Federweg ab Werk

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  • Hallo alle zusammen. Vorab erstmal danke für diese Seite, sehr informative und verständliche Beiträge, die einem Anfänger wie mir immens bei der Entscheidungsfindung helfen.

    Hätte bloß eine Frage, die ich bisher nicht eruieren konnte, hoffentlich ist das der richtige Bereich:
    Wie sieht es mit den original Federwegen aus bei etwas größeren/schwereren Fahrern?

    Bin selbst ~195 cm groß und ~100kg schwer, habe jetzt oft gelesen, dass man in diesem Fall prädestiniert dafür ist bildlich den Bereich der Rückbank am Hinterrad abzuschleifen :lol:

    Laut einigen Beiträgen hier und anderswo sind die Federbeine ab einem gewissen Modelljahr selbst von Werk aus verstellbar, was manchen wohl ausreichen würde.
    Andere empfehlen direkt ein nachgerüstetes, einstellbares Federbein von YSS, Hyper Pro, Öhlins und wie sie nich alle heißen.

    Falls hier CRF-Fahrer unterwegs sind, die ein ähnliches Statur zu Masse Verhältnis aufweisen und sich mit diesem Thema schonmal befasst haben würde ich mich über einen Erfahrungsbericht oder Ratschläge sehr freuen.

  • Moin,

    auch bei Deiner Konfiguration steht ausreichend Federweg zur Verfügung, auch wenn noch Kleidung, Helm, Stiefel, etc. hinzugerechnet werden muss.

    Das Setup am Serienfederbein ist schon sehr soft abgestimmt und der Negativfederweg wird unter Last schon groß.

    Im Normalbetrieb wirst Du das Hinterrad jedoch nicht zum Schleifen am Schutzblech bringen.

    Die Vorspannung ist sowohl bei MD38 als auch bei MD44 verstellbar, das war es dann aber schon mit Einstellmöglichkeiten am Serienfederbein.

    Die Umbauten fangen beim Austausch der Feder am Serienfederbein an und enden beim Austausch der Federelemente gegen hochwertige, aber eben auch teure Komponenten. Da muss ein jeder selber wissen was er vorhat und was er ausgeben will.

    Ich selbst habe nur die Feder an Federbein getauscht und bin soweit zufrieden mit dieser kostengünstigen Lösung.

    High-End ist dann irgendwann die Frage Relation zum Neupreis des Fahrzeuges.

    Hoffe ich konnte zur Verwirrung beitragen ;)

  • Also ich weiß nicht, ob dir das was hilft, aber: Ich mit meinen 70kg inkl. Stiefel, Jacke, Helm und Rucksack finde das Fahrwerk für gemütliches Offroad und auch Straßenfahrten "perfekt" abgestimmt; ein guter Allroundmix wie ich finde. (von der völlig unterdämpften Zugstufe am Heck mal abgesehen).
    Tatsache ist aber auch, dass ich mit meinen 30-35kg weniger als du, das Federbein trotzdem maximal vorgespannt habe, da holt man noch so 2-3cm dabei raus. (ab Werk minimale Vorspannung)
    Ich habe etwa 3-4cm statischen Durchhang und in Summe etwa 8-10cm dynamischen Durchhang. Bei Enduros möchte man in der Regel auch so 30% des Federwegs als Negativfederweg - also passt das gut. Es ist weich und komfortabel, aber nicht schwammig.
    Möglicherweise ist das eine kleine Orientierungshilfe für dich. :)

  • Erstmal vielen Dank für die ausführlichen Infos, meine Frage ist damit äußerst zufriedenstellend und ausführlich beantwortet worden.
    Manche Begriffe musste ich allerdings nachschlagen, das alles findet hier ja auf einem extrem hohen Niveau statt :geek: :lol:

    Im Normalbetrieb wirst Du das Hinterrad jedoch nicht zum Schleifen am Schutzblech bringen.

    Verstehe. Hatte jetzt auch keine Intentionen am Erzbergrodeo o.ä. teilzunehmen, aber etwas Luft zu haben, falls das Gelände doch erschwert sein sollte, ist immer ganz nett :)

    Ich selbst habe nur die Feder an Federbein getauscht und bin soweit zufrieden mit dieser kostengünstigen Lösung.

    Existiert in diesem Bereich ein allgemeiner Konsens, welche Marken/Federarten dafür am Besten geeignet sind oder ist das im Grunde genommen bums?

    Ich habe etwa 3-4cm statischen Durchhang und in Summe etwa 8-10cm dynamischen Durchhang. Bei Enduros möchte man in der Regel auch so 30% des Federwegs als Negativfederweg - also passt das gut. Es ist weich und komfortabel, aber nicht schwammig.
    Möglicherweise ist das eine kleine Orientierungshilfe für dich. :)

    Also wenn ich auf dem Motorrad aufrecht sitze sollte das Teil idealerweise 8-10cm absinken, check. Alles klar ;)

  • Moin,

    ob ein Konsenz existiert ist mir nicht bekannt, allerdings ist meines Wissens nach aktuell nur Hyperpro Anbieter für eine Austauschfeder für das Serienfederbein.

    Außer 2 x Farbe ist dort die Auswahlmöglichkeit begrenzt, was die Sache in meinen Augen einfach macht.

  • Da hast du was falsch verstanden.
    Wenn du in Klamotten drauf sitzt sollte das Heck um ca 1/3 seines Federwegs einsinken. Dafür musst du ein wenig messen.
    Such dir einen Punkt, an dem du messen willst. Man nimmt dafür häufig die Hinterradachse und misst dann hoch zu einem Punkt des Heckrahmens. Welcher Punkt ist dabei relativ egal, es muss nur immer der gleiche sein.
    Deine 1. Messung ist voll ausgefedert. Also Motorrad aufgebockt, sodass das Hinterrad in der Luft ist.
    Die 2. Messung ist voll eingefedert. Das ist etwas komplizierter. Da musst du z.B. mit einem Spanngurt das Hinterrad an den Heckrahmen ran ziehen. Achtung, dass der Spanngurt sich nicht irgendwann verselbstständigt. Alternativ kann man auch das Federbein von der Schwinge lösen und das Hinterrad dann bis kurz vor Schleifen an der Plastikverkleidung hoch drücken. Das ist einfacher, aber auch ungenauer. Das ist dein 2. Messwert.
    Die 3. Messung ist dann du in Montur auf dem Mopped sitzend (Beine auf den Rasten). Spätestens dafür benötigst du jmd anders. Dieser Messwert sollte bei etwa 1/3 von voll ausgefedert und 2/3 von voll eingefedert liegen.
    Die ersten beiden Messungen kannst du nur dann umgehen, wenn dir irgendjemand hier im Forum sagt, wo genau er gemessen hat und was genau seine Messwerte waren.
    Einfach nur pauschal sagen "das muss 3-4cm einsinken" funktioniert nicht. 1. Kann man das nicht messen (voll ausgefedert geht so nicht) und 2. Sind 3cm am Kennzeichen etwas ganz anderes als 3cm an den Soziusfußrasten.

    Im Prinzip ist das aber bei der CRF auch Perlen vor die Säue, da du es eh nicht einstellen kannst.
    Vorspannung auf voll und das war's.

    Zu den Fahrwerk-Modifikationen:
    Das günstigste ist Tausch der Feder. Damit passt du die Federrate auf dein Gewicht an, aber nicht die Dämpfung. Das vorher schon unterdämpfte Fahrwerk ist danach noch ein wenig schlimmer unterdämpft (quasi "zu weich"). Insgesamt besser als original, aber nicht gut. Achtung beim Tausch: du brauchst einen Federspanner und musst wissen, was du dort tust. So eine Feder, die auf einmal losfliegt, kann bequem Knochen brechen und Löcher in Wände machen. Alternativ in eine Werkstatt geben. Ca 110€+Einbau
    Die Mittelklasse Variante ist Tausch des Federbeins. Untere Mittelklasse ist YSS (ca 300€) und obere Mittelklasse ist Wilbers (ca. 600€). Teilweise ein wenig einstellbar aber noch nicht komplett und das Wilbers heißt auch "road", wobei es laut wilbers Support auch für leichtes Gelände gut sein soll.
    Die Premium Variante ist ein Komplettsatz öhlins. Federbein 810€ + Federung vorne 230€. Federbein voll einstellbar und mit externem Reservoir also etwas mehr Dämpfungskapazität. Federung vorne dann in Vorspannung einstellbar.


  • Im Prinzip ist das aber bei der CRF auch Perlen vor die Säue, da du es eh nicht einstellen kannst.
    Vorspannung auf voll und das war's.

    ….aber mit der Vorspannung stelle ich doch den durchhang ein...…...oder :?:

    Nur wer sein Blut vom Rinnstein geleckt, weiß wie Motorradfahren schmeckt!

  • Moin,

    bevor das hier komplett in die Hose geht: Hier ist das kurz und knapp erklärt.

    Einen Federweg mit ausgebautem Stoßdämpfer messen ist natürlich Quatsch und die Messung voll eingefedert auch nicht erforderlich (dieser wert ist ja duch den Federweg vorgegeben und bekannt)!

    Und natürlich kann man einen Wert angeben, 10 % von 240 mm Federweg (am Beispiel einer CRF 250 L) sind nunmal 2,4 cm und da es sich nicht um einen Winkel handelt, bedingt durch die Bauart, ist es relativ egal, wo diese 2,4 cm gemessen werden.

    Für den Austauch von Komponenten sollte man wissen, was man mit dem Moped vorhat, so schlecht wie immer propagiert, ist der Seriendämpfer gar nicht, zumindest beim Endurowandern ganz gut zu gebrauchen. Das der Einbau einer härteren Feder das Fahrwerk noch weicher macht, kann ich jetzt nicht betätigen und erscheint mir auch unlogisch.

    Der Tausch der Feder auf eine Feder mit dem Gewicht des Fahrers angepasst Federrate ist im Sportendurobereich durchaus gängige Praxis.

    Selbstverständlich bieten YSS (passt bei MD44, aber ohne BE!!), Wilbers, Öhlins & Co. deutlich mehr Komfort und Einstellungsmöglichkeiten, die mich als Laien aber überfordern. Fraglich auch, zu welchem Preis man etwas gewinnt, oder ob man dann nicht vielleicht gleich in ein anderes Motorrad investiert, was den eigenen Ansprüchen in allen Belangen besser genügt.

    Aber zurück zum Ausgangsthema :mrgreen: Hast Du eine CRF und möchtest etwas verändern? Ist das hier Teil einer Kaufberatung? Was ist Hintergrund Deiner Fragestellung?

  • danke lalü………

    hab ich quasi gar nicht so verkehrt gedacht ;)

    Nur wer sein Blut vom Rinnstein geleckt, weiß wie Motorradfahren schmeckt!


  • ...

    Ok, werde mich da nochmal einlesen. Ich denke um bestimmen zu können, ob das höherwertige/teurere Material für einen selbst notwendig ist muss man eben mal Schauen, ob das Gerät ab Werk den eigenen Bedürfnissen entspricht, was wohl eine gewisse Fahrerfahrung erfordert.

    Besitze zwar einen Drehmomentschlüssel aber habe keine Garage und wüsste auch sonst nicht, wie ich eigenständig die etwas forderenden Umbauten bewerkstelligen sollte (weiß nicht, ob z.b. der Einbau einer neuen Feder dazu zählt, müsste mich mal einlesen), also würde das alles im Zweifel über eine (Honda-)Werkstatt laufen.

    Aber zurück zum Ausgangsthema :mrgreen: Hast Du eine CRF und möchtest etwas verändern? Ist das hier Teil einer Kaufberatung? Was ist Hintergrund Deiner Fragestellung?

    Eine CRF besitze ich (noch) nicht, habe allerdings vor bis zum Anfang der Saison 2021 eine 250l oder 300l holen, da zurzeit keine andere Maschine in der Lage ist meine Wünsche bezüglich dieser Sorte Motorrad zu erfüllen... oder zumindest konnte ich ein solches Gefährt bisher noch nicht entdecken.

    Kann das Ganze gerne auch genauer Ausführen, aber in diesem spezifischen Punkt ist es mein Ziel herauszufinden, ob das Motorrad, welches wahrscheinlich mit dem Durchschnittsjapaner im Sinn entwickelt und entsprechend nicht für einen Oger wie mich ausgelegt ist, durch Modifikationen an meine Gegebenheiten angepasst werden kann.

  • Moin,

    streiche Durchschnittsjapaner, setze Durchschnittsthai dann passt das.

    Ansonsten gebe ich Dir Recht, aktuell ist das Teil ziemlich konkurenzlos, was die Auslegung "Alltagsenduro" angeht, mit der man jeden Tag aber auch im Gemüse fahren kann.

    Die nächste Alternative wiegt gleich wenig, hat knapp 3 x soviel Leistung, kostet aber auch doppelt soviel wie eine CRF, ist aber dafür nicht so haltbar. Solange die man bei diesem Modell die Probleme ab Werk bekommt, ist das bei dem Preis keine Alternative für mich. Soviel Zubehör kann ich für die CRF gar nicht kaufen, dass ich auf den Preis komme.

    Alles Andere ist entweder zu schwer oder zu wenig Enduro.

    Nicht zu vergessen, vor ein paar Jahren war im Endurobereich, wenn man auch wirklich mal ins Unbefestigte wollte, 27 PS durchaus eine angemessene Leistung, siehe DR 350, etc. Die CRF ist nicht so weit von der seeligen DR entfernt.


  • ...

    Du triffst den Nagel auf den Kopf.

    Alternativen sind echt few and far inbetween. Hab auch keine Lust durch halb Deutschland zu fahren um mir dann ein Motorrad anzuschauen, was fast so alt ist wie ich (mit entsprechend aktueller "Technologie") und im brauchbaren Zustand so viel, oder mehr, kostet wie ne CRF frisch vom Fließband.

    Hatte sogar mit dem Gedanken gespielt mir eine beliebige Crosser zu kaufen und diese dann in einen Zulassungsfreudigen Zustand umbauen zu lassen... allerdings hat mich der horrende Preis für eine solche Aktion sowie die meist grotesken Wartungsintervalle dieser Dinger davon abgehalten.
    Also das man da während der Fahrt keinen Ölwechsel durchführen muss is noch alles...

  • Es ist nicht egal, wo du misst, da die Schwinge sich nun einmal auf einer Kreisbahn bewegt. Der Leitfaden ist als erster Einstieg gut aber für Sportenduros. Die kleine CRF ist ganz sicher keine Sportenduro. Sportenduros haben bequem mal 100mm mehr Federweg hinten. Daher sind die absoluten Angaben dort nicht so wirklich brauchbar.

    Warum der Dämpfer noch mehr unterdämpft ist: weil der Dämpfer nicht den "Einschlag" abfängt. Das macht die Feder. Der Dämpfer sorgt dafür, dass die innere Bewegung des Fahrwerks wieder aufhört, also das Mopped nicht ewig nachschwingt. Und bei einer stärkeren Feder ist da auch mehr Kraft hinter der Nachschwingerei, die abgedämpft werden muss.

    Inwiefern man der Werksangabe Federweg vertrauen kann weiß ich nicht. Wenn die stimmt kann man das nehmen, ja. Da hast du Recht. Genau genug sollte sie allemal sein. Sollte man trotzdem von der Mutter halbwegs gerade nach oben messen.

    Warum "Perlen vor die Säue": es stimmt, dass du mit der Vorspannung den Durchhang einstellst. Aber die CRF ist in dem Gewichtsbereich, um den es geht nicht mehr einstellbar. Ich denke als Bauchgefühl zwischen 50 und 70kg Fahrergewicht kann man das einstellen. Alles darüber ist dann einfach nur "voll vorgespannt".
    Wenn man es "richtig" macht stellt man mit der Vorspannung den statischen Durchhang ein (Gewicht des fahrfertigen Motorrads), mit der Federrate den dynamischen (Gewicht von Fahrer + Sozius) und mit der Dämpfungseinstellung dann das "Fahrgefühl" aber schon bei der Federrate wird halt immer ein größerer Umbau fällig.

  • Bei der Rally Frage ich mich schon, wieso das Motorrad mit dem Dämpfer eine Zulassung erhält. In welligen Kurven auf der Landstraße kommt da Unruhe in das Motorrad, dass es schon unangenehm wird.


  • ...
    Hatte sogar mit dem Gedanken gespielt mir eine beliebige Crosser zu kaufen und diese dann in einen Zulassungsfreudigen Zustand umbauen zu lassen... allerdings hat mich der horrende Preis für eine solche Aktion sowie die meist grotesken Wartungsintervalle dieser Dinger davon abgehalten.
    Also das man da während der Fahrt keinen Ölwechsel durchführen muss is noch alles...

    Moin,

    da muss man natürlich wissen was man will und was das entsprechende Moped bietet.

    Wenn Dein Interesse jedoch in diese Richtung tendiert und Dich lediglich der Wartungsaufwand davon abhält, dann denke ich das die 250er CRF nicht das richtige Motorrad für Dich ist.

    B.t.w.: Euro 5 dürfte solche Umbaupläne im Keim ersticken, auch wenn es Sonderregelungen für bestimmte Enduros/Trialer gibt.

  • Wenn Dein Interesse jedoch in diese Richtung tendiert und Dich lediglich der Wartungsaufwand davon abhält, dann denke ich das die 250er CRF nicht das richtige Motorrad für Dich ist.

    Nene, das war nur eine von vielen Ideen, wollte eben so viele Möglichkeiten in Betracht ziehen wie möglich, bevor ich mich entscheide.

    Neben einem geringen (Wartungs-)Aufwand waren mir noch relativ geringes Gewicht, Verlässlichkeit, allgemeine Alltagstauglichkeit, Brauchbarkeit auf Asphalt und Gelände, ABS, Verfügbarkeit und Bezahlbarkeit wichtige Faktoren.

    Da is die CRF per default die beste weil einzige Option, welche diese Anforderungen erfüllt.

  • Bevor du einen Crosser in Einzelabnahme umrüsten, soweit das überhaupt möglich wäre, kauf dir jetzt im Ausverkauf ne günstige CRF 450L, die hat die komplette Ausstattung von der Wettbewerbsmaschine, ist jedoch wesentlich alltagstauglich. Musst zwar trotzdem öfters Ölwechsel machen, ist aber trotzdem viel weniger Aufwand wie bei einer 450R. Und das Fahrwerk ist perfekt!

    Two beers or not two beers?!? 8-)


  • Neben einem geringen (Wartungs-)Aufwand waren mir noch relativ geringes Gewicht, Verlässlichkeit, allgemeine Alltagstauglichkeit, Brauchbarkeit auf Asphalt und Gelände, ABS, Verfügbarkeit und Bezahlbarkeit wichtige Faktoren.

    Da is die CRF per default die beste weil einzige Option, welche diese Anforderungen erfüllt.

    Das Fahrwerk ist kein Sahnestück mit Kirsche obendrauf, aber für mich genügt es. Sollte ich dennoch mal Lust haben was zu ändern, kauf ich mir ein Wilbers oder YSS Federbein.
    Straße, Waldweg, Wurzelpassagen und der Weg zur Arbeit alles kein Problem. Der Motor ist kein Dampfhammer von unten raus, aber er dreht quirlig hoch wenn die Leistung benötigt wird. Für mich reichts aus, ich hab meinen Spaß damit und freu mich über 3L/100km Verbrauch.
    Ein Punkt der mir auch gefällt ist, dass der Auspuff leise ist. Angenehm leise aber trotzdem schön kernig.
    Versicherungskosten/Steuern? In Wahrheit lächerlich wenig im Vergleich zu PKW und größeren Motorrädern (vor allem bei uns in Ö).
    Wartungsintervalle? Herrlich lange und theoretisch (bzw auch in real nach Ablauf der Garantie) alles in Eigenregie machbar. Auch ohne Garage.
    Die Honda ist nirgendwo der Superhero, aber sie kann fast alles und ist damit in der Preisklasse (leider) Konkurrenzlos. Zumindest in Europa. Meiner Meinung nach wirst du für das Geld das Honda für die 250er (300er) aufruft nichts "besseres" finden. Das ist der Grund warum bei mir eine in der Garage steht.

    OFFTOPIC: Würde KTM/Husky/(GasGas) ihren 390er Motor in ein CRF ähnliches Chassis verpflanzen und das Ganze unter 7000€ bepreisen würde ich wahrscheinlich schwach werden. Die 390er Adventure mit ihren Gussfelgen und dem Reisedampferlook brauch ich nicht - sie scheint jedoch den aktuellen Zeitgeist zu treffen. Eine "verSUV-ung" der Motorradlandschaft :lol:


  • Die Honda ist nirgendwo der Superhero, aber sie kann fast alles und ist damit in der Preisklasse (leider) Konkurrenzlos. Zumindest in Europa.

    Can confirm. Diverse Hersteller hatten wohl bis vor 10-15 Jahren noch alle ihren Hut im Ring wenns um den Kampf der kleinen Dual-Sport Krone geht, heut ist es einsam aufm Thron.

    Allerdings scheint wohl auch der Bedarf nicht hoch genug zu sein.

    Hab jetzt keine konkreten Zulassungszahlen parat aber auf mobile gibt es für jede CRF 100 mal die GS (das is nicht übertrieben oder so, finde für den Japaner 30 und für die BMW 3000 Anzeigen), rechne noch die Kosten für das aufwendige Konfigurieren/Entwickeln einer Euro X Maschine dazu und es wundert mich, dass es überhaupt jemand bei Honda geschafft hat die CRF Modelle beim CFO als betriebswirtschaftlich sinnvoll zu argumentieren und auf den europäischen Markt zu bringen.

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