Beiträge von bwm

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    Piasini ist in Italien und damit auch EU, also Zoll wird da keiner fällig.

    Und bei deiner Bewertung noch ein dickes Achtung! Ich würde behaupten, dass niemand hier mehrere ECU flashes im selben Motorrad ausprobiert und miteinander verglichen hat. Insofern ist ein Ranking der verschiedenen Softwares zueinander nicht wirklich möglich.

    Und bei Piasini gibt es hier im Forum mehrere (ich gehöre dazu), die einen 50€ Gutschein für 25€ anbieten. Zumindest im letzten Jahr hat glaube ich jeder, der einen ECU Flash gemacht hat, so einen Gutschein mit dazu bekommen. Das wird dann also nochmal etwa günstiger. Ich habe einen Gutschein aus dem Forum gekauft und insgesamt 380€ bezahlt.
    350€ Preis -25 Gutschein +15 Hin Versand +40 Rückversand. Wenn noch irgendjemand meinen Gutschein kauft, sind es 355€

    naja die Diskussion um die Reifengröße ist ja eng mit der Reifenempfehlung verknüpft.
    Kurz nur nach der Größe bei mopedreifen.de gesucht
    80/100-21 hat 16 Ergebnisse, davon 11 inseriert als Motocross-Reifen und weitere 2 als Trial-Reifen. Also bleiben ganze 3 "normale" Reifen: der Heidenau K60, der Bridgestone TW301F und der Bridgestone AX41F und alle 3 haben ein "Offroad" angehauchtes Profil.
    90/90-21 hat 85 Ergebnisse. Davon sind zwar auch einige Enduro- und Motocross-Reifen, aber man hat einfach VIEL mehr Auswahl

    für mich klang das bisher so, als hättest du dich noch nicht endgültig für eine 300L entschieden. Hast du doch schon?

    Zu deinen Argumenten für die Rally möchte ich noch entgegnen: Windschild kann Offroad SEHR störend sein. Ich bin die Rally noch nicht gefahren, aber mit meiner Africa Twin habe ich mal eine Runde in Marisfeld gedreht und bei sehr steilen Auffahrten ist mir das Windschild gegen den Oberkörper gestoßen. Außerdem ist der Fahrtwind bei technischen Passagen sehr willkommen. Und bei der Reisegeschwindigkeit, die man mit so einer 300er üblicherweise hat (~100 km/h), spielt der Windschutz noch keine SO große Rolle. Klar, man kann auch schneller fahren, dann wird es relevant, aber bei 120 fühlt sich der kleine Motor nicht übermäßig wohl. Größerer Tank ist ein Argument, ja, bringt aber halt auch größeres Gewicht mit sich. Navistrebe ist nicht schlecht, aber jetzt auch kein entscheidender Vorteil. Ich hab mein Handy mit einer SP Connect moto Mount Pro am Lenker montiert, das geht auch sehr gut.

    Wobei ich nicht sagen möchte, dass die 300L das bessere Motorrad wäre. Es kommt auf deinen Einsatzzweck an. Wenn man lange Abschnitte auf der Straße angenehm fahren will und sich Offroad eher auf gut befestigte Feldwege beschränkt, dann ist die Rally das klar bessere Motorrad. Wenn man mehr Fokus auf die Offroad Passagen legt und Straße eher als notwendiges, zu minimierendes Übel betrachtet, dann ist die L das klar bessere Motorrad. Alles dazwischen ist eine Abwägung. Tendenziell würde ich sagen: wenn du mit Abstrichen auf der Straße leben kannst und dir die offroad performance wichtiger ist, nimm die L. Wenn du ein "Kompromiss"-Motorrad suchst, das beides "gut" (aber eben nicht "sehr gut") kann, nimm die Rally.

    An sich stimmt es zwar, dass bei zu hohem Ölstand die Kurbelwelle im Öl panscht und das dabei schaumig wird, aber Schaum steigt ja normalerweise nach oben, die Pumpe saugt dagegen unten an. Unser Motorentechnik Prof hat uns das damals anders erklärt: dadurch, dass die Kurbelwelle immer wieder mit großer Kraft mechanisch durch das Öl panscht hast du zum einen einen erhöhten Spritverbrauch und - schlimmer - die langkettigen Kohlenwasserstoffketten, die ja das Öl sind, werden wirklich einfach mechanisch aufgebrochen zu deutlich kürzeren Ketten. Dadurch wird das Öl viel dünnflüssiger. Und das ist dann eine Gefahr für den Motor. Theoretisch könnte auch die Kurbelwelle selbst Schaden nehmen. Die ist ja für diese zusätzliche Belastung auch nicht ausgelegt. Der Schaum selbst kann zum Problem werden, wenn er quasi das ganze Kurbelgehäuse füllt und dadurch dann in den Ansaugtrakt kommt, dafür müsste man aber wirklich VIEL zu viel Öl drin haben.

    So oder so: wenn man eine Mangelschmierung hat, wäre davon sehr wahrscheinlich auch die Kurbel- und Nockenwellenlagerung betroffen. Und der Schaden (Kolbenringbruch) spricht da eher nicht für. Ich sehe da auch keinen klassischen Ringstegbruch, sondern eher einen Kolbenringbruch und das gebrochene Segment hat anschließend die Nut "aufgeweitet". Bei einem Ringstegbruch bricht eigentlich der komplette Steg zwischen 1. und 2. Kolbenring weg. Das ist hier nicht, die Nut des 1. Kolbenrings ist nur aufgeweitet, und zwar in beide Richtungen.

    Die Hauptsächliche Ursache für beides (Kolbenring- und Ringstegbruch) ist aber die gleiche: zu hoher Druck im Brennraum. Das kann an gepanschtem Sprit liegen. Wenn der Sprit mit Wasser gestreckt wurde und dieses Wasser im Kolben dann flüssig bleibt, hat man erhebliche Druckspitzen, da Flüssigkeiten quasi nicht komprimiert werden können. Könnte aber denke ich auch eine zu heiße Verbrennung sein. Da wird durch die hohen Temperaturen das Material geschwächt und die Klopfneigung erhöht. Da die kleine CRF keinen Klopfsensor hat, ist auch Klopfen eine mögliche Ursache. Da wird der Druck im Brennraum auch zu hoch.

    Gibt viele mögliche Ursachen dafür. Zu viel Öl denke ich beim Schadensbild aber eher nicht.

    Tante Edith sagt: doch, gibt doch noch einen Schadensmechanismus, der dazu passen würde. Bei zu hohem Ölstand gelangen Tröpfchen (und auch Schaum) ins Kurbelgehäuse und werden durch die Kurbelgehäuseentlüftung in den Ansaugtrakt befördert. Im Prinzip wird Ölnebel mit verbrannt, aber wenn es zu viel wird, bleibt das auch flüssig und kann zu Druckspitzen im Motor führen.
    Ist jetzt allerdings nicht die üblichste Ursache für so einen Kolbenringbruch

    Ist denn überhaupt schon entschieden, dass du eine 300L kaufst? Diskussionen über sinnvolles Zubehör sind glaube ich etwas früh, wenn noch die Frage im Raum steht, ob es eine Suzi, KTM oder Honda wird :)

    Insgesamt machst du mit der 300L für deinen Einsatzzweck nix verkehrt. Sinnvolles Zubehör kann man drüber reden, aber jeder hat da eigene Erfahrungen und kauft sich deshalb eigenes Zubehör. Mir war der Unterfahrschutz wichtig, weil ich bei meiner ersten 300L keinen guten hatte und deshalb den Rahmen eingedellt habe. Stabiler Magura-Lenker war mir wichtig, weil ich bei der 250er schon mehrmals den originalen Lenker tauschen musste, weil der selbst bei Niedriggeschwindigkeit-Stürzen schnell verbiegt.
    Fahrwerk bin ich viele Jahre (5 Jahre 250L und danach 3 Jahre mit 300L) auch Serienfahrwerk gefahren und war zufrieden. Selbst eine wirklich harte Offroad Tour in Ligurien ging. Ein paar Eindrücke siehe hier
    https://forum.crf-fahrer.info/viewtopic.php?…start=30#p18506
    Das neue jetzt ist aber doch merklich "erwachsener" und das Motorrad durch die gestiegene Bodenfreiheit auch deutlich besser für sowas geeignet.

    Kauf sie dir erstmal, fahre ein paar Runden und danach reden wir über sinnvolles Zubehör.

    Vorsatz beim Unfall, nicht bei der Modifikation. Die Modifikation müsste immernoch Unfallursächlich sein, damit die Versicherung überhaupt irgendeine Regressforderung aufstellen könnte. Ein an sich zulässiger Reifen kann nicht Unfall ursächlich sein. Und selbst, wenn er es doch könnte (was er nicht kann!) würde "Vorsatz" in dem Kontext bedeuten, dass du den Reifen aufgezogen hast, UM den Unfall zu haben. Und das müsste die Versicherung gerichtsfest nachweisen.

    Das ist einfach totaler Blödsinn. Es ist selbst mit viel Phantasie kein Fall konstruierbar, in dem du für die Verwendung eines an sich zugelassenen Reifens, den du nur nicht eingetragen hast, dein Leben lang für irgendwas zahlen musst. Es sei denn du musst die paar Hundert Euro für die Begutachtung nach einer Kontrolle über Jahrzehnte abstottern, aber davon gehe ich jetzt mal nicht aus.

    da sind meine Erfahrungen ganz anders. Bei Versand mit DHL Express (wimre 4 mal in den letzten 8 Jahren) kam immer einfach nur eine Rechnung, die ich online begleichen musste und danach wurde das Paket einfach zugestellt. Mit Thailand Post (insgesamt 2 mal) musste ich selbst alle Zollformalitäten erledigen (also vorher raussuchen, was eigentlich die korrekten Zollkategorien sind, Anträge stellen und Dokumente ausfüllen etc) und anschließend selbst persönlich zum Zollamt hin. Das war für mich mit erheblich mehr Arbeit verbunden (hatte mich vertan...waren doch nur ca. 2h).
    Bikerzbits hat schon seit ich dort bestelle immer nur mit DHL Express versendet, nicht mit dem "normalen" DHL. Allerdings geschah die finale Zustellung ich glaube 2 mal mit dem DHL Fahrer. Wie auch Briefpost bei mir hier inzwischen mit dem DHL Fahrer kommt. Ich denke, die haben selbst entdeckt, dass es keinen Sinn macht, 3 verschiedene Fahrer an die selben Ziele zu schicken...

    Ja, DHL ist seit ein paar Jahren nicht mehr günstiger komischerweise. Thailand Post geht auch, allerdings musste ich da schon 1 mal selbst zum Zoll hin und die Zollerklärung machen. Die insgesamt ~4h Lebenszeit (ca 1h für hin und zurück fahren und ca 3h vorab an Rechner und Telefon) gibt einem keiner zurück.

    Ich würde jetzt bei den vorgeschlagenen Preisen glaube ich Thai air mail nehmen. Oder DHL express, wenn es dir persönlich den Aufpreis wert ist, wenn du danach nicht selbst zum Zoll musst

    Laut deren Website nicht. Dort gibt es unter Honda nur die AT, TA, NC und den X-ADV Roller.
    bei Touratech steht ABE in Vorbereitung (für ein Moped, das seit 4 Jahren auf dem Markt ist...), die hydraulische Vorspannung wird dort gar nicht erwähnt und für vorne haben sie nur ein 950€ Cartridge Kit im Angebot, für das man üblicherweise Spezialwerkzeug und tiefer gehendes Wissen benötigt.

    Tante Edith sagt: sie haben doch nur die Website stümperhaft gemacht. Über die Filterfunktion findet man die 300L nicht, nur mit durchklicken. Kann man aber nicht direkt bei ihnen bestellen, sondern nur durch ihre Händler.
    https://tractivesuspension.com/product-catego…021-2025-honda/

    Klingt für mich aktuell nicht übermäßig spannend

    Total falscher Mythos, der sich leider wie ein Roter Faden quer durch alle Foren zieht.

    Die Haftpflicht-Versicherung muss den Schaden vollständig bezahlen. Das einzige, was sie tun kann, ist, dich in Regress zu nehmen. Aber maximal bis 5.000€ und außerdem müsste die Modifikation dafür unfallursächlich sein. Ein an sich zugelassener Reifen, der nur nicht eingetragen wurde, kann schwerlich unfallursächlich sein.

    https://www.allianzdirect.de/kfz-versicheru…0ausgeschlossen.

    Insofern ist das schlimmste, was du zu befürchten hast, eine vorübergehende Stilllegung und Nachweis der "Reparatur" oder Abnahme. Wobei ich der Meinung bin, dass sie das nur dann machen würden, wenn entweder das Fernsehen bei der Kontrolle dabei ist, oder sie dir eigentlich etwas viel schwerwiegenderes Vorwerfen möchten, was sie dir aber nicht Nachweisen können. Und das alles auch nur dann, wenn das tatsächlich jemand bemerkt.

    Das Problem mit den Reifen hast du auch mit dem Vorgängermodell. Mein Prüfer bei der Dekra hat mir allerdings Ende 24 noch eine geänderte Reifengröße vorne und hinten an meiner 23er 300L eingetragen. Ohne Reifenbindung.
    Hier nachzulesen
    https://forum.crf-fahrer.info/viewtopic.php?…tart=130#p26635
    Augenscheinlich get es also noch, wenn man an einen willigen Prüfer gerät.
    Davon abgesehen würde ich mir bei einem Offroad Töff da weniger Sorgen machen. Ich bin vor der Eintragung meine 1,5 Jahre mit den anderen Reifen ohne Eintragung gefahren. Wenngleich in der Zeit wenige km gemacht wurden. Bei der 250L bin ich glaube 4 Jahre mit den anderen Reifen ohne Eintragung gefahren. Hat selbst bei der HU nie jemanden interessiert.

    Die Reifenfrage wurde im Allgemeine Reifendiskussion Fred schon unzählige Male gestellt und beantwortet. In kurz: es gibt keinen Reifen, der beides super kann. Je besser er für "hartes" Gelände (Sand, Matsch) geeignet ist, desto schlechter ist er für die Straße. Wo genau du den Kompromiss setzt, musst du selbst entscheiden.

    Handschützer habe ich einen der beiden genannten Acerbis montiert. Weiß allerdings nicht, welchen. Und ich habe nur den Alubügel montiert. Plastik habe ich weg gelassen, damit mehr Kühlluft an die Hände kommt :)

    Bashplate ticke ich etwas anders, als die meisten hier. Für mich muss sie aus Alu und möglichst ausladend, außerdem an der Unterseite glatt sein. Deshalb habe ich diese hier
    https://bikerzbits.com/honda-crf300l-…ate-243632.html
    Kühlerschutz glaube ich nicht, dass das viel bringt. Ein Kühlerschutz soll im Normalfall die Lamellen vor Einschlägen durch aufgeworfene Steine schützen, nicht den Kühler selbst bei einem Sturz stabilisieren. Und bei manchen Motorrädern gab es mit Kühlerschutz in gewissen klimatischen Bedingungen thermische Probleme. Von der 250L/300L habe ich das allerdings noch nicht gelesen, habe da aber deswegen Vorbehalte gegen. Nutzen hat man eigentlich nur, wenn das Hinterrad des Vordermanns einem Steine entgegen wirft. Da ich selten einen Vordermann habe, hilft mir der nicht.

    Sturzbügel hatten wir auch erst vor kurzem die Diskussion. Ich glaube, dass das nicht viel bringt. Die meisten sind nur kleine "Ohren", die da unten am Rahmen angeschraubt werden. Da die 250L/300L aber mit einer guten Bashplate eh nicht auf den Kupplungs-/Limadeckel fällt, haben die keine weitere Funktion. Ein Bügel, der die Technik hinter den Seitenverkleidungen (Kühler, Elektronik) schützt, wäre viel zu ausladend für ein so schmales Motorrad.

    Ich habe noch einen stabileren Lenker verbaut. Einen konischen mit 28,6mm Aufnahme. Der originale Lenker aus dem berühmten Honda Wachsstahl verbiegt sich ja beim schräg angucken schon.
    Ansonsten würde ich für längere Strecken im Sitzen noch ein Upgrade der Sitzbank empfehlen. Seat Concepts hat eine gute Bank im Angebot, wenn auch nicht ganz günstig. Rahmenschutz kann man auch noch machen, damit die Stiefel nicht den Rahmen anreiben. Und einen Bergegurt vorne, damit man das Mopped aus einer prekären Situation wieder raus ziehen kann. Außerdem tausche ich die Spiegel immer gegen die günstigsten klappbaren, die ich bei ebay finden kann. Davon kaufe ich auch immer gleich 4 Stück. Die gehen halt trotzdem immer mal wieder kaputt und zählen deshalb einfach als Verbrauchsmaterial.

    Nicht direkt mit Euro 5 aber für PKW gab es eine neue Cybersecurity Richtlinie, die seit spätestens 07.07.24 für alle ab dann neu zugelassenen Fahrzeuge gilt und durch diese erfüllt werden muss. Die sorgt dafür, dass sowas wie die ECU "verschlossen" ist. Bisher ist afaik noch niemandem gelungen, irgendwie auf diese Steuergeräte zuzugreifen.

    Stichworte für Google UNECE R155 und R156
    Gilt scheinbar auch für Motorräder
    https://unece.org/artificial-int…motorcycles-and
    Das würde Dann allerdings nicht nur für die 25er gelten, sondern mindestens auch für 2024er ab Juli. Eventuell auch früher. Der 07.07. war ein "spätestens ab" Datum. Hersteller konnten das auch vorher schon implementieren

    Meine Unfälle auf der Straße waren beide rechts (einmal Ausfahrt aus einem Kreisverkehr und einmal Rollsplit in einer Rechtskurve). Wobei ich links aufsteige (gibt es IRGENDjemanden, der von rechts aufsteigt?) und in Linkskurven bin ich sicherer. Das ist aber glaube ich mit dem Rechtsverkehr begründet, in dem wir hier aufwachsen.
    Im Gelände habe ich da keine "favorisierte" Seite. Da falle ich da hin, wo die aktuelle Fahrsituation mich hin wirft. Meist Hügelabwärts.

    Ich hab das ja ausgiebig begründet. Eigentlich kann ich es mir auch nicht vorstellen, aber genauso kann ich mir nicht vorstellen, dass sie bei der ABE "bescheißen"
    Das ergibt für mich halt alles keinen richtigen Sinn.

    Wilbers hat 2 ABE für das Typ 640 / 641 / 642 / 643

    https://www.wilbers.de/downloads/abes…st-du-hier.html

    Eine für Mittelnummer 1 bis 1051 und eine für 1052 aufwärts.
    In der Variante bis 1051 steht dieser Passus

    Und bei jedem Modell steht mit dabei, welche Längen und Federraten bei diesem Modell zulässig sind.

    In dieser ABE steht aber die CRF300L nicht mit drin. Die würde Januar 2012 Das letzte Mal aktualisiert.
    Die CRF250L und 300L stehen in der 1052 aufwärts. Und dort ist in der ganzen ABE kein Wort von unterschiedlichen Federraten oder ähnlichem. Zum Thema Federrate steht dort nur

    Für die CRF300L gibt es 4 Varianten

    Die sich jedoch nur auf die Höhe beziehen. -00 ist Standard, -01 ist 20mm höher, -02 ist 30mm tiefer und -03 ist 60mm tiefer (sieht man, wenn man sich die verschiedenen Varianten in den Warenkorb legt).
    Tatsächlich fällt mir dabei auf, dass die Wilbers Gabelfedern nur mit Tieferlegung Bestandteil der ABE sind, mit Tieferlegung sind sie sogar Pflicht.

    Also entweder sie wussten mal, wie man das angeben muss und haben es 2012 vergessen. Oder die Regularien für Federbein sind 2012 auf einmal Lascher geworden. Oder sie verbauen seitdem nur noch eine Federrate,die deshalb nicht gekennzeichnet werden muss

    Heidenau Serienschläuche.

    Worauf ich aber hinweisen will: die Heavy Duty Schläuche haben genau EINEN Einsatzzweck. Motocross, wo mit sehr niedrigen Luftdrücken gefahren wird. Die HD Schläuche halten durch die mechanische Stärke ein verrutschen von Reifen und Schlauch (kann bei sehr niedrigen Luftdrücken und hohen Drehmomenten am Rad passieren) etwas länger aus, bevor das Ventil abreißt. Wenn du mit Luftdrücken über 1 bar fährst, haben die Schläuche keine Vorteile, aber mehrere Nachteile:
    höhere Kosten, schwierigere Montage und Probleme mit der Reifentemperatur bei Geschwindigkeiten über 80 auf Asphalt. Das könnte im Worst case bei hohen Autobahngeschwindigkeiten und hohen Umgebungstemperaturen sogar zu einem Reifenplatzer führen.

    Gegen einen Platten beim überfahren von Spitzen Gegenständen helfen diese Schläuche überhaupt nicht. Wenn der Gegenstand lang und Spitz genug ist, um durch mehr als 1cm harten, dicken Reifengummi (mit Karkasse!) durch zu kommen, dann halten ihn die 1-2mm zusätzlicher weicher Schlauchgummi auch nicht mehr auf.

    Wenn du nicht ständig Motocross mit Luftdrücken von ~0,8 bar fährst, bitte keine sog. Heavy Duty Schläuche verwenden.

    Dann versuche ich mich auch mal an einer Antwort.
    Vorab: es gibt nicht nur Wilbers. Wilbers stellt so ziemlich die teuersten Federungskomponenten am Markt her und nach meiner (reinen Online-) Recherche haben die Federungskomponenten nicht im Ansatz die Anpassungen, die deren Marketingtexte versprechen bzw. implizieren. Warum ich das glaube: mein Öhlins Federbein hat in seiner ABE 14 verschiedene Federkennungen eingetragen. Obwohl man bei Online-Bestellung direkt bei Öhlins keinerlei Auswahlmöglichkeiten hat, sind also ganze 14 unterschiedliche Federn gemäß ABE für die Verwendung an meinem Motorrad zulässig. Diese Einstellmöglichkeit ist dann augenscheinlich für den Fachhandel gedacht. Ich kann mir zwar auch als Privatperson mithilfe der Federkennung selbst eine andere Feder kaufen, Öhlins bietet das aber wie gesagt nicht „ab Werk“ mit an. In der Wilbers ABE steht dagegen für das Federbein überhaupt nichts zu unterschiedlichen Federn und auch für die Gabel gibt es nur 2 unterschiedliche, die in der ABE aufgeführt sind. Also entweder verbaut Wilbers tatsächlich unterschiedliche Federn und Dämpfungskomponenten, beschriftet die aber nicht korrekt und führt sie entsprechend nicht individuell in der ABE auf (was so nicht zulässig wäre) ODER sie verbauen tatsächlich nur genau eine Sorte Feder und eine Sorte Dämpfung und sämtliche Einstellerei bezieht sich nur auf die sowieso am Federbein vorhandenen Einstellmöglichkeiten. Das ist natürlich trotzdem nicht verkehrt, wenn da jemand, der sich auskennt, die Voreinstellung für den unbedarften Kunden vornimmt. Sie implizieren aber, dass die bei ihnen gekauften Komponenten mechanisch auf dich angepasst wären und das glaube ich ihnen aus o.g. Gründen nicht.
    Ich habe hier
    https://forum.crf-fahrer.info/viewtopic.php?f=11&t=2165
    erst vor kurzem einen Marktüberblick geschrieben. Da kannst du dich zu Alternativen informieren.

    Zu deinen Fragen:
    1. Sitzhöhe
    Je nach deinem Gewicht und deiner Beladung ist das ein wenig Unterschiedlich, aber die meisten kleinen CRFs sind im „Rider Sag“ (also mit Fahrer und üblichem Gepäck beladen) schon bei 40-50% des Federwegs (der beträgt 260mm). D.h. im normalen Fahrzustand bist du schon 10-13cm tiefer, als voll ausgefedert. Ein korrekt eingestelltes Federbein soll üblicherweise 10-15% rider sag haben. Das wären nur zwischen 2,5 und 4cm ggü. voll ausgefedert. Wie viel genau höher das wird, hängt davon ab, wie weit dein Motorrad mit Serienfahrwerk unter regulärer Belastung schon „einknickt“, aber wenn du (unabhängig vom Hersteller) ein korrekt eingestelltes Fahrwerk verbaust (also mit für deine Beladung passender Federrate und Vorspannung), kommst du schon 5-10cm höher. Da führt kein Weg dran vorbei.
    Ich komme mit meinen 1,75m bei 90kg ohne Kleidung sehr gut mit dem Öhlins klar, ich habe mich aber schon früh in meinem Motorradleben an mehr Bodenfreiheit und damit weniger Bodenkontakt gewöhnt. Ich kann selbst auf meiner Tourenmaschine (CRF1000L) die Beine in der Fahrt baumeln lassen und genieße das sehr. Im Autobahn-Stau zum Beispiel ist das ungemein entspannend für die Beine. Wenn du die Bodenfreiheit zum Motorrad häufig benötigst (wie ich auch), wäre vermutlich eine Gewöhnung an ein höheres Mopped sinnvoller als eine Tieferlegung.
    Falls doch Tieferlegung noch ein dickes Achtung: du musst dafür ggf. den Seitenständer kürzen. In der Wilbers ABE steht das ausdrücklich mit drin, dass man bei Tieferlegung den Hinweis in der Montageanleitung beachten und ggf. den Seitenständer kürzen muss.
    Eventuell solltest du erstmal ein verbautes Fahrwerk bei jemand anderem ausprobieren? Ich könnte eine Waldrunde nördlich von Berlin anbieten, habe aber eine 300L (keine Rally). Bin mir nicht sicher, ob die höher/niedriger/gleich einer Rally ist. Ich hätte allerdings auch noch eine 250L mit Serienfahrwerk zum Vergleich hier :)

    2. welches Federbein
    Wie gehabt: es gibt nicht nur Wilbers. Aber: Wilbers trägt den gedachten Einsatzzweck ja schon im Namen: „competition“. Das Federbein richtet sich eher an den sportlich ambitionierten Fahrer, der mit wenig bis kein Gepäck Enduro oder Motocross fährt. Und bei diesem Einsatzspektrum verstellst du die Vorspannung so gut wie gar nicht, da sich dein Gewicht und dein Gepäck ja kaum verändern. Du verstellst eher die Dämpfungscharakteristik, um sie an die jeweilige Strecke anzupassen. Daher kann man das sehr feingliedrig einstellen (Druckstufe High speed, Druckstufe low Speed, Zugstufe und Vorspannung). Diese umfangreiche Einstellbarkeit kann sich aber auch negativ auswirken, falls du wenig Ahnung von und Erfahrung mit der Einstellung von Fahrwerken hast. Wenn du ein bestimmtes Fahrverhalten verändern willst, musst du dafür auch an der „richtigen“ Schraube drehen und dafür muss man erstmal verstehen, welche Schraube eigentlich für die gewünschte Einstellung die richtige ist. Falls du eher überschaubare Erfahrung damit hast und vor allem auf Touren mit Gepäck fahren willst würde ich dir eher das günstigere empfehlen. Die zusätzliche Einstellmöglichkeit bringt nichts, wenn man damit nicht umgehen kann.

    3. Voreinstellung
    Wie oben geschrieben glaube ich, dass du mit den Angaben bei Wilbers keine mechanischen Änderungen an den Federungskomponenten bewirkst, sondern du bekommst m.E. einfach nur die Voreinstellung in Clicks für deinen Einsatzzweck. Da ist prinzipiell nichts gegen einzuwenden, heißt aber auch, dass du nachträglich immernoch alles selbst nach deinen Wünschen anpassen könntest, weil es das Federbein nur in genau einer Version gibt. Du kannst denen ja deinen Einsatzzweck genau beschreiben (Touren mit hohem Offroad-Anteil und x kg Gepäck, wobei die Asphaltanteile nur Verbindungsetappen sind und die Performance off-road für dich zählt).

    Ich persönlich würde dir allerdings zu einem anderen Hersteller raten. Das Wilbers 640 road kostet 700+€ und ist nur in der Zugstufe und Vorspannung mit Hakenschlüssel einstellbar. Von TFX bekommst du das Traveler für 620€ (das dann farblich schon eher der Nightline von Wilbers entspricht) und da kannst du mit einer Einstellschraube Zug- und Druckstufe simultan verstellen. Das ergibt für den wenig erfahrenen Fahrer Sinn, weil man dann einfach nur das ganze Fahrwerk „weicher“ oder „härter“ macht. Für 80€ weniger (bzw. 140€ weniger ggü. der Nightline) bekommst du bei TFX ggü Wilbers die zusätzliche Einstellmöglichkeit (Druckstufe, wenn auch nicht separat von der Zugstufe).
    https://tfxsuspension.com/product/the-traveler-140mslf/
    TFX hat auch einen hydraulischen preload adjuster im Angebot für 320€.
    https://tfxsuspension.com/product/preload-adjuster-143/
    Wenn dir der wichtig ist, weil du mit häufig wechselnder Beladung fährst, landest du dann also bei 940€ ggü. 1060€ bei Wilbers. Wilbers hätte dann allerdings auch nur eine einfachere mechanische Vorspannungsverstellung (mit Steckschlüssel), statt bei TFX hydraulisch (mit Handknubbel). Du musst also beim Wilbers auch immer das dazu gehörige Werkzeug dabei haben.
    Nachteil bei TFX ist, dass du selbst eine Montagemöglichkeit für die Vorspannungsverstellung finden musst. Die liefern da meines Wissens keinen Halter mit. Und die Situation mit der ABE ist ein bisschen komisch. Tobi hat die entsprechenden Seiten seiner ABE hier hochgeladen
    https://forum.crf-fahrer.info/viewtopic.php?f=11&t=2165#p29167
    dort ist allerdings nur die CRF250L (MD38 und MD44) aufgeführt. Keine 250L Rally und auch nichts von der 300er. Da müsstest du vielleicht nochmal beim Hersteller oder dem deutschen Händler (3ppp.de) nachfragen, ob die auch eine ABE für die CRF300L bzw. Rally haben.

    Ansonsten kann ich persönlich auch Öhlins sehr empfehlen. Die sind allerdings nicht gerade günstig und die gibt es nur in einer Farbvariante (Silber-Gelb/Gold), die haben aber einen erstklassigen deutschsprachigen Service und alles ist fertig zum Einbau (mit Montage-Bracket für den externen Behälter). Bieten allerdings auch keine andere Verstellung für das Federbein, als den Hakenschlüssel. Du kannst dich aber unabhängig von einer möglichen Kaufabsicht in der Bedienungs- und Montageanleitung mal zu Fahrwerken belesen. In der Montageanleitung ist mit Bildern gut erklärt, wie man was einbaut und in der Bedienungsanleitung sind Grundlagen zur Federung erklärt. Was sind Federvorspannung, Zug- und Druckstufe eigentlich, wie funktioniert so ein Federbein im inneren und welche Einstellschritte sollte man machen, wenn man ein bestimmtes Fahrverhalten hat und dagegen etwas tun möchte. Beide Dokumente sind hier frei zum Download verfügbar
    https://www.ohlins.eu/de/products/motorcycle/ho-213--7393/

    Und aus persönlicher Erfahrung: Da es bei mir ein Problem mit der Lieferung gab, habe ich zunächst nur das Öhlins Federbein verbaut, bevor ich dann auch endlich die Gabelfedern eingebaut habe. Das Fahrverhalten mit dem originalen Fahrwerk vorne und hinten ist sehr „weich“ und irgendwie undefiniert, aber in sich harmonisch. Mit Öhlins vorne und hinten ist es eher härter, „Erwachsener“ und auch in sich harmonisch. Nur Öhlins Federbein mit originaler Gabel fand ich extrem unharmonisch. Die Front ist dann ganz weich und undefiniert hin und her gewobbelt und das Heck hat eher straff die Unebenheiten weg gebügelt. Das hat überhaupt nicht zusammen gepasst und fuhr sich ganz komisch.
    Also wenn du ein anderes Federbein einbaust, solltest du auch etwas an der Gabel machen. Andere Feder und anderes Öl genügen da meines Erachtens schon für, um das wieder passend zu bekommen. Auch hier wieder hat Öhlins die Luxus-Version: teuer, aber dafür liegen 3 verschiedene Federn bei, sodass du auch ausprobieren kannst, welche für dich am besten passt. Für mich hat aber die mittlere Feder (8,5N/mm) sehr gut gepasst, insofern genügt eine einzelne Feder von einem anderen Hersteller vermutlich auch.
    Beim Gabelöl ist auch noch Vorsicht geboten: die Gabelöl-Angaben sind nicht anständig genormt. Wilbers verkauft SAE5 Öl, das von der Viskosität her eher einem SAE15 Öl von anderen Herstellern entspricht. Wenn du also eine Feder einbaust, solltest du entweder genau das empfohlene Öl von genau dem empfohlenen Hersteller nehmen, oder dich vorab über die kinematische Viskosität informieren und dann ein zur Empfehlung passendes Öl nehmen. Die Angaben sind leider wirklich dramatisch unterschiedlich und das würde sich dann auch in einem ganz anderen Fahrverhalten bemerkbar machen.

    Hyperpro ist auch noch eine Möglichkeit. Noch günstiger als TFX (550€ für ein mit Wilbers 640 vergleichbares Federbein), optional auch mit hydraulischer Federvorspannungsverstellung (260€ mehr) zu bekommen. Aber ich hab meinen Marktüberblick ja oben verlinkt