Die Alternative zur neuen 300er?

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  • …Die Möglichkeiten (fahrtechnisch abseits vom Teer) in Europa werden nicht besser werden, sondern immer begrenzter, auch Dank der vielen für alle zugänglichen GPS-Tracks (TET usw).


    Zumindest auf dem TET in NL und BL ist überwiegend gar nix los. Da sieht man mitunter noch nicht als irgendwelche Motorradreifenspuren. Zuletzt bin im September mal 6h auf dem TET in NL gefahren und da sind mir genau 0 Motorradfahrer entgegengekommen. Allerdings fahre ich da auch nur in der Woche, da stört man dann auch die Wochenendtouristen (Rad, Wandern) nicht.

    Das Angebot an kleinen nicht-Wettbewerbs Enduros (125er mal außer acht gelassen) ist doch extrem überschaubar: CRF 300 und KTM 690 Enduro und Ende. Alles andere ist eher dem sehr gut gehenden Adventuresegment zuzuschreiben. Alle anderen großen Hersteller haben sich in Europe aus dem Segment zurückgezogen bzw. bieten eh nix an, Yamaha, Kawasaki, Suzuki, BMW, Ducati etc.

    Wir müssen uns wahrscheinlich damit abfinden, das unsere Bike Träume alle so was von “Nische” sind, dass es auch keine Alternativen mehr geben wird. Die aufkommenden Elektro-Motorräder lassen mich aber hoffen, dass sich das mal wieder ändern könnte - aber für die Reise taugen die eBikes ja leider (noch) nicht. Bei einer STRAK VARG (https://starkfuture.com/de-DE) mit Straßenzulassung könnte ich sogar schwach werden.

    KTM verstehe ich nicht, die könnte so easy eine 390 Enduro + Sumo aus dem Boden stampfen. Die würde gehen wie geschnitten Brot, aber sie machen es nicht. :roll:

    [color=#505050]Je älter ich werde, um so so schneller war ich früher...[/color]
    [color=#999999]Ténéré 700 >>> CRF 300 L ¯\_(ツ)_/¯[/color]

  • "Wir müssen uns wahrscheinlich damit abfinden, das unsere Bike Träume alle so was von “Nische” sind, dass es auch keine Alternativen mehr geben wird. "

    Damit hast du wohl leider recht und wir müssen noch bescheidener werden.

    Schöne Grüße von

    NordNordOst


  • Genau, sie wollen nicht.
    In den Konzernen wird der Rotstift täglich neu angespitzt.
    Was sich nicht rechnet, fällt durch.

    So wird man dann eben bei kleineren Herstellern fündig.
    http://www.asiawing.com/pro_25595589.html

    Moin,

    ich hatte mich vor dem Kauf der CRF über Alternativen im 250er Bereich informiert

    AJP, GasGas und eben auch die Asiawing (haben alle drei den selben Zongshen Motor verbaut).

    Leider bewahrheitet sich bei der Asiawing bis Modelljahr 21 wohl das hartnäckige Gerücht, dass wer billig kauft gleich 2 x kauft. Ob es inzwischen besser ist, weiß ich mangels eigenem Interesse nicht. Es wird oft behauptet, dass Asiawing auf der selben Produktionslinie hergestellt wird, wie die alte 450er CRF (die 250er ist entgegen vieler Behauptung keine Kopie der 250er CRF). Ob das stimmt entzieht sich meiner Kenntnis, aber nach mehreren Kontakten zu Käufern der 250er und 450er Asiawing kann ich nur sagen, das die Qualitäten wohl doch sehr weit auseinander liegen.

    Die Gebrauchtpreise sind in Relation zum Neupreis noch recht hoch. Bei einem vernünftigen Gebrauchtpreis würde ich das Experiment sonst vielleicht mal wagen 😉 Hier kommt es wohl auch echt darauf an, ob der Händler im Vorwege bereit war, die problematischen Stellen mit europäischen Teilen nachzubessern.

  • Die AJP hätte mich auch interessiert. Ich find die super, weil's eben auch ein kleiner europäischer Konfektionär ist der viele Teile verbaut die auch hier produziert werden. Leider gibt's in Österreich keinen einzigen Händler.

  • Moin,

    ... und man muss natürlich anerkennen, dass diese Manufakturen oder die chinesischen Konzerne zulassungsfähige Enduros mit halbwegs akzeptabler Leistung und Serviceintervallen für den Markt der Wanderenduristen anbieten.

    Btw. Fantic baut in den gemäßigten Modellen, wie z.B. den Caballeros, ebenfalls Zongshen Motoren ein. Das Modell mit dem Yahama Motor ist, ebenso wie die Zweitakter, m.E. sowohl von Leistung, Preis, Serviceintervallen, sowie gedachtem Einsatzbereich her nicht mit der CRF 250/300 L, den AJP, den 250er Asiawing, der Gasgas Cami (als Exot), oder den Caballeros vergleichbar

  • In der Vergangenheit war wohl der Vergaser das größte Problem der ASIAWING.
    Die neuen 450er Modelle haben jetzt eine Delphi Einspritzanlage.

    Theoretisch müsste dann jeder Honda-Händler in der Lage sein, eine 450er zu reparieren.
    Angeblich sollen die meisten Teile identisch sein. Aber wo gibt es ASIAWING-Händler?

    Möchte nicht wissen, wieviel Zulieferteile aus China in den CRFs 250/300 L/M/R verbaut sind.

    Es gibt aber auch positive Erfahrungen:
    https://www.enduroforum.eu/forum/herstell…rses-etc/24192-

    Schöne Grüße von

    NordNordOst

    Einmal editiert, zuletzt von NordNordOst (6. Februar 2022 um 12:34)

  • Moin,

    nicht nur der Vergaser soll das Problem sein, Kupplungsbetätigung, Plastics, Lager, etc. sollen auch Probleme machen.

    Bei den vielen (angeblichen) Gleichteilen der 450er könnte wohl eine Hondawerkstatt an dem Teil arbeiten, fraglich ist jedoch ob ein Honda Vertragshändler das will?

    Ein Asiawing Händler sitzt in Hamburg , daher wäre es für uns Nordlichter ein eher kalkulierbaren Risiko. Daher hat auch der "Hamburger Jung" seine NC 250 bezogen, die wohl auch schon umgangreich nachgebessert wurde. Derjenige ist bislang auch der einzige, mir bekannte Asiawing Fahrer, der positiv über das Teil berichtet. Nach meinem Wissen betrafen die Nachbesserung insbesondere eben den Vergaser und noch ein paar Sachen.

    Die Zündapp ist lediglich eine umgelabelte Asiawing.

  • Hallöchen

    Kein Honda Händler wird an irgendwelchen Nachbauten (COPIE)
    Arbeiten ausführen,schon aus Gewährleistungs Gründen lehnt er es ab!
    Honda Japan möchte dies nicht!!
    Besonders an Einwegfeuerzeuge die bei Beschädigungen nicht Flamen !!

    Gruß Uli

    Nichts ist so Beständig,wie die Veränderung!

  • Als ich vor 2 Jahren meine CRF gekauft habe, stand zeitgleich eine Asiawing 450er im Schauraum. Muss den HH mal fragen ob er mehr davon verkauft hat.

    Diese GasGas Cami kannte ich vorher überhaupt nicht. Sehr spannend. Schade dass KTM die Marke geschluckt hat - jetzt gibt's nur mehr Einheitsbrei :geek:


  • ...

    Diese GasGas Cami kannte ich vorher überhaupt nicht. Sehr spannend. Schade dass KTM die Marke geschluckt hat - jetzt gibt's nur mehr Einheitsbrei :geek:

    Ja wirklich schade, denn gerade die Cami hatte in meinen Augen, im Reigen der Zongshen befeuerten 250er, echtes Potential zur eierlegenden Wollmilchsau. Leider wird in dem Sektor alles orange, aber leider nicht besser 🤷🏻‍♂️


  • So einfach ist das glaube ich nicht - oder wieso hat z.B. die Honda CRF450L für Europa nur 25PS?

    Ich glaube nicht, dass das Problem ist.

    Der Euro5 Motor des 390er Motors von KTM hat 42 PS, würde man ihn wegen der A2 Gewichtsregelung nicht drosseln müssen, dann hätte er 46 PS (das stand mal in irgendeiner Motorradzeitung). Durch Änderung an Mapping, Airbox und Auspuff, also ohne Eingriff in den Motor, stehen in neuen RC 390 Cup Modell 10 PS mehr gegenüber der Serie, als 52 PS zur Verfügung (Aussage von Nasty Nils im aktuellsten Test Video der neuen RC390). Und der 390er Motor wird mit jeder Evolutionsstufe besser: Gas-Annahme, Rundlauf, Drehmoment-Verlauf.

    Und das ist ein sehr robuster Großserien-Motor mit 8tkm Wartungsinterval Made in India.

    Ich denke es liegt eher am Willen und den Kosten so etwas zu entwickeln. Wenn man Hightech wie einem Panigale V4 Motor auf die Straße bringen kann, dann sollte doch auch ein Hightech 1-Zyl. möglich sein. Selbst eine MT 125 hat schon eine variable Ventilsteuerung.

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    Einmal editiert, zuletzt von Wildduck (7. Februar 2022 um 06:35)


  • Viel entwickeln muss Suzuki nicht. Einspritzung, Kat und fertig.

    Das stimmt gleich doppelt nicht. Zum einen genügt das nicht. Um einen Motor in die heutige Zeit zu hieven musst du ihn leichter und reibungsärmer machen. Die heutigen Erwartungen und Vorschriften in Sachen Emissionen und Verbrauch erfordern das. Da zählt auch das Getriebe mit dazu. Und einen komplett neuen Auspuff musst du dazu machen. Und man glaubt es kaum aber die Entwicklung eines guten Auspuffs ist fast noch aufwändiger als die Entwicklung eines guten Motors.
    Und zum Anderen ist eine Einspritzung nicht mal eben dran geklatscht. Da zählen unzählige Wochen auf dem Motorenprüfstand plus unzählige Wochen realtests mit dazu, um die Abstimmung im Rahmen der gültigen Abgasvorschriften zu schaffen. Dabei ist die Abstimmung auf maximale Leistung in jeder Lebenslage noch der leichte Teil. Die finale Abstimmung mit der richtigen Mischung aus Verbrauch, Leistung, Laufruhe, Lautstärke und das alles unter Einhaltung der Abgasvorschriften und gut eingebunden in heutige Assistenzsysteme ist die eigentliche Kür.

    Außerdem hat Suzuki schon länger Probleme auf dem europäischen Markt und davon abgesehen, dass sie wohl eher nicht den "vollen" Markt zu sich holen könnten, sind ein paar Tausend Motorräder halt auch einfach nicht genug, um ein Motorrad neu zu entwickeln und günstig bauen zu können.

    Edith: tatsächlich ist ein V4 Motor leichter durch die Abgasvorschriften zu bringen, als ein kleiner 1 Zylinder. Abgase werden bis auf das CO2 eigentlich immer in ppm - parts per million gemessen. Ein großvolumiger V4 könnte ganz vereinfacht gesprochen auf dem Prüfstand 3 Zylinder leer mitlaufen lassen, um saubere Luft in den Auspuff zu befördern. Die vermischt sich dann mit den Abgasen des einen Zylinders, der echt mitläuft et voilá dir Abgase sind sauber.
    Ganz so einfach ist das nicht aber als Modell zur Vorstellung kommt das schon hin. Es ist viel leichter, die viele Luft, die durch einen großvolumigen Motor geht, sauber zu halten, als die wenige Luft, die durch einen kleinen Motor geht.

  • Zontes 310 X, 312ccm, 159kg, Euro 5 - schafft die Abgasnorm mit 35 PS

    Die Chinesen sind bereit die Entwicklungskosten zu tragen, die Japaner aber nicht,
    was kaufmännisch gesehen nachvollziehbar ist. Zontes und Co. wollen aber auf den
    europäischen Markt. Das werden sie in den kleinen Hubraumklassen auch schaffen,
    weil die Konkurrenz sich aus diesem Segment verabschiedet.

    Schade, aber es muss sich halt rechnen.

    Schöne Grüße von

    NordNordOst


  • Zontes 310 X, 312ccm, 159kg, Euro 5 - schafft die Abgasnorm mit 35 PS.


    Naja, die Zontes spielt ja in einer ähnlichen Klasse wie die CRF300. Die paar wenigen PS mehr bei höherem Gewicht, spielen wohl kaum eine Rolle.
    Die Leute reden hier von einem "Weltreise-tauglichen" Motorrad mit 135kg und 50PS und das wird es wohl so in Europa niemals mehr geben.


  • So einfach ist das glaube ich nicht - oder wieso hat z.B. die Honda CRF450L für Europa nur 25PS?

    Ich dachte auch eher an die CRF 450 L.

    Wenn es eine CRF mit 35 PS geben würde, wären doch schon viele sehr glücklich.

    Hoffentlich wird in den USA die Schadstoffgrenze bald mal weiter verschärft,
    damit wird von den aktualisierten Modellen dann auch etwas abbekommen.

    Schöne Grüße von

    NordNordOst

  • Mehr Leistung bedeutet halt auch mehr Gewicht oder weniger Zuverlässigkeit/mehr Wartung. Das passt den Leuten dann auch wieder nicht.
    Die kleinen 125er China Mopeds werden überall in Asien zigtausende Kilometer durch die Landschaft geprügelt und machen kaum Probleme. Eine hochgetunte KTM macht, wenn es blöd läuft, schon nach wenigen tausenden Kilometern schlapp - dafür ist man die kurze Zeit eben mit satter Leistung unterwegs :D

  • Der Teil mit der KTM stimmt so aber nicht. Im Vergleich zu einer 125er mit 15 PS hätte die KTM knapp 80 ps, was rund 5 PS über der tatsächlichen Leistung liegt. So einfach ist es also auch wieder nicht.
    MfG Udo

    PS. Die MD 44 kommt im Verhältnis auch auf 69Ps.

  • Der 390er Motor von KTM ist durchaus sehr zuverlässig, da liest man wenig wirklich schlechtes, und der Motor fährt sich sehr auch recht unterhaltsam (hatte mal ne 390er Duke als Ersatzmotorrad). Auf Grund des eher kurzen Hubs aber eher eine Dreher als ein Drücker.

    Meine offene Duke 690 hatte ca. 80 PS und fuhr sich absolut fantastisch und seidenweich (leider illegal: kein Kat, wenig Auspuff, offener Luftfilter, KTM-Evo-Mapping). Die aktuellen 690er Motoren ab 2019 sind sehr eigentlich sehr standhaft, weil viele grundlegende Probleme gelöst wurden.

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