Hinteres Federbein CRF 300 L

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  • Hallo zusammen,
    habe eben (24.09.2021) von WILBERS die telefonische Auskunft bekommen, dass die Entwicklungsarbeiten für die CRF 300 Rally (auch L?) abgeschlossen sind und die "Teile" jetzt produziert werden und in ca. 8 Wochen (Ende November?) verfügbar sein werden.
    Na, dann bleibe ich mal gespannt.

    Grüße aus Magdeburg
    Stefan

  • Im Shop kann man die ja schon bestellen. Für die Dämpfer steht Lieferzeit 14-18 Tage. Leider hat die Polo noch nicht gelistet. Mit den 20% Rabatt wäre das eine feine Sache.

  • Servus Together,
    ich möchte ne kurze Zusammenfassung machen und einen Tipp geben
    1. Die Federvorspannung bei linearen Federn und des haben wir hier, ändert lediglich die Höhe und hat nichts mit der Federrate zu tun. Es ist so, auch wenns schwer fällt.
    Ab gut 100 kg bringen Federn mit höheren Federraten nur bedingt was, weil weder Zu- noch Druckstufe mehr damit klar kommen!
    Einziger Ausweg, anderes Federbein.
    Fahrwerksdämpfung ist sicher keine Weltraumtechnik, aber man bekommt doch oft, grad bei neuen Motorrädern, irgendwas angeboten, was leider nur halbwegs funktioniet. Wer billig kauft, kauft zweimal.
    Sicher ist Wilbers nur ein Hersteller unter vielen, aber wie man oben lesen kann, tun die was. Ich hab bis jetzt zwar nur zwei Wilbersfederbeine verbaut, aber beide funktionieren heute noch, wie sie sollen.
    Die allermeisten Motorradfahrwerke japanischer Hersteller sind auf 70 kg optimiert, des seh ich mal so. Was soll man tun? Im Falle der CRF300L und obwohl ich garkeine habe, würde ich ab 100 kg brutto ein komplettes Federbein nehmen, auch wenn es erstmal sau teuer ist.

    Bleiben wir bei Wilbers. Möchte man da eine bestellen, bekommt man immer einen Fragebogen, der sinngemäß lautet:
    Wieviel kg wiegst Du? Das Eigengewicht mit Klamotten, wenn die Waage so weit geht :P Fährst zu viel zu Zweit? Fährst Du mit Gepäck? Verteile Prozente ...
    Mein Tipp ist, solltest Du mit der CRF und Gepäck Offroad unterwegs sein wollen, dann gib dies zu 100 % an. Fährst Du dann ohne Gepäck auf der Straße, dann ist es halt etwas straffer, was sich auf Asphalt jedoch positive auswirkt. Das Fahrwerk soll doch perfekt für deinen häufigsten Einsatzzweck passen, darum diesen viel mehr Gewichten. Hoffentlich hab ich mich da klar genug ausgedrückt.
    Wilbers wird, wie sonst auch, verschiedene Ausführungen anbieten, siehe Homepage. Auch wenns erstmal weh tut, würde ich mich nur noch für das Modell mit Ausgleichsbehälter und dem Rad für die Höhenverstellung entscheiden. Dieses Modell hab ich bei meiner CRF1000 verbaut und bin damit über 50000 km gefahren, passt. Federbeine sind keine Wartungsfreien Teile, sie verändern ihre Arbeit schleichend und man merkt es u. U. nur sehr spät, deswegen spätestens alle 5 Jahre mal zur Revision geben. Wilbers bietet dies natürlich an und ich werde im Winter machen.

    So ein durschnittlicher CRF-User in Thailand hat halt nur 60 kg ...

    Man muss nicht Wilbers kaufen, angeblich sei Öhlins the Eine of the food chain, aber da fehlt mir jede Erfahrung. Auf eBay wird eins für 835 für die 300er Rally angeboten. Angeblich wären sie doch wartungsintensiv?

    Letzter Satz: Erst ein passendes Fahrwerk für sein Gewicht/Zuladung bringt erst ware Freude am Mopedfahren, erst recht, wenn man ein paar Pfunde zuviel hat ;)

    Nothing for ungood und viele Grüße aus der Häringsmühle
    Kutter
    CRF450L CRF1000L Beta REV3 2xSR500 GS500E MZ250TS und ne 14erTrude ;)

  • Zitat

    würde ich mich nur noch für das Modell mit Ausgleichsbehälter und dem Rad für die Höhenverstellung entscheiden

    Da bin ich schon die ganze Zeit am überlegen, ob es das wirklich braucht. Mehr "Schnickschnack" bedeutet halt leider oft auch mehr Ärger. Braucht man wirklich unbedingt eine extern verstellbare Druckstufe am Dämpfer vom Touren Motorrad? Den original Dämpfer der CRF250L hatte ich auch nie soweit, dass er zu heiß geworden ist und ein Ausgleichsbehälter geholfen hätte. Ich bin mir da noch unsicher...

    Für die Gabel sehe ich bei Wilbers im Moment nur andere Federn im Shop. Da bezweifle ich schwer, dass das irgendeine große Verbesserung bringen soll. Genauso das Öhlins Fork Kit. Scheint nur eine Feder zu sein und die Möglichkeit diese extern vorzuspannen. Das soll dann ~250€ kosten. Sicherlich wäre ein Upgrade mit neuem Shimstack da deutlich besser - oder einfach auch gleich das ganze Innenleben austauschen.

  • Hallo Kutter,

    vielen Dank für die deutlichen Worte.
    Will mir auf jeden Fall den Typ 642 von Wilbers zulegen. Das Thema Sammelbestellung wird wohl nicht funktionieren, deshalb schau ich im Winter was der Markt so sagt.

    Hatte bei Wilbers noch gefragt, ob man für die Gabelfeder eine höhere Federrate als 8,5 N/mm bei 100kg Fahrergewicht braucht, aber man sagte mir dass dies nicht erforderlich ist da unabhängig vom Fahrergewicht.

    Jetzt frage ich mich, ob ich überhaupt die Original Gabelfeder mittauschen soll, wenn ich das Federbein tausche.

    Hat da jemand eine Empfehlung / Erfahrung hierfür?

    Danke, Rainer

    CRF300L

  • Zitat

    Jetzt frage ich mich, ob ich überhaupt die Original Gabelfeder mittauschen soll, wenn ich das Federbein tausche.


    Auf jeden Fall - sonst machst du ja alles noch viel schlimmer. Die Gabel taucht ja so schon weg wie warme Butter. Wenn dein Dämpfer hinten straffer ist, fährst du mit der weichen Gabel im Dragster Style spazieren :lol:

  • Klare Worte.
    Bei mir und meiner CRF 250 habe ich das Wilbers 640, ohne Ausgleich Behälter und die originalen Federn vorne.
    Fährt sich für mich super, auch auf der Straße.
    Ich wiege, mit 30 Gepäck, ungefähr 110kg.
    Gruß Mago

  • Ausgleichsbehälter und Vorspannungseinstellung sind denke ich nur bei häufig wechselnder Beladung nötig. Wenn man immer alleine mit Gepäck fährt und das Federbein einmal darauf eingestellt ist braucht man die Verstellung würde ich sagen nicht. Da der Anbau des zusätzlichen Behälters bei der CRF nur relativ exponiert geht läuft man mit dem Ding halt echt Gefahr, bei einem Sturz was kaputt zu machen

  • Bei der 300 ist der Ausgleichsbehälter nicht wirklich exponiert. Liegt innerhalb des Rahmens, sieh man eine Seite vorher im diesem Thema.
    Ich habe zugegebenermaßen erst zwei mal an meiner Dämpfung gedreht am Hyperpro Dämpfer.

    Und ich würde auf jeden Fall die Gabelfedern tauschen, wenn ein neues Federbein kommt.
    Ich mein, die kosten gerade mal 100€ bei Wilbers. Und wenn es dann hinten straffer ist, dann ist fraglich ob die Balance noch passt mit Serienfedern vorne.

    Die Dämpfung der Gabel finde ich garnicht so schlecht. Eher bemängeln würde ich das ruckelige Einfedern.
    Aber da kommt diesen Winter mal anderes Öl rein, oder ich schick sie weg zum Überarbeiten.

  • Ich hab bei meiner 250er auch das Hyperpro Federbein mit hydraulischer Verstellung eingebaut.
    Die Verstellung hab ich ehrlich gesagt nur anfangs benutzt um eine optimale Vorspannung zu finden
    und dannach nicht mehr. Ich reise allerdings mit sehr leichtem Gepäck....

  • Nach 3 Monaten mit einem Wilbers-Fahrwerk kann ich (ca. 100kg in Montur) folgendes sagen.

    • Die Veränderung der Gabel (allerdings wurde die komplett von Wilbers überarbeitet, inkl. polieren und hochwertigere Dichtungen) ist auffälliger als Veränderung des hinteren Federbeins. Insbesondere das Ansprechverhalten der Gabel ist deutlich besser.
    • Die von Wilbers Angebote Gabelfeder ist bei weitem ausreichend widerstandsfähig (die NM reichen). In Kombination mit abgestimmtes Öl Menge und Viskosität, ergibt sich ein komplett anderes Dämpfung-/Federungsverhalten. Deutlich straffer und progressiver.
    • Das hintere Federbein hat den Ausgleichsbehälter direkt am Federbein. Die 300er hat im Gegensatz zur 250er mehr Platz vorm Hinterreifen. Die Einstellung gelingt ohne Verrenkungen sehr einfach von außen.
    • Durch das Fahrwerk hat sich das Fahrverhalten des Bikes komplett geändert. On-road kann man jetzt auch mal sehr sportlich fahren und Off-road ist man deutlich entspannter und sicherer unterwegs - das Gehüpfe und Gebounce hat ein Ende.

    Besser geht es kaum! Und wer’s nicht glaubt, der sollte mein Moped mal Probe fahren..

    [color=#505050]Je älter ich werde, um so so schneller war ich früher...[/color]
    [color=#999999]Ténéré 700 >>> CRF 300 L ¯\_(ツ)_/¯[/color]

  • Das hört sich überaus intressant an,
    Da ich meine aber gerade erst habe, werde ich mich erstmal auf die höhere Federvorspannung begrenzen.
    Gerade bis zum unteren Ende des Gewinde gedreht, hat keine 15min gedauert mit Rundstab, wie auf Seite 2 oder 3 beschrieben. Allerdings sind die Muttern in der Tat recht weich, von daher wäre ein Alustab besser gewesen als die von mir verwendete Stahlwelle. Aber die Macken halten sich deutlich in Grenzen.
    Beim Draufsetzen, wie schon beschrieben, direkt zu merken.
    Morgen gibt's endlich (hab die kleine ja schon 2 Tage) die Zulassung und dann wird gefahren.

    Gruß Michael


  • Die von Wilbers Angebote Gabelfeder ist bei weitem ausreichend widerstandsfähig (die NM reichen). In Kombination mit abgestimmtes Öl Menge und Viskosität, ergibt sich ein komplett anderes Dämpfung-/Federungsverhalten. Deutlich straffer und progressiver.

    Hattest du nicht geschrieben, dass du nicht weißt, ob die auch etwas an den Shims gemacht haben?


    Gerade bis zum unteren Ende des Gewinde gedreht, hat keine 15min gedauert...

    Hat die Feder dafür überhaupt genug Hub? Ansonsten schrottest du dir deinen Dämpfer. Dauerhaft ist das auch nicht gut, die Feder stark vorzuspannen...

  • Ja irgendwas mit den Shims wurde wohl auch gemacht, aber da hatte ich nicht richtig zugehört bzw. gemerkt was das da genau gemacht wurde… Aber es sind in jedem Falle nicht nur Federn getauscht worden, sondern es war eine Komplettüberarbeitung, wie man sie wohl nur von einem dedizierten Fahrwerksspezialisten bekommen kann - egal ob Fachbetrieb oder Hersteller. Das war auch nicht geplant. Der Entwicklungs-Ingenieur ist mit der CRF Probe gefahren und hat sich dann - vermutlich weil ich ihm leid tat 😔 - selbst entschieden diese Überarbeitung durchzuführen. Das würde ich mal als Glücksfall verbuchen.

    [color=#505050]Je älter ich werde, um so so schneller war ich früher...[/color]
    [color=#999999]Ténéré 700 >>> CRF 300 L ¯\_(ツ)_/¯[/color]


  • ................

    Hat die Feder dafür überhaupt genug Hub? Ansonsten schrottest du dir deinen Dämpfer. Dauerhaft ist das auch nicht gut, die Feder stark vorzuspannen...

    Hmm, o.k. also ich sehe unter der Mutter noch den letzten Gewindegang,
    daher war ich davon ausgegangen, das das o.k. ist.

    Gerade mal probiert, wie weit sie noch ausfedern kann.
    Daneben stehend kann ich sie gut 5cm (gemessen auf Achshöhe hinten) anheben, bis sie auf Anschlag ist.

    vorerst werde ich da erstmal nichts großes in Angriff nehmen, mal schauen wie es so funktioniert.

    Gruß Michael

  • Die Feder hat einen bestimmten Hub, genauso wie der Dämpfer. Die Feder benötigt immer mindestens genauso viel Hub wie der Dämpfer, sonst geht bei vollem Einfedern die Kraft auf den Federteller. Dass das nicht gut geht kann man sich denken. Beim Vorspannen der Feder veringert man ihren Hub, der Hub des Dämpfers bleibt aber gleich. Da muss man also etwas aufpassen.

    Außerdem erhöht man beim Vorspannen die Belastung auf den Kolben beim vollständigen Ausfedern. Idealerweise ist die Feder daher nur so weit vorgespannt, dass sie fest sitzt. Je mehr sie vorgespannt wird, desto größer ist die Kraft des Dämpferkolbens auf den Dämpfer-Zylinderdeckel beim vollständigen Ausfedern.
    Das ist beim Motorrad i.d.R. nicht so heikel wie bei einem Mountainbike, aber trotzdem auf Dauer eine höhere Belastung auf den Dämpfer.

  • Dann Frage ich mich, wozu es die Feder-Vorspannung überhaupt gibt, wenn man sie nicht verstellen darf? Ich habe es so gelernt, dass die Federvorspannung so einzustellen ist, dass man mit Beladung etwa 1/3 Sag hat. Damit 2/3 Federweg und 1/3 negativ-Federweg übrig bleiben

  • Servus Together,

    des ist natürlich richtig. Die Federvorspannung soll die Höhe regeln und nicht die Federkraft, was ja auch nicht geht. OEM ist nach meinem Wissen eine lineare Feder verbaut. HyperPro, Wilbers und die anderen Anbieter sind alles progressive Federn..

    Ob man andere Gabelfedern braucht, selbst wenn man ein paar Pfunde mehr hat, hängt einfach vom Moped und Fahrstil ab. Bei der CRF450L brauchte ich die Gabel nicht verändern, obwohl ich deutlich schwerer bin und mit Gepäck fahre. Bei der CRF300L offensichtlich schon, so ist es zumindest oben beschrieben und da glaub ich mal den Erfahrungswerten.

    Die Gabel soll die Unebenheiten des Weges ausgleichen. Sie soll dafür sorgen, dass nach Möglichkeit das Rad immer auf dem Boden ist (SAG und Zugstufe) und keine harten Stöße in die Hande/Arme kommen (Federrate und Druckstufe), außderdem sollte die Gabel nicht durchschlagen.

    Um so weicher eine Gabel anspricht, man spricht hier vom Losbrechmoment, desto weniger tun einen die Hände weh. Diese Eigenschaft kann man durch das Öl, Druckstufe und die Simmerringe beeinflussen. Ob die Gabel durchschlägt, durch die Federrate. Weil man durch die Progressivität der Feder diese Eigenschaft schön steuern/kombinieren kann, sind auch alle Zubehörfedern progressiv (Um so mehr Weg, desto härter wird sie. Dies wird durch ändern des Wendelabstandes erreicht, es sind quasi zwei Federn in einer, wenn man so will.)

    Ich würde mir bei den o. g. Erfahrungswerten auf jeden Fall für die CRF300L einen Satz Zubehörfedern kaufen. Die Montageanleitung genau lesen, häufigster Fehler beim Einbau von progressiven Federn, ist die Einbaurichtung. Immer die engeren Wendeln nach oben, auch wenn es vom Schwerpunkt schlechter ist, sonst stimmt das Luftpolster nicht, weil der Ölstand ein anderer ist, nämlich viel zu hoch (lernen durch Schmerz :roll: ).

    Wer leicht ist, oder sein Fahrstil zu den OEM-Federn passt, der hat Glück. Bei allen anderen ... Der Aufwand ist wirklich überschaubar und die Kosten auch!

    Noch ein Satz zu Öl und Simmerringen, auch wenn es da, wie bei vielen anderen technischen Themen wieder etwas religiös wird: NIE "hartes" Gabelöl verwenden. Die grünen Simmerringe von SKF sollen das beste Losbrechmoment haben, allerdings haben die bei meiner CRF1000 nur jeweils knapp 5000 km gehalten. Alles hat halt Vor- und Nachteile.

    So mal wieder meinen Senf dazu gegeben, in der Hoffnung eine Entscheidungsfindung zu erleichtern :P .

    Nothing for ungood und viele Grüße aus der Häringsmühle
    Kutter
    CRF450L CRF1000L Beta REV3 2xSR500 GS500E MZ250TS und ne 14erTrude ;)


  • Dann Frage ich mich, wozu es die Feder-Vorspannung überhaupt gibt...

    Erstens muss man natürlich die Feder auch irgendwie ein- und ausbauen können + so eine Feder setzt sich auch mit der Zeit und muss nachgespannt werden.. Zweitens kann man das natürlich bedingt auch mal tun. Den Sag stellt man aber eigentlich mit der passenden Feder ein und nicht indem man den Federteller auf Anschlag dreht. Wie gesagt, das geht alles sofern noch genug Federhub vorhanden ist. Dem Dämpfer tut es aber auf Dauer trotzdem nicht gut.

  • O.k.
    vielleicht nehme ich dann doch wieder 2-3 Umdrehungen zurück,
    aber nicht auf Ursprung, dann sackt sie einfach zu weit ein.

    Sobald Wilbers die ABE für die Federbeine verfügbar hat, mache ich mir Gedanken über den Umbau.

    Gruß Michael

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