Supermoto (17") Umbau eintragen lassen

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  • Ein Hallo an alle!

    da ich aus der KTM Enduro/Supermoto Ecke komme, und es dort üblich ist seine Enduro auf 17" Supermoto Felgen umbauen zu können, Stelle ich mir bei meiner schicken Rally natürlich die Frage ob ähnliches geht.

    Deshalb die Frage an euch:
    Hat jemand schon Mal eine CRF250L/RA auf Supermoto umgebaut und die Felgen eintragen lassen?

    Mein Wissensstand derzeit:

    - Ich weiß das es technisch möglich ist, und es passende Felgen zu kaufen gibt
    - Ich weiß das der Umbau im Ausland "üblich" ist, dort gibt es aber auch keinen TÜV wie in D.
    - Die mit denen ich Kontakt hatte, die den Umbau in D.Land gemacht und gefahren haben, hatten die Änderungen NICHT eingetragen (kommt für mich nicht Infrage)
    - Ich habe bis jetzt kein Gutachten/ Keine Herstellerseite Freigabe finden können

    Mir ist klar das es die 250 M gibt/gab. Jedoch ist dieses Bike für mich keine Option, da ich 1. keine zwei Fahrzeuge brauche (weshalb ich meine CBR250R jetzt auch verkaufe) und 2. sie leider kein ABS hat.

    Bis gespannt auf euren Input

    Gruß
    250RA

    Wahnsinn statt Hubraum

    Einmal editiert, zuletzt von 250RA (14. November 2020 um 14:28)

  • Hi,

    ja ist möglich. Den Wunsch habe ich auch aber derzeit kein Budget dafür. Zumal ich noch eine große SM in der Garage stehen habe.
    Bei meinem Händler steht eine L die sie auf SM umgebaut haben.
    Ist aber noch die MD38 ohne ABS.
    Aber die Vorgehensweise ist die gleiche.

    Du brauchst die Naben, entweder neu oder von alten originalen Felgen, und lässt die in SM Felgen einspeichen.
    In diesem Fall sind es Sanremo Felgen und wurden hier eingespeicht.
    https://menze-fahrzeugteile.de/produkte/alufelgen/sanremo-felgen/

    Dann noch neue Bremsscheiben, wenn du keine alten nutzen kannst und den ABS Ring.

    Felgengrößen hatte ich mir mal fotografiert, die sind auch um einiges schicker als die originalen der M, die hat doch sehr schmale Felgen und Reifen.
    Bei diesem Umbau sind 120/70-R17 und 160/60-R17 montiert.

    Mit dem ganzen Umbau gehst du dann zum TÜV, zumindest bei mir in NRW, und lässt das eintragen. Dafür ist es halt wichtig felgen mit Kennzeichnung zu haben. Mit günstigen Felgen ohne irgendwelche Kennzeichnungen brauchst du da nicht aufkreuzen.

    Gruß

  • Danke für die Erklärung!

    Die Vorgehensweise ist mir jedoch völlig klar. Aber allein eine Nr. in der Felge reicht da nicht um sie eingetragen zu bekommen, da diese ersteinmal nichts aussagt das irgendeine Prüforganisation interessiert.
    Da braucht es dann schon ein entsprechendes Materialgutachten... Und selbst das sagt nur aus um welches Material es sich handelt.

    Mit einer Briefkopie und einem Materialgutachten jedoch ist so ein Umbau kein Problem. Deshalb ja der Thread hier.
    Da gäbe es bestimmt 1-2 andere außer mir die dafür gerne eine kleine Spende hinterlassen würden ;)

    Seitens Honda gibt es wohl keine zugängliche Unbedenklichkeitsbescheinigung.
    Das wäre natürlich das einfachste.

    Wahnsinn statt Hubraum

  • Damit kann ich dir nicht dienen, die stand wie gesagt nur bei meinem Händler.
    Mit einer Kopie eines anderen Fahrzeugschein wird es es aber bestimmt auch nicht getan sein oder hat das dein Prüfer so bestätigt?

    Die oben gezeigte Maschine ist definitiv so beim Prüfer abgenommen worden, ohne dass eine Kopie eines anderen Fahrzeugschein vorlag.
    Die Unterlagen des Felgenherstellers scheinen also gereicht zu haben. Die Bezugsquelle habe ich verlinkt.
    Die Maschine selbst ist hier zu finden.

    https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/hond…ent=app_android

    Evtl. kannst du ja hier nach einer Kopie fragen.
    Ich vermute aber, dass dein Prüfer dann auch auf die selben Felgen bestehen wird.

    Gruß

  • Danke für deine Bemühungen!

    Es gibt im Grunde folgende Wege so einen Umbau eintragen zu lassen:

    1. Freigabe vom Hersteller (Honda), inkl. der geforderten Rad Reifen Kombi und ggf Modifizierungen

    2. Felgen inkl. Gutachten zur Eintragung (Modellspezifisch)

    3. Felgen inkl. Materialgutachten und wohlgesonnen Prüfer

    4. Felgen inkl. Materialgutachten und eine Kopie des Scheins eines Baugleichen Fahrzeuges wo die Felgen eingetragen sind


    1. Und 2. Gibt es meines Wissens nach nicht
    3. Und 4. ist möglich und m. M. Nach im Moment der einzige Weg

    Wahnsinn statt Hubraum

  • Es gibt 2 ganz wichtige Punkte, die oftmals schwierig sind bei so einem Umbau: Tacho und ABS.

    Die Felgen kriegt man normalerweise hin, wenn man ein Gutachten vom Hersteller mitbringt, das den Felgen eine gewisse Tragfähigkeit bescheinigt.

    Aber bei ABS und Tacho ist die Ursache für die Problematik, dass sich der Abrollumfang der Reifen verändert.
    Die ABS Regelkurve wurde für 21/18 Zoll Räder erstellt. Mit geändertem Raddurchmesser kann das ABS also nicht mehr so funktionieren, wie es ursprünglich gedacht war. Eventuell funktioniert es immernoch, eventuell auch nicht. Auch die Abnahme kommt auf den Prüfer an. Vielleicht macht der einen einfachen Funktionstest und gibt dir das so frei. Vielleicht auch nicht.
    Und Tacho ist noch ein Problem, das man aber oftmals mit einem speed-o-healer beseitigt bekommt: durch die geänderten Raddurchmesser geht dein Tacho falsch.
    Außerdem musst du eigentlich eine neue Fahrgeräuschmessung machen, da sich durch die geänderten Reifendurchmesser auch das Geräuschverhalten nach Norm ändert.

    Es gibt gelegentlich auch Gutachter, die mit mangelhafter Doku bzw eigentlich nicht abnehmbaren Umbauten die Fahrzeuge dennoch abnehmen. Die riskieren damit zwar ihre Zulassung als Gutachter, aber gelegentlich findet man welche. Da solltest du aber nicht drauf bauen.

    Ich würde mit dem Vorhaben in allererster Instanz einmal zum Gutachter deines Vertrauens gehen. Die meisten freuen sich über solche Projekte, da haben sie mal etwas Abwechslung bei der Arbeit. Aber jeder verlangt halt andere Sachen dafür. Deshalb binde den gewünschten Gutachter von Anfang an mit ein, dann kann sowas erfolgreich werden. Der sagt dir dann detailliert, was er für Problemstellen sieht und mit ihm kannst du auch mögliche Lösungen dafür durchsprechen.
    Ich vermute aber, dass die Kosten für Teile, Gutachten und Eintragung den Restwert der Maschine übersteigen werden. Das sollte dir bewusst sein.

  • Danke für die Zeit die du dir genommen hast.

    In der Regel werden zum Glück keine neuen Fahrgeräuschmessungen verlangt. So zumindest meine Erfahrungen nach mehreren Umbauten.

    Was den Tacho anbetrifft würde wie von dir erwähnt ein Speedohealer herhalten.

    Bzgl. ABS kommt es auf das verbaute System an. Jedoch habe ich schon eine L Version mit ABS und Umbau gesehen. Je nachdem mit welchen Nachweisen der Tauglichkeit man beim Prüfer aufschlägt interessiert es diesen Recht wenig ob mit oder ohne ABS (bei meinen bisherigen Umbauten zumindest)

    Natürlich wurde alles vorher mit dem Prüfer durchgesprochen sein, damit umgeht man schon einmal von vorne herein den meisten Symptomen der akuten Unlust ;)

    Wahnsinn statt Hubraum

  • Bei der 250er weiss ich nicht ob das von Nöten ist, bei meiner 450er wurden zusätzlich zu der Bremsanlage (Brembo)
    320 mm Scheibe auch noch stärkere Gabelbrücken eingebaut. Hier in der Schweiz wurde die dann so vom Honda
    Händler vorgeführt und alle Einträge gemacht.

    Gruss aus der Schweiz

    Bruno

    [size=10]CRF 250L, CRF 450L SUMO, CRF 1000 L, Trimuph 1700 Thunderbird Storm[/size]

  • Ich glaube in der Schweiz sind individualumbauten generell schwieriger als hier in D. (Zulassungstechnisch)

    Eine größere Bremsscheibe vorne wird gut meistens auch gefordert, von einem Umbau der Gabelbrücke habe ich aus KTM Kreisen zumindest noch nie gehört, außer man hat einen 4Kolben Sattel oder baut auf diesen um. An dem schleifen dann nämlich gerne Mal die Speichen ;)

    Wahnsinn statt Hubraum

  • Noggi
    Wenn ich es auf dem Foto aus dem anderen Thread richtig gesehen habe, dann hast du eine 4 Kolben Bremse vorne. Das könnte dann der Grund für die andere Gabelbrücke sein.
    (Ich kann's nicht genau sagen, finde aber das es so aussieht als ob dein Bremssattel Felgenseitig abgeachliffen ist um Kontakt zu vermeiden)

    Wahnsinn statt Hubraum


  • Bei oben gezeigter Maschine wurde auch auf die Bremsscheibe der M/Rally umgebaut.
    Die ist ja schon größer als die der L.
    Demnach sollte die Baustelle bei der Rally nicht anfallen.

    Noggi: Wurde an deinem ABS denn was gemacht?

    [color=#FF0000]Honda-typisch gut präsentieren sich auch die Nissin-Bremsen (ohne ABS, vorne werkt eine 260mm-Scheibe, hinten eine 240er)ich habe kein ABS[/color]

    Gruß

    Gruss aus der Schweiz

    Bruno

    [size=10]CRF 250L, CRF 450L SUMO, CRF 1000 L, Trimuph 1700 Thunderbird Storm[/size]


  • Noggi
    Wenn ich es auf dem Foto aus dem anderen Thread richtig gesehen habe, dann hast du eine 4 Kolben Bremse vorne. Das könnte dann der Grund für die andere Gabelbrücke sein.
    (Ich kann's nicht genau sagen, finde aber das es so aussieht als ob dein Bremssattel Felgenseitig abgeachliffen ist um Kontakt zu vermeiden)

    [color=#FF0000]Habe ich mir noch gar nicht angeschaut, sieht wirklich so aus. Werde mir das mal genau anschauen und dann berichten ob das so ist.[/color]

    Gruss aus der Schweiz

    Bruno

    [size=10]CRF 250L, CRF 450L SUMO, CRF 1000 L, Trimuph 1700 Thunderbird Storm[/size]


  • Oh, ich dachte das wäre seit Euro4 Pflicht bei Motorrädern. :?:

    Da gibt es Ausnahmen für:

    ENDURO L3e-AxE

    a) Sitzhöhe ≥ 900 mm und
    b) Bodenfreiheit > 310 mm und
    c) Gesamtübersetzung im höchsten Gang (Primärübersetzung x Getriebeübersetzung im höchsten Gang x Endantriebsübersetzung) ≥ 6,0 und
    d) Masse in fahrbereitem Zustand zuzüglich der Masse der Antriebsbatterie im Falle eines Elektroantriebs oder eines Hybrid-Elektroantriebs ≤ 140 kg und
    e) kein Beifahrersitz

    Trial L3e-AxT

    a) Sitzhöhe >= 700 mm
    b) Bodenfreiheit >=280 mm
    c) Masse fahrbereit <= 100 kg
    d) kein Beifahrersitz

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