Abspannen auf Anhänger

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  • Guten Morgen,

    mich würde interessieren ob ihr auch Probleme mit dem Abspannen der CRF auf einem Hänger habt.

    Der Hänger ist für 2 Motorräder, dadurch sind die vorderen Gurte ziemlich steil angebracht ( mehr senkrecht wie diagonal). In Verbindung mit der weichen Feder hat das schon mehrfach dazu geführt, dass die CRF-Maschine(n) gewandert/gekippt ist/sind. Das ist mir bisher nur mit der CRF passiert, andere Mopeds stehen auf dem Hänger super.

    Nach dem letzten Stopp auf der BAB hab ich sie bis zum Anschlag in die Federung knallen müssen - wie im Bild. Das gefällt mir nicht. Aber sonst kippt sie langsam.

    Zu den Gurten: Einer hinten, 2 vorne jeweils über eine Seite der Gabel. Also ein Gurt über die linke, einen über die rechte Feder. Der 5. Gurt geht komplett über die Gabel - den brauche ich nur zum Vorspannen, die Ratschengurte können nicht genügend Gurt aufrollen um die Maschine komplett einzufedern.

    So oder so, würde mich mal interessieren ob noch mehr diese Erfahrung gemacht haben.

    Gruß
    Christoph

  • Ist der Gurt hinten nur über die Sitzbank gespannt?

    Sofern ja, kann das m.E. nichts werden. Nimm hinten zwei Gurte, die Du an zwei Punkten befestigt, dann sollte das "wandern" des Hecks vorbei sein.

    Die Gabel brauchst Du definitiv nicht so weit in die Federn ziehen und hinten reicht leichtes Anziehen, bis etwas Widerstand spürbar ist.

  • Die Simmerringe freuen sich...

  • Moin,

    ich spanne immer links und rechts mit getrennten Gurten ab. Da kann man die Maschiner immer optimal ausrichten und nichts kann durchrutschen.

    [Blockierte Grafik: https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEi7o4cjut4PstX80YLcN2ufke07HN2DyGYUlX-C5BrE0sQcMCqkXbo4BQhivqVxL_ieZj5_XavU7i-l3ijoWGcdU-E9EvQgEswo4WIYfDikbJS7a-BsA0VU_Q2wZZ0Dza3lFH_AhTfSYGy8Yr7BGQqC9IPdGCDdgy73gyKnsnRzlqNUaqcVURVPHdov/w624-h640/IMG_20220903_174227.jpg]

    Damit die Ratschen bei dem steilen Winkel nicht am Rahmen scheuern lege ich einen weichen Schlupp um die Gebelrohre und hänge die Haken der Spanngurte in einen Schäkel. Damit kriege ich auch die Transalp ohne Kratzer an der Verkleidung abgespannt.

    Hinten habe ich leichte Spanngurte ohne Ratsche auf höhe der Beifahrerfußrasten.

    Wie tief ich die Karre in die Federn ziehe ist auch von der Strecke abhängig. Auf den Rumpelstrecken Richtung Balkan macht es etwas tiefer Sinn, sonst bewegen sich die Simmerringe dauernd bei hohem Vordruck. Ich reinige die Tauchrohre bevor ich die Gurte spanne.

    LG,

    Björn

  • Das Problem ist wie schon gesagt der steile Winkel der Abspanngurte. Je flacher umso weniger muss man die Gabel niederziehen.
    Bei meinem Anhänger ist das auch sehr steil, aber bis auf Anschlag muss ich nicht ziehen. Umgefallen ist sie mir auch schon zwei mal. Seitdem weiss ich, dass es bei meinem Winkel der Zurrgurte kräftig nieder gezurrt sein muss.

  • Sorry wenn ich Dir da widerspreche (und bevor es wieder anstrengend wird, ich beschäftige mich beruflich mit dem Thema "Ladungssicherung"), aber ein flacher Gurt-Winkel ist bei der Ladungsicherung zu vermeiden, da die Kraftverteilung nicht ideal ist. Optimal wäre es, wenn der Gurt parallel zum zu sichernden Gut verläuft, das wären dann nahezu 100 % Kraftverteilung. Es heißt ja auch nicht umsonst "Niederzurrverfahren".

    Bei einem zu flachen Gurtwinkel kommt beim Motorrad am Reifen zu wenig Kraft an und die Reifen könnten wandern.

    Bevor Zweifel aufkommen:

    https://www.berufskraftfahrer-zeitung.de/ladungssicheru…von-zurrgurten/

    Ich denke dort ist es perfekt beschrieben und die Kompetenz dürfte außer Frage stehen.


  • Ist der Gurt hinten nur über die Sitzbank gespannt?

    Sofern ja, kann das m.E. nichts werden. Nimm hinten zwei Gurte, die Du an zwei Punkten befestigt, dann sollte das "wandern" des Hecks vorbei sein.

    Die Gabel brauchst Du definitiv nicht so weit in die Federn ziehen und hinten reicht leichtes Anziehen, bis etwas Widerstand spürbar ist.

    Das ist genau das Gegenteil von dem was ich elerbt habe. Die Vordergabel / vordere Abspannung ist gewandert. Vielleicht ... ja vielleicht hätten 2 Gurte hinten geholfen


    ich spanne immer links und rechts mit getrennten Gurten ab. Da kann man die Maschiner immer optimal ausrichten und nichts kann durchrutschen.
    ...
    Auf den Rumpelstrecken Richtung Balkan macht es etwas tiefer Sinn, sonst bewegen sich die Simmerringe dauernd bei hohem Vordruck. Ich reinige die Tauchrohre bevor ich die Gurte spanne.

    Ja hab ja 2 gurte an der Gabel. Und wenn ich tran wackel kann ich den Hänger hochheben, nur auf der "Rumpelstrecke" A3 gibts genügend stellen dass es doch arbeite... fand ich schon beachtllich, und wiederspricht auch meinen bisherigen Erfahrungen.


    Das Problem ist wie schon gesagt der steile Winkel der Abspanngurte. Je flacher umso weniger muss man die Gabel niederziehen.

    Genau. Und das macht sich bei der CRF deutlich bemerkbar, bei anderen Maschinen weniger schlimm. Aber das bestätigt ja meine Erfahrung.

  • Je flacher der Niederzurrwinkel, desto weniger Kraft kann man auf das zu sichernde Objekt ausüben, ergo zurrt man die Gabel auch nicht so stark in die Feder.

    Das ist aber keine echte Ladungssicherung, sondern eher ein seitliches Verspannen, was nicht wirklich etwas nützt.

    Die Gurte halten so im Falle eines Falles fast gar nichts.

    Wer es nicht glaubt, kann gerne einmal nach dem Begriff "Zurrwinkel" googlen.

    Btw. kann mangelhafte Ladungssicherung als Ordnungswidrigkeit geahndet werden.

  • Was macht sich da bei der CRF bemerkbar beim abspannen?
    Die weichen Dämpfer vorne?
    Ist doch bei jeden Motorrad das gleiche.
    Zwei Gurte an den Lenkkopf/Holme und zwei hinten am Rahmen.
    Falls möglich noch vorne an die Bordwand / Wippe ziehen.
    Ist ja nun keine Boss Hoss.

    Das ist genau das Gegenteil von dem was ich elerbt habe. Die Vordergabel / vordere Abspannung ist gewandert. Vielleicht ... ja vielleicht hätten 2 Gurte hinten geholfen


    Ja hab ja 2 gurte an der Gabel. Und wenn ich tran wackel kann ich den Hänger hochheben, nur auf der "Rumpelstrecke" A3 gibts genügend stellen dass es doch arbeite... fand ich schon beachtllich, und wiederspricht auch meinen bisherigen Erfahrungen.

    Genau. Und das macht sich bei der CRF deutlich bemerkbar, bei anderen Maschinen weniger schlimm. Aber das bestätigt ja meine Erfahrung.

  • Ich habe mir noch einmal Dein Foto angesehen und gebe zu, wenn man das VR gegen einen Bügel oder Reifenklemmer zurrt, dann ergibt ein flacherer Winkel Sinn, denn dann ist die Auflagefläche eher vorne (Stichwort "Formschluss").

    Gleichwohl ergibt aber der dritte Gurt (vermutlich über den Rahmen, hinter dem Lenkkopf?) keinen Sinn, sondern führt nur dazu, dass die beiden anderen Gurte lose bekommen und so nichts mehr halten können. So hebst Du die Vorspannung der Gurte an der Gabel quasi auf und nur ein Gurt lässt natürlich ein Wandern des VR zu.

    Lass einfach diesen Gurt weg, nutze am Heck zwei seperate Gurte rechts und links und dann sollte das eigentlich funktionieren.

  • Nachdem das Motorrad nicht von selbst steht, wie der theoretische Klotz und das Problem eher das umkippen als das wegrutschen ist, lässt es sich flach abgespannt sehr leicht stabil transportieren. Während es beim senkrechten/paralell zur Gabel abspannen, durch die einfedernde Gabel über seine Kipppunkt kippen kann.
    Das wird dir sicher einleuchten.

  • Man stelle sich vor, man will einen Besenstiel stehend stabiliseren.
    Senkrecht abgespannt wird der nicht gut stehen.
    Flach abgespannt steht er jedoch stabil.
    Ohne viel Last auf den Gurten.

  • Hm.
    Bei einer Ladung die flächig auf dem Boden liegt sicher richtig.
    Aber ein Moped ist kippelig. Und da entstehen doch dann Kippkräfte (Weis nicht wie das richtig heißt) und da würde ich den Winkel wieder verkleinern.
    Nur meine unfachmännische Meinung.
    Darum stehen die ja auch am besten in Schienen damit die Reifen nicht weg wandern können.
    Wenn ich den TE richtig verstehe, sind die Moped quasi umgekippt. Unten können sie ja nicht aus wegen der Schiene. Ein verkleinerter Winkel könnte das Problem lösen/ lindern.
    Ich steh jetzt dann vor dem selben Problem und les aufmerksam mit. Und ich hab leider nur einen „normalen“ Anhänger. Der für die Gartenabfälle🙂.


    Treefighter hat’s iwie einfacher erklärt🤓

    Viele Grüße Manni

  • Der Besenstiel ist ein schlechtes Beispiel, denn den kann man nicht formschlüssig gegen etwas verspannen, ergo benötigt man 4 Gurte um den sicher zu laschen.

    Und da bleibe ich dabei, der Besenstiel steht sicherer und stabiler, wenn man ihn mit vier Gurten nach unten zurrt, als wenn man den zur Seite spannt und somit der Auflagepunkt (,sprich das untere Ende des Besenstils) auswandern kann.

    Sollte auch logisch erscheinen.

    Sobald man jedoch Formschluss mit z.B. einer Radwippe, oder einer Ladewand herstellt, dann ergibt das flache Verspannen wieder Sinn, denn dadurch wird gegen diesen Punkt gezurrt (die Kraft geht gegen die z.B. die Ladewand). Das Prinzip ist aber gleich.

    Einen normalen Anhänger kann man nutzen, wenn man ihn mit Radbügel oder -wippe aufrüstet und mit sicher angebrachten Zurrpunkten ausstattet.
    Eine Auffahrrrampe ist zusätzlich hilfreich.


  • Was macht sich da bei der CRF bemerkbar beim abspannen?
    Die weichen Dämpfer vorne?
    Ist doch bei jeden Motorrad das gleiche.


    Was sich bemerkbar macht? Die CRF kippt, andere Maschinen nicht. Die andere Maschinen haben aber härtere und kürzere Federgabeln.


    Gleichwohl ergibt aber der dritte Gurt (vermutlich über den Rahmen, hinter dem Lenkkopf?) keinen Sinn, sondern führt nur dazu, dass die beiden anderen Gurte lose bekommen und so nichts mehr halten können. So hebst Du die Vorspannung der Gurte an der Gabel quasi auf und nur ein Gurt lässt natürlich ein Wandern des VR zu.

    Lass einfach diesen Gurt weg, nutze am Heck zwei seperate Gurte rechts und links und dann sollte das eigentlich funktionieren.


    Der dritte Gurt ist nötig um die Gabel einzufedern, die Ratschengurte können nicht so viel Gurt auf einmal aufrollen. Die beiden seitlichen waren unter Last, der über die Gabelbrücke handwarm angezogen.
    Der dritte ist auch beim Entspannen der Gurte hilfreiche, dann drückt die Feder die Maschine nicht so stark zur Seite wenn man die seitlichen löst... Mit zwei helfenden Händen kann man sich das natürlich sparen.

    Ich denke immer noch über den Gurt übers Heck nach ... zwei sind vermutlich doch besser.

  • Welche "anderen" Motorräder stehen denn besser? Ich vermute, dass die höhere Kippneigung (auch) an den schmalen Reifen der CRF liegt. Sowohl der Bügel vorne als auch die Schiene unten halten das Motorrad ja deshalb aufrecht, weil der Reifen sowohl unten, als auch seitlich aufliegt. Die seitlichen sind hier entscheidend. Wenn man zu schmale Reifen hat, die die seitlichen Auflageflächen nicht satt berühren, gehen diese erhöhten Aufstandspunkte "verloren".

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