Gabel nach Sturz verdreht

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  • Hallo zusammen,

    Ich bin vor circa 3 Monaten mit der 250L auf einem Feldweg gestürzt. Ich wollte die Fahrspur wechseln, aber die war doch tiefer als erwartet, sodass Motorrad und ich getrennte Wege gegangen sind. Das ganze ist bei ca 20-30kmh passiert. Ich bin etwas unglücklich auf die Schulter gefallen (Mikrofraktur). Das Motorrad ist dann auf meinen Fuß gefallen (zum Glück hab ich ordentliche Stiefel). Am Motorrad war dann die Gabel verdreht, beide Bremshebel verbogen und am Plastik überm Auspuff ein paar Kratzer.

    Ich hab dann in den nächsten Tagen die Bremshebel ausgetauscht und die Gabelbrücken und die Steckachse gelöst und am Lenker gerüttelt. Da stand die Gabel schon mal deutlich besser.
    Bei der Inspektion habe ich auch mal den Werkstattleiter drüber gucken lassen, aber vermessen würde nichts.

    Ich denke es ist aber immer noch etwas schief, das merke ich besonders wenn ich mit dem anderen Motorrad unterwegs war und dann zurückwechsel. Es ist nicht viel aber nervt dann ja schon.

    Ich könnte jetzt natürlich auch die Gabel wieder lösen und mit etwas Druck gerade stellen und dann anschließend festziehen. Dadurch steht die Gabel natürlich unter etwas Spannung.

    Was meint ihr? Lieber doch nochmal richtig vermessen lassen. Oder hat jemand generell etwas Erfahrung zu dem Thema?

    Danke und Gruß
    Alex

  • Hi Alex,

    eine verspannte Gabel lässt sich oft schon durch einen seitlichen Schlag gegen das Vorderrad lösen:
    Auch dir einen stabilen Pfosten, fahr mit dem Vorderrad daneben, und Rück den Lenker ordentlich Rum, sodass der Reifen (nicht die Felge) gegen den Pfosten schlägt. Natürlich mit der Seite von der du vermutest gegen die du ablenken musst.
    Das ist die schnelle Hilfe für unterwegs.

    Bitte nie mit Absicht die Gabel verspannt montieren um etwas auszugleichen!

    Ansonsten kann die Lenkerklemmung oder der Lenker selbst etwas abbekommen haben, wenn beide Gabelbeine intakt sind, was zu prüfen wäre.

    Wahnsinn statt Hubraum

  • Ich hatte das Motorrad aufgebockt und die Gabelbrücken komplett geöffnet, sodass die Holme ganz frei waren. Besser kann man es eigentlich nicht machen oder?

    Dann bleibt ja jetzt nur Vermessen, um herauszufinden was schief ist.

    Eigentlich muss sich ja eher der Lenker verbiegen bevor es die Gabel tut. Lenkerklemmen hatte ich aber auch schon auf, aber das hilft natürlich nichts, wenn er krumm sein sollte. Ich bin auch nirgendwo gegen gefahren, das Motorrad ist sozusagen nur umgefallen.

  • Aufbocken, Klemmung lösen und spannungsfrei montieren ist absolut richtig.

    "Vermessen" ist da so eine Sache. Man kann die Gabelbeine ausbauen und prüfen ob diese verbogen sind. So wie du erzählst sie abgelegt zu haben ist da der Lenker plausibler, da der einige Kräfte aufnimmt und absorbiert (und sich verbiegt).

    Wahnsinn statt Hubraum

  • Moin, das hatte ich bei der 450 L auch schon. Ich habe zusätzlich noch das VR ausgebaut, die kompletten Gabelbrücken gelöst, Gabelholme mal gedreht, dann wieder montiert. Dabei darauf achten, dass die Steckachse frei flüchtet, auch wenn die Gabelholme unterschiedlich hoch aus der Brücke heraus schauen. Hatte ich ab Werk bei meiner Rally so, sind ca. 3mm, also im Bereich der Toleranz.

    Ich tippe eher auf einen verbogenen Lenker. Auch die Lenkerböcke mal lösen, neu justieren etc. Dass die Gabelholme oder Gabelbrücke was abbekommen hat glaube ich bei der Geschwindigkeit eher nicht.

    Ansonsten gute Besserung!

    Two beers or not two beers?!? 8-)

  • Erstmal danke an euch beide für die konstruktiven Tipps.

    Auch nochmal guter Punkt mit der Toleranz. Ich hab nämlich auch so 2mm Abweichung und wollte das dann oben an der Brücke gleich ausrichten, was ja im Grunde falsch ist.

  • Da täuscht ihr euch aber:
    Die Gabelholme haben gleich weit durchgeschoben zu sein!
    Alles Andere wirkt sich ungünstig auf die Fahrwerksgeometrie aus und ist so auch nicht vom Hersteller erdacht.

    Um weitere Verspannungen zu vermeiden: die 4 kleinen Schrauben an den Gabelfäusten erst festziehen nachdem ihr die Achse mit Drehmoment angezogen, und dann im belasteten Zustand 2-3x die Gabel durchgefedert habt.

    Wahnsinn statt Hubraum

  • Stimmt nicht, der Überstand ist egal, sind eh nur mm, die Achse muss fluchten und alles spannungsfrei sein. Haben mehrere Mechaniker bereits mir so gesagt und ist auch nachvollziehbar.

    Two beers or not two beers?!? 8-)


  • Stimmt nicht, der Überstand ist egal, sind eh nur mm, die Achse muss fluchten und alles spannungsfrei sein. Haben mehrere Mechaniker bereits mir so gesagt und ist auch nachvollziehbar.

    Nein, der Überstand ist nicht egal.

    Was jedoch (mir) egal ist: was der Einzelne, ohne die nötigen Fachkenntnisse, für sich selbst entscheidet.
    (Dann sollte das aber bitte nicht im Internet verbreitet werden.)

    Edit: liest sich unhöflicher als es gemeint ist. Sorry dafür.

    Wahnsinn statt Hubraum

  • Na gut, dann bist du also selbst Zweirad Mechaniker Meister...

    Dann haben die Meister vom Honda Mirthes und vom KTM Donnecker halt keine Ahnung.

    Auch gut! Und jetzt.... der Rest ist ein gängiger Ausdruck für Gleichmut!

    Two beers or not two beers?!? 8-)


  • Na gut, dann bist du also selbst Zweirad Mechaniker Meister...

    Dann haben die Meister vom Honda Mirthes und vom KTM Donnecker halt keine Ahnung.

    Auch gut! Und jetzt.... der Rest ist ein gängiger Ausdruck für Gleichmut!

    ;)

    Wahnsinn statt Hubraum

  • Da hast du aber was durcheinander gebracht. Einfedern ist richtig aber nicht mit lockerer Gabelklemmung und festgezogener Achse.. Wenn du mit gelöster Gabelklemmung versuchst, einzufedern schiebst du dir einfach nur die Gabel nach oben durch. Die Gabelrohre sind drehbar, das heißt die richtige Vorgehensweise ist:
    Gabelholme auf gleiche Höhe Stellen und festziehen (erst untere Klemmung, dann den Deckel falls der offen war, dann obere Klemmung)
    Dann das Rad rein und die Achse festziehen mit Drehmoment
    Dann das Vorderrad einfedern
    Dann die Achsklemmschrauben festziehen

    In dem Fall ist aber vermutlich nur der Lenker verbogen. Der verbiegt sehr schnell. Kann dank Stahl mindestens 1 mal wieder zurückgebogen werden (ausgebaut im Schraubstock). Günstigen Ersatz gibt es bei bikerzbits. Ich hab schon 1 getauscht und noch 2 zu Hause liegen.

  • Da hast du meinen Beitrag leider falsch gelesen:
    Es geht um die 4 kleinen Schrauben an den "Gabelfäusten"...
    die von dir erwähnten "Achsklemmschrauben" also :mrgreen:

    Wahnsinn statt Hubraum

  • Also ich weiß wirklich nicht was korrekt ist und ich bin auch kein gelernter Mechaniker. Rein logisch würde ich davon ausgehen, wenn es wirklich diese Toleranz gibt, dann sollte die Radachse unten in einer Flucht liegen, damit diese nicht unter Spannung steht. Alles war oberhalb an den Gabelbrücken/Klemmungen geschraubt wird, soll auch nicht unter Spannung stehen. Aber die Holme dürften dann oben aus der Brücke schon im Milimeterbereich überstehen, denn den Klemmungen wird es egal sein und die Bereiche in denen die Holme geklemmt werden ist ja auch recht groß.
    Oben an der Brücke so lange zu drücken bis die Holme gleich stehen wäre ja dann wieder mit Spannung im System verbunden.

    ODER

    die Radachse unten hat auch soviel Spiel und wegen der Ästhetik wird oben an der Brücke immer auf absolut gleiche Höhe gestellt (war bei mir bei Auslieferung aber auch nicht 100%ig so).

    Wenn die Holme einfach diese Toleranz haben, würde ich nicht verstehen, warum sie dann oben "auf Biegen und Brechen" gleich stehen muss. Oben ist doch im Grunde die einzige Möglichkeit Toleranzen auszugleichen. Aber wie gesagt, ich bin kein Mechaniker.

  • Also ich bin Mechaniker.
    Aber kein Meister, oder jemand der mit Meistern von KTM UND Honda über das Thema geredet hat (wieso spricht man eigtl. gleich mit mehreren Meistern aus verschiedenen Lagern über ein und dasselbe Thema :?: ). Deshalb halte ich mich dann Mal raus.

    Gedanken könnt ihr euch viele machen, heißt aber nicht das sie richtig sind. Geht man von einer falschen Annahme aus und erklärt sich damit andere falsche Annahmen, na dann... ;)

    Wahnsinn statt Hubraum

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    Ich hab mit den Videoverfassern nix zu tun oder sponsore die...

    Die Gabelrohre werden soweit in die Gabelbrücken geschoben das die Achse gerade steht, so kenn ich das
    Die CRF hat doch eh nur eine Gabelfeder und arbeitet recht simpel....

  • Der dünnwandige Lenker der CRF verbiegt sich schnell und ist fast immer für ein "komisches" Lenkgefühl zuständig. Dass sich die Gabel verdreht, habe ich selten erlebt; wenn sie tatsächlich verdreht war, war sie zusätzlich auch verbogen (und musste das zwangsläufig ausgleichen, daher die Verdrehung). Und die Gabel der CRF ist schon sehr massiv. Wenn sich etwas verbiegen sollte, ist das aber schnell gefunden: Vorderrad und Schutzblech raus, beide Holme ausbauen und ein Stahllineal an Standrohr (das obere, dicke) und Tauchrohr (das untere, dünne) anlegen. Jeweils längs und viermal um 90° versetzt. Nicht täuschen lassen, bei der Upsidedown-Gabel ist auch das Tauchrohr das untere. Da ist Verzug schnell feststellbar und das ist professionell vermessen.

    Am Rahmen einmal die bei der CRF sehr filigranen Lenkanschläge auf Beschädigung checken und den Bereich der Fußrastenlagerung auf Dellen. Bevor der Rahmen an sich sich sonst verzieht, gibt es Schäden an diesen Teilen.

    Viele Grüße,

    Micha

    Nie schrauben Sie die Füller Heizkörper Motor
    zu vermeiden, Hitze Sonnenbrand.
    (Auszug Bedienungsanleitung Beta Rev 250 4T)

  • Zitat: wieso spricht man eigtl. gleich mit mehreren Meistern aus verschiedenen Lagern über ein und dasselbe Thema :?:

    Antwort: weil ich sowohl an meiner Rally bzw. 450 L als auch zuvor schon mal an einer SX-F 505 diesen Effekt. Daher habe ich von zwei unabhängigen fachkundigen Stellen genau die gleichen Aussagen bekommen. Das oll KEIN Besserwisserei sein, ist mir im Prinzip auch völlig egal, ich möchte nur, dass der Fragesteller nicht unnötigen Aufwand bei einem völlig normalen Phänomen betreibt.

    Und genau so wie oben beschrieben ist der Sachverhalt: die Gabelholme federn teilweise schon durch den unterschiedlichen Aufbau (Druckstufe im einen, Zugstufe im anderen Gabelholm beid er CRF 250 L) unterschiedlich weit aus, zwar nur im Milimeter Bereich, aber es ist einfach so! Und das gleicht man an der oberen Gabelbrücke aus, damit der Rest spannungsfrei und ohne Druck arbeiten kann und die Achse frei läuft. Das ist die korrekte und logische Erklärung. Und ich verbitte mir die Unterstellung, dass ich hier "Internet-Wissen" weitergebe!

    Persönliche Eitelkeiten gehen mir am Allerwertesten vorbei! In diesem Sinne: habe die Ehre!

    Two beers or not two beers?!? 8-)


  • Zitat: wieso spricht man eigtl. gleich mit mehreren Meistern aus verschiedenen Lagern über ein und dasselbe Thema :?:

    Antwort: weil ich sowohl an meiner Rally bzw. 450 L als auch zuvor schon mal an einer SX-F 505 diesen Effekt. Daher habe ich von zwei unabhängigen fachkundigen Stellen genau die gleichen Aussagen bekommen. Das oll KEIN Besserwisserei sein, ist mir im Prinzip auch völlig egal, ich möchte nur, dass der Fragesteller nicht unnötigen Aufwand bei einem völlig normalen Phänomen betreibt.

    Und genau so wie oben beschrieben ist der Sachverhalt: die Gabelholme federn teilweise schon durch den unterschiedlichen Aufbau (Druckstufe im einen, Zugstufe im anderen Gabelholm beid er CRF 250 L) unterschiedlich weit aus, zwar nur im Milimeter Bereich, aber es ist einfach so! Und das gleicht man an der oberen Gabelbrücke aus, damit der Rest spannungsfrei und ohne Druck arbeiten kann und die Achse frei läuft. Das ist die korrekte und logische Erklärung. Und ich verbitte mir die Unterstellung, dass ich hier "Internet-Wissen" weitergebe!

    Persönliche Eitelkeiten gehen mir am Allerwertesten vorbei! In diesem Sinne: habe die Ehre!

    Dafür das dir persönliche Eitelkeiten am A. vorbeigehen bist du aber sehr emotional. ;)

    So emotional das du liest was du lesen möchtest, und nicht was ich geschrieben habe. Denn ich schrub das du dein "Wissen" nicht im Internet verbreiten sollst, und nicht das du "Internet-Wissen" verbreitest.

    Ich lege dir Kamillentee und praktische Erfahrung nahe, und wünsche dir von Herzen alles Gute und etwas Ruhe. Wenn möglich setze ich dich nämlich auf ignorieren, da mir deine Art sehr unsympathisch bist. Nichts für Ungut.

    Wahnsinn statt Hubraum


  • Der dünnwandige Lenker der CRF verbiegt sich schnell und ist fast immer für ein "komisches" Lenkgefühl zuständig. Dass sich die Gabel verdreht, habe ich selten erlebt; wenn sie tatsächlich verdreht war, war sie zusätzlich auch verbogen (und musste das zwangsläufig ausgleichen, daher die Verdrehung). Und die Gabel der CRF ist schon sehr massiv. Wenn sich etwas verbiegen sollte, ist das aber schnell gefunden: Vorderrad und Schutzblech raus, beide Holme ausbauen und ein Stahllineal an Standrohr (das obere, dicke) und Tauchrohr (das untere, dünne) anlegen. Jeweils längs und viermal um 90° versetzt. Nicht täuschen lassen, bei der Upsidedown-Gabel ist auch das Tauchrohr das untere. Da ist Verzug schnell feststellbar und das ist professionell vermessen.

    Am Rahmen einmal die bei der CRF sehr filigranen Lenkanschläge auf Beschädigung checken und den Bereich der Fußrastenlagerung auf Dellen. Bevor der Rahmen an sich sich sonst verzieht, gibt es Schäden an diesen Teilen.

    Sehr guter Beitrag :!: *Daumen hoch*

    Wahnsinn statt Hubraum

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