Sammelbestellung Ritzel auf GAW festsetzen?

Das Forum wurde erfolgreich und vollständig migriert und steht ab sofort wieder zur Verfügung. Einige kleinere Arbeiten und Anpassungen stehen noch aus, die Nutzung des Forums ist jedoch bereits uneingeschränkt möglich.

Bereits registrierte Mitglieder können sich wie gewohnt mit Ihrem bisherigen Benutzernamen und Passwort anmelden und das Forum nutzen. Sollten Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie über die Funktion „Passwort vergessen“ ganz einfach ein neues Passwort anfordern.
  • Ich möchte an meinen kleinen CRFs jetzt auch mal das Ritzel auf der GAW festsetzen. Bin selbst leidgeplagter des Honda Taumelritzels und damit einhergehender beschädigter Getriebeausgangswelle an der AT. Mein Problem ist, dass mir die Fertigungsmöglichkeiten fehlen. Deshalb habe ich mal einen Kumpel gefragt, der individuelle Modifikationen in Kleinserien anbietet. Der hat basierend auf meinen Messungen jetzt mal ein Teil entworfen.
    Nicht von der Perspektive täuschen lassen - er hat den Bildschirm etwas schräg abfotografiert.


    Basieren tut das Teil auf diesen Messungen meinerseits


    Das wäre ein 1-teiliges Bauteil aus Aluminium gefräst. Es hat 2 Durchgangsbohrungen für die Schrauben zum Ritzel und innen eine Vertiefung, die als Mittenzentrierung auf der Welle fungiert. Er will mir jetzt einen Prototypen fertigen, den ich dann bei mir nochmal ausprobiere und danach könnten wir eine Kleinserie aufsetzen. Ich brauche danach noch 2 weitere (habe insgesamt 2x250L und 1x300L hier). Hätte da noch jemand Interesse dran?

    Preis wird inkl den längeren Schrauben bei 47,50€ pro Stück liegen. Wenn wir 10 oder mehr werden wären es 37,50€ pro Stück. Jeweils zzgl Versand (3€ als Brief oder ab 2 Stück dann 5€ Päckchen bzw 8€ Paket)
    Ich weiß, dass das nicht so ganz günstig ist, aber Kleinserie auf der CNC Fräse kostet halt was. Ich werde meine 3 nehmen. Wollte nur nachfragen, ob noch jemand anderes Interesse daran hätte

  • Warum machst du es nicht auch einfach mit dem abgedrehten Ritzel? Das sollte auch die Verzahnung mehr schonen, da es ja zusätzlich in das vordere Ende der Verzahnung greift. Mal davon abgesehen, dass es auch viel günstiger ist.

  • wenn man eine Drehmaschine hat. Die ich nicht habe. Das ist ja mein Problem: ich kann das Ding nicht selbst fertigen.

    Außerdem dachte ich, dass die Erfahrungen mit Abdrehen des Ritzels auch durchwachsen sind. Das gehärtete Ritzel lässt sich wohl nicht allzu gerne spanend bearbeiten nach dem, was man hier so liest. Ich habe da aber keine eigene Erfahrung mit. Zusätzlich zum abgedrehten Ritzel braucht man ja aber auf jeden Fall auch noch eine Platte mit 2 Durchgangslöchern und 1 Gewinde in der Mitte, um das ganze dann mit dieser Platte gegen die GAW vorzuspannen. Ne Bohrmaschine (handgeführt, keine Standbohrmaschine) hab ich, aber Schleifer, Fräse und Drehmaschine nicht und damit sind meine Fertigungsmöglichkeiten halt stark eingeschränkt. Da nehme ich lieber so ein Ding vom Profi.
    Zumal Ritzel auch nur dann günstiger ist, wenn man ein altes, abgenutztes hat, das man runter drehen kann. Habe ich mangels Laufleistung auch nicht. Meine 250er und 300er haben in Summe weniger als 10.000km auf dem Buckel

    Wie gesagt: ich wollte nur gefragt haben, ob noch weiteres Interesse besteht. Ich nehme die 3 Stück für meine Moppeds und falls noch jemand das gleiche Problem hat wie ich (will etwas gegen das Taumelritzel tun, hat aber nicht die Möglichkeiten oder Fertigkeiten, sich so eine Lösung selbst zu bauen) kann sich da mit ran hängen. Wenn kein Interesse besteht, dann halt nicht.

  • Hallo bwm,

    wenn ich das richtig deute wird dann der Adapter inkl. des Sicherungsblechs mit den längerne Schrauben verschraubt. Korrekt? Der Adapter stützt sich dann von vorn gegen die Welle ab und das Ritzel wird mit den Schrauben gegen das Sicherungsblech an den Adapter gezogen?

    2 Mal editiert, zuletzt von Supersammy (28. April 2026 um 09:09)

  • Habe aber noch nicht so richtig verstanden, wie genau das funktionieren soll.
    Bekommt das Distanzstück dann auch Zähne wie das Ritzel, so dass die Auflagefläche vergrößert wird?

  • nein. Es geht mir dabei nicht darum, die Auflagefläche der Zähne zu vergrößern, sondern nur darum, das Ritzel auf der Welle zu befestigen. Im Originalzustand hat das Ritzel etwa 2/10mm Spiel in axialer Richtung. Dadurch, dass das Sicherungsblech in seiner Nut 0,2mm Spiel hat, hat auch das Ritzel selbst 0,2mm axiales Spiel. Dieses Spiel möchte ich eliminieren.
    das hier ist fast richtig.

    wenn ich das richtig deute wird dann der Adapter inkl. des Sicherungsblechs mit den längerne Schrauben verschraubt. Korrekt? Der Adapter stützt sich dann von vorn gegen die Welle ab und das Ritzel wird mit den Schrauben gegen das Sicherungsblech an den Adapter gezogen?

    Das Sicherungsblech wird nicht "an den Adapter" ran gezogen, sondern gegen die Nut. Zwischen Adapter und Sicherungsblech wird ein kleiner Spalt sein (bzw. der wird eventuell beim anziehen eliminiert, muss man schauen)

    Die Montage wäre dann wie folgt:
    Ritzel aufsetzen
    Sicherungsblech in die Nut setzen und so verdrehen, dass die Löcher mit den Gewindebohrungen im Ritzel übereinstimmen. Also in die "gesichert" Position.
    Dann den Adapter so aufsetzen, dass die Durchgangsbohrungen mit dem Blech und Ritzel übereinstimmen.

    Abschließend längere Schrauben durch den Adapter und das Sicherungsblech in das Ritzel schrauben. Der Adapter ist etwas Kürzer, als der Wellenüberstand und beim anziehen wird dann das Ritzel an das Sicherungsblech gezogen, das seinerseits dann gegen die Nut in der GAW gezogen wird. Damit ist das Ritzel dann in seiner Position fixiert.

  • Interessant. Danke für die Antwort.

    Da kommen ja schon ordentlich Kräfte drauf, reicht das reine Verspannen wirklich aus um das Spiel zu eliminieren?

  • Das weiß ich nicht. Aber es wird auf keinen Fall schlechter als das originale Taumelritzel das ja komplett "lose" auf der Welle sitzt. Ob das wirklich fest hält, weiß ich nicht und werde ich voraussichtlich auch nie herausfinden. Dafür fahre ich nicht genug. :D
    Keine Ahnung. ich bin einfach mit der Konstruktion von Honda unzufrieden und hoffe, dass es damit besser wird. Das mit dem alten Ritzel ist natürlich dahingehend besser, dass es das Ritzel verspannt (ganz ähnlich wie bei meiner Lösung) und zusätzlich die Auflagefläche auf der Verzahnung erhöht. Aber dafür braucht man halt erstmal ein altes Ritzel und muss das dann auch noch bearbeiten.

    Wo meine Lösung nicht hilft, ist, wenn das Ritzel schon Spiel in Umfangsrichtung hat. Dann ist die GAW oder das Ritzel schon verschlissen und dieses hin und her bei Lastwechseln wird meine Verspannung nicht halten. Aber wenn die GAW noch in Ordnung ist (was bei mir der Fall ist), dann hat das Ritzel ja in Umfangsrichtung quasi kein merkbares Spiel, nur in axialer Richtung. D.h. die Lastwechselreaktionen sollten immernoch durch die normale Verzahnung Ritzel zu GAW übertragen werden. Meine Modifikation eliminiert wirklich nur das axiale Spiel

  • Ich dachte nur das Spiel in Umfangsrichtung ist für den Verschleiß relevant.

    Edit: Ahh moment jetzt hab ichs verstanden. Durch die permanente Axiale Bewegung wird die Welle Quasi abgeschliffen. Somit würde deine Lösung sogar auch bei etwas mehr verschlissener GAW helfen.

    Ich würde auch eins nehmen.

  • das Spiel in Umfangsrichtung ist am relevantesten. Wenn man da schon welches hat, dann macht jeder Lastwechsel (von Zug- in Schubbetrieb und umgekehrt) die Situation schlimmer, weil das Ritzel immer wieder auf der anderen Flanke "einschlägt". Wenn schon Spiel da ist, würde ich die GAW mit sowas wie Loctite 660 (das hab ich auf meiner AT verwendet) festkleben. Da braucht man dann zur Demontage zwar zwingend einen Abzieher und ggf. auch einen Heißluftfön, aber das setzt das Ritzel dann in alle Richtungen fest.
    Wenn man dort in Umfangsrichtung noch kein Spiel hat, dann kann man (so hoffe ich zumindest) mit meiner Modifikation den Verschleiß zumindest verlangsamen. Eine weitere Bewegung, die das Ritzel machen kann, ist halt auch ein "verkippen" auf der GAW. Da die Kette ja nie exakt gerade von hinten zieht, sondern immer ein bisschen schräg, bekommt das Ritzel immer auch eine leichte Kippbewegung rein. Diese Bewegung sollte man durch das ranziehen an die Nut theoretisch auch eliminieren.

    Aber wie gesagt, wie gut die Lösung funktioniert, weiß ich nicht. Das Beste ist immernoch die Lösung von Tobi mit dem zusätzlichen Ritzel, das man abdreht und aufbohrt und mit einer zusätzlichen Platte verschraubt. Da hat man mehr Übertragungsfläche auf den Zahnflanken, das Ritzel ist breiter und damit auch weniger Kippgefährdet und durch die Madenschraube hat man auch die Verspannung gegen die Nut in der GAW.

    Aber sowas kann ich nicht fertigen und auch der besagte Kumpel könnte davon - wenn überhaupt möglich - keine signifikanten Stückzahlen herstellen, da man dafür ja erstmal einen Haufen Altritzel bräuchte.

    Ansonsten habe ich einen weiteren Interessenten, okay.
    Ich muss das noch ausprobieren, aber es kann sein, dass man auf der Innenseite der Ritzelabdeckung die Plastikstege ein wenig abdremeln muss, um den Adapter anbauen zu können. Das probiere ich bei meinem Prototypen dann aus.

  • Also bei einer sauberen Lösung wäre ich dabei, für eine so halb-Lösung besser wie gar nichts ist es mir zu teuer. Danke trotzdem fürs Angebot.
    Ein neues Ritzel kostet 11€, wenn uns/mir das jemand fertigen kann wäre auch kein Problem da eins extra für zu kaufen. Mein erstes (originales) Ritzel ist leider schon entsorgt.

  • Ich habe auch keine Drehmaschine. Die Zähne der Ritzel habe ich einfach mit dem Winkelschleifer abgetrennt und danach die Ritzel an der Schleifmaschine grob bearbeitet. Für den finalen Feinschliff habe ich sie auf den Winkelschleifer gespannt und mit einem Wetzstein bearbeitet. Ging wunderbar.

    [Blockierte Grafik: https://i.ibb.co/zVhDprp2/IMG-20250217-154600.jpg]

  • Und aufbohren der Gewinde ging mit normalen Bohrern?
    Schleifmaschine habe ich auch nicht. Winkelschleifer nur Akku.

    Ich würde das allerdings nicht "besser als nichts" Lösung nennen. Das größte Problem, dass das Ritzel auf der GAW nicht befestigt ist, wird damit gelöst. Der Rest mit dem zusätzlichen Ritzel ist dann das Nonplusultra. In Schulnoten, wenn original eine 5 ist und Tobis Lösung eine 1, würde ich dem CNC Ding eine 2 geben. Aufgabe verstanden und Ziel erreicht, nur halt nicht die Anforderungen übererfüllt.

    Mein Gedanke ist: lieber 50€ sicher ausgeben und dafür das Risiko zum Tausch der GAW reduzieren, als jetzt nichts ausgeben und dafür das Risiko zu haben, irgendwann mal in eine tausende Euro teure Reparatur zu laufen

  • ausgiebig belesen kannst du dich in diesem Thema, das direkt mit einem Horrorbild nach 85.000km startet. Da ist die Welle so stark verschlissen, dass man selbst mit verkleben nicht mehr großartig weiter kommen würde
    https://forum.crf-fahrer.info/viewtopic.php?f=10&t=1513

    Die Erfahrungen sind sehr gemischt. Manch einer hat nach 44.000km ohne Modifikation offenbar überhaupt keinen sichtbaren Verschleiß


    Heute war ich bei meinen Reisevorbereitungen und habe mir die Ritzlwelle mal angesehen. Die Maschine hat jetzt 44.000Km hinter sich und das Verzahnungsprofil sieht noch gut aus. Ein unterschiedliches Spiel zwischen dem genutzten und dem äußeren Teil konnte ich bei einer "Handprobe" nicht erkennen.

    ansonsten die meisten Berichte von Schäden sind grob zwischen 30.000 und 70.000km

    Tobi hat gezeigt, dass man mit der "nonplusultra"-Modifikation mit nem zusätzlichen Ritzel nach über 100.000km nur minimalen Verschleiß hat

  • @BMW
    zum Aufbohren habe ich einen leicht modifizierten Steinbohrer genommen. Meine Metallbohrer hatten da versagt. Hatten wir alles hier im Ausgangswellen-Thread besprochen. Diese Lösung kommt auch nicht von mir. Die allersauberste Methode wäre immer noch ein Gewinde in die Ausgangswelle schneiden zu lassen. Sollten wir unsere Ausgangswellen austauschen müssen, würde ich das mal angehen.

    Waldru
    Man hört seltsamerweise völlig unterschiedliche Aussagen dazu. Es ist unklar, ob Ausgangswellen mit unterschiedlicher Qualität oder die Fahrweise und Wartung der Besitzer daran Schuld sind. Wir hatten ohne modifizierte Ritzel bei 37000 km leichte Kerben an den Ausgangswellen, aber noch nichts Bedenkliches. Bei Facebook sieht man teilweise Ausgangswellen mit angeblich 5000-10000 km die völlig hinüber sind.

  • Ich habe gerade nochmal das Ritzel meiner CRF 250 Rally überprüft. das Ritzel sitzt sehr fest und es ist nicht in Axialer Richung bewegbar. Es sitzt sehr fest. Ist das bei euch nicht der Fall?

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!