Welchen Reifen fahrt ihr?

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  • Ich muss sagen,
    Der IRC gefällt mir gut,aber bei feuchtem Boden ist er doch schnell zugesetzt.
    So schaue ich schon mal nach einer guten Alternative.
    Bis dato war der K60 von Heidenau für mich der beste,aber in der Größe der CRF scheint er nicht so Top.
    Was habt ihr für Erfahrungen gesammelt?
    Mitas würde mich interessieren.
    Was sagt ihr dazu?hast
    Gruß Mago

  • Moin Mago,
    ich habe den K60 mal zum testen gehabt, allerdings hinten in der Dimension 150/80 mit dem sogenannten Mittelsteg.
    Ein guter Reisereifen, der lange hält und auf trockenen Pisten sehr gut zu fahren ist. Aber sobald die Streckenverhältnisse feucht werden, ist er ein ganz schmieriger Geselle. Auch auf sehr groben Schotterpisten auf der LGKZ am Steilhang ging nichts mehr - null Traktion am Berg. Ich musste da tatsächlich abbrechen, weil ich nicht hoch kam. Selbst ein anderer sehr guter Fahrer mit dem gleichen Moped versuchte es mit meiner.

    Allerdings kann ich nichts sagen, wie sich der Hinterreifen ohne Mittelsteg im Gelände verhält. Da habe ich aber definitiv bessere Berichte gehört und gelesen.

    Viele Grüße
    Carsten

  • Der K60 Scout ist für mich der ideale Fernreise-Reifen. Ist wie mit meinem Tigerchen. Kann nichts besonders gut, dafür aber alles. Sprich sehr universell einsetzbar und langlebig. Nach meiner Balkantour (8000 km) kamen jetzt die Pirelli Scorpion STR Rally für die heimische Gefilde rauf, aber für die geplante Fernost-Reise nächstes Jahr kommen die K60 Scout wieder rauf. Bis 15 tkm sind mit den Reifen gut machbar.

    Schöne Grüße
    [size=10]Triumph Tiger 800 XCx /Honda CRF 250 Rally[/size]

  • Ich hatte den K60 auf meiner Nordkaptour drauf. (Bericht und Bild vom Reifen danach auf meiner Stammseite). Der war nach 7000km ein Slick und fällt in der CRF Grösse Hinten sehr schmal aus. In breiteren Dimensionen habe ich den schon auf vielen anderen Motorrädern grfahren. Immer mit sehr hohen Laufleistungen und so habe ich ihn schätzen gelernt. Das sieht auf der CRF ganz anders aus...
    Hier kann ich als eierlegende Wollmilchsau den Mitas E07 empfehlen. Der erste hat 20.000 km !!!!!!! gehalten und der zweite hat beim Verkauf der Rally auch schon wieder 11.000 km gelaufen und war noch nicht zur Hälfte runter.
    Eindrücke davon in meinem Video:
    https://www.youtube.com/watch?v=a8sLW_2NMms

    Gruß Ralf

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie :lol:

    http://gernreisender.de/

  • Bezüglich K60: Da muss man doch aufpassen oder? Es gibt wohl den ursprünglichen K60 von dem alle schwärmen und den K60 Scout mit anderer Mischung (verbraucht sich schnell) und anderem Profil. Hab ich das richtig verstanden?

    Ich fahr wie anderswo geschrieben ja den Mitas 07 und bin sehr glücklich.

    Alles Gute und Braap
    Mark

  • Ich fahre aus Überzeugung (oder Not) mittlerweile den MT21, nachdem ich den IRC vertickt habe.

    Für die CRF scheint mir der ideal, zumal die verfügbaren Größen für hinten ja mal nicht üppig sind. Wenig Hersteller bauen was gescheites für die 250er. Der MT21 führt im weichen, gräbt ordentlich, surrt nicht übermäßig und hält zwischen 1000 und 3000 km offroad, je nach Untergrund. Auf der Straße erstaunlich gut, keine Rutscher bis jetzt, fahre aber auch nicht "letzte Rille", nur vorletzte.

    Alternativ hatte ich mal ne gute Kombi T63 vorne und Mitas E09 hinten.
    Gefahren bin ich auf anderen Mopeten dann noch TKC80, Mitas E10, K60 Scout, Pirelli Scorpion AT, TW310/302, sogar Tourance, T66, Enduro 3 und SixDays.

    Hat jemand mal den Maxxis M6006 gefahren, ist der nun top oder flop?

  • TKC70 3.00-21 (+TrailRider120/80-18)

    Da die CRF250Rally spätestens zum nächsten TÜV nicht mehr mit dem 90/90-21 TrailRider ohne Eintragung fahren darf, wurde heute der TKC70 in 3.00-21 mit 5mm/1,8bar aufgezogen und bei 150km am Stück getestet.

    Er ist vom Start weg sehr vertrauenswürdig und klebet gefühlt auf der Straße, ist aber Anfangs recht teigig in schnellen Wechselkurven. Dadurch wirkt er zunächst weniger sportlich/präzise und braucht einen gößeren Kurvenradius. Mit zunehmender Laufleistung (oder warm gefahren?) nimmt die Teigigkeit bis zur Bedeutungslosigkeit ab. Verantwortlich hierfür sind vermutlich die vielen kleinen Stege der Anspritzpunkte im Neuzustand. Er ist glücklicherweise nicht wie von mir ursprünglich befürchtet kippelig gegenüber dem 90er, obwohl er ja schließlich etwas schmäler ist.

    Grundsätzlich bringt er eine "stoische Ruhe" in das VR/Moped. Ob bei böhigem Seitenwind, Kurven oder Bergabstrecken. Hierdurch sind hohe Durchschnittsgeschwindigkeiten und langes entspanntes Touren möglich, was als sehr angenehm empfunden wird.

    Profilbedingt verlängert sich der Bremsweg trocken im ABS-Regelbereich ggf. minimal gegenüber dem TR.
    Dafür wird das Fahren auch auf groben/verschmutzten Straßen geschmeidiger, ruhiger/stoischer, zielsicherer und eben oft auch schneller - da nun manches in einem höheren Gang gefahren werden kann. Spurrillen beeindrucken ihn nicht, er nimmt sie nur wahr wenn sie von der aller übelsten Sorte sind.

    Nur im Regen unter ordentlich Gas aus ansteigenden Kehren heraus hat zwei Mal irgendwas gezuckt.
    Das verbuche ich aber ggf. auf Öl-Flecken oder den nicht angeschmirgelten Trennmittel-Kanten vom HR.

    In Summe kann ich die Kombi also sehr empfehlen, wenn vorzugsweise zügig getourt werden soll.
    Aber auch in mittelschwerem Gelände geht da einigermaßen trocken sicher einiges. Zumal der TR in 120/80-18 auch durchaus Vortrieb mittels grobe Flanken aufweisen kann, die sonst nur bei maximaler Schräglage registrierbar sind.

    Gruß
    Armin

  • Habe jetzt auf der Crf 250 Rally bei 5tkm den zweiten Hinterreifen drauf, war noch Restprofil vorhanden, habe aber eh noch den originalen Reifensatz von der 450 L rumliegen, und habe daher auf die Kleine den IRC nochmals aufziehen lassen.

    Auf die 450L habe ich mir nach MCE Sixdays (nur für Endurotraining und Crosspiste) einen Satz Anakee Wild aufziehen lassen. Und ich bin absolut begeistert! Auf der Straße ordentlich Grip, auch im Nassen, klare Rückmeldung, und im leichten Gelände (Schotter, Waldwege, etwas Schlamm und Wiesenwege) auch top!

    Fazit: der Wild kommt als nächstes auf die Rally drauf! :!:

    Two beers or not two beers?!? 8-)

  • Moin!

    Ich habe den Bridgestone Trail Wing 301/302 drauf und bin bisher damit rund 6000 km gefahren. Das meiste davon in der Stadt. Gelegentliche Ausflüge auf vermatschte Feldwege und Schotter waren auch dabei. Gefahren bin ich damit von März 2019 bis heute und das an mindestens fünf Tagen in der Woche.

    Ich bin damit sehr zufrieden. Spannend wäre jetzt mal einen direkten Vergleich zu fahren gegen einen Michelin Anakee Wild, damit man ein Gefühl dafür hat was sich genau oder ob sich etwas unterscheidet. Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass beide Reifen Premium Reifen sind und sich nicht wirklich etwas geben.

    Die Trail Wing habe ich gekauft, weil die Anakee Wild von Format nicht ganz in die Zulassung passen. Klar, 3" und 80 mm sind irgendwie fast das gleiche und eine Freigabe von Michelin gibt es auch, aber so war es einfacher.

    Grüße

    Tom

  • Vorsicht, seit diesem Jahr dürfen abweichende Größen (3" vs. 80 mm) nicht mehr per Freigabe legalisiert werden, sondern man muss sie eintragen lassen. Gilt für Reifen ab diesem Fertigungsjahr (DOT-Nummer).

    Viele Grüße,

    Micha

    Nie schrauben Sie die Füller Heizkörper Motor
    zu vermeiden, Hitze Sonnenbrand.
    (Auszug Bedienungsanleitung Beta Rev 250 4T)

  • So nun habe ich mal einen Satz Anakee Wild aufgezogen und habe mal 11/2 Std. ausprobiert auf Schotter (Nass) Match und
    Strasse trocken und nass was so geht mit dem Reifen. Ausser im Match da kam er an seine Grenzen, ging aber noch weil
    die Strecke nicht so lange war und ich nie richtig vom Gas musste. Sonst hat er bis jetzt gut funktioniert.

    So sieht der Reifen montiert aus.

    Vorne
    [Blockierte Grafik: https://live.staticflickr.com/65535/49633887336_ac1db9433e_b.jpg]IMG_2976 by Bruno Schwendener, auf Flickr

    Hinten
    [Blockierte Grafik: https://live.staticflickr.com/65535/49634156012_d7640db719_b.jpg]IMG_2975 by Bruno Schwendener, auf Flickr

    Gesamtansicht
    [Blockierte Grafik: https://live.staticflickr.com/65535/49634155992_07a22e8c94_b.jpg]IMG_2977 by Bruno Schwendener, auf Flickr

    Gruss aus der Schweiz

    Bruno

    [size=10]CRF 250L, CRF 450L SUMO, CRF 1000 L, Trimuph 1700 Thunderbird Storm[/size]

  • Hi!
    Kleiner Nachtrag zum Reifen-Eintragen.
    Ich war am Freitag beim TÜV und habe vorne alternativ den 90/90-21 51P für den K60 eintragen lassen.
    Der Spaß hat 105€ gekostet!

    Da ich auf drei Mopeds den K60 fahre hat es für mich gewisse Vorteile.
    Wie sich der K60 hinten bewährt, wird sich zeigen.
    Den Zweipersonenbetrieb hat er auch noch als wahlweise eingetragen. Was den Preis der Eintragung aber nicht hätte beeinflussen sollen.

    Gruß
    Tom

  • Ah noch einer mit einer vernünftigen Reifendimension für vorne jetzt.
    105 € inkl Umtragen der Papiere?
    Der TÜV selber hat bei mir 45€ genommen, eintragen lassen muss ich noch.
    Hast du damit eine Reifenbindung auf den K60?
    Die habe ich zum Glück dadurch nicht und habe jetzt auch in der Dimension die freie Auswahl.

    Gruß


  • Hi!
    Kleiner Nachtrag zum Reifen-Eintragen.
    Ich war am Freitag beim TÜV und habe vorne alternativ den 90/90-21 51P für den K60 eintragen lassen.
    Der Spaß hat 105€ gekostet!.........


    Da gibt es ja auch noch die Größe 80/90-21.. bzw. 80/100-21... von diversen Herstellern. Die kämen doch den 3 Zoll noch näher?

  • Bei den Größen ist die Auswahl aber auch nicht viel größer.
    90/90-21 ist einfach die am meisten verbreitete Größe. Egal ob XT660Z Tenere, BMW GS 650 Dakar, GS 800, KTM's um nur mal ein paar Massenmodelle zu nennen, fahren alle mit der Dimension. Deshalb gibt es nahezu jeden reifen auch in der Größe.

    Gruß

  • Moin,

    ich bekomme demnächst besagte Umrüsttabelle. Damit ist dann 90/90-21 und 80/90-21 und 80/100-21 ohne Eintragung und Reifenbindung möglich. Es braucht dann weiterhin lediglich die Bestätigung des Herstellers, dass die Größe des jeweiligen Reifentyps der Größe 3.00-21 entspricht.

    Die Auskunft das eine Eintragung prinzipiell nur in Verbindung mit einer Reifenbindung möglich ist, hatte ich auch erhalten.

    Aber warum soll man nicht auch mal Glück haben ;) RedBaron

  • Von wem kommt die Tabelle?
    Muss dann die Tabelle und eine Freigabe des Reifenherstellers mitgeführt werden?

    Ja die Aussage zur Reifenbindung gab mir mein Prüfer auch erst. Auf meine Nachfrage auf welcher Grundlage das beruht, bekam ich die Info, dass das ja in der Zulassungsbescheinigung vermerkt wäre.
    Damit meinte er den früheren Eintrag "reifenfabrikatsbindung gemäß betriebserlaubnis beachten".

    Nach meinem Hinweis, dass dieser Eintrag nicht vorhanden ist, war er zunächst überrascht und schaute daraufhin in die EG Betriebserlaubniss der CRF und fand dort keine Reifenbindung. Also hat Honda grundsätzlich keine Einschränkung des montierten Reifenfabrikats gegeben.

    Wozu auch? War bis vor kurzem ja eh nur deutsche Unsitte und wurde in der EU durch die RICHTLINIE 2007/46/EG geregelt.

    Ich habe den Eindruck das das Thema immer noch Neuland für die Prüfer ist und sich hier an die "gängige Praxis " der Fabrikatsbindung geklammert wird, da diese europäische Regelung noch nicht ganz durchgedrungen ist.

    Umso schöner ist es aber auf jeden Fall wenn ein Prüfer einen ernst nimmt und sich dann auch mit dem Thema ernsthaft beschäftigt.
    Von daher bin ich wirklich froh solch einen Prüfer erwischt zu haben.

    Gruß

  • Moin,

    diese Umrüsttabelle stammt von einer Stelle, die zur Abnahme von HU und Änderungen berechtigt ist und diese Dienstleistungem anbietet. Jeder dieser Institutionen liegt ein solches Arbeitspapier (inzwischen eher elektronisch, ich bekomme einen Ausdruck) vor.

    Prinzipiell gäbe es eine Mitführpflicht, ich selbst habe aber noch nichtmal die ZB I dabei.

    Die Reifenbindung beim Eintragen resultiert daraus, dass der Prüfer durch die Eintragung bestätigt, dass genau Reifen XYZ in dieser einen Größe der Größe 3.00-21 entspricht. Das ist theoretisch pauschal nicht möglich und bei einer Änderung/Umrüstung nicht vorgesehen. Praktisch wäre es kein Problem und wurde früher genauso gemacht. Dadurch entfällt natürlich aber die Mitführpflicht für die o.g. Dokumente.

    Mit einer vorherigen Reifenfabrikatsbindung, bzw. damit, dass es vorher keine gab, hat das gar nichts zu tun. Es geht um die Bestätigung, das der neue Reifen in dem neuen Maß dem alten Maß entspricht.

    Anders verhielte es sich bei einer Umrüstung auf ein neues Maß, z.B. den Hinterreifen auf 120/90-18. Das ist dann eine Änderungsabnahme, für die pauschal ein neues Maß (und keine Entsprechung) eingetragen werden würde, was aber ohne entsprechende Gutachten nicht mehr möglich ist.

    Ich hoffe ich konnte es halbwegs verständlich erklären :?

  • Hi,

    danke für die Erläuterung.
    Ganz mitgehen kann ich dieses Prinzip aber nicht.
    Die umrechnen von 3 Zoll breite ergibt ca. 76 mm. Dadurch ist ein 80 er Reifen natürlich am nächsten dran. Warum dann ein 90/90 noch in der Liste auftaucht verstehe ich nicht.
    Und warum der TÜV nochmal bestätigen will das ein Reifen diesen Dimensionen entspricht verstehe ich auch nicht. Der Reifen hat die Dimension aufgedruckt die der Reifenhersteller ja schon hat abnehmen lassen. Dies wird ja durch eine Prüfnummer auf dem Reifen bestätigt. Dadurch ist der ja auch erst für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassen.

    Aber ich sehe schon, dieses Thema wird die deutsche Motorradwelt noch lange begleiten :D

    Gruß

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