Lenkkopflager defekt CRF 300 L

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  • So, nun hat es auch mein Lenkkopflager an der CRF 300 L zerbröselt: hat nach 2.300 km eine ordentliche Rastung gezeigt, sodass ich irgendwie eckig durch Kurven gefahren bin. :roll:

    LKL wurde jetzt beim Händler auf Garantie getauscht. Maschine ist Baujahr 2023 und hat wie gesagt nur 2.300km gelaufen. Davon aber ca. 1500 km auf Endurostrecke und Pisten beim Endurowandern, auch mal mit kleinen Sprüngen.

    Ich hoffe, dass das neue LKL jetzt länger hält. Insbesonders weil ich ja meine CRF 250er Rally verkauft habe und die Kleine jetzt für den Alltag und die Touren herhalten muss! Im April geht's erstmal in die Vogesen und auf den TET Frankreich...

    Two beers or not two beers?!? 8-)

  • Wahrscheinlich war das alte Lager falsch eingestellt und eventuell noch trocken. 2300km ist ein Witz und das muss viel länger halten. Das Lager ordentlich fetten und vorallem richtig einstellen und nicht mit dem Drehmomentschlüssel - das ist völliger Quatsch.

  • Ich hab den Austausch in der Werkstatt machen lassen, daher weiß ich nicht wie das alte Lager aussah. Wurde ja auf Garantie getauscht. Es gab ja schon mehrere Defekte in dieser Richtung bei den Originallagern.

    Schauen wir mal ob es jetzt hält! Meiner Werkstatt vertraue ich dahingehend aber absolut!

    Two beers or not two beers?!? 8-)


  • Es gab ja schon mehrere Defekte in dieser Richtung bei den Originallagern.

    Ich denke das liegt daran, dass die Werkstätten das heutzutage alle schnell und bequem mit dem Drehmomentschlüssel machen, wenn die Mopeds neu in den Laden kommen.

  • Hi!
    Weiß jemand, ob eher ein zu hohes Anzugsmoment oder die "Schläge" beim Fahren eine Rasterung erzeugen?
    Ich persönlichen kenne es nur bei hohen Laufleistungen. Das angegebene Drehmoment habe ich nicht anwenden können, weil es mir widerstrebte.
    Ich habe die Lager bei 30000 km gereinigt und gefettet. War wegen Schwergängigkeit dringend nötig (CRF 250 Rally). Das untere Lager hat keinen Schutzring gegen Feuchtigkeits- oder Schmutzeintritt.

    Bei der Laufleistung von nur 2300 km liegt ja wohl eher ein Montage- oder Materialfehler vor!?!

    Gruß
    Tom

  • Bei meiner Maschine war das Lager eindeutig zu stark vorgespannt. Das musste kaputt gehen. Die Montageanleitung mit einer Drehmomentvorgabe ist schlichtweg falsch. Man muss dabei noch berücksichtigen, dass zwischen Mutter und Kontermutter noch die obere Gabelbrücke eingespannt werden muss. Nach einigen vorsichtigen Versuchen konnte ich die Lagerung mit geringem Spiel einstellen und die Muttern kontern. Dann habe ich mit einem passenden Hakenschlüssel die untere Mutter stückchenweise (jeweils ca. 1/8 Umdrehung)festgezogen und die Kontermutter jedes mal nachgezogen. Das alles, bis die Lagerung spielfrei war. Seit etwas mehr als 20.000Km ist alles in Ordnung.

  • ich hatte bei meiner (300L) das Lager gleich nach dem Kauf (gebraucht ca. 115km) neu eingestellt, war ebenfalls deutlich zu straff.
    Wenn das nun auch noch trocken sein sollte, dann muss ich da nochmal bei!

    Kann das jemand bestätigen, das die in 2021 trocken eingebaut wurden?

    Gruß Michael

  • Unsere waren fast trocken 2 x 2021 - ungefähr so, wie ein neu gekauftes Lager aussieht. Die haben dann ja auch schon einmal minimal Fett gesehen. Also besser nochmal aufmachen und eine schöne Fettpackung reinmachen. Auch die Innenseite vom Steuerrohr war ganz trocken. Das habe ich dann auch gleich noch mit "imprägniert".

  • Das mache ich jetzt bei meiner 300er auch präventiv.
    Zum einen wegen dem evtl. zu hohem Drehmoment und zum anderen um durch eine ordentliche Fettportion Feuchtigkeits- und Schmutzeintritt zu verhindern/minimieren. Die Erfahrung mit der 250er sagt mir, besser entspannt zu Hause Vorsorgen, als in der Pampa improvisieren zu müssen. ;-)

    Gruß
    Tom

  • o.k. dann kommt das nun mit auf meine "ToDo" Liste, für die ich besser Endlospapier genommen hätte.
    CRF, CX, Käfer, Sprinter 2 Fahrräder und E-Scooter wollen gepflegt werden. Dazu noch die Fahrzeug von meiner Dame und die Hütte, da bleibt nicht mehr viel Zeit für Langeweile ;-)

  • https://cdn.skfmediahub.skf.com/api/public/090…view_medium.pdf

    Im Netz finden sich jede Menge solcher fachlichen Erklärungen. Viele namhafte Lagerhersteller haben solche Wissensseiten eingestellt. Schon Wahnsinn was bei einem so „einfachen“ Bauteil wie einem Lager alles für Einflüsse wirken und einen entscheidenden Einfluss auf Funktion und Lagerleben haben.
    Was ich so raus gelesen habe, brauchen im LKL verbaute Lager eine Vorspannung. Fehlt nur noch die Frage wieviel bzw wie messen und zum Schluss wie einstellen. Dummerweise hat das LKL eine Sonderstellung weil es ja keine Drehzahlen hat und größtenteils statisch belastet ist. Dafür spielt die Temperatur eine geringe Rolle.
    Ich für meinen Teil spann das Lager jedesmal mit sehr geringem Drehmoment vor. Handgelenkfest. Um die 5 Nm würd ich schätzen. Mehr Zeit investiere ich ins einfetten. Dass da so viel wie möglich Fett ins Lager kommt. Ob das alles richtig ist? Keine Ahnung. Hatte auch schon eins dass nach 10 tkm wieder ratterte. Andere hielten viel länger.
    Das LKL meiner crf hatte ich nach ca 6tkm aufgemacht und es hatte schon ein deutliches Tragbild und war furztrocken. Bissl nachgearbeitet und gefettet, Seitdem läufts. Nächsten Winter mal wieder öffnen, wenn’s so lang hält🙂. Vielleicht gibt’s ja noch fachmännischere Beiträge. Bin selber kein sooo genialer Schrauber und so manche Idee oder Schraubaktion geht schief😁

    Viele Grüße Manni

  • Ich mache das so:
    Vorderrad ausbauen. Die Zahnscheibe langsam anziehen bis (praktisch) kein Spiel mehr im Lager zu fühlen ist. Das ist i.d.R. gar nicht sehr fest. Ich habe dazu gar kein Spezialwerkzeug, sondern nehme einfach einen Schraubenzieher + Hämmerchen.
    Das Spiel erfühlt man am besten, indem man das obere Lager samt Steuerrohr und anschließend die untere Gabelbrücke samt unteres Steuerrohr mit einer Hand umfasst und mit der anderen Hand am unteren Ende der Standrohre rüttelt. Man nimmt dazu besser die Standrohre als die Tauchrohre, da sonst eventuelles Gleitbuchsenspiel das Gefühl verfälscht.
    Man muss darauf achten, dass beim Anziehen der oberen Brücke mit der Kontermutter nochmal zusätzlich Druck auf das Lager kommt. Eventuell kann es damit schon zu fest werden. Dazu also ruhig etwas Zeit nehmen. Fühlt man anschließend gar kein Spiel mehr und die Lenkung geht schön leicht ist das Lager erfolgreich eingestellt.
    Sollte das Lager ganz neu sein, empfiehlt es sich das Ganze nach ein paar Kilometer nochmals zu überprüfen. Eventuell setzt sich das Lager dann nochmal etwas und muss nachgezogen werden.

  • Hallo aus TH

    das einzige was so ein Kegelrollenlager umbringt
    ist Rost
    Das untere lager hat auch eine Dichtung
    erich

  • meine Erfahrung CRF300l 2021 nach 38.000km:

    bisher keinerlei Probleme, Claire wird auch selten gewaschen (I love :o dirtbike s) Hochdruckreiniger verwende ich nicht,

  • Habe vor kurzem mal ein Video gemacht, wie ich unsere Lenkkopflager Lager warte. Vielleicht interessiert es jemanden - ist allerdings in Englisch ;)

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