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  • Ich habe heute mein neues Kettenkit verbaut und habe auch ein neues Sicherungsblech mitbestellen. Das ist tatsächlich etwas dicker gewesen und das Spiel ich dadurch extrem viel weniger. Eventuell wird es mit einiger Fahrzeit wieder mehr, mal sehen.

    Zu der Kettenspannung. Ich habe hyper pro verbaut und die machen von "Werk" für die Crf 250 eine Vorsprannung von 4 mm. Da hatte ich mit meinen 85 kg schon 115mm eingefedert. Jetzt habe ich 5mm dazu geschraubt und bin immer noch bei 100. Soll ist so um die 75 wenn man die 30% anpeilt. Also muss ich locker noch mal 5mm zuschrauben. Hat jemand mal gemessen was er zugeschraubt hat?

    Und dadurch steht sie jetzt am Seitenständer komplett ausgestreckt hinten. Kettenspiel kann man so garnicht mehr Messen. Ist dann viel zu stramm.

  • Noch was zum Thema:

    Bei den großen CRF gibt es das Thema ja auch seit 40 Jahren und immer noch:

    https://trueadventure.de/forum/thread/4…%B6r/?pageNo=13

    Ab Post #126 kommen gute Überlegungen.

    Härte JT Ritzel #143


    Härte Originalritzel #159


    Die Ritzel sind also ungefähr gleich hart.
    Das würde den immer wiederkehrenden Mythos von "zu harten Zubehörritzeln" entkräften.
    Auch gibt es "gefühlt" genauso viele Fälle, bei welchen Leute immer mit Originalritzeln oder immer mit Zubehörritzeln gefahren sind.
    Die Passgenauigkeit des JT-Ritzels, zumindest bei der CRF300L, ist der des Originalritzels jedenfalls überlegen.

    Post #296:
    Hondapapst XY:
    "Aus seiner Sicht hat es 2 sich ergänzende Ursachen. Zum einen nimmt er, um dem Vorzubeugen, bei jedem Werkstattbesuch das Ritzel runter und schmiert die Passung. Bei welchen, die das Ritzel trocken montiert hatten und zum ersten Mal bei ihm im Service sind, stellt er immer starken Passrost fest, was einen korrodiven Abtrag und ein Abschleifen durch die Partikel verursacht. Dieser Effekt verstärkt sich aus seiner Sicht noch bei zu strammer Kette, da die Welle durch den Kettenzug nach hinten gezogen und somit "gebogen" wird. Somit taumelt die Welle aus Sicht der Wellenachse, weil unabhängig der Wellenposition diese immer nach hinten gezogen wird. Das Ritzel, welches leichtes Spiel aufweisst (jedes Ritzel weisst Spiel auf, ist ja keine Presspassung) wird von der Kette ebenfalls nach hinten gezogen und dabei versucht die Kette das Ritzel immer in gerader Linie zu ziehen, was in Relation zur taumelden Welle ein leichtes hin- und herwalken bewirkt und somit mindestens bei trockener Passung zu Verschleiss führt.

    Er setzt nach Möglichkeit immer Honda-OEM-Ritzel ein, greift aber bei Modellen wo das Original nicht (mehr) verfügbar ist, gerne auf JT zurück und hat damit keine negativen Erfahrungen gemacht."

    ---

    Aus meiner Sicht hat man jetzt 2 Optionen:
    1) Möglichst spielfreies Ritzel verbauen, Relativbewegung eliminieren, Verzahnung mit GN Plus Paste schmieren und Ketteneinstellung penibel beachten.

    oder

    2) Anstatt GN Plus Paste:
    Loctite 648 bei intakter Welle
    (Spaltüberbrückung bis 0,15mm)
    https://www.henkel-adhesives.com/de/de/produkt/…ctite_6480.html

    Loctite 638 bei leicht beschädigter Welle
    (Spaltüberbrückung 0,15-0,25mm)
    https://www.henkel-adhesives.com/de/de/produkt/…ctite_6380.html

    Loctite 660 bei stärker beschädigter Welle
    (Spaltüberbrücklung 0,25-0,5mm)
    https://www.henkel-adhesives.com/de/de/produkt/…ctite_6600.html

    oder

    3) wie (2), nur mit Stahleinlagen dazwischen (falls gar nichts mehr geht)


    Was meint ihr?
    Schmieren (1) oder kleben (2)?

    ---

    Als "tip top Lösung" in den Kreisen der größeren CRF gilt das "KK bikes Superpinion", oder user "Stefter" aus Frankreich (https://www.atoc-moto.com/forumm/), welcher Spezialritzel hat anfertigen lassen.

    Siehe auch hier:
    https://www.xrv.org.uk/threads/worn-o…asy-fix.143897/


    ---


    Jo, hast natürlich völlig recht was deine Argumente für spielfrei angeht. War gestern Abend eine übereilte Schlussfolgerung. Ich denke ich werde auch auf JT Ritzel wechseln, und entsprechendes Schmiermittel verwenden. Und den Schräglauf sollte die Kette besser ausgleichen können.
    „meine“ Überlegung war natürlich genau auf das KK Ritzel bezogen und wie man es mit einfachen Mitten nachbauen könnte.
    Wie präzise das würde sei mal dahingestellt, aber wenn liessen sich die Ritzel natürlich am besten bei noch verschleissfreier Welle ausrichten.
    Wenn du mit denen in Kontakt stehst und es nix gibt könntest du ja trotzdem einfach mal fragen ab welcher Stückzahl sie sich eine bezahlbare Kleinserie vorstellen könnten?
    Werde zunächst das Mögliche machen und hoffen, dass sich der Verschleiß wie bei dir in Grenzen hält!

    Man könnte auch 2 Ritzel passend abdrehen und miteinander verschweißen, um die Tragfläche weiter zu vergrößern,
    Sicherung nach "Stefter" wird wohl nicht gehen, da dafür die Welle zu schmal ist, so meine ich.
    Ritzel verschweißen geht ganz gut, zumindest hatte ich das mal für eine MZ gemacht...
    Ausrichten kann man das ja am Motorrad auf der Welle.
    Leider habe ich keine Drehbank. Um eine gute Lösung zu entwickeln, bräuchte man eine neue Welle aus TH zum Testen.

  • https://youtu.be/hEgCQ7dOaT4?si=tNfnM2Z_UD0NSJdY

    Hier mal das Spiel als Video zum Vergleichen. Könnt ja mal sagen ob ihr mehr oder weniger habt.

    Und @kellegerd: was heißt richtige Messung? Original Zustand kann ich ja nicht mehr herstellen. Ich kann zwar schauen das es nicht zu stramm ist aber kettenspiel auf dem Seitenständer wie im Handbuch kann man so nicht einstellen. Muss sich also einen anderen wert suchen der nicht zu zur strammer kette führt. Demontieren muss man das Federbein eh bei der 250er. Sonst kann man die Vorspannung eh nicht einstellen

  • Also ich habe kein Spiel mehr:

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    Das einzige was sich im Video bewegt ist das Motorrad beim Wackeln am Ritzel.


    Und @kellegerd: was heißt richtige Messung? Original Zustand kann ich ja nicht mehr herstellen. Ich kann zwar schauen das es nicht zu stramm ist aber kettenspiel auf dem Seitenständer wie im Handbuch kann man so nicht einstellen. Muss sich also einen anderen wert suchen der nicht zu zur strammer kette führt. Demontieren muss man das Federbein eh bei der 250er. Sonst kann man die Vorspannung eh nicht einstellen

    Du stellst erst mal den Negativfederweg des Federbeins korrekt ein. Üblicherweise ca. 1/3 des Gesamtfederwegs, wenn du drauf sitzt. Da du die Federhärte vorher schon geändert hast, gehen wir einfach mal davon aus, dass der statische Durchhang passt, wenn Das Motorrad mit dir als Fahrer auf dem Motorrad 1/3 einsackt. Falls nicht, bräuchtest Du eine andere Feder.

    Sobald du das also eingetellt hast, löst Du unten das Federbein und die hintere Schraube der Umlenkungsanlenkung (die 2 Streben), sodass die Schwinge komplett frei bewegt werden kann.
    Anschließend bringst Du Ritze-Schwingenlager-Radachse auf eine Linie. Das ist der Punkt, an dem die Kette am längsten gespannt ist.
    In diesem Zustand stellst Du jetzt die Kettenspannung ein und zwar so, dass sie auch in diesem Punkt schön geschmeidig locker sitzt.
    Dann: Federbein und Umlenkungsanlenkung wieder einbauen. Jetzt kannst Du Dir, so wie im Handbuch beschrieben, den Wert der Kettenspannung rausmessen, der für dein Motorrad passt und zwar:
    a) aufgebockt, mit freiem Hinterrad
    b) auf dem Seitenständer

    (a) Wird durch die Einstellerei der Federvorspannung natürlich nicht beeinflusst - das Federbein ist ganz ausgefedert.
    (b) Ist relevant für eine kurze Prüfung unterwegs und hängt von der Federvorspannung ab.

    So hast Du genaue Werte, die exakt auf dein Fahrzeug in deiner Konfiguration passen.

  • Verweis hierauf:

    https://forenarchiv.transalp.de/beitraege/tech…mit-spiel-pd10/

    Zitat von ManfredK:

    "Der Fehler ist ja schon von der AT bekannt..... also ein uralter Hut.

    Achja.. Made in Japan... noch Fragen....?

    Bei der AT liegt es definitiv nicht an einer unzureichend gehärteten Welle, sondern an einer falschen Winkelstellung zwischen Ritzel und Welle.
    In der Verzahnung berührt das neue Ritzel nicht auf der gesamten Fläche sondern nur am oberen Ende linienförmig.
    Damit entstehen natürlich viel zu hohe Flächenpressungen die zur Zerstörung der Welle führen.

    Schadensursache ist nicht die Welle, sondern das Ritzel das nicht passt. (Bei der AT übrigens auch mit dem Originalritzel der Fall, hatte bei mindestens 10 AT innerhalb der ersten 20000km die Abgangswelle erneuern dürfen (alle auf Garantie)


    Die Fehlstellung des Winkels habe ich bei ca.10 Fahrzeugen RD04 (mit anschließendem Austausch) der Ausgangswelle Honda gegenüber (und deren zuständigen japanischen Kollegen aus dem Bereich Qualitätssicherung) längst nachgewiesen (und zwar in Verbindung mit dem Originalritzel). Je nach Laufzeit (damals so 10.000 - 25.000km) beginnt der Schaden an der Spitze der Zahnflanke und breitet sich dann langsam in Richtung Wellenmittelpunkt aus. Damals hatten wir auch die Härte der Welle gemessen und mit anderen Ausgangswellen anderer Hondas verglichen - kein erkennbarer Unterschied. Die Härte des damaligen Originalritzels lag aber über der Härte der Welle.

    Wenn bei diesen Fahrzeugen ein neues Originalritzel auf einen ungenutzten Bereich der Welle montiert wird, ließ sich die Fehlstellung des Winkels auch wunderbar optisch feststellen, da die Abweichung deutlich war.

    Die mögliche Fehlstellung kannst du nur feststellen, wenn du eine unbeschädigte Welle bzw. Wellenteil und ein unbeschädigtes Neuteil hast.
    Ritzel auf die Welle und prüfen ob die schrägen Flächen von Welle und Ritzel parallel verlaufen. (Lichtspalt)

    Wenn es neu passt, bedarf es keiner weiteren Kontrolle."

    ---

    Nutzer "Rominator" empfiehlt das Verkleben mit Loctite, Typ je nach Spiel, gerade bei vorgeschädigten Wellen, siehe Seite 2.

    ---

    Zum Verkleben noch hierzu:

    https://www.africatwin.de/phpbb_x/viewto…rkleben&start=0

    Generell wird eher Loctite 638 empfohlen, bei stärker verschlissenen Wellen das 660.
    Scheint zu funktionieren.
    Es gibt wohl auch eine Anleitung, aber ich konnte mich in diesem Forum nicht registrieren. Kam irgendein Fehler.

  • Moin, wenn es rostig aussieht das ist dann Kontakterosion.
    In Benin sah das Ritzel rostig aus, und war erst der
    Meinung das noch alles gut ist. Die Bilder dann vergrößert,
    und man kann definitiv Verschleiß erkennen. Ich würde
    sofort das Ritzel wechseln, auch wenn die Zähne für die Kette
    noch Top sind. Eigentlich schade, tolles Motorrad, vor allen
    Dingen im Vergleich zu meiner ersten Maschine eine XT500
    und lange Zeit danach die KTM LC4 640. Bei der Honda
    sonst nichts, fährt einfach, springt gut an, vor der Abfahrt
    mal die Kompression gemessen, alles super, in den großen
    Städten Africas bei Stau und über 40 Grad keine Temperaturprobleme,
    simple Wartung samt Ventile einstellen, wenn die Welle nicht wäre.
    Vielleicht mal bei Honda anfragen, ob es da auch bessere Lieferungen
    mit Wellen gibt :) Vielleicht kommt ja auch noch von Euch die
    Top Lösung, dann fahr ich die weiter. Ich habe mir die Tenere 700
    World Raid geholt, war von Yamaha für 2,3 TE unter Neupreis angeboten,
    sonst hätte ich mir die mit den großen Tank nicht geholt.
    Als erstes das Ritzel runter und mit Molykote eingeschmiert, sicher ist sicher ;)
    Umlenkung und Schwinge war fast trocken, mußte wie bei der Honda auch
    ordentlich geschmiert werden. Irgendwann noch mal das Lenkkopflager einschmieren,
    aber jetzt geht es erst mal nach Italien.
    Gruß Reiner

  • Ich bin ganz ehrlich: Die CRF300L war die "2. Wahl" nach der Beta Alp 4.0, mit welcher ich aber dauernd Probleme hatte und ständig am Schrauben war, als ich sie noch fuhr. Hatte sie dann meiner Freundin gegeben, um damit mal einen Feldweg zu fahren, oder einfach für auf der Straße. 1. Ausflug in die Alpen, am 3. Tag: Hauptrahmenriss (Serienfehler). Öl auf dem Hinterrad. Das wäre am nächsten Morgen ggf. tödlich ausgegangen.
    Nach der Aktion hatte ich einfach keine Lust mehr auf das Teil und hab die Honda gekauft, da ich dachte, dass 2024 (bzw. Mod 2021) die Probleme von "anno dazumal" endlich behoben sein sollten.
    Hab auch hier schon grad keine Lust mehr und würd den Hobel am Liebsten grad weiterverhökern.
    8500km auf der Uhr und ich mach mir Gedanken, ob die Getriebeausgangswelle durchhält. Das ist doch lächerlich.

    Was mir persönlich mittlerweile bitter aufstößt: Zu Zeiten, als ich mir die billigsten Rummeln geholt hab und damit einfach gefahren bin, da war alles egal, es ging kaum was kaputt und selbst wenn ein Motor hochgegangen wäre (was nie passiert ist), wär es absolut verschmerzlich gewesen. Um von "dem alten Kram" mit tausend kleineren Wehwehchen wegzukommen, hab ich dann (aus meiner Sicht zu viel) Geld ausgegeben, um mal wenigstens 2 Mopeds auf einen aktuelleren Stand zu bekommen.
    Ergebnis: 2x billige Kleinigkeiten gegen teurer Reparaturoptionen getauscht.
    :evil:

  • Früher gab es kein Internet, wo man vor allem Möglichen "gewarnt" wurde ("ReparaturOPTIONEN").
    Vielleicht sollte man einfach fahren und genießen und wenn es soweit ist, weiß man sich dank Internet heute schnell zu helfen. Viele spannende Reisestories wären nie entstanden :mrgreen:
    LG Sylvia

  • Ja, das stimmt auch wieder.
    Influencer geben auch noch ihren Senf dazu und fertig ist der toxische Cocktail.
    Ehrlich gesagt denke ich genau über den Aspekt so oft nach.
    Heute wird jedes Modell in allen Kleinigkeiten mit Modell XY verglichen. Plötzlich ist was "altes" totaler "Schrott" mit dem "kein Mensch mehr fahren kann", obwohl es keine Probleme gibt.
    Umgekehrt kann ich die hier gezeigte Fehlerhäufigkeit (bei so wenigen CRF300L auf der Straße) auch nicht ganz unter den Tisch kehren.
    "Früher" (und sooo lange ist das jetzt auch noch nicht her. Erst knappe 20 Jahre. ;)) hab ich mich einfach auf jedes Moped gesetzt und bin gefahren. Das wars auch schon.

  • Sorry, aber welche "Fehlerhäufigkeit"?

    Ich glaube kaum, dass die paar Berichte hier, hochgerechnet auf div. verkaufte CRF, diesen Begriff rechtfertigen.

    Mehrheit: Danke Sylvia, klasse Statement 🙏🏻

    Btw. Ich kenne viele, sehr zufriedene Beta Alp 4.0 Fahrende, die von gravierenden Problemen seit tausenden von Kilometern verschont geblieben sind.

  • Und wir hatten ALLE Probleme die es gibt an 2 Mopeds (BJ2008/BJ2019) und das auf nicht gerade vielen km.
    - Gerissener Hauptrahmen
    - Gerissener Heckrahmen
    - Gerissene Heckrahmenhalteschraube oben (Heck klappt weg)
    - Ständig lockere Heckrahmenhalteschrauben (seitlich), weil unterdimensioniert
    -Wasser im Tank nach Regen (an beiden Mopeds). Problem ungelöst von 2004-2019
    - Bremse hinten ständig fest (an beiden Mopeds) wegen gammliger Bremspumpe (auch bei einem Fahrzeug mit 4000km auf der Uhr).
    - Kein Fett am ganzen Moped, noch nicht in den Gleitstücken der Bremsen.
    - Federbein hinten ist wirklich nicht gut. Unbrauchbar hart.
    - Gabel klappert bei BJ2008, Problem wurde erst mit Euro 4 gelöst
    - Umlenkung Gasgriff defekt (bei beiden Mopeds). Ersatzteil bei Beta gibts nicht (nur komplett). MZ Baghira hatte was im Angebot.
    - tausend Kleinigkeiten.


    Die Erklärung ist meiner Meinung nach ganz einfach:
    Sobald man die ALP 4.0 so nutzt wie es die Optik verspricht, also Enduroreisen, dann bricht das Ding einfach zusammen.
    Es wird in den Foren immer was von "Endurowandern" erzählt, aber das ist in der Definition der meisten wohl sowas wie einen top Feldweg mit maximal 30 km/h zu fahren.
    Die allermeisten haben das Ding mehr als Beiboot am Wohnmobil dran, oder eiern ein Bisschen über geteerte Feldwege. Kilometer werden auch kaum abgerissen.
    Wenn man dann mal etwas tiefer schaut, dann kommen beispielsweise gerissene Heckrahmen regelmäßig vor. Ein Reisender, weiß die Webseite gerade nicht mehr, hat seinen glaube ich 6x wieder zusammenbraten müssen.
    Das Motorrad ist vom Konzept her super und fährt auch gut, abesehen von dem übertrieben brettharten Federbein, aber es hat sich bei uns einfach nicht bewährt. Positiv zu erwähnen sind die moderaten Ersatzteilpreise bei Beta (und auch bei Suzuki).
    Für mich hat das was von den Mythen der "unzerstörbaren" alten Enduros, die bei genauerem Hinsehen alles andere sind als unzerstörbar.
    Eine DR350 ist beispielsweise stabiler als die ALP 4.0, aber mittlerweile halt meist durchgenudelt und steinalt. Wird also höchstwahrscheinlich zum Groschengrab.
    Ein Freund von mir hat auch eine ALP 4.0, aber das ganz alte Modell. Laut ihm das allerbeste Moped... nur ist er in knappen 10 Jahren gefühlte 1000km damit gefahren. ;)

    Versteh mich bitte nicht falsch - ist ja ok wenn viele Leute zufrieden mit dem Moped sind (denn ich will niemandem sein Moped schlechtreden!), aber wir waren es nicht. Es war wirklich ständig irgendwas. Der Motor ist allerdings nach wie vor echt Spitze. DR350 eben.
    Meine 701 Enduro bin ich jetzt in einem Jahr 11000km gefahren und habe keine Schraube gedreht, abgesehen von Ventilspielkontrolle und Ölwechseln. Dem Teil macht es aber auch nichts aus, wenn man mal mit 100 km/h irgendwo auf Schotter über Schlaglöcher drüberfegt. Wie haltbar das Ding letztlich ist, wird sich zeigen. Die Alp 4.0 hat jedenfalls nicht 50% davon mitgemacht...
    Die mit dem gerissenen Hauptrahmen schweißen wir wieder für einen Freund von mir zusammen, der sie fahren möchte. Der ist aber, gerade abseits des Asphalts, ein eher zurückhaltender Fahrer. Das könnte also passen.

  • Ich könnte dem entgegen, dass mein erstes Moped, eine damals 8 Jahre alte DR 350, deutlich mehr Probleme gemacht hat, als meine beiden CRFs.

    Hinsichtlich der umgelabelten 701 KTM kenne ich Menschen die div. Probleme mit Kupplungsbedienteilen, Elektrik und Plastikteilen hatten, eigentlich jeder den ich kenne der so ein Teil fâhrt. Individuell kamen da noch Nockenwellenschäden dazu.

    Unter "Endurowandern" verstehe ich nicht den Feldweg mit 30 km/h, soviel nur dazu.

    Aber das alles ist auch wieder gut für ein eigenes Thema.

  • Nockenwellenprobleme bei den 690/701 sind - eigentlich - ab Euro 4 behoben:
    Neuer Zylinderkopf, andere Konstruktion.
    Kupplungsnehmerzylinder waren bei Euro 4 ein Thema, ab 2021 behoben.
    Ölverbrauch ist ab Euro 4 auch ok.
    Plasteteile? Keine Ahnung. Wirken flexibel und sind durchgefärbt. Beta Alp 4.0 hat beispielsweise lackiertes Hartplastik...

    "Ich könnte dem entgegen, dass mein erstes Moped, eine damals 8 Jahre alte DR 350, deutlich mehr Probleme gemacht hat, als meine beiden CRFs."
    Und das glaube ich direkt! Das meinte ich ja mit diesem Mythos der unzerstörbaren Altmopeds, die "jeder Dorfschmied reparieren kann". Letzteres war halt auch einfach nötig.

    " Unter "Endurowandern" verstehe ich nicht den Feldweg mit 30 km/h, soviel nur dazu."
    :D Du nicht, aber viele andere schon, wenn ich mal so ins Beta-Forum schaue. Auch mein Kollege mit der quasi ungefahrenen ALP 4.0 hat mich schon drüber aufgeklärt, dass nicht das Moped das Problem wäre, sondern wie ich damit fahre. ;) Nungut.

    " Aber das alles ist auch wieder gut für ein eigenes Thema."
    Ja, damit könnte man wieder 20 Seiten füllen. :mrgreen:

  • Jetzt versteh ich dich nicht. Erst sagst du, dass vor 20 Jahren alle Moppeds gut waren und dann, dass jeder Dorfschmied die reparieren konnte, aber auch regelmäßig musste.
    Ich persönlich würde ja eher bei letzterem zustimmen. Laufleistungen von 100.000km auf einem Einzylinder waren noch vor 30 Jahren quasi undenkbar ohne Motorrevision dazwischen. Wie oft man an so einen Vergaser im Alltagsbetrieb ran musste, geht auch auf keine Kuhhaut. Ich bin sehr froh, inzwischen alle Fahrzeuge mit Vergaser aus meiner Garage verbannt zu haben. Die einzigen Vergaser sind im Rasenmäher und der Kettensäge und ich bin noch misstrauisch gegenüber der Haltbarkeit.
    Naja und in der "Holzvergaser"heizung.
    Fur Fahrzeuge absolute Dreckstechnik. Ständig muss man da was Schrauben. Und das musste man auch damals.

    Man hat sich nur über die Jahre nach und nach an deutlich mehr Zuverlässigkeit gewöhnt und hat jetzt einen verklärten Blick zurück. Wie bei der Geschwindigkeit. Der Golf 1 GTI mit seinen sagenhaften 110PS hat sich damals schließlich auch mal schnell angefühlt.
    Die Töffs haben nicht die Laufleistungen erreicht, die man heute wie selbstverständlich von ihnen erwartet. Leistungsgewicht war besser, ja. Im Labor. Da musstest du schon überlegen, den Vergaser auf dem Weg zum Stilfser Joch hoch umzudüsen. Leistung war da oben dann keine mehr vorhanden. Und 12.000km Service Intervalle hatten vielleicht LKW.

    Ich übertreibe oben ein bisschen, ist mir bewusst. Ich kann es aber nicht ausstehen, wenn man sich die Vergangenheit schöner redet, als sie tatsächlich war. Motoren und Motorräder haben in den letzten Jahrzehnten so viel an Weiterentwicklung erfahren, dass alte Moppeds dagegen in vielen Belangen absolut abstinken. Viele erinnern sich nur falsch daran und blenden die unendliche Schrauberarbeit an den alten Kamellen gerne aus.

    Einmal editiert, zuletzt von bwm (6. November 2024 um 05:48)

  • Lies bitte noch mal.
    Ich habe genau das nicht geschrieben...

    Das sind Aussagen anderer Leute, die immer wieder rumschwirren

    "Für mich hat das was von den Mythen der "unzerstörbaren" alten Enduros, die bei genauerem Hinsehen alles andere sind als unzerstörbar."

    Und genau das meinte ich damit:
    "Viele erinnern sich nur falsch daran und blenden die unendliche Schrauberarbeit an den alten Kamellen gerne aus." (Zitiert aus deinem Text.)
    Vergangenheitsverklärung... Mich regt es nur immer mal wieder etwas auf, wenn Leute aufgrund eben dieser anderen Leuten Empfehlungen für 30 Jahre alte, meist durchgerutschte, Kisten geben und das ganze dann mal wieder in Schrauberarien endet...
    Wir sehen die Sache also genau gleich.
    Ein Bisschen kommt es mir eben auch bei der Beta ALP 4.0 vor. ;)
    (Mit meiner alten XT600 hatte ich übrigens kein einziges Problem, aber da war die auch noch nicht so alt wie heute und hatte erst 2 Vorbesitzer. Motoren waren auch meist bei 40-50k fällig für nenn neuen Kolben...)

    -----

    Zum Thema wollt ich noch sagen, dass ich das Ritzel an der CRF300L am Wochenende verkleben werde.

  • Zum Thema wollt ich noch sagen, dass ich das Ritzel an der CRF300L am Wochenende verkleben werde.

    Top, sehr gerne mit Fotos, wenn es da was zu nennenswertes zu sehen gibt.

    Hab grad die Tage die zwei Loctite Sorten für die leichteren Fälle bestellt.
    Gar nicht mal so günstig, ich hoffe das 5ml reichen.
    Aber meine mit unter 3.000km wird hoffentlich noch nicht so angefressen sein.
    Daher will ich das präventiv machen.

  • Im AT-Forum gibts ne 15-seitige Anleitung mit Bildern.
    Link kann ich nachreichen, oder ich verschicks per Mail als pdf auf Anfrage...?

    bwm:
    Ach, du warst das mit der neuen CRF... :mrgreen:

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