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  • Ferganez
    Ein zusätzliches Sicherungsblech hinter dem Ritzel verringert das Spiel des Ritzels bzw. nimmt es quasi komplett weg. Dadurch kann sich das Ritzel nicht mehr quer verdrehen und die Welle damit stärker abnutzen.
    Auf dem Foto sieht es tatsächlich aus, als ob das Ritzel schräg montiert war. Das liegt vermutlich am Weitwinkel der Kamera.

    Hatte ja mein Ritzel auch so mit dem zusätzlichen Sicherungsblech hinter dem Ritzel 'gesichert'. Nach ca. 8000 km bemerkte ich unregelmäßig, aber wiederkehrend massive Geräusche. Nachdem ich zuerst an einen Getriebeschaden gedacht habe, stellte sich heraus, dass es die Kette auf dem Ritzel war.... das passte offensichtlich nicht mehr. Die Kette sprang wohl während der Fahrt mit metallischem Knacken unter Last in die Zahnung und nutzte es dabei auch deutlich ab.
    Als Lösung habe ich das zusätzliche Sicherungsblech nun vor dem Ritzel mit dem anderen montiert. Nun fährt es sich wieder prima ohne komische Geräusche.

  • Anders kann ich mir die offensichtliche Abnutzung und die Geräusche nicht erklären. Zudem hat das neue Ritzel nun nach 1600 km noch keinerlei Abnutzungsanzeichen. Da geht es wohl nur um weniger als einen halben Milimeter.

    8-) Signor Rossi - Honda CRF 300 Rally

  • Die Position des Ritzels ist aber durch die Nut in der Ausgangswelle vorgegeben. So lange du da nichts zwischen vorderes Sicherungsblech und Ritzel packst kann sich die Position des Ritzels nicht verändern. Das muss an etwas anderem gelegen haben.

  • Hallo an die Expertenrunde, habe heute mal nach einer Ausfahrt die Ritzel Abdeckung entfernt um sauber zu machen.
    Meine crf300 hat 4000km drauf und ich finde das Ritzel hat schon ganz schön spiel...
    Anbei ein Video welches ich auf Youtube hochgeladen habe.

    Kettenspannunf habe ich immer am Ständer gemessen und auf ca 60mm eingestellt.

    Muss ich mir sorgen machen?

    Lg Martin https://youtube.com/shorts/LrRS7U73o1o?is=JxoLSIpuXDQNYmEn

  • Dieses Spiel in axialer Richtung ist tatsächlich "normal" und von Honda so gewollt. Ein Spiel in Umfangsrichtung wäre schlimm, davon habe ich aber im Video nichts gesehen.

    Allerdings gibt es hier im Forum einige (ich gehöre dazu), die das als konstruktiven Pfusch empfinden und das Spiel eliminieren möchten.

    Dazu kannst du dich in diesem Thema hier (Ausgangswelle) und in diesem
    https://forum.crf-fahrer.info/viewtopic.php?f=10&t=2486
    ausgiebig belesen.

  • Ok vielen Dank für die rasche Antwort.

    Hab mir den thread durchgelesen.
    Dann werde ich einfach mal vorsorglich mit Montagepaste beginnen.
    Das mit dem zusätzlichen Sicherungsblech muss ich noch überlegen, ich hab leider keine Werkstatt und Gelegenheit zu schleifen....

  • Da gibt's demnächst eine Sammelbestellung für, weil ich das gleiche Problem habe. Das war der Thread, den ich verlinkt habe. Ansonsten die meisten Infos gibt es in diesem hier

  • Ja den thread hab ich eh gesehen aber ich denke wenn ich dann von der Abdeckung auch nochwas wegnehmen muss wird mir das zu aufwendig.
    Ich hab sie jetzt 2,5 Jahre und bin 4000km gefahren, bis das zu einem ernst zu nehmenden problem wird bin ich in pension... 😊
    Aber ich werde den thread mal verfolgen wenn es einen endgültigen Preis gibt kann ich es mir ja noch überlegen.

  • Tobi
    Hab grade zufällig dein Video vorgeschlagen bekommen. Hab den Umbau tatsächlich letzte Woche mit den Infos von hier gemacht. Fexen und Rundschleifen geht trotz Härte sehr gut. Bohrer habe ich folgende benutzt. https://www.amazon.de/Misuyue-Kobalt…89K4-&hvexpln=0
    Damit geht es wirklich gut! Und €10,- für 4 Stück ist ok! Da es schwer zu messen ist und ich eine Spitze nadenschraube verwendet habe und diese genau in die Senkung der GAW passen sollte habe ich eine Stück Kunststoff angefertigt, außen 18mm und stramm im Ritzen, innen 6mm, einen Bohrer reingesteckt, und den Streifen mit der madenschraube (auch noch 6er Loch)dann durch das zuvor bearbeitete Ritzen gebohrt. Habe 5mm Stahl verwendet. Der Bohrer ging da durch wie Butter! Bei den vorher hier erwähnten m6x25 sollte der Streifen auch 5mm sein, sonst kürzere Schraube nehmen.

  • Wingo
    das hört sich super an. Mein erster Versuch mit einem normalen HSS Bohrer ist sofort kläglich gescheitert :D Cool, dass du mit den "günstigen" Amazon Bohrern so einfach durchgekommen bist. Von welchem Hersteller war das Ritzel? Das mit der Schablone ist auch eine sehr gute Idee. Macht das genaue Setzen der Bohrung dann doch nochmal einfacher. Ich hoffe du hast auch nicht übersehen Schraubensicherungslack "schwer demontierbar" für die zwei Ritzel Schrauben zu verwenden?

  • Hatte die Zähne schon entfernt und einen guten, scharfen normalen Bohrer probiert. Ebenfalls keine Chance. Der Cobalt-Bohrer musste schon gut arbeiten, aber ich denke es wären einiges mehr als 2Löcher damit gegangen. Löcher auch sehr sauber geworden. Im normalen Stahl war er aber echt sehr schnell und gut. Ständerbohrmaschniene war aber schon hilfreich! Ich habe 2 neue JT verwendet, bei €8,- pro Stück und dem Aufwand völlig ok.
    Hab es bei knapp 3000km gemacht. Optisch schon Spuren erkennbar, aber mit dem Fingernagel keine Kante spürbar.
    Das Originale hatte massiv Spiel! Das JT mit nur Zahnblech habe ich auch mal getestet. Deutlich weniger, daher auch besser 2 davon!
    Alles in allem eine Arbeit die man nicht scheuen muss. Mit dem Kunststoffzentrierstück und Schraube mit 2 großen unterlegscheiben konnte man es auch gut mit dem Akkuschrauber am Schleifstein laufen lassen, damit es rund wird. Hatte leider nur blaue Schraubensicherung da… habe die Gewinde aber sehr gründlich entfettet. Werde ich aber noch tauschen. Erste Tour heute war aber noch alles fest. Zusätzlich habe ich noch diese Molikotepaste verwendet. Hatte mal vor Jahrzehnten ne GAW an ner Honda MTX abgenudelt. Daher lohnt die Arbeit! Pack doch mal n Link zum Video hier rein, ist doch gut geworden!

  • Das klingt sehr gut. Molikotepaste habe ich hier nicht daheim und da wir i.d.R. unterwegs sind, will ich das auch nicht mitführen. Trotzdem unbedingt noch Schraubensicherung "schwer demontierbar" benutzen. Entfettet hatten wir die Gewinde natürlich auch gründlich und trotzdem hatte sich eben ein Ritzel nach ein paar tausend Kilometern gelöst. Sicher ist sicher!

  • Hi,

    nachdem ich mein Ritzel bereits von hinten mit einer 2. Sicherung hinterlegt und auf der Welle verklebt hatte, habe die Sicherung auch mal nachgebaut, allerdings auch nur Schraubensicherung mittelfest benutzt.
    Bisher habe ich noch nicht mal irgendeine Schraubensicherung an den Ritzeln genutzt, aber locker wurde noch keins ...
    Vielleicht mache ich die Schrauben noch mal raus. Mal sehen.
    Eine längere Madenschraube wäre jedenfalls nicht verkehrt, damit man diese noch kontern kann.


    Grüße
    Sven

  • Sieht klasse aus. Schraubensicherung würde ich trotzdem noch ändern. Die Schrauben sind ja jetzt viel länger bevor sie das Gewinde erreichen und haben somit mehr Hebelwirkung um sich zu lockern.

  • Eine längere Schraube sollte sich weniger lösen, als eine kürzere. Hauptsächlich, weil du die zusätzliche Länge der Schraube ja als zusätzliche elastische Verformung hast, wodurch mehr passieren kann, bevor die Schraube ihre Vorspannung verliert. Und die muss sie erstmal verlieren, bevor sie das drehen beginnen kann. Kurze Schrauben sind empfindlicher bei Vibrationen, weil die Amplitude der Vibration schon ausreichen kann, dass für einen Bruchteil einer Sekunde ein Spalt zwischen Schraube und Ritzel entsteht. Lange Schrauben halten da mehr aus.

    Und die Hebelwirkung wirkt ja nicht in Drehrichtung der Schraube. Probleme hat man da eigentlich nur, wenn die Schraube konzentrisch mit der Drehachse ist. Porsche hatte da z.B. Schwierigkeiten mit ihren zentralen Radmuttern. Deshalb ist die Madenschraube da besonders gefährdet, ja. Aber selbst wenn man die verliert, würde sich deswegen ja das Ritzel nicht von der GAW lösen. Man würde nur die zusätzliche Verspannung verlieren.

    Zur Menge Loctite: wenn es oben raus quillt, ist das vermutlich ein wenig zu viel Loctite. Das ist für die Verbindung an sich nicht übermäßig schlimm, kann aber woanders zu Problemen führen. Ein Kumpel hat mir mal an der F650GS den Kupplungskorb auf der Kurbelwelle verklebt, weil er so viel zu viel Loctite genommen hat, dass das auf der Rückseite raus kam und sich dann das Keilprofil zwischen Kupplungskorb und Kurbelwelle entlang gezogen hat. Durfte ich mir dann einen "Abzieher" für bauen.

    Ist bei der Madenschraube jetzt nicht so relevant, sondern eher ein genereller Hinweis.

  • Die ganze Konstruktion arbeitet ja ununterbrochen gegeneinander. Beschleunigen, Motorbremse usw. - jedes Mal nimmt das Hauptritzel durch die zwei Schrauben das ganze Paket mit. Ja - das abeschliffene Ritzel hängt mit der Verzahnung auch auf der Ausgangswelle, aber da ist immer ein wenig Spiel. So erkläre ich mir das zumindest.

    Im Endeffekt ist es ja auch egal. Alles was ich berichten kann ist, dass wir mit zwei Mopeds zusammen ca. 300000 km Kilometer gefahren sind und die Ritzelschrauben hatten sich nie gelöst. Dann die Mopeds auf den Ritzel-Mod umgebaut und nach wenigen tausend Kilometern fällt bei einem Moped alles bis auf das Haupt-Ritzel komplett ab. Also die Schrauben sind nicht nur ein wenig locker geworden, sondern waren weg.

    Zufall? Vielleicht, aber eher unwahrscheinlich. Letztendlich muss jeder selbst entscheiden...

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