Du brauchst grundsätzlich nach vorn einen Anschlag (kein Brettchen) und vier Gurte, vorn links, vorn rechts, hinten links, hinten rechts. Drei helfen nicht. Was soll der hintere Gurt bewirken? Das Rad kann rollen und den Gurt abstreifen. Das Heck schwingt immer noch auf und ab und sorgt zusätzlich dafür, dass sich das losrackelt. Und wenn einer der vorderen Gurte reißt, zieht der gegenüber liegende Gurt das Motorrad blitzschnell zu Boden, weil Du hinten nicht zusätzlich rechts/links verzurrst, sondern (wirkungslos) zur Mitte nach unten.
Ich transportiere seit vielen Jahren Motorräder auf Anhängern und habe in der Zeit auch mehrere havarierte Hobbytransporte gesehen bis hin zu einer CB1300, die wegen genau dieses gerissenen Gurtes 1500 Euro Schaden hatte. Und das ist noch der beste Fall, wenn Dir nur das eigene, geliebte Motorrad kaputt geht. Macht es sich unterwegs selbstständig und führt zu einem Unfall hinter Dir, geht es richtig zur Sache.
Wenn Du so selten Motorräder transportierst, dass sich eine vernünftige Lösung nicht lohnt, dann leih Dir halt für 30 Euro einen Trailer. Aber so wie im Bild ist es saugefährlich.
Hier ist meine Trialmaschine verzurrt, da gehe ich über die Fußrasten und nutze Einhängehaken. Oben ist nichts Stabiles, an das man Gurte hängen könnte. Das Prinzip ist aber das Gleiche.