Man kann ja nicht von jedem, der die 10. Klasse erfolgreich abgeschlossen hat, verlangen, dass er Zoll in Millimeter umrechnet. Dafür braucht es nämlich eine amtliche Bescheinigung/Eintragung und dafür wiederum braucht es auch einen Hochschulabschluss und die Qualifikation zum Sachverständigen. Dazu kommt, dass man durch Wegfall der Kontrollaufgabe "Reifenfreigabe" der Typbindung eine neue Kontrollaufgabe als Existenzberechtigung benötigt. :? :roll: :D
Nichts gegen unsere Prüfingenieure, die bekommen die Vorschriften auch nur vorgegeben und müssen den Leuten diesen Quatsch noch plausibel rüber bringen.
Welchen Reifen fahrt ihr?
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Hi,danke für die Erläuterung.
Ganz mitgehen kann ich dieses Prinzip aber nicht.
Die umrechnen von 3 Zoll breite ergibt ca. 76 mm. Dadurch ist ein 80 er Reifen natürlich am nächsten dran. Warum dann ein 90/90 noch in der Liste auftaucht verstehe ich nicht.
Und warum der TÜV nochmal bestätigen will das ein Reifen diesen Dimensionen entspricht verstehe ich auch nicht. Der Reifen hat die Dimension aufgedruckt die der Reifenhersteller ja schon hat abnehmen lassen. Dies wird ja durch eine Prüfnummer auf dem Reifen bestätigt. Dadurch ist der ja auch erst für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassen.Aber ich sehe schon, dieses Thema wird die deutsche Motorradwelt noch lange begleiten :D
Gruß
Michelin und Bridgestone sind einer Meinung mit dir, dass eine 80er Breite hier eher passt.
Sh. entspr. Bescheinigungen für Anakee Wild und AX41. Aber ja, 90/90-21 gibt es mehr Auswahl. -
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Und warum der TÜV nochmal bestätigen will das ein Reifen diesen Dimensionen entspricht verstehe ich auch nicht. Der Reifen hat die Dimension aufgedruckt die der Reifenhersteller ja schon hat abnehmen lassen. Dies wird ja durch eine Prüfnummer auf dem Reifen bestätigt. Dadurch ist der ja auch erst für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassen.
...Moin,
das liegt daran, dass eben nicht jeder Reifen gleich ist und die Angaben nach Hersteller variieren.
Ich empfehle zu dem Thema mal "120/90 18 Michelin AC 10" zu googlen, der ist nämlich 140 mm breit und entspricht somit einem 140/80 18, obwohl die Bezeichnung auf einen Reifen in 120 mm Breite hinweist. Ist nur ein Beispiel für viele. Es liegt an der unterschiedlichen Meßmethode bei Stollenreifen. Wenn Du Dich eingelesen hast, dann wirst Du verstehen, warum die SV eine Bestätigung haben wollen, dass der Reifen einer bestimmten Dimension entspricht.
Alternativ wird eben ein bestimmter Reifentyp als Bindung eigetragen, wenn der SV den am Fahrzeug geprüft hat und genau dieser Typ eben die entsprechende Breite aufweist.
Das was Du beschreibst, nämlich die EIntragung einer Größe ohne Typbindung und dazu noch als Alternativgröße in den Bemerkungen der ZB I (so habe ich Dich verstanden, denn der Eintrag einer weiteren Größe in das Feld 15 ist technisch nicht möglich) ist eher Praxis von vorgestern, als es noch den alten Fahrzeugschein gab. Somit hattest Du zwar Glück mit diesem Prüfer, aber innovativ ist der nicht, sondern einfach nicht auf aktuellem Stand.
Das Bridgestone und Michelin als Entsprechung für den 3.00-21 einen 80er Reifen vorschlagen liegt zumindest bei Michelin an genau dem oben beschriebenen Unterschied der Meßmethode. Der Wild in 80/90-21 entspricht einem 90/90-21 eines anderen Herstellers, denn Michelin misst rein die Breite der Karkasse, ohne überstehende Stollen, während z.B. Pirelli die Breite inkl. der Stollen angibt. Somit ist z.B. ein MT21 in 90/90-21 genauso breit wie ein Anakee Wild in 80/90-21.
Das kann dann natürlich ggf. zu Problemen führen, wenn z.B. der mit 120 bezeichnete Reifen tatsächlich 140 mm (inkl Stollen) breit ist und daher an der Schwinge schleift. So wäre es jedenfalls bei der CRF. -
Das sollte dann wohl mal eindeutig vorgeschrieben werden, wie die Hersteller zu messen haben. Denn bei anderen Motorrädern steht dann ja auch nur drin 90/90-21 und heutzutage üblicherweise nicht mehr mit Reifenfabrikatsbindung.
Als Ergebnis fährt man dann mal einen breiteren und mal einen schmaleren Reifen, ganz legal. Da waren die Freigaben/Unbedenklichkeitsbescheinigungen der Reifenhersteller vorher schon sinnvoller. -
Andere Frage, was passt denn maximal aufs Hinterrad. In USA gibts ja Leute die sich 140er Schlappen mit Stollen verbauen, die werden ja nicht mit schleifender Hinterhand rumfahren?!? :?
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Andere Frage, was passt denn maximal aufs Hinterrad. In USA gibts ja Leute die sich 140er Schlappen mit Stollen verbauen, die werden ja nicht mit schleifender Hinterhand rumfahren?!? :?Rethorische Frage, oder willst Du wirklich das Wagnis "Breitreifen" hinten auf Deiner hoffentlich bald lieferbaren 300er eingehen?
Ansonsten... ein "normaler" 140er passt nicht, aber wie zuvor beschrieben, kann man sich bei der Angabe der Breite nie sicher sein. Da müsste man schon checken welcher Reifen montiert wurde. Ich habe aus den USA aber auch schon gelesen, dass die Stollen dann "angepasst" wurden ✂️
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Wie die Reifenhersteller zu messen haben ist eindeutig in der ECE-R 30 zu finden.
Konkret unter Punkt 2.17.1.1.
Es wird die Nenn-Querschnittsbreite angegeben.
Das ist nicht das Maß der Lauffläche, die kann, vor allem bei PKW Reifen, kleiner sein, aber auch größer wenn, wie beim hier erwähnten Michelin AC10, Stollen seitlich abstehen.Da bei der CRF von Werk aus keine Reifenbindung vorhanden ist, erlaubt die EU ja schon selber zu prüfen dass die Reifen auch passen. Warum sollte das jetzt auf einmal anders sein? Wenn an einem PKW Aftermarketfelgen montiert werden wird dort ja auch kein Reifenfabrikat eingetragen.
Güße
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Moin,
mit PKW und Motorradreifen verhält es sich wie mit Äpfeln und Birnen, man kann sie nicht vergleichen.
In besagter ECE VO steht unter Punkt 1 der Geltungsbereich und der Typ L (Motorrad) ist dort nicht genannt, ebenso wie in den Tabellen des Anhangs V keine Motorradreifen und -felgen auftauchen. Der Begriff "Kraftrad" oder "Motorrad" oder "Typ L" wird in der ganzen VO nicht einmal genannt.
Trotzdem würde der angeführte Punkt 2.17.1.1 nichts Konkretes über das zu bestimmende Maß aussagen, denn gerade der Begriff "Nenn-Querschnittsbreite" wäre bei einem Stollenreifen interpretierbar. Bei einem PKW Reifen ist das deutlicher definiert.
Aber egal wie es ist, ich steige hier aus der Diskussion aus, denn wenn schon der Anwendungsbereich nicht entspechend berücksichtigt wird, dann kann man nicht erwarten, dass jemand den Rest einer Verordnung versteht.
Freu Dich über Deine Eintragung und damit lassen wir es bewenden. ;)
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Hallo Lalü,
finde ich schade, dass Du aussteigst. Bin davon überzeugt, dass die meisten hier verstehen, dass es um Motorradreifen geht und nicht um Autoreifen. Ist doch auch gut zu wissen, dass hier, wenn ich es richtig verstanden habe, eine grau Zone oder gar eine Fehlstelle vorhanden ist. Das sollte doch dazu führen, um Diskussionen zu vermeiden, mit Polizei und HU PrüferInnen, sich an die eingetragene Reifendimension zu halten. Zumindest in Germany. Oder gibt es das Problem nur in Germany?
Thema Wechsel: vor langer Zeit hatte ich eine R80GS, mit Vorliebe TKC 80 vorne und Hinten auf den Felgen drauf. Nachdem dieser Reifen nicht mehr in Germany hergestellt wurde, musste der Hinterradreifen auf der Kardanseite mit einen Hobel modifiziert werden. -
Moin,
man muss sich auch mal selbst korrigieren, ich denke das gehört sich so.
Nach Rücksprache mit dem fachkundigen SV verhält es sich so, dass die genannte VO zwar für Typ L nicht gilt aber eben über besagte Umrechnungstabelle Wirkung entfaltet.
Diese Tabelle bezieht sich auf ECE-R 30 und ist analog des Anhangs V für PKW für zweispurige Fahrzeug anzuwenden.
Allerdings enthält diese Umrüsttabellle keine Angaben zur Felgenbreite, sondern lediglich zu den möglichen Entsprechungen von Reifengrößen. Daher benötigt es noch die Bestätigung des Reifenherstellers, dass a) der Reifen in der Breite (ungefähr) der Ursprungsgröße entspricht und b) (insbesondere) dieser Reifen xy auf die Serienfelge yz mit der Größe 123x345 des Kraftrades abc aufgezogen werden kann und darf. Aus diesem Grund werden in den Reifenfreigaben ja auch immer die Felgengrößen mit angegeben.
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Ah noch einer mit einer vernünftigen Reifendimension für vorne jetzt.
105 € inkl Umtragen der Papiere?
Der TÜV selber hat bei mir 45€ genommen, eintragen lassen muss ich noch.
Hast du damit eine Reifenbindung auf den K60?
Die habe ich zum Glück dadurch nicht und habe jetzt auch in der Dimension die freie Auswahl.Gruß
105€ nur TÜV!
Der Text lautet:
Zu 15.1: a. gen. 90/90-21 51P mit Serienrad 1.60x21*
Zu S.1: Wahlw. 2, Aufl.: Fussrasten und Haltegriffe für Beifahrer anbauen***Also keine Reifenbindung und Wahlweise 3.00 oder 90/90.
Vielleicht hat er die Fußrasten-Eintragung doch berechnet, obwohl er meinte, es kostet nicht mehr dadurch. Oder es war die Corona-Zulage :D -
Ich habe mir jetzt den Avon trailraider bestellt. Leider, wie derzeit bei fast allen Dingen, Lieferverzögerung. Nächste Woche sollte er kommen und dann wird er gleich montiert.
Bin schon gespannt wie der Reifen auf meiner L funktioniert.
LG Martin -
Ich fahre von Frühling bis Herbst den Heidenau K60. Meistens sogar mit der Wintermischung. :D
Ist für mich der beste Kompromiss zwischen offroad und Asphalt.
Für den Winter kommt jeweils ein Grobstoller drauf.
Vorne meistens Mitas C17
Hinten bin ich jeweils etwas am experimentieren. -
Moin,
ich hab jetzt seit ca. 300 km den Bridgestone TW 302 als Hinterreifen und bin ziemlich begeistert.
Auf der Straße problemlos, gute Nasshaftung und ausreichend Stolle fürs Gemüse.
Optisch nah am IRC. Sehr kurze Einfahrzeit.
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Ich habe heute Michelin Anakee Wild montiert. Mal sehen wie es läuft...
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Da bin heute ich mal auf dein Urteil Anakee Wild vs IRC Serie gespannt.
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Da bin heute ich mal auf dein Urteil Anakee Wild vs IRC Serie gespannt.Kann nicht vergleichen, da meine IRC waren schon abgenutzt und ich bin ganz wenig damit gefahren.
Anakee Wild heute im Dreck war gut, Selbsreinigung funktioniert ausgezeichnet, Gras-gute Traktion, sehr sicher zu fahren, Nässe- sehr gute Traktion und Halt, nicht abgeschmiert oder so was. Trocken- sehr gut.[Blockierte Grafik: https://www.bildhost.com/images/2021/05/13/20210513_103347.md.jpg]
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Mein originaler IRC wird demnächst am Ende sein. Hinten jedenfalls. Ist es empfehlenswert immer vo+hi gemeinsam zu tauschen - wenn nicht der Reifen gleicher Bauart montiert wird?
Anfangs hab ich sehr zum Annakee Wild tendiert, wobei ich nun doch vernünftigerweise eher einen straßenorientierteren Pneu haben will. So viel Offroad ist es dann doch nicht. Mein kilometermäßiger Geländeanteil pendelt wahrscheinlich irgendwo zwischen 10-25%.
Darum dachte ich mir, ich hol mir den Mitas E-07 Enduro oder den E-07+ Enduro. Nur, den normalen gibt's in keiner der für die CRF freigegebenen Spezifikationen und den + nur hinten, aber keinen passenden Vorderreifen.
Generell kommt mir die Suche und die Auswahl für 120/80/18 und 3.00/21 sehr problematisch vor. Mir scheint, die meisten hier fahren mit nicht eingetragenen Reifen?
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Servus Honighannes,
ob es Sinn macht, oder nicht, musst Du wissen. In den meisten Fällen hält mein Hinterreifen etwas kürzer, also der Vordere, ich wechsel darum meist beide auf einmal.
Der Anakee Wild ist bei jetzt kein richtiger Offroad-Reifen, der schaut nur so aus und funktioniert auf der Straße mind. so gut, wie im Gelände, so die Erfahrung zwei Freunde, die ihn schon länger fahren. Mal ehrlich, die meisten Kilometer fährt doch der normale CRF-Fahrer doch auf Asphalt, warum ned den o. g. Reifen aufziehen?
Des mit der Eintragerei ist halt immer von Prüfer zu Prüfer unterschiedlich.
Grundsätzlich lässt sich beinahe jeder Reifen eintragen, der mind. den Last- und Geschwindigkeitsindex hat, der bei Dir. vorschgrieben ist.
Nicht alles ist komplizierter geworden, nur anders :lol: . Du hast doch sicher eine EU-Zulassung? Nimm das Typenblatt von den Reifen, die Du gerne möchtest, nimm deinen Fahrzeugschein und die EG-Übereinstimmungsbescheinigung von deinem Moped (wegen der Felgen), geh zum nächsten TüV, KüS, Dekra, usw. und bring dein Anliegen vor. Sollte die Antwort nicht passen, oder zu komplex sein, geh zum nächsten. Wenn jemand vorher Kohle will, bevor er Dir sagt, ob er es macht, verabschiede Dich mit dem Urologengruß.
Du wirst sehen, einer wird Dir helfen, denn damit verdienen die ihr Geld und für Geld machen viele viel ;) . Und Fragen sollte erst mal nix kosten!
VG
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Ich habe mir für vorne 90/90-21 eintragen lassen. Damit habe ich genug Auswahl. Für hinten hatte ich bisher keine Probleme passende Reifen zu finden.
Ich mixe aber auch. Derzeit habe ich vorne Anakee wild und hinten AX41 drauf.Gruß
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