich schätzen. Uns ist das extrem aufgefallen. Vor allem weil wir noch mit viel Gepäck unterwegs sind, kam durch die unsanfte Gasannahme im steilen, harten Gelände ständig das Vorderrad hoch. Der Piasini Flash hat das praktisch beseitigt + die anderen Vorteile des Flashs.